Beiträge von Dennis R.

    Hi , Bilder habe ich leider keine gemacht , beim ersten probieren habe ich mir etwas mehr Zeit gelassen aber ohne Dokumentation, weil ich das Ergebnis noch nicht kannte. Die anderen habe ich dann immer zwischen Tür und Angel gemacht und war in 5 min damit durch ... - Gehäuse knacken , Teile umbauen , festlöten und kleben - fertig . Habe jetzt auch keine Spendersysteme oder Defekte übrig um was nachzuliefern :saint:

    Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen , der noch Spendersysteme der unten genannten hat, oft findet man diese recht günstig im Netz, manchmal hängt auch noch ein Plattenspieler dran - nichtsdestotrotz ist diese Variante um einiges günstiger als ein funktionsfähiges KST 103 oder eine Reperatur, zumindest dann wenn man gerne bastelt. Ich habe jetzt genug Systeme instandgesetzt, bin zufrieden mit dem Ergebnis und denke daher man kann den Tip daher bedenkenlos teilen , wenn jemand Interesse daran hat. Ich benötige das System hauptsächlich für meine Rock Ola jukeboxen .

    Vorab , ich hatte in jüngeren Jahren auch mit der Transplantation aus verschiedenen anderen Spendersystemen experimentiert , die Ergebnisse waren für mich dann leider ernüchternd mit einer Ausnahme, aber das Ergebniss war wahrscheinlich Glück und nicht mehr reproduzierbar.
    Als ich mal etwas Zeit hatte und aufgrund der Verfügbarkeit reichlicher Spendersysteme (nachdem ich mir deren Aufbau angesehen habe) habe ich mich mal meinen mittlerweile 6 defekten (hauptsächlich) Elac KST103 angenommen. Man kennt ja die Problematik je nach Alter, Lagerung sind diese nicht mehr frisch oder die Kristalle zerfallen. Durch ein umfangreiches Sortiment an den Elac Systemen KST106, KST107, KST110 und KST112 , welche die Zeit und Lagerung zumindest bei mir alle klaglos überstanden haben , auch wenn sie optisch nicht mehr so frisch aussahen. Das Innenleben wenn die Schale vorsichtig geknackt ist präsentiert sich fast identisch zum KST 103 und bauähnlichen.
    Das alte Gehäuse habe ich vom Schmutz und der Dämpfungspaste gereinigt, die Lötanschlüsse habe ich vorab schonmal etwas mit frischem Lötzinn präpariert .So kann man danach die Spendereinheit im ganzen vorsichtig herausnehmen (um hier nichts zu riskieren , habe ich hier keine Dämpfungspaste entfernt) - auf den Metalsteg vorne am Nadeldämpfer und die Lötfahnen achten (ebenso beim einsetzen, damit er wieder in seiner Nut sitzt) - danach ins Gehäuse vom KST103 einsetzen und vorsichtig und kurz die Lötfahnen an den Anschlüssen festlöten (die beiden äußeren kommen auch wieder aussen hin , die beiden mittleren gemeinsam an den Masseanschluss ).Hier ist wirklich Gefühl gefragt , da zu lange Hitzeeinwirkung die Kristalle schädigt, genauso wenn man zu hart zu Werke geht , die Kristalle brechen schnell.
    Danach das Gehäuse mit 2 K- Kleber benetzen (außer da wo die Nadel eingeklipst wird) , wieder zusammensetzen und beschweren bis der Kleber trocken ist - gute Erfahrungen hab ich mit dem Pattex 2K Kleber Kraftmix gehabt - nach 25 min kann man das System ausprobieren.
    Ergebnis bei meinen Operationen : Die Systeme arbeiten alle wieder einwandfrei mit gutem Output. Wenn man nicht zwei linke Hände hat und sich 20 Minuten in Ruhe mit beschäftigen kann , so geht der Umbau auch zackig von statten und ist kein Hexenwerk.
    Wie schon oft beschrieben hat fast jedes KST 103 und auch die Nadeln eine unterschiedliche Charakteristik , was in der einen Box gut klingt , hört sich in der anderen vielleicht auch weniger gut an, dafür in einer anderen wieder besser , warum das so ist weiß wohl nur der Pumuckl oder eben der Alterungsprozess.
    Ergänzung: Ich habe mich an defekten KST19 und KST103 (auch 102 und 104) ausprobiert - auch das Gehäuse des KST19 lässt trotz Monosystem den 1:1 Umbau der Spendereinheiten zu , da der Gehäuseaufbau innen gleich ist.


    Viel Erfolg und Grüße Dennis

    Dort wird das Audiokabel angelötet. An die Lötstelle mit dem schwarzen Kabel geht die Masse , das andere ist die Tonleitung. Beim Löten das Tonabnehmer System entfernen, die Hitze zerstört ggf. die Kristalle und damit das System

    Ab und zu findet man die schon noch auch den VR93 - wobei das ganze mit den Jahren sicher mehr und mehr nachlässt. Ich habe die früher oft aus dem Müll gezogen , aber das ist natürlich auch schon paar Jahre her :) Einfach mal gucken , bei eBay und Kleinanzeigen hab ich letztes Jahr schon den ein oder anderen gesehen beim durchblättern ...


    Edit : Sogar schon Jahrzehnte her, vergesse immer mein Alter ^^

    Zitat

    Lohnt sich bei so einem Plastikbomber eine neue Nadel und notfalls auch noch ein neuer Riemen?

    Ich möchte meine Platten hören , habe keine High End Ansprüche sondern möchte einfach meine Platten die ich habe dudeln lassen - ja natürlich lohnt sich das , außer man möchte zwischen 150 bis 200Euro für ein Neugerät investieren, dass gleiche Leistungen zeigt . Die Nadel ist halt ein Verschleißteil , der Riemen auch. Nun werden die wenigsten ihr Auto auch gleich verschrotten wenn die Reifen abgefahren sind , ähnlich ist es hier 8)

    Zitat

    Wenn ja, woher nehmen? Die Preise für die Nadel oszilieren zwischen 5 und 24 Euro

    Entweder eine einfache Nachbaunadel für 10Euro, die kann ganz gut sein oder halt eine Audio Technika Originalnadel, kostet mehr , man bekommt aber Qualität die man erwartet ...


    Zitat

    Was würdet Ihr machen?

    Was möchte oder braucht deine Schwester in Bezug auf Schallplatten ;)

    Es gibt immer mal dieses harzfreie Fahrradöl zu kaufen , das reicht ganz gut. Wenn die Reibräder noch griffig sind und keinen Standplatten haben , kann man die einfach reinigen , falls nötig kann man diese mit feinem Schmirgelpapier leicht anrauhen. Motor sollte man reinigen und Ölen, ebenso sämtliche einzelnen Reibräder abziehen (Vorsicht das der Ring nicht weg fliegt) auch hier Laufflächen reinigen und ein Tropfen Öl , auch das Schaltgetriebe reinigen .Das Gestänge von großen Reibrad ebenso reinigen und Ölen und das Tellerlager.

    Was auch oft untergeht , parallel zum Miracord 8 gab es noch den Miraphon 11 als Spieler , die nachfolgende Generation (oft Richtung US Markt importiert) waren der Miraphon 210 und Miracord 200 - optisch der vorherigen Generation nachempfunden , mit Hammerschlag Chassis und braunen Plastikteilen - darüberhinaus gab es den großen Plattenteller aus Druckguss , System war das STS200 - auch ganz feine Geräte ;)