Beiträge von bokurt

    Hier erstmal die beiden Anleitungen:

    1229 (hifi-archiv.info)

    1229s (hifi-archiv.info)


    Und hier gibt's ein Video, wie man den Spieler aus der Zarge bekommt:

    Zweischraubdreher - How to open up a Dual turntable - YouTube


    Das Video ist nicht perfekt (der dargestellte Spieler hat nur zwei statt drei Sicherungsschrauben), aber es bietet einen Eindruck, wie die Sache abläuft.


    Unbedingt sicherstellen mußt Du, daß VORHER die Zugentlastungen für die Kabel hinten gelöst werden/sind (wie auch Holger bereits erwähnte). Das Gewicht wird ebenfalls etwas anders (einfacher) gelöst (Bedienungsanleitung, Seite 5, Schraube F).


    Außerdem sollte man zwingend ein dünnes Holzstück oder dickes Pappstück unterlegen, wenn man den Sicherungsring des Plattentellers abhebelt (wenn Du es so wie in dem Video machst, hast Du nachher den mittleren Zierring verschrampelt).


    Dein Augenmerk solltest Du dann auf die KS3-Box richten. Den Stecker kann man abziehen und den Deckel dann abschrauben. Die aus meiner Erfahrung häufigsten Fehler sind, daß endweder die Mechanik es nicht schafft, den Schaltkontakt zu schließen (dann muß die Mechanik entharzt und gängig gemacht werden) oder, hatte ich auch schon oft, daß einer der Anschlußpins im Inneren der KS3-Box abgebrochen ist (dann mußt Du überlegen, ob man das Kabel ersatzweise irgendwie sicher anlöten kann).


    Gruß,

    Kurt

    Dazu muss bestimmt der Tonarm abgebaut werden?

    Ich denke ja. Denn wenn wirklich ein Riss vorliegt, mußt du im Prinzip die selben Arbeiten durchführen wie beim Beseitigen eines Plumpsliftes. Ich habe den 1254-er jetzt nicht genau vor Augen, aber in der Regel muß der Tonarm zumindest gelöst werden (und dann müssen natürlich auch die kleinen Kabel vorher innen abgelötet werden).


    Die Hülse selbst gab es mal bei Dualfred zu kaufen (ob er sie noch hat, läßt sich im Moment nicht überprüfen, weil der Shop Urlaub macht).


    Man kann die Hülse aber auch reparieren. Siehe hier, Beitrag 36

    Tonarmlift zu schnell? - Seite 2 - DUAL << Plattenspieler und Plattenwechsler >> DUAL - Dual-Board.de


    Gruß,

    Kurt

    Schwer, aus der Ferne eine Diagnose zu stellen.


    Eine französische Service-Anleitung gibt es auf "vinylengine.com" (von "dualcan").


    Die Explosionszeichnung für den oberen Bereich des Lagers habe ich mal als Bild beigefügt - vielleicht hilft Dir das.


    Mein Tipp wäre, daß irgendwas im/am Teil 50 gebrochen ist.


    Gruß,

    Kurt

    Nachdem ich schon mehrere Male einen Bruch des Lagerrahmens, immer an der selben Stelle nahe des Federhauses (Bild01), hatte, mußte ich diesmal mangels Ersatzteils einen Klebeversuch unternehmen. Denn man bekommt das Teil zwar bei DualParts für 20 Euro, muß dann jedoch noch ein sattes Porto draufrechnen und landet schließlich im Bereich "wirtschaftlicher Totalschaden".


    Für den Klebeversuch habe ich Uhu Plus Endfest 2K - Epoxidkleber genommen, und zwar in zwei Anläufen.


    Im ersten Anlauf habe ich den (erfreulicherweise unversehrten) Kugeltopf am Boden festgeklebt und das herausgebrochene Stück Plastik fixiert. Dabei ging es mir weniger darum, das Stück jetzt schon möglichst fest zu bekommen, sondern es 100%-ig passgenau einzusetzen. Das war ein wenig fummelig, aber da man den Kleber 90 Min verarbeiten kann, gab es keinen Zeit-Stress wie bei Sek.-Kleber.

    Zum dünnen Bestreichen der Bruchstellen habe ich einen Zahnstocher verwendet. Ergebnis: Bild03 und Bild 04


    Nach einer Nacht zum Trocknen habe ich am nächsten Tag den kompletten Bruch-Bereich von außen mit einer dünnen Schicht Kleber eingestrichen und außerdem den Rand des Kugeltopfes kreisrund von oben mit dem ihn umgebenden Plastik durch Kleber verbunden. Für letzteres war sogar ein Zahnstocher zu grob und ich habe eine Stecknadel genommen, um rundherum eine Mini-Schicht Kleber aufzutragen.

    Ergebnis: Bild05 und Bild06


    Heute morgen habe ich alles zusammengebaut, und es scheint wunderbar zu funktionieren. Tonarm läßt sich einwandfrei auspendeln, und die Gewichtseinstellung arbeitet halbwegs korrekt. Bei Skalen-Einstellung 2 habe ich mal mit der Tonarmwaage nachgemessen und komme auf 2,3 - eine Abweichung, mit der ich leben kann und die vermutlich sogar vor dem Bruch schon so war.


    Ob das Ganze dauerhaft hält, muß die Zeit zeigen...


    Ich wollte hier nur zeigen, daß es prinzipiell möglich ist und durchaus einen Versuch wert zu sein scheint.


    Gruß,

    Kurt

    dann geht der Tonarm von der höchsten Position ruckweise nach unten.

    Kann ich jetzt leider nicht verstehen/nachvollziehen. :/


    Grundsätzlich wird die richtige Höhe der Stellhülse beim Automatikbetrieb getestet, den man manuell simulieren muß. Das heißt, Du ziehst den Stromstecker raus, betätigst den Start-Hebel und drehst den Teller mit der Hand. Dann greift die Automatik und hebt den Tonarm an. Und an der Stelle stoppst Du und stellst an der Stellhülse die richtige Höhe ein (ich glaube ca. 2mm über der Tonarmstütze).


    Und falls Du nicht sicher bist, ob der Pimpel die richtige Höhe hat, bestell Dir einfach zwei oder 3 Stück bei "Oli62" (der reagiert in der Regel recht schnell auf Konversationen).

    Das kostet Dich nur ein paar Euro und ist auf jeden Fall empfehlenswert, weil es eine Fehlerquelle ausschließt. Vor allem, wenn man keine Erfahrung mit Pimpeln hat.


    Gruß,

    Kurt

    Und wenn ja, vorsichtig gerade biegen und alles OK?

    Glaube ich eher nicht, daß das klappt.


    In der Regel wirst Du nicht umher kommen, die kleinen Käbelchen im Inneren abzulöten, den Tonarm auszubauen, die Headshell abzuschrauben, die Kabel aus dem Rohr herauszufriemeln und dann gezielt geradezubiegen.


    Dabei ist sehr hilfreich ein rundes Holzstück, das Du genau passend in das Rohr stecken kannst (z.B. von einem Pinsel o.ä.).


    Das ist nicht im Handumdrehen gemacht und auch nicht ganz einfach, aber ich habe auf diese Art schon oft Verbiegungen direkt am Rohr-/Headshellübergang rückstandslos beseitigen können.


    Gruß,

    Kurt


    In der Beschriftung fehlt das "C", aber wenn ich mir die Reihenfolge im Schaltplan anschaue, dann vermute ich, daß "C" der mittlere Anschluß ist. Ansonsten, also wenn "C" der rechte Anschluß wäre, wären die Buchstaben nicht in der richtigen Reihenfolge.


    Eventuell stimmt mit der Beschaltung da was noch nicht, denn es sieht so aus, als ob der Pin C in dem Diagramm der "common" eines Schalters ist und Pin A für 33 offen und für 45 mit C verbunden wird. Pin B ist nur dann relevant, wenn man die 78 upm nutzen will.

    Mit einem auf 5mm runtergeschliffenen Pulley sollten sich beide Drehzahlen einstellen lassen, denn der Stellbereich der internen Potis beträgt für beide Drehzahlen +/-2%.


    Dann müßte ich ja eigentlich alles richtig gelötet haben: durch die grünen Kabel verbinde oder öffne ich zwischen "C" und "A". Und "B" bleibt außen vor.



    Gruß,

    Kurt

    wenn Du die 45upm erreichst dürftest Du bei 33upm nicht weit weg sein... Evtl. reichen einige 10tel am Pulley um in Reichweite zu kommen


    Also Pulley abdrehen

    Bingo!


    Heute morgen habe ich mal die Pulley-Dicke mit einer Schieblehre gemessen: beim Original DC-205 beträgt sie knapp unter 5mm und beim China-Billigteil beträgt sie knapp über 5 mm. Also habe ich beschlossen, irgendwie den Pulley abzudrehen.


    Der erste Versuch mit Volltempo und drangehaltener Feile war nicht so ergiebig - ich hatte irgendwann das Gefühl, ich könnte noch 2 Stunden weiterfeilen, ohne sonderlich viel abzubekommen.


    Da der Motor ja nur 2 Euro gekostet hat, habe ich dann eine ziemlich brutale Methode gewählt: Motor auf Volltempo und einen Dremel auf halbe Kraft mit Metallspitze (siehe Bild) drangehalten. Dabei natürlich so gearbeitet, daß ich möglichst keine Riefen in den Pulley schleife.


    Im Endeffekt ist einiges dabei runtergekommen und siehe da: ich bekomme jetzt das Tempo 33 korrekt hin, und zwar mit beiden Reglern (Low und High) auf minimalstes Tempo gedreht.


    Dabei ist jetzt allerdings Tempo 45 deutlich zu langsam, und das läßt sich auch nicht anders regeln, denn wenn ich Tempo 45 wieder etwas hochdrehe, wird Tempo 33 wieder zu schnell, obwohl es am Minimum steht.

    Man müßte also vermutlich noch eine Menge mehr abtragen, um beide Tempi richtig einstellen zu können. Darauf habe ich aber jetzt erstmal verzichtet, denn ich möchte auch dem Pulley nicht den ganzen "Bauch" abschleifen, da ich befürchte, daß dann der Riemen nicht mehr richtig geführt wird. Na ja, und Tempo 45 ist ja, ehrlich gesagt, auch nicht wirklich wichtig.


    Heute Abend oder morgen werde ich dann wohl mal alles zusammenbauen und schauen, wie sich das Ganze in zusammengebautem Zustand verhält - jetzt lockt erstmal der Sonnenschein nach draußen...


    Gruß aus Bochum und ein Dankeschön fürs Mitüberlegen!

    Kurt


    Gruß

    Danke, Mike, für das Schaltbild! Das hatte ich noch gar nicht gefunden. Wobei es mir allerdings jetzt auch keine zündende Idee gibt, denn der mit 300R bezeichnete Widerstand ist ja auf Anschluß B und scheint mir keinen Einfluß auf A und C (die ich zum Umschalten verbinde) zu haben. Hm, oder vielleicht doch...?


    Danke Alfred für Deine Rückmeldung (die Du gibst, obwohl ich gerade versuche, Dir mit dem billigen China-Teil das Geschäft zu verderben).

    Ja, passen tun sie wunderbar, diese Motoren. Nur die Drehzahl...

    Den Pulley bekommt man wohl nicht ab, und der zusätzliche Widerstand für 78 wird wohl kaum Einfluß auf die 33-iger Geschwindigkeit haben. Also wohl leider doch ein Schuss in den Ofen...


    Wobei der am Motror angelötete Steckverbinder nun wirklich kein Problem darstellt. Ich habe vor einem Jahr vom Jo aus Münster mal eine kombinierte Löt-/Entlötstation geschenkt bekommen (bei der funktionierte nur noch der Entlötteil und deshalb hat der Jo sich eine neue gekauft), und mit deren Entlötfunktion habe ich genau 5 Sekunden gebaucht, um die 5 Lötkontakte zum Steckverbinder abzusaugen. Nur so als Tipp... ;)

    STATION ZD-987: Lötstation, Entlötstation, ZD-987, 2-Kanal, 80 W bei reichelt elektronik


    Gruß und Dank,

    Kurt

    Bereits seit längerem versuche ich, ein günstiges Ersatzmotörchen DC-205 für einen CS455 zu bekommen. Das Gerät ist ziemlich ramponiert und dürfte im VK vielleicht 20 Euro wert sein - eine Investition von 30 Euro oder mehr ist daher ausgeschlossen.


    Da ich immer ganz gerne stöbere, was man bei den Chinesen so für kleines Geld abstauben kann, habe ich mir für 2 Euro einen kleinen Ersatzmotor beim Aliexpress bestellt, und zwar den Typ B von diesem hier:

    EG530SD 3F DC5 12V 3 Speed 33/45/78 RPM Metal Turntables Motor for Record Player|Turntables| - AliExpress


    Der paßt auch wunderbar und läuft schon ruhig, allerdings bekomme ich ihn leider nicht hinreichend langsam heruntergeregelt, so daß auch 33-iger Platten abspielbar sind. Für 45-iger läßt er sich einstellen, aber bei 33 (in dem Loch für "Low") bin ich am Anschlag und kann die Geschwindigkeit nicht weiter reduzieren.


    Jetzt bin ich am überlegen, ob es das dann wohl war, oder ob es vielleicht doch irgendeine Möglichkeit gibt, die Geschwindigkeit ein wenig zu reduzieren. Angetestet habe ich bereits andere Netzteile, auch mit 6V, aber das macht keinen Unterschied.


    Der Gedanke, der mich weiterhin beschäftigt, ist die Tatsache, daß man irgendwie wohl von außen Einfluß auf die Geschwindigkeit nehmen kann, wie man bei diesem Konkurrenzprodukt sieht:

    EG530SD 3F DC5 12V 3 Speed 33/45/78 RPM Metal Turntables Motor for Record Player Dropshipping|Turntables| - AliExpress


    Denn dort wird eine Platine außerhalb des Motörchens abgebildet, auf der man 78 einstellen kann.


    Sowieso bin ich nicht sicher, ob ich die Umschaltung zwischen den Geschwindigkeiten richtig angelötet habe. Denn das China-Motörchen hat neben dem Plus und Minus-Anschluss noch drei weitere Anschlüsse (der DC-205 hat nur noch zwei weitere), deren Funktion sich mir nicht so recht erschließt. Mangels Dokumentation habe ich das (wie abgebildet) per Trial und Error angeschlossen (Verbindung zwischen Nr3 und Nr5). Damit paßt die Umschaltung so ungefähr (mit der obigen Einschränkung, daß ich bei 33 etwas zu schnell bin).


    Alternativ hatte ich auch Nr3 und Nr4 verbunden und dabei in eine extrem hohe Geschwindigkeit geschaltet. Ebenso hatte ich auch Nr4 und Nr5 verbunden, was wirkungslos ist.




    Hat da irgendjemand noch eine Idee oder einen Vorschlag? Oder soll ich die Sache vergessen?


    Gruß,

    Kurt

    Einen geschenkten ASP130 habe ich die Tage zusammengeflickt. Er läuft auch mittlerweile ganz gut - jedoch stelle ich mir die Frage, ob ich auf der Schaltplatine noch einen Kondensator tauschen soll.


    Es handelt sich um die 12V-Variante, und die hat eigentlich nur einen dicken Kondensator auf der Schaltplatine: einen dicken 16 µF bipolaren von ROE (Bild).


    Ich verstehe dessen Funktion nicht (vermuten würde ich, daß es kein Entstörkondensator ist, sondern daß er für einen Phasenversatz beim Anlaufen sorgen soll) und weiß auch nicht, ob ich ihn wechseln soll.


    Vorrätig hätte ich einen bipolaren 22µF/63V - kann ich den evtl. als Ersatz einlöten?


    Oder sind diese Kondensatoren unkritisch und können belassen werden, solange alles funktioniert?


    Gruß,

    Kurt

    Erstmal vielen Dank für die Hinweise an Hajo und Gernot.


    Den Tipp, das mittlere Bein der Trimmer nicht zu biegen, habe ich beherzigt und wie vorgeschlagen eine kleine Brücke eingelötet. Habe dünne Entlötlitze dafür genommen, denn die läßt sich immer gut biegen und verarbeiten (siehe Bild 11).


    Die umfassenden Beschreibungen von Gernot habe ich leider zu spät gelesen - da waren die Trimmer bereits draußen. Und 220K Widerstände habe ich leider nicht auf Vorrat, so daß die alten drinbleiben mußten. Ebenso wie der alte Trafo - das wäre mir dann doch zu viel Aufwand für einen vielleicht 15 Euro teuren VV.


    Immerhin habe ich die vier Transistoren ersetzt (durch BC 550C), und das war auch schon genug Fummelei (die Beinchen waren in unterschiedliche Himmelsrichtungen umgebogen, und da hatte selbst die von Jo aus Münster geerbte Entlötmaschine ihre Mühe).


    Immerhin funktioniert der VV jetzt bestens - kein Brummen und kein Spratzeln.


    Ganz zufrieden bin ich indes nicht, denn wie man auf Bild 12 sieht, habe ich mich beim Platzmanagement nicht sonderlich geschickt angestellt. Die Trimmer hätte ich andersherum einlöten müssen, denn jetzt wird es ziemlich eng zwischen dem Stumpen des Mittelbeins und dem darüber aufzusetzenden Gehäusedeckel. Da ist nur noch ein knapper Millimeter Platz. Aber passieren wird da nichts, denn ich habe die Stumpen sicherheitshalber noch ein wenig mit Siegellack isoliert.

    Ebenfalls eng ist es unter der rechten DIN-Buchse, da meine 1µF-Kondensatoren doch ziemlich hoch sind. Da hätte ich besser kleinere genommen.

    Na ja, und die 330µF Radial-Kondensatoren, die ich mangels Alternativen eingebaut habe, sehen auch nicht sonderlich schön aus.


    Aber was soll's - läuft, und damit ist es gut.


    Gruß,

    Kurt