Beiträge von dualmichi

    So - weil mir das mit der N75E Nadel keine Ruhe gelassen hat, habe ich bei cleorec wegen dem elliptischen Schliff nachgefragt und folgende Antwort erhalten:


    Das ist schon die neue Generation OHNE Facetten, aber dennoch elliptisch.

    Es ist auch kein getippter Diamant mehr, sonder ein ganzer Stein.

    Es ist ein elliptischer schwarzer synthetischer 'nackter' Diamant mit rechteckigem Schaft .


    Diese Art der Spitze wird inzwischen angeboten als "Black Diamond" oder "nudeline swiss made" etc.


    (Detlef Naber ... Elektronik seit 1924)


    Jetzt bin ich noch mehr animiert zu versuchen unter dem Mikroskop die elliptische Form heraus zu finden. Mal schauen was ich alles unter verschiedenen Winkeln noch sichtbar machen kann. Vielleicht zusätzlich mit einem Laser belichten? Hmmm :/:S

    @Herr_Keuner Das Bild mit dem Verschleiß ist ja brutal. Total abgefahren, wie stark PVC einen Diamanten abschleifen kann 8| Die PDF würde mich wirklich interessieren.


    @Gizeh Tolles Video - Muss ich nur noch "fertig" anschauen. Ja gerade das Schleifen wäre Interessant - aber das ist sicherlich dann Betriebsgeheimnis.


    @Agnes Ich bin auch am "planen" wie ich die Nadel von dem einen M20E (der Cantilever ist nämlich abgebrochen) auf einen anderen umsetzen kann. Vielleicht klappt es ja 8o


    @WilliO Danke, danke.


    Also ich bin am überlegen, dass wenn jemand Interesse hat mir eine (seiner) richtig "fertigen" Nadel zu schicken, ich diese auch mal unter das Mikroskop packen kann. Vielleicht sieht man ja "mehr". Es darf natürlich nicht Überhand nehmen und versprechen kann ich auch nichts. Aber vielleicht wäre es mal ein Versuch wert? Besteht da allgemeines Interesse?

    Oje, wenn ich geahnt hätte was ein "neuer" Thread für Auswirkungen haben kann 8|

    Mir persönlich ist es an sich egal, ob es ein eigener Thread ist, oder dieser irgendwo angehängt ist. Demnach halte ich es jetzt so, wenn einer der Moderatoren es für sinnvoll findet ihn zu verschieben: Von mir aus gerne (Man darf einen Moderator auch gerne darauf hinweisen). Wenn nicht, dann lass ich es so. Ich hoffe damit könne alle leben ^^


    Um jedoch nicht zu sehr von Thema abzukommen:

    Moin "xyz" (schade das man dich nicht wie im "richtigen" Leben mit einem Namen ansprechen kann!? - Evtl. kommt "michi" von Michael :/)

    Nennt mich einfach Michael oder Michi :thumbup:


    Vielen Dank für die vielen Lorbeeren, aber primär mache ich die Bilder ja für mich selbst. Das hier Teilen ist dann nur noch ein Kleines, zudem ist das auch ein Geben und Nehmen. Denn man unterhält sich ja über die Bilder und davon habe ich schließlich auch etwas.


    Da sich sicher einige Fragen, was das hier für ein Mikroskop ist. Ich habe über die Arbeit Zugang zu einem professionellen Digitalmikroskop. Vergrößerung bis 2000x, also an der Grenze der optischen Mikroskopie. Dieses liegt preislich in der Größenordnung eines Kleinwagens. Mit so etwas kann man dann solche Bilder machen :-)

    Um ein bisschen "anzugeben", hier was das Ding noch kann:


    Hier nochmal die verschlissene DN241-Nadel. Nimmt man einen Kreis für die Nadelspitze an, dann kommt man auch etwa 33 µm Durchmesser. Die eingeschliffene Abschrägung ist etwa 16 µm lang und nur 4 µm (!) Tief. Wow! Das ist schon verdammt wenig.


    Dann habe ich mir die N75E nochmals angeschaut. Zum Spaß auch mal einiges vermessen:

           


    Und wenn ich mir die Nadel unter verschiedenen Winkeln anschaue...


            


    ... meine keine elliptische Form zu erkennen :/:/:/


    Mehr Nadeln wird es aber zunächst nicht geben, da ich vorerst nicht plane mir noch mehr Nadeln anzuschaffen ^^

    Zudem muss ich erst auch noch meinen 621 auf Vordermann bringen. Und dann alles mal Quer-Hören :love:


    ...sehr gute Fotos auf jeden Fall! Vielleicht solltest du deine Kamera (Weissabgleich) mal auf Kunstlicht einstellen, um den Gelbstich zu eliminieren...

    Das mit dem Weißabgleich war übrigens ein super Hinweis ^^

    Ich hab mir auch gedacht, dass es sicherlich den ein oder anderen interessiert wie die des öfteren gelobten Cleorec Nadeln aussehen. Auch im Vergleich mit den originalen. Und immerhin sind oben vier verschiedene dabei :-)

    Vielleicht solltest du deine Kamera (Weissabgleich) mal auf Kunstlicht einstellen, ...

    Ich muss mal schauen, ob das das System das überhaupt zulässt/unterstützt. Aber gute Idee.

    So ganz zufrieden mit der Beleuchtung bin ich auch nicht 100%ig. Man kann zwar zwischen Oberlicht und Seitenlicht umstellen, aber eine leichte Winkeländerung wäre toll.


    Zur DN 325: ähnliches habe ich bei einigen Black-Diamond-Nadeln beobachtet. sehen irgendwie aus, wie mit dem Faustkeil bearbeitet.

    Aber sind die dann auch "verdreht".

    Ich glaube ich muss mir die Nadel nochmals genauer anschauen, aber ich meine immer noch zu erkennen, dass die um 90° verdreht ist :/

    So und weil es so schön ist, jetzt noch ein Leckerbissen:

    M20E original, NOS

    Elliptisch - Diamant, nackt


       


       


       


    Und dazu die alte gebrauchte "abgenudelte"

    M20E original, gebraucht

    Ich meine man kann auch schön die Abnutzung erkennen.


       




    So das war es erstmal 8)8)8)


    Kommentare, Anregungen, Beschwerden, Meckern? ;)

    N75E (E T2), DN325 Nachbau Cleorec, NEU

    Elliptisch

       



    Irgendwie sieht die Nadel komisch aus: 1. ist rechts eine Abflachung zu erkennen und 2. müsste die Nadel eigentlich Elliptisch sein - das kann ich so nicht erkennen.

    Mal die abgeflachte Seite anschauen:


       


    Siehe da, das sieht schon mehr Elliptisch aus. Aber das bedeutet ja, die Nadel ist um 90° falsch herum eingebaut =O

    Die andere Seite noch:


    Und weil ich bei Cleorec sowieso bestellt hatte, noch

    ATN 3600 Nachbau Cleorec, NEU

    Sphärisch



    Und auf meinem M75 Tonabnehmer war noch eine original-Nadel drauf, steht leider nur drauf:

    Shure original, gebraucht

    Elliptisch?

    Die sieht doch aber auch noch echt gut aus! (?)


       

    Hallo Leute,


    nachdem ich endlich mal wieder richtig Zeit gefunden habe mich an das Mikroskop zu setzen, habe ich mal eine Zusammenstellung an Nadeln unter die Lupe genommen.

    Zusammengefasst: Es sind ein paar gebrauchte originale, ein paar Cleorec Ersatz-Nadeln und eine NOS Nadel dabei.


    Beginnen wir mit:

    DN201 original, gebraucht

    Sphärisch

    Mein Eindruck: Sie ist zwar gebraucht - die Spitze sieht aber Spitze aus!


       



    Nochmals der Vollständigkeit halber eine "abgenudelte"

    DN241 original, gebraucht

    Elliptisch

    Man kann meiner Meinung nach die Abnutzen (Flanken) deutlich erkennen.


       


    DN242 Nachbau Cleorec, NEU

    Elliptisch


       


    NB-71, DN325 Nachbau Cleorec, NEU

    Sphärisch


       

    Danke Siggi für den Link, echt Informativ! Habe mir auch noch zusätzlich die Infos über Nadeln auf hifimuseum.de angeschaut (stand hier auch irgendwo als Tipp). Ja ich glaube langsam auch, dass zur richtigen optischen Beurteilung einer Nadel die entsprechende Erfahrung und Übung benötigt wird. Ob man sich das "privat" so richtig aneignen kann ist wahrscheinlich eher schwierig.


    Es ist dennoch total interessant sich so eine Nadel mal genauer anzuschauen. Und es macht echt Spaß am echten Beispiel die Theorie durchzuspielen. Das mit dem Schmutz muss ich dann auch noch angehen ^^ Ich will mir sowie noch eine Nachbau-Nadel besorgen und das wird im direkten Vergleich unterm Mikro dann echt spannend. Ich tendiere ja zur Black Diamond von Analogis, da scheinen einige doch recht angetan zu sein.


    Also wenn einer aus Interesse gerne noch Bilder aus anderem Blickwinkel haben möchte, mache ich gerne - ist schnell gemacht. Die Black Diamond folgt dann auch irgendwann, sobald ich mal richtig Zeit zum Richten meines 621 habe - kanns eigentlich kaum Erwarten, aber (soviel) Zeit muss erst noch da sein :|

    Oje, ich möchte natürlich auf keinen Fall große Streiterei anfangen oder welche Auslösen. Es geht mir eher so ansich um das Interesse und Wissen dazu. Ich habe eine (alte) Nadel und Zugang zu einem sehr guten Mikroskop, da juckt es einen natürlich in den Fingern, sich das mal genauer anzuschauen ^^


    Dass das Thema ansich eher schwierig und durchaus Komplex ist, ist mir klar - es geht mir auch nicht um die absolute Richtigkeit, sondern eher ob man was Dazulernen kann ;)


    Aber da hier alles öffentlich ist, verstehe ich deine Sorge durchaus.

    Na, welche Vergrößerung wäre denn gut? Ich habe hier die Möglichkeit bis 2000x zu gehen ;-)

    Blickwinkel am besten von Vorne, wie auf dem ersten Foto? Belichtung geht auch Oberlicht und Seitenlicht. Aber neue Bilder am besten erst nach dem Reinigen, oder?


    Ach, ich musste sowieso gerade nochmal ans Mikro. Ist die 20µm "Kante" die erste Abnutzungserscheinung? Aber dann sieht die Nadel doch noch TOP aus, oder?

    Wie Tief ist denn überhaupt so eine Rippe auf der Schallplatte?

    Könnte das sein, dass der Gummi der Nadel verhärtet ist und sich deswegen die Schwingung auf den Arm überträgt?

    Wie Sinnvoll sind Versuche den Gummi wieder geschmeidiger zu machen? Mit Silikonöl z.B., kenne das von Gummisicken bei Lautsprecher.

    Ich denke so wahnsinnig genau muss das gar nicht sein. Wir wissen doch alle das AS nur eine "Schätzgeschichte" ist.

    Wieso schätzen, wenn man damit "reverse-engineering" machen kann? ;)

    Es hat mich doch so sehr gejuckt, dass ich mich heute dran gesetzt habe. Dazu erst mal zwei Bilder:


          


    Zuerst habe ich mir überlegt wie das ganze System überhaupt funktioniert. Klar ist, dass mittels einer Federkraft der Tonarm zurück gezogen wird. Eingestellt wird das über das Anti-Skating, also der Kurvenscheibe. Wenn man sich die Skala anschaut, fällt auf, dass die einstellbare Kraft 0..1..2..3 ziemlich linear verläuft. Das ist auch ziemlich logisch, denn wer will schon eine nichtlineare Anti-Skating-Kraft-Einstellung. Die Feder, welche die Kraft erzeugt, müsste mit ihren sehr vielen Windungen im Verhalten eher auch linear sein. Also müssen sich die DUAL-Ingenieure irgendwie so etwas auch überlegt haben.

    Was noch auffällt: Die Einstellmöglichkeiten beginnen erst ab 13° für O und 0 sowie 18° für CD4. Das Ende der Skala hört auch nicht jeweils bei 180° auf, sondern früher. Außerdem gibt es bei 0° und 180° ein Rasterpunkt, was also in diesen beiden Bereichen eine mögliche Einstellung ausschließt.


    Dann habe ich mir paar Messpunkte rausgesucht (so umdie alle 22,5°) und mal den Radius der Scheibe vermessen (siehe Graph). Und siehe da: Es gibt ja schon fast ein linearen Verlauf. Das deckt sich doch wunderbar mit den vorangegangenen Überlegungen. Wenn man sich die ersten Messpunkte bei 0° schenkt, kann man auch toll einen linearen Fit anlegen. Schön zu sehen ist auch der Unterschied zwischen O, 0 und CD4.


    Was heißt das jetzt? Die Federkraft wird in einem mm-Bereich durch die Scheibe mit jeweils fast 180° sehr präzise eingestellt. Die Einstellung ist linear, das heißt pro Winkel wird im gleichen Maße der Federweg verändert. Der "seltsame" Anfang dient zum Anpassen an den entsprechenden Radius (oben O,0 oder unten rum CD) und das Ende ist eigentlich schon fast Wurscht. Jedoch werden doch die beiden Radien angeglichen, weswegen es bei nicht ganz 180° so eine gerade Ecke gibt. Damit die Scheibe "rund" läuft sind die Übergänge natürlich auch stetig (glatt ohne Kanten).


    Und somit lässt sich problemlos eine eigene Scheibe designen, welche ganz im Sinne der Erfinder funktionieren sollte.


    Kommentare? Anregungen?

    Ja, das 3D Modell sollte natürlich für einen sauberen 3D Druck geeignet sein. Man kann die "neue" Scheibe ja auch recht frei designen, es ist ja genügen Platz vorhanden. Das wichtigste ist ja eben ein fester Halt, Stabilität und eben der korrekte Abstand für die Skating Einstellung. Ich plane die Scheibe auch etwas "dicker", das Gewinde für die Mutter hat ja meistens genug Spiel, das sollte alles nochmals mehr Stabilität geben.

    Für was sind eigentlich die zwei Zapfen auf der Unterseite? Ist das ein Anschlag? Den gibt es beim 621 aber nicht, oder?