Beiträge von oldiefan

    Und was hat zum auslösen der -15Volt Sicherung geführt? Das sehe ich noch nicht durch das vertauschen der beiden Stecker.

    Hallo HaJo,

    die beiden Sicherungen Si1402 und Si1403 sind wechselstromseitig vor demselben GLR, also nicht exklusiv +/- zugeordnet. Sowohl bei Überlast an -D als auch an +C können beide betroffen sein.


    Gruß

    Reinhard

    Sicherungen überprüft:

    /Netzteilplatine/ zwei kaputt. 315 mA

    Si 1402. Si 1403

    Wenn beim Cassettendeck-Einbau die beiden Stecker G und H vertauscht werden, wird die Spannung +C, die an Steckerpin H7 gehen soll, auf GND an der Buchse G7 (GND) gelegt. Das ist hier passiert - ich trage Mitschuld, weil ich zu schnell (offline) eine leider falsche Auskunft zu den Steckern gegeben habe. Richtig ist wohl: Der Stecker mit den bunten Adern gehört an Buchse H und nicht an Buchse G am Cassettendeck. Im Schaltplan und Bestückungsplan fehlt eine direkte Zuordnung. Dass z.B. H5 an H5 gehört, hilft einem ja nicht, wenn man nicht auf Anhieb weiss, welches der H-Stecker und welches der G-Stecker ist. Das geht dann nur noch über Leitungsverfolgung direkt am Gerät. Dort kann man es nur daran erkennen, dass die Leitungen für Buchse H (H2, H3 und H5, H6) geschirmte NF-Leitungen zum NF-Teil beinhalten müssen. das sind immer etwas dickere Kabel, wegen der Abschirmung. Die Leitungen zur Buchse G können normale Adern sein, also die graue Flachbandleitung. Es hat etwas gedauert, bis ich das anhand des Schaltplans herausgefunden habe und habe mich dann sofort korrigiert. Aber da war es wohl schon geschehen...

    ...also +C = +15 V auf GND gelegt, muss zum Auslösen der für +15 V zuständigen Sicherungen im Netzteil führen. Murphys Law. Der 7815-Regler ist gottlob ja kurzschlussfest. Den Operationsverstärkern in der Vorstufe sollte dadurch kein Schaden entstanden sein.

    Lt. Platinenplan ist GND G7 über die Massebahn mit H4 verbunden. Das bedeutet, dass bei der Verwechselung der Stecker G und H nicht nur Steckerpin H7, sondern auch auch Steckerpin G4 auf GND gelegt wurde. Das Risiko, dass durch diese temporäre Falschverbindung an Steckerpin G4 ein Schaden entstanden sein könnte, halte ich nicht für hoch.

    Die Konsequenzen für die anderen vertauschten Verbindungen übersehe ich nicht sofort. Mit etwas Glück - hoffen wir mal (!) - gibt es ausser den beiden Sicherungen der 15 V Versorgung keine Fatalitäten.

    (Ich neige dazu, dass was hier am Kabelende sitzt und gesteckt wird, "Stecker" zu nennen. Und das Gegenstück, das hier auf der Platine sitzt, nenne ich "Buchse". Mir ist klar, dass Steckerprofis das anders sehen. Für sie ist das männliche Stück der Stecker und das weibliche Stück die Buchse. Die offizielle Lesart kollidiert in diesem Fall mit meiner Intuition).


    Die Pfeile im Foto zeigen die korrekten Verbindungen.


    Oli, Du hast die Stecker am Cassettendeck auf meine Korrektur hin inzwischen richtig gesteckt? Graues Flachbandkabel an G, bunter Stecker an H!


    Auch hier gibt es eine entscheidende Abweichung zum Service Manual, die einem das Leben nicht einfacher macht:

    Im KA380 Service Manual der mir vorliegenden Ausgabe Mai 1980 sind die Stecker und Buchsen G und H am Cassettendeck als verwechselungssicher eingezeichnet. Buchse H ist 8-polig eingezeichnet, wobei der achte Pol unbestückt ist/fehlt. Buchse G ist 7-polig. Somit können die Stecker lt. Service-Manual nicht vertauscht werden, weil der 7-polige G-Stecker nicht in die 8-polige H-Buchse passt und umgekehrt. Dumm ist nur: Bei Olis KA380 (früher in der Serie?) sind stattdessen zwei gleiche 7-polige Buchsen und Stecker verbaut, die ganz leicht verwechselt/vertauscht werden können, hat man sich nicht vorher ein Foto gemacht, was wo eingesteckt werden soll.

    Darüberhinaus ist nun auch die lange gesuchte global-GND Leitung zum Cassettendeck gefunden! Es ist oben im Bild GND H4 (ggf. auch/oder GND G7).

    Werden die Stecker G und H vertauscht, haben GND H4 undGND G7 auf der Platine des Cassetttendecks ihre richtigen Gegen-Kontakte nicht. Das wiederum führt dazu, dass die Vereinigung von B-GND und globalem GND auf der Generatorplatte des Cassettendecks nicht zustandekommt und die Schutzschaltung deshalb nicht arbeitet (evtl. sogar der Logik-Schaltkreis Schaden nimmt), die die global-GND Referenz vom Cassettendeck bezieht. Die von Oli eingezogene "weiße Leitung" stellt unabhängig und parallel dazu diesen global-GND Bezug für die Relaisplatine sichert her. Sie kann drinbleiben, da sie in jedem Fall die nötige GND-Referenz bereitstellt.

    Gruß

    Reinhard

    Wahrscheinlich muss man zuerst Plattenspieler allein einschließen und testen ohne Kassettenrekorder ?!

    Vor allem lass das weisse Kabel drin, das Du eingebaut hattest. Der Schutzschaltung fehlt sonst ein wichtiger GND-Bezug. Der IC in der Schutzschaltung ist in CMOS-Technologie und mag keine Überspannung. Das ewige hin- und her ist schädlich. Du hast inzwischen doch gemerkt, dass die Schutzschaltung nur mit dem weissen Kabel zusammen funktioniert.


    Du kannst den Plattenspieler testen, ohne dass der Cassettenrecorder eingebaut ist.

    Du kannst auch das Cassettendeck testen, ohne dass der Plattenspieler eingebaut ist.


    Gruß

    Reinhard

    Auf dem Foto ganz unten, sieht man einen kleines Loch mit Gewinde . War hier eine Verbindung früher?

    Gruß

    Oli


    Es muss kein Kabel sein, wenn an diesem Schraubloch eine sicher leitende Verbindung des Cassettendeck-Chassis mit dem KA380 Chassis hergestellt wurde, reicht das auch. Es könnte aber auch eine Masse-Verbindungsleitung von KA-380-Gehäuse zum Cassettendeck Gehäuse gegeben haben. Wie schon geschrieben, ich kenne nur das, was Du mir zeigst oder im Service Manual steht. Du hast das auseinandergebaut, Du müsstest wissen, was Du wo abgeschraubt hat. Ich weiss es nicht.

    Aber dort gab es eine Verschraubung - man sieht es noch.

    Schraubloch.jpg

    Ich hatte fest geglaubt, wir wären mit der Fehlerbehebung fertig. Denn vorher hattest Du geschrieben "Motor vom Cassettendeck läuft". Also wäre nur noch das Deck einzubauen gewesen - fertig.


    Gruß

    Reinhard

    Hallo, Reinhard

    Kassettendeck hat keine Leitung zur Gehäuse. Verbindung kann ich nicht , irgendwo sehen. Auf dem Foto ganz unten, sieht man einen kleines Loch mit Gewinde . War hier eine Verbindung früher?

    Gruß

    Oli

    Hallo Oli,

    Ich hatte es doch genau beschrieben und auch den Schaltplan dazu gezeigt.

    Die betreffende Gehäuseverbindung des Cassettendecks ist B4 des 12-poligen Flachsteckers B, die ich auch markiert habe. Du kommst mit Schaltplanlesen nicht zurecht und auch nicht mit den Platinenansichten. Deshalb suchst Du nach einer "extra" Leitung, die aber nicht vorhanden ist, weil die Gehäuseverbindung mit den am Cassettendeck vorhandenen Kabeln und ggf. noch mit Gehäuseverschraubung zustande kommt. Musst Du eigentlich auch gar nicht. Du musst nur alles wieder so zusammenstöpseln, wie es war. Wenn man vor Ausbau alles fotografiert, erleichtert es hinterher den Einbau.

    Du wärmst längst gelöste Fragestellungen, auf, die schon abgearbeitet und gelöst wurden. Warum hast Du wohl die weisse Leitung eingebaut und warum stimmten danach die Spannungen? Weil Du so die Gehäuseverbindung unabhängig vom Cassettendeck hergestellt hast und das Relais damit schalten konnte, obwohl das Deck noch nicht eingebaut war. Kann und sollte so bleiben, wenigstens, bis ALLES wieder richtig funktioniert.

    Du hast meine Erläuterungen zur Masseführung vermutlich nicht verstanden. Ich kann es aber nicht "besser" sagen, als schon getan. Baue das Cassettendeck ein, stecke die noch nicht gesteckten Stecker an die Stellen, wo sie hingehören, das ist alles, was Du noch tun musst.

    Gruß

    Reinhard

    Das ist alles innerhalb der Toleranz, ist völlig in Ordnung. Wenn das Cassettendeck in Betrieb ist, gehen einige Spannungen, die von +B abhängen, noch etwas weiter runter, weil dann auch der Motor dranhängt. Die Spannung +B ist unstabilisiert! Und heute ist die Netzspannung 10% höher als bei Druck des Schaltplans. Basis T1814 war auch bei mir immer knapp unter 0,6 V.

    Bei der Spannung +A, die stabilisiert ist, war das etwas Anderes. Dort muss 24 V +/- 0,5 V stimmen und das hast Du schon nachgeprüft.


    Wenn alles ordentlich funktioniert, nichts brummt oder surrt, wo es das nicht soll, gibt es keinen Grund, zu messen. Also am besten Hände weg, nur zusammenbauen und freuen!

    Denn: Einmal beim Messen ausrutschen, dabei Kurzschluss, und Du hast wieder ein neues, von Dir alleine nicht lösbares Problem. Das ist unnötig.


    Wenn etwas noch nicht funktioniert, meldest Du Dich. Aber bitte jetzt durch unnötige Eingriffe keinen neuen Fehler mehr verursachen.


    Gruß

    Reinhard

    In der Service Anleitung zur Kompaktanlage KA380 ist im Schaltplan der 1 kOhm Widerstand R1815 der Schutzschaltung falsch bezeichnet. Dieser Widerstand ist richtig R1816. Im Bestückungsplan ist er richtig eingetragen.

    Es gibt noch einen zweiten Widerstand im Schaltplan, hier auch zu sehen, 680 Ohm, der trägt die Bezeichnung R1815 zurecht.


    In der Service-Anleitung zur Kompaktanlage KA380 ist im Schaltplan der Grundplatine des Cassettendecks der Steckanschluss C4 nicht eingezeichnet (= GND für +24 V). Er liegt elektrisch parallel zu C5. Ausserdem fehlt im Schaltplan für C4 und C5 die gemeinsame Verbindung zum globalen GND (B4). Habe ich im hier gezeigten Plan ergänzt.

    Der Bestückungsplan hat diese Fehler nicht.

    Das ist gut, alles richtig!

    Du kannst die Stecker an der Netzteilplatine wieder stecken.

    Am besten steckst Du auch wieder die Stecker an der Relaisplatine, so dass sie nicht frei herumbaumeln.

    Netzteilplatine muss fest und richtig eingebaut sein.


    Dann:

    • Netzstecker einstecken
    • Am Ein-/Ausschalter Gerät einschalten (Vorsicht, 230 V oben auf dem Schalter!)
    • Spannung an der Netzteilplatine zwischen der Anlötstelle vom grünen Kabel und der Anlötstelle vom gelben Kabel messen. Rote Messleitung des Voltmeters an grünes Kabel, schwarze Messleitung an gelbes Kabel. Soll: +24 V

    Oli,

    bitte füge Deine Antworten nicht in Deine alten Beiträge nachträglich ein!

    Das führt dazu, dass Du weder meine neuen Antworten siehst und ich sehe Deine auch nicht, weil keine Benachrichtigung mehr kommt.


    Ich hatte Dir eine Lösung vorgeschlagen.

    Sonst haben wir wieder eine schier endlose Odyssee vor uns.

    Dadurch, dass Du inzwischen noch die weiße Leitung vorhanden hast, verbindet diese B-GND mit Gehäusemasse.

    Wenn Du also den Widerstand von +B (rote Leitung) jetzt gegen Geäusemasse misst, hast Du den Ladeelko dazwischen. Dein Ohmmeter muss also erst den großen Elko aufladen, bevor Du eine gültige Widerstandsanzeige erwarten kannst.

    Deshalb machst Du es jetzt anders:

    • Baue die Netzteilplatine wieder gut isoliert ein.
    • Ziehe beide Stecker von der Netzteilplatine ab!
    • Miss zwischen dem +13 V Pin auf der Netzteilplatine gegen Gehäusemasse, Messbereich 2M.

    Gruß

    Reinhard

    An der Netzteilplatine sollen alle Stecker gesteckt sein.


    Der an der Relaisplatine abgezogene transparente Stecker darf kein Kontakt mit irgendwas machen.

    Du misst den Widerstand zwischen der Anlötstelle des roten Drahts am Stecker der Netzteilplatine gegen Gehäusemasse.


    Diese Messung hatte ich in Nr. #199 bereits erfragt und nach langem hin und her um den richtigen Einbau der Platine (gut isoliert), Dein Messgerät und den defekten Messbereich 20 M hast Du in #216 dann die Antwort gegeben, nachdem Du im Messbereich 200k gemessen hattest. Demnach war der Widerstand > 200 kOhm. Und damit war seinerzeit endlich der Kurzschluss von +B nach Gehäuse behoben, den Du vorher immer hattest.

    Jetzt hast Du die Netzteilplatine erneut aus- und eigebaut und hast den Kurzschluss nun wieder, offenbar weil die Platine wieder nicht ordentlich isoliert oder verkantet eingebaut ist, so dass die +B Leiterbahn den Abstands-Bolzen berührt.


    Gruß

    Reinhard

    Du hast vorher den Stecker an der Relaisplatine abgezogen?

    Also hast Du wieder - wie früher schon - einen Kurzschluss an der Netzteilplatine zum Gehäuse! Der kommt vom Kontakt der Leiterbahn mit dem Abstandsbolzen, wo die Platine festgeschraubt ist. Die Unterlegscheibe ist zu dünn oder sitzt nicht richtig oder isoliert nicht richtig.

    Den Kurzschluss musst Du beseitigen.

    -Deshalb hatte ich davor gewarnt, etwas zu verändern, bevor wir mit der Reparatur der Relaisplatine fertig sind.


    Gruß

    Reinhard

    OK.

    Du hattest die Netzteilplatine ausgebaut. Die kann, wenn sie nur ganz wenig schief sitzt, einen Kurzschluss zwischen der roten Leitung an der Netzteilplatine und dem Gehäuse machen.

    Wenn Du inzwischen die Netzteilplatine mit beiden Schrauben und beiden Unterlegscheiben fest eingebaut hast, ziehst Du nun den transparenten Stecker an der Relaisplatine ab und misst anschliessend den Widerstand zwischen der roten Leitung an der Netzteilplatine und dem Gehäuse.

    Benutze den Messbereich 2M.

    Reinhard

    Hallo Oli,

    Bitte prüfen:

    • Netzstecker gezogen
    • Gerät ausgeschaltet
    • Widerstand zwischen der Schraube, mit der der Regler festgeschraubt ist und dem Kühlblech, auf das er geschraubt ist, muss sehr hoch sein, bitte messen.

    Gruß

    Reinhard