Beiträge von bokurt


    In der Beschriftung fehlt das "C", aber wenn ich mir die Reihenfolge im Schaltplan anschaue, dann vermute ich, daß "C" der mittlere Anschluß ist. Ansonsten, also wenn "C" der rechte Anschluß wäre, wären die Buchstaben nicht in der richtigen Reihenfolge.


    Eventuell stimmt mit der Beschaltung da was noch nicht, denn es sieht so aus, als ob der Pin C in dem Diagramm der "common" eines Schalters ist und Pin A für 33 offen und für 45 mit C verbunden wird. Pin B ist nur dann relevant, wenn man die 78 upm nutzen will.

    Mit einem auf 5mm runtergeschliffenen Pulley sollten sich beide Drehzahlen einstellen lassen, denn der Stellbereich der internen Potis beträgt für beide Drehzahlen +/-2%.


    Dann müßte ich ja eigentlich alles richtig gelötet haben: durch die grünen Kabel verbinde oder öffne ich zwischen "C" und "A". Und "B" bleibt außen vor.



    Gruß,

    Kurt

    wenn Du die 45upm erreichst dürftest Du bei 33upm nicht weit weg sein... Evtl. reichen einige 10tel am Pulley um in Reichweite zu kommen


    Also Pulley abdrehen

    Bingo!


    Heute morgen habe ich mal die Pulley-Dicke mit einer Schieblehre gemessen: beim Original DC-205 beträgt sie knapp unter 5mm und beim China-Billigteil beträgt sie knapp über 5 mm. Also habe ich beschlossen, irgendwie den Pulley abzudrehen.


    Der erste Versuch mit Volltempo und drangehaltener Feile war nicht so ergiebig - ich hatte irgendwann das Gefühl, ich könnte noch 2 Stunden weiterfeilen, ohne sonderlich viel abzubekommen.


    Da der Motor ja nur 2 Euro gekostet hat, habe ich dann eine ziemlich brutale Methode gewählt: Motor auf Volltempo und einen Dremel auf halbe Kraft mit Metallspitze (siehe Bild) drangehalten. Dabei natürlich so gearbeitet, daß ich möglichst keine Riefen in den Pulley schleife.


    Im Endeffekt ist einiges dabei runtergekommen und siehe da: ich bekomme jetzt das Tempo 33 korrekt hin, und zwar mit beiden Reglern (Low und High) auf minimalstes Tempo gedreht.


    Dabei ist jetzt allerdings Tempo 45 deutlich zu langsam, und das läßt sich auch nicht anders regeln, denn wenn ich Tempo 45 wieder etwas hochdrehe, wird Tempo 33 wieder zu schnell, obwohl es am Minimum steht.

    Man müßte also vermutlich noch eine Menge mehr abtragen, um beide Tempi richtig einstellen zu können. Darauf habe ich aber jetzt erstmal verzichtet, denn ich möchte auch dem Pulley nicht den ganzen "Bauch" abschleifen, da ich befürchte, daß dann der Riemen nicht mehr richtig geführt wird. Na ja, und Tempo 45 ist ja, ehrlich gesagt, auch nicht wirklich wichtig.


    Heute Abend oder morgen werde ich dann wohl mal alles zusammenbauen und schauen, wie sich das Ganze in zusammengebautem Zustand verhält - jetzt lockt erstmal der Sonnenschein nach draußen...


    Gruß aus Bochum und ein Dankeschön fürs Mitüberlegen!

    Kurt


    Gruß

    Danke, Mike, für das Schaltbild! Das hatte ich noch gar nicht gefunden. Wobei es mir allerdings jetzt auch keine zündende Idee gibt, denn der mit 300R bezeichnete Widerstand ist ja auf Anschluß B und scheint mir keinen Einfluß auf A und C (die ich zum Umschalten verbinde) zu haben. Hm, oder vielleicht doch...?


    Danke Alfred für Deine Rückmeldung (die Du gibst, obwohl ich gerade versuche, Dir mit dem billigen China-Teil das Geschäft zu verderben).

    Ja, passen tun sie wunderbar, diese Motoren. Nur die Drehzahl...

    Den Pulley bekommt man wohl nicht ab, und der zusätzliche Widerstand für 78 wird wohl kaum Einfluß auf die 33-iger Geschwindigkeit haben. Also wohl leider doch ein Schuss in den Ofen...


    Wobei der am Motror angelötete Steckverbinder nun wirklich kein Problem darstellt. Ich habe vor einem Jahr vom Jo aus Münster mal eine kombinierte Löt-/Entlötstation geschenkt bekommen (bei der funktionierte nur noch der Entlötteil und deshalb hat der Jo sich eine neue gekauft), und mit deren Entlötfunktion habe ich genau 5 Sekunden gebaucht, um die 5 Lötkontakte zum Steckverbinder abzusaugen. Nur so als Tipp... ;)

    STATION ZD-987: Lötstation, Entlötstation, ZD-987, 2-Kanal, 80 W bei reichelt elektronik


    Gruß und Dank,

    Kurt

    Bereits seit längerem versuche ich, ein günstiges Ersatzmotörchen DC-205 für einen CS455 zu bekommen. Das Gerät ist ziemlich ramponiert und dürfte im VK vielleicht 20 Euro wert sein - eine Investition von 30 Euro oder mehr ist daher ausgeschlossen.


    Da ich immer ganz gerne stöbere, was man bei den Chinesen so für kleines Geld abstauben kann, habe ich mir für 2 Euro einen kleinen Ersatzmotor beim Aliexpress bestellt, und zwar den Typ B von diesem hier:

    EG530SD 3F DC5 12V 3 Speed 33/45/78 RPM Metal Turntables Motor for Record Player|Turntables| - AliExpress


    Der paßt auch wunderbar und läuft schon ruhig, allerdings bekomme ich ihn leider nicht hinreichend langsam heruntergeregelt, so daß auch 33-iger Platten abspielbar sind. Für 45-iger läßt er sich einstellen, aber bei 33 (in dem Loch für "Low") bin ich am Anschlag und kann die Geschwindigkeit nicht weiter reduzieren.


    Jetzt bin ich am überlegen, ob es das dann wohl war, oder ob es vielleicht doch irgendeine Möglichkeit gibt, die Geschwindigkeit ein wenig zu reduzieren. Angetestet habe ich bereits andere Netzteile, auch mit 6V, aber das macht keinen Unterschied.


    Der Gedanke, der mich weiterhin beschäftigt, ist die Tatsache, daß man irgendwie wohl von außen Einfluß auf die Geschwindigkeit nehmen kann, wie man bei diesem Konkurrenzprodukt sieht:

    EG530SD 3F DC5 12V 3 Speed 33/45/78 RPM Metal Turntables Motor for Record Player Dropshipping|Turntables| - AliExpress


    Denn dort wird eine Platine außerhalb des Motörchens abgebildet, auf der man 78 einstellen kann.


    Sowieso bin ich nicht sicher, ob ich die Umschaltung zwischen den Geschwindigkeiten richtig angelötet habe. Denn das China-Motörchen hat neben dem Plus und Minus-Anschluss noch drei weitere Anschlüsse (der DC-205 hat nur noch zwei weitere), deren Funktion sich mir nicht so recht erschließt. Mangels Dokumentation habe ich das (wie abgebildet) per Trial und Error angeschlossen (Verbindung zwischen Nr3 und Nr5). Damit paßt die Umschaltung so ungefähr (mit der obigen Einschränkung, daß ich bei 33 etwas zu schnell bin).


    Alternativ hatte ich auch Nr3 und Nr4 verbunden und dabei in eine extrem hohe Geschwindigkeit geschaltet. Ebenso hatte ich auch Nr4 und Nr5 verbunden, was wirkungslos ist.




    Hat da irgendjemand noch eine Idee oder einen Vorschlag? Oder soll ich die Sache vergessen?


    Gruß,

    Kurt

    Einen geschenkten ASP130 habe ich die Tage zusammengeflickt. Er läuft auch mittlerweile ganz gut - jedoch stelle ich mir die Frage, ob ich auf der Schaltplatine noch einen Kondensator tauschen soll.


    Es handelt sich um die 12V-Variante, und die hat eigentlich nur einen dicken Kondensator auf der Schaltplatine: einen dicken 16 µF bipolaren von ROE (Bild).


    Ich verstehe dessen Funktion nicht (vermuten würde ich, daß es kein Entstörkondensator ist, sondern daß er für einen Phasenversatz beim Anlaufen sorgen soll) und weiß auch nicht, ob ich ihn wechseln soll.


    Vorrätig hätte ich einen bipolaren 22µF/63V - kann ich den evtl. als Ersatz einlöten?


    Oder sind diese Kondensatoren unkritisch und können belassen werden, solange alles funktioniert?


    Gruß,

    Kurt

    Erstmal vielen Dank für die Hinweise an Hajo und Gernot.


    Den Tipp, das mittlere Bein der Trimmer nicht zu biegen, habe ich beherzigt und wie vorgeschlagen eine kleine Brücke eingelötet. Habe dünne Entlötlitze dafür genommen, denn die läßt sich immer gut biegen und verarbeiten (siehe Bild 11).


    Die umfassenden Beschreibungen von Gernot habe ich leider zu spät gelesen - da waren die Trimmer bereits draußen. Und 220K Widerstände habe ich leider nicht auf Vorrat, so daß die alten drinbleiben mußten. Ebenso wie der alte Trafo - das wäre mir dann doch zu viel Aufwand für einen vielleicht 15 Euro teuren VV.


    Immerhin habe ich die vier Transistoren ersetzt (durch BC 550C), und das war auch schon genug Fummelei (die Beinchen waren in unterschiedliche Himmelsrichtungen umgebogen, und da hatte selbst die von Jo aus Münster geerbte Entlötmaschine ihre Mühe).


    Immerhin funktioniert der VV jetzt bestens - kein Brummen und kein Spratzeln.


    Ganz zufrieden bin ich indes nicht, denn wie man auf Bild 12 sieht, habe ich mich beim Platzmanagement nicht sonderlich geschickt angestellt. Die Trimmer hätte ich andersherum einlöten müssen, denn jetzt wird es ziemlich eng zwischen dem Stumpen des Mittelbeins und dem darüber aufzusetzenden Gehäusedeckel. Da ist nur noch ein knapper Millimeter Platz. Aber passieren wird da nichts, denn ich habe die Stumpen sicherheitshalber noch ein wenig mit Siegellack isoliert.

    Ebenfalls eng ist es unter der rechten DIN-Buchse, da meine 1µF-Kondensatoren doch ziemlich hoch sind. Da hätte ich besser kleinere genommen.

    Na ja, und die 330µF Radial-Kondensatoren, die ich mangels Alternativen eingebaut habe, sehen auch nicht sonderlich schön aus.


    Aber was soll's - läuft, und damit ist es gut.


    Gruß,

    Kurt

    Als Beifang habe ich einen TVV bekommen und möchte die altersbedingt kritischen Bauteile erneuern.


    Für die dicken Elkos (250µF) habe ich ihm schon zwei neue spendiert (330µF - ich hoffe, das geht) und auch die beiden Tantals (1µF) habe ich ersetzt. Dabei bin ich mir jedoch nicht sicher, daß die Polung richtig ist. Normalerweise gehe ich davon aus, daß mit Blick auf die Beschriftung das rechte Bein der Pluspol ist und habe den Ersatz auch entsprechend eingelötet (Bild02). Bei den ausgebauten Tantals (siehe Bild01) ist jedoch auf der linken Seite noch ein kleiner Punkt. Hat der evtl. etwas Abweichendes hinsichtlich der Polung zu bedeuten?


    Morgen möchte ich auch die 1K-Trimmer ersetzen. Die neuen haben jedoch drei Beine und die alten nur zwei (Bild03). Ich würde jetzt so vorgehen, daß ich von den neuen das mittlere Bein nach rechts vorne biege und an das rechte Bein irgendwie anlöte. Und in die Platine würde ich dann einfach die beiden äußeren stecken.

    (Und vorher natürlich die Werte der alten Potis mit dem Messgerät ermitteln und die neuen Potis möglichst genauso einstellen.)

    Ist das ok so?


    Gruß,

    Kurt

    Im Gegensatz zu den ULM TKS Systemen lässt sich die Nadel auch bei montiertem System abnehmen, indem man sie nach unten ausklipst.

    Das ist natürlich richtig und auch durchaus praktikabel, wenn man weiß, wie man die Nadel ankippen und herausziehen muß.


    Ich denke jedoch, wenn man das noch nie gemacht hat, wenn die Nadel relativ fest sitzt, und man dann, ohne viel sehen zu können, da herumzieht und - zergelt, macht man eher etwas kaputt, als wenn man das System richtig löst.

    Außerdem würde ich sowieso, bevor ich in eine Nadel investiere, den Zustand der Halte-Nasen vorab prüfen wollen...


    So kann man also wohl, wie oft, für beides Argumente finden...


    Gruß,

    Kurt

    Eine, wie Du es nennst, "verbrauchte" Nadel erkennt man, sofern man keine weiteren Hilfsmittel wie Mikroskop hat, daran, daß es im Innenbereich der Platten (also gegen Ende) vermehrt zum Zischeln kommt. Eine klarere Antwort kann ich dir leider nicht geben.


    Die Option Nr1 wäre für mich eine Black-Diamond. Mußt Du mal ein bisschen suchen - es gab zu den Black Diamonds hier im Forum einen ellenlangen Thread, den ich im Moment nicht wiederfinde. Dort wurde auch die DN242 besprochen.


    Noch einen Tipp möchte ich Dir geben: bevor du für viel Geld eine Nadel kaufst, solltest Du versuchen, das System zu lösen und die Nadel herauszubekommen. Dann wieder rein damit und das ganze erneut montieren (Madenschraube auf keinen Fall fest anknallen, sondern nur so, daß sie gerade eben in der Versenkung verschwindet). Einfach um anzutesten, ob der Nadeltausch unfallfrei möglich ist...


    Wenn man es das erste Mal macht, brechen oft die ohnehin fragilen Halte-Nasen des TKS ab. Und es wäre sehr ärgerlich, wenn Du eine neue Nadel da liegen hast, dann aber das TKS kaputt geht/kaputt ist,und Du die Nadel nicht mehr gebrauchen kannst.


    Gruß,

    Kurt

    Hallo Ton,


    der Dual 491 bietet im Prinzip alle Möglichkeiten (sowohl Systeme mit Klick-Befestigung als auch Systeme mit Halbzoll-Befestigung).


    Es ist daher schwer, Dir einen Tipp zu geben.


    Vielleicht mal andersherum: Was für ein System ist im Moment drunter (standardmäßig müßte eigentlich ein DMS242 oder ein DMS220 montiert sein), wie gefällt Dir der Klang von diesem vorhandenen System, und in welche Richtung möchtest du Dich verändern?


    Gruß,

    Kurt

    Denke ich richtig, dass man den DN237 durch einen anderen TA austauschen kann?

    Nein, kannst Du leider nicht so ohne weiteres.


    Wenn du unbedingt weg willst vom DN237, hast Du zwei Möglichkeiten:


    a) Du kannst dir einen Adapter kaufen. Z.B. ADAPTATEUR DUAL 607,608,617Q,627Q,708Q,728Q,741Q FIXATION CELLULE 1/2+FILS PCOCC | eBay

    Dann kannst Du eigentlich jedes System drunterschnallen. In der Praxis bekommst du jedoch schnell das Problem, daß Du ca. 2mm zu hoch kommst, was nicht so ideal ist.


    b) Du kaufst Dir, wie Kai oben in Beitrag 2 erwähnte, eine Adapter/System-Einheit mit OM-Genarator. Dann hast Du die Ortofon-Nadeln OMB10 bis OMB40 als Möglichkeiten. Diese Adapter gibt es, soweit ich mich erinnere, bei Board-Mitglied "Candela". Mußt Du mal einen Beitrag von Candela suchen, da steht dann unten immer dabei, daß man "TKs OM Body". bei ihm kaufen kann.


    Möglich wäre m.E. jedoch auch, eine gute Nadel für das DN237 zu kaufen. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es müßte da auch eine passende "Black Diamond" geben.


    Gruß,

    Kurt

    Um diesen Thread zu einem mehr oder weniger sinnvollen Abschluss zu bringen, möchte ich noch kurz berichten, wie das Experiment (siehe Titel) denn nun ausgegangen ist: ich habe es schlussendlich aufgrund mangelnder Erfolgsaussicht aufgegeben. :thumbdown:


    Nachdem der Einbau des China-Krachers ja so wie geplant nicht möglich war, habe ich gestern und heute versucht, den Speaka-VV einzubauen. Die Versuchsanordnung (Plattenspieler neben der HS stehend und der VV dazwischen) hat eigentlich recht gut funktioniert. Nur leichtes (erträgliches) Brummen, recht angenehmer Klang. Allerdings auffällig, daß ich bereits für normale Zimmerlautstärke den Pegel deutlich über die Hälfte drehen mußte. Und wenn es dann noch lauter sein sollte, kam ich recht schnell in einen Bereich, wo es verzerrte. Die HS132 ist also doch ein wenig zu schwachbrüstig für MM.


    Trotzdem habe ich das Projekt weiter verfolgt und mir einen Platz für den Speaka im Gehäuse vorbereitet (Bilder11 und12). Zunächst im Batteriebetrieb getestet und dabei bemerkt, daß das leichte Brummen aus der Versuchsanordnung sich in eingebautem Zustand (Plattenspieler in der HS) deutlich verstärkt hatte. Ich vermute, daß dies am Aufbau der HS132 liegt: der Trafo ist nicht wie bei anderen HS hinten links untergebracht, sondern befindet sich mittig auf der rechten Seite. Also direkt unter bzw. sehr nahe an den kleinen Tonkäbelchen, und das ohne Abschirmung. Ich hatte letztendlich den Eindruck, das empfindliche MM-Signal wird dadurch gestört und habe mich gefragt, ob die ganze Aktion vor diesem Hintergrund überhaupt noch Sinn macht.


    Trotzdem die Sache zu Ende geführt und nun den Speaka statt mit Batterie mit dem Steckernetzteil betrieben. Untergebracht habe ich das Steckernetzteil auf der rechten Seite hinter dem eigentlichen Trafo - ansonsten gibt es keinen Platz mehr im Gehäuse.


    Das Ergebnis war ernüchternd: einen hochfrequenten und sehr unangenehmen Begleit-Pfeifton habe ich mir dadurch eingefangen.


    Man müßte also vermutlich um das Steckernetzteil irgendwie in eine abschirmende Metall-Kiste bauen, um dieses Problem abzumildern. Und das war mir dann doch zuviel der Bastelei, zumal ja auch bei einer Metallkiste die Sicherheit wg. 220V hätte berücksichtigt werden müssen.


    Also Abbruch, und zwar mit folgendem Fazit:

    - die HS132 ist zu leistungsschwach für einen zufriedenstellenden MM-Umbau

    - die HS132 bietet zu wenig Platz für einen richtigen Einbau-VV (wie z.B. den TVV47)

    - die HS132 ist intern nicht hinreichend abgeschirmt für ein empfindliches Signal (Position des Trafos)


    Bei einer HS130 mag das alles anders aussehen - bei der HS 132 würde ich nach diesen Erfahrungen jedenfalls keinen Umbau mehr empfehlen.

    Die Anlage ist doch sehr deutlich für ein Keramik-System konzipiert, und dabei sollte man es belassen. Investieren kann man ja stattdessen in eine diamantbestückte DN64, wenn man Angst um seine Platten hat...


    Vielen Dank nochmals an alle, die mir mit Tipps und Erklärungen geholfen haben-


    Gruß,

    Kurt

    Vielen Dank für die Erklärung und die Hinweise!!


    Es ist gut, daß ich noch einmal nachgefragt habe - ich hatte mir gar keine Gedanken darüber gemacht, daß dort zweimal AC anzuschließen war.


    Nachträglich habe ich nun auch nochmal in dem Thread ("Welchen Billig-Phono-Preamp?") nachgelesen, aus dem ich den Link zu dieser VV-Platine hatte, und habe auch prompt ein paar Beiträge später gefunden, daß zum Betrieb ein Print-Trafo 2*12V nötig wäre. Hätte ich also eigentlich vorher wissen können, daß das so, wie ich es geplant hatte, nicht machbar ist mit dem Anzapfen des HS-Trafos.


    Den Aufwand mit einem zusätzlichen Doppel-Trafo werde ich aber nicht betreiben, und zwar aus genau bereits vermuteten Grund: der Klang ist einfach zu schlecht, um weitere Klimmzüge zu machen und weiteres Geld zu investieren.

    Ich hatte das Billig-Teil irgendwann mal testweise am Laufen (wenn ich mich recht erinnere mit einem 12-V Gleichstrom Netzteil) und es hörte sich doch recht stark nach Blecheimer an...



    Die Idee mit dem Tape-Eingang finde ich ganz gut - da muß ich mal überlegen. Das könnte eine Variante mit Nutzung des billigen Conrad-VV (SpeaKa Professional Phono-Vorverstärker | eBay) werden, von dem ich noch zwei hier liegen habe.


    Dieser VV ist so klein, daß er inclusive Gehäuse sogar evtl. noch in die HS132 reinpaßt (hinten links in der Ecke). Ich habe das heute Nachmittag mal ausprobiert, und zwar in batteriebetriebener Form (9V Gleichstrom). Der Klang war gar nicht so schlecht.


    Müßte ich halt, um von der Batterie wegzukommen, mal überlegen, ob ich vielleicht auf der rechten Seite der HS in der Nähe des Trafos noch so ein Steckernetzteil zusätzlich eingebaut bekomme. Ich habe noch eins mit wuchtigem englischem Steckeranschluß (Bild02) - das könnte ich ggf. auseinandernehmen und irgendwie elegant befestigen...


    Das Einzige, was mir Sorgen machte, war der Hinweis aus dem HiFi-Forum, daß der äußerlich vergleichbare PA-111 von Vivanco einen Fehler hat (falsch gepolter Elko / siehe Beiträge 5 und 7 / VIVANCO PA-111 PHONO-VORVERSTÄRKER, Analogtechnik/Plattenspieler - HIFI-FORUM (hifi-forum.de)).


    Dieses Problem scheint jedoch der Conrad-Speaka-VV jedoch nicht zu haben, da er, wie man auf Bild 01 sieht, ein völlig anderes Platinen-Layout hat.


    Also wird es wohl auf ihn herauslaufen...


    Heute Abend wird das nichts mehr, aber wenn ich in den nächsten Tagen noch eine sinnvolle Lösung finde, werde ich berichten.


    Gruß,

    Kurt

    Habe z.Z. eine HS132 mit 1234-er in Bearbeitung und überlege, ob ich ihr nicht einen billigen VV spendieren soll, um vom Keramik-System wegzukommen.


    Als VV habe ich mir vor einiger Zeit mal spaßeshalber für unter 3 Euro eine VV-Platine bestellt.

    HIFI Vinyl Plattenspieler mm MC Phono Vorverstärker Preamp board ne5532 OP AMP NEU | eBay


    Dieses Teil läuft mit 5-16 Volt, wobei 16 Volt wohl wirklich das Maximum ist (die Elkos sind nur bis 16V belastbar).


    Im Schaltplan der HS132 habe ich nun nach einer Stelle gesucht, wo ich vielleicht ca. 12V abgreifen könnte, aber nichts in dieser Richtung gefunden. Die Stelle mit den niedrigsten Voltzahlen liegt direkt auf der Sekundärseite des Trafos, und dort habe ich mit Meßgerät auch in der Tat 15,7 bis 15,8 Volt AC gemessen. Das erscheint mir jetzt allerdings doch ein wenig zu sehr an der oberen Grenze bemessen, und ich suche nach einer einfachen Möglichkeit, diesen Wert ein klein wenig zu reduzieren. Kann ich evtl. einen Widerstand dazwischenlöten, um dieses Ziel zu erreichen. Und wie müßte dieser Widerstand dimensioniert sein?


    Ich hatte mir das so vorgestellt, daß ich, um den Widerstand schwebend einbauen zu können, vielleicht eine der freien Anschlußbefestigungen links neben den Sekundärkabeln (unter der Beschriftung "BV") benutzen könnte...


    Gruß,

    Kurt

    Tja, der Tonarm mußte wohl oder übel raus, denn einerseits wollte ich die schwarze Ader "ordentlich" an der Headshell-Strebe anlöten und andererseits schien mir die Kabelführung ein wenig zu sehr "um die Ecke" (im Bereich des Lager-Rahmens), um die Kabel in den feste montierten Tonarm einzufädeln.


    Zwirn habe ich nicht benutzt, ich habe einen dünnen flexiblen Litze-Draht bei Rausziehen angelötet und dann auch beim Reinziehen wieder mit Anlöten und Nachziehen gearbeitet.


    Das ganze Lager rausnehmen wäre vielleicht wirklich schneller gewesen. Aber auch das ist ja kein Kinderspiel, denn man muß ja alles abbauen: Haupthebel, Liftschiene, Anti-Skating und Segment. Und nachher wieder alles richtig einstellen.


    Ein Gedanke jedoch kommt mir jetzt im Nachhinein: vielleicht wäre das mit Lösen der beiden Schrauben doch gegangen wie im Service-Heft beschrieben. Ich hätte einfach gar nicht versuchen dürfen, die Schrauben nach unten rauszuziehen (was ja auch nicht ging). Ich hätte sie einfach beide nur so wwit wie möglich lockern müssen, und dann hätte ich vielleicht das Rohr nach oben wegziehen können.


    Na ja, beim nächsten Mal wird alles besser...


    Gruß,

    Kurt

    So, es ist vollbracht. Zirka 3 Stunden habe ich gebraucht...


    Zunächst einmal hat sich bestätigt, daß das blaue und das grüne Kabel mehr oder weniger durch waren (Bild01).


    Da ich in meiner Grabbelkiste noch einen Tonkopf mit Verkabelung von einem 481A hatte, und die Kontaktplatte (die mit den 5 Kontakt-Streifen) die gleiche Größe hat wie beim 621-er, habe ich mich dort bedient. Auf diese Art konnte ich der schwierigen Kabel-Verlötung an der Kontaktplatte ausweichen.


    Sorgen machte mir lediglich die Frage, ob die Verkabelung lang genug ist, weil der 481-er ja einen kurzen Tonarm hat. Das hat jedoch so gerade eben geklappt (ich habe auch darauf geachtet, daß über der Platine genug Spiel für die Tonarmbewegung ist und es stattdessen unter der Platine ein wenig strammer gehalten).


    Ein kleines Zusatzproblem hatte ich noch, weil die neue Verkabelung auch nicht ganz in Ordnung war, denn beim grünen Kabel fehlten ca. 2 cm. Da habe ich aber einfach ein Stück angeflickt (Bild02) und das dann nachher mit Siegellack isoliert (obwohl - wie in der vorherigen Diskussion ja deutlich wurde - ich es bei bestehenden Massebrücken gar nicht hätte isolieren müssen). Das ist zwar jetzt auch wieder gefrickelt, aber letztendlich vertretbar, da es sich nur unter der Platine abspielt und leicht kontrollierbar ist.


    Den meisten Ärger hatte ich - wie erwartet - beim Ausbau des Tonarms. So leicht wie in der Service-Anleitung des 621 auf Seite 8 beschrieben, nämlich daß man nur die beiden Befestigungsschrauben Nr. 54 lösen muß, war das nicht. Es ist definitiv nicht genug Platz, um die gelösten Schrauben nach unten herauszuziehen (Bild03).


    Man muß daher auch das Lager für die Vertikalbewegung (mit dem Federhaus auf der einen Seite) öffnen, damit man alles ein wenig nach oben schieben kann. Das ist eine ziemliche Fummelei und der anschließende Einbau hat mich wirklich fast zur Verzweiflung gebracht, weil man, bei auf Halbmast hängendem Vertikallager, die Schrauben gleichzeitig drehen und von oben andrücken muß, damit sie ins Gewinde greifen. Ich habe nach längerem Hin- und Her-Probieren mit einem Zahnstocher gearbeitet, den ich von der Seite in den Schlitz gelegt habe, um die ersten ein/zwei Umdrehungen hinzubekommen (Bild04).


    Also eine Heidenarbeit. Aber jetzt habe ich definitiv ein besseres Gefühl, wenn ich das Gerät verkaufe (Oli's Argument). Und bin auch sicher, daß in der Verkabelung nicht vielleicht ein weiterer latenter Bruch schlummert (Michaels Argument).


    Gruß,

    Kurt

    ist das der rote Schalter auf dem Board mit den Kondensatoren?

    Mal ist er rot, mal ist er schwarz. Aber in der Tat, es ist der kleine Mikroschalter auf der kleinen Platine mit den drei Kondensatoren (0,01 / 0,068 / 0,33).


    Dieser kleine Schalter muß durch die Mechanik, die beim Einschwenken des Tonarms in Bewegung gesetzt wird, ein- und ausgeschaltet werden können. Die Ausschalt-Hemmung kann an einer verklebten Mechanik liegen, es kann aber auch der Schalter selber innen verkleben. Er muß auf jeden Fall beim Einschwenken und Zurückführen des Tonarms hörbar klicken. Schau Dir das mal in Ruhe an - meistens merkt man recht schnell, wo es hakt.


    Gruß,

    Kurt