Beiträge von HoRa

    So, hier ein paar Angaben und Bilder zur Musiktruhe:


    Ja, es ist eine "Gabriele". Der Zustand des Radios? Naja! Als erstes sind die Tonregler sehr schwergängig und die 2 ganz großen Räder (Stereo Ballance und UKW Abstimmung) drehen frei, ich hoffe, daß nur die Knöpfe lose sind. Spannungsumstellung war von außen zu erreichen und das habe ich mittlerweile schon auf 240/250V umgestellt.



    Im Inneren fand ich zwar keine Wollmäuse und auch kein Mäusenest :D aber eine doch schon beachtliche Staubschicht weshalb doch noch kein Funktionstest machte. Da muß erstmal eine gründliche Reinigung drüber. UKW Stereomodul ist offensichtlich leider keines verbaut (zumindest sin die Steckpfosten dazu leer ;( ), obwohl die Taste an der Front existiert; wohl geschuldet dem Baukastensystem.



    Für weitere Arbeiten muß dann erstmal das Chassis aus der Truhe. Sehe ich das richtig, daß dazu nur die vorderen Drehknöpfe abgenommen werden und die 2 Schrauben an den Schienen hinten entfernt werden müssen, anschließend nach hinten herausziehen?


    Ob ich aber mehr mache, als reinigen, evtl. die Elkos tauschen und ein Funktionstest (mit der nötigen Vorsicht natürlich), weiß ich noch nicht ?( . Denn:

    ... Arbeiten an Röhrengeräten mit deren hohen Spannungen und dem Temperatur-Niveau im Betrieb braucht solide Fachkenntnisse ... und Mut. ...

    Die habe ich nicht. Gewisse Grundkenntnisse sind zwar vorhanden, auch ein Multimeter und ein Lötkolben, mehr aber nicht. An Mut besteht zwar kein Mangel, aber die Vorsicht überwiegt manchmal. Jetzt wird erstmal der 1010 gemacht. Diesen kann ich ja an meiner Anlage an AUX testen, da wegen Kristallsystem kein weiterer Preamp nötig ist :) . Dann sehen wir weiter.


    Gruß, Holger

    So, Kiste mal etwas genauer angeschaut und den Plattenspieler ausgebaut und heimgebracht und ein paar Bilder gemacht. Zuerst zum Plattenspieler:


    Auf den ersten Blick nicht mal schlecht. Etwas Patina aber scheint alles da zu sein und auch zu funktionieren. Das Reibrad ist schwarz und fühlt sich auch noch wie Gummi an. Macht mir nicht den Eindruck, daß es bi der nächsten Berührung zerbröselt. Den Funktionstest muß es aber noch überstehen, bevor ich in Jubel ausbreche. Übrigens die kurze Achse ist auch wieder aufgetaucht :thumbup: ; war im "Kabelkasten" hinter dem Radio (warum auch immer).



    Der TA ist natürlich ein anderer, als in der Anleitung beschrieben: Ein CDS651 auf TK O 250. Dran steckt eine DN8 Nadel. Beim Abnehmen der TK flog mir gleich mal das Abdeckblech entgegen, sollte aber zu richten sein. Die TK selber ist aber in einem nicht so tollen Zustand. Die Kontaktfedern sehen verbogen aus, eine davon ist sehr stark deformiert. Mal sehen, ob ich das gerichtet bekomme.



    Dann wird gereinigt, alle Kontakte gesäubert, die Lüsterklemme getauscht (Der Rand der Schrauben ist mir beim Kabelabnehmen ohne große Kraft zerbröselt, da traue ich dem Rest auch nicht) und der Knalli muß wohl auch raus. Ob der Auffällig ist, weiß ich nicht aber da steht 0,01µF 400V- 220V~ drauf. Kann man da einen ganz normalen Funkentstörkondensator nehmen (X2, 275V~) oder ist das was anderes?



    Anschließend kommt ein erster Funktionstest und dann schauen wir mal, ob an der Mechanik alles in Ordnung ist. Dann wird noch geschmiert. Neue Nadel bekommt er dann auch, so dürfte sich der Materialeinsatz in Grenzen halten. Ich denke, das kriege ich hin :) . Arbeiten kann ich wohl mit der Service Anleitung zum 1010A, auch wenn der Tonarm ein anderer ist. Sieht unter der Haube identisch aus. Für den Tonarm kann ich die Ersatzteilliste (mit Explosionszeichnung) von 1011 nehmen, wenn ich da überhaupt ran muß.


    Gruß, Holger


    PS.: Angaben und Bilder zur Truhe folgen gleich anschließend wegen Begrenzung der Anzahl der Bilder

    Hallo Markus,


    habe an meinem 504 auch ein DMS240E, allerdings mit einer DN242. Dafür habe ich mir die Nachbaunadel von Thakker geholt. Vergleichen kann ich sie aber nur mit der mutmaßlich abgerockten Originalnadel (bin noch recht neu in dem Geschäft ^^ ).


    Die Originalnadel hat eigentlich einen guten Klang und geht "untenherum" recht druckvoll zur Sache, "obenrum" schwächelt sie aber, man kann schon fast sagen, es wird etwas dumpf. Daher meine Annahme, daß die wohl ihr Lebensende erreicht hat. Habe aktuell kein Mikroskop, um das auch optisch zu untermauern.


    Die Thakker klingt "obenrum" klar und deutlich, fast schon etwas schrill (aber nur im Ansatz), dafür fehlt unten etwas der Druck. So richtig schlecht ist sie aber nicht, halt anders. Die läuft momentan mit 1,6g und ich werde noch mit höheren Auflagegewichten (so um die 2g) experimentieren, da ich schon gehört habe, daß die Nachbaunadeln gern mehr Gewicht brauchen.


    Allerdings muß ich dazusagen, daß ich meine Signalübertragungskette noch mal genauer unter die Lupe nehmen muß. Da habe ich nur die Steckkontakte des Anschlußkabel gereinigt, neue Stecker dran und die Kontakte der TK gesäubert. Aktuell muß ich den Verstärker aber ungewöhnlich laut stellen und hatte anfangs Ausfälle des rechten Kanals (die Stifte der TK hängen manchmal, die brauch noch etwas Zuwendung).


    Soweit mal mein erster Eindruck. In ein paar Wochen kann ich evtl. mehr berichten. Ich fürchte aber, Du wirst da selbst mit Nachbaunadeln experimentieren müssen.


    Gruß, Holger

    Hallo Peter,


    das von Dir verlinkte Dokument ist das, was ich als "Schaltplan" bezeichnete und mir vorliegt.


    Auch wenn wir jetzt etwas vom eigentlichen Thema abgewichen sind: Im Keller stehen noch ein Uralt (glaube sogar 50'er Jahre, noch mit Scheibe vor der Bildröhre) TV und ein Röhrenradio. Da werde ich demnächst einen Warnhinweis dranmachen, falls ich mich da mal drüber hermache und mich an diese Diskussion nicht mehr erinnern sollte. Aber ich denke, das verlerne ich so schnell nicht mehr :) .


    Am Wochenende hole ich mir dann mal den 1010 und dann sehen wir weiter.


    Sehe gerade Deine neue Nachricht: Für mich stellt es sich so dar, daß auch FM Stereo dabei ist (zumindest wird eine entsprechende Taste in der BDA erwähnt). Adapter prüfe ich auch am Wochenende gleich mit. Wird doch langsam interessant ... . Und da der 1010 oft ein Einbaugerät war, gehört die Peripherie ein Stückweit auch mit dazu ;) .


    Danke und Gruß, Holger

    Vielen Dank euch beiden :thumbsup: . Da hat es sich doch schon gelohnt, mich hier anzumelden.


    Den genauen Namen der Kiste kenne ich nicht, müsste eine "Primaballerina" sein. Die in den Anleitungen enthaltenen Prospekte sind entweder vorher oder nachher, aber in die Richtung müsste es gehen. Auf der mir ebenfalls vorliegenden Bedienungsanleitung (mit anderem Bild) steht "Goldsuper Stereo 40" mit dahinter gestempelter 50 und "Chassis Type 93254/55". Auf dem Schaltplan / Service Anleitung steht auch "Goldsuper Stereo 40", die Typennummern 22110 und 22111 (abhängig von der Farbe) und 1963/64. Nehme an, das sind die Unterlagen für das verbaute Radio. In der BDA steht aber noch "Leinetal Musiktruhen".


    Zusätzlich liegt mir noch eine "Ton-Rundfunkgenehmigung", datiert vom Oktober 1964, vor. Wusste gar nicht, daß man sowas mal brauchte ?( . Da wird es also mit nach 1965 eng. Erfreulicherweise kann ich aber sagen, daß laut BDA und Service die Spannung auf 240-250V~ eingestellt werden kann. Wegen der Spannungsumstellung auf 230V war ich schon sensibilisiert (u.A. daher hatte ich im 504 auch den Knallfrosch getauscht, obwohl er noch gut aussah: vorher 250V~, jetzt 275V~) hatte aber nicht auf dem Schirm, daß es dermaßen Auswirkungen haben kann. Nochmal Danke für die Hinweise, Peter.


    Also erstmal vor dem Einschalten (wenn ich mich jetzt noch traue :D ) die Rückwand ab, Spannung umstellen, Wollmäuse suchen und nach auffälligen Kondensatoren Ausschau halten; dann aber nur ein kurzer Test. Sollte die Kiste wieder in Betrieb gehen, werde ich auf jeden Fall die Elkos tauschen, sollten ja nicht so viele sein.


    Eigentlich wollte ich mir ja nur den Plattenspieler anschauen (und werde es auch tun).


    Wenn sich aber herausstellen sollte, daß der Aufwand für mich zu groß wird oder zu gefährlich, werde ich es lassen und das Stromkabel abmontieren, das kein Laie auf die Idee kommt ... . Die Truhe dient seit Jahren nur als Dekoobjekt mit unklarem Zustand. Danach ist es dann halt ein Dekoobjekt mit durchgeschautem Plattenspieler ;) . Musiktruhen sind zwar durchaus was Schönes, aber dafür fehlt aktuell die Zeit. Ausnahme: In en paar Jahren, werde ich mir die Grundig von meinem Vater vornehmen und so gut wie möglich machen. Da hängen Kindheitserinnerungen dran, da ist es was anderes.


    ... Ich habe vor fünfzig Jahren mal mit vom Müllplatz mitgebrachten Komponenten meine "Karriere" begonnen. Und es kamen immer kistenweise Röhren mit. ...

    So ähnlich hatte ich in früher Jugend auch mal angefangen, als noch nicht klar war, ob ich eine elektrische oder mechanische Karriere einschlage (wurde dann Letzteres). So eine Kiste müsste ich daher auch noch rumfliegen haben (natürlich ohne das Abgebildete Sahneteil; was ist das überhaupt?). Wenn es soweit kommen sollte, würde ich mich trotzdem gerne melden wollen, weil in Deine Sammlung habe ich doch mehr Vertrauen ...


    Gruß, Holger

    Hallo Peter,


    danke schonmal für deine Hinweise und ja, der Kopf des 1009 sieht auch so aus, nur der Arm ist ein anderer. Habe mal in den Anleitungen der umliegenden Baujahre gestöbert und da kommt der Arm des 1011 von der Abbildung her dem des 1010 am nächsten. Habe dann davon wenigstens eine Explosionszeichnung.


    Die Kiste selber macht mir auch große Sorgen. Bin zwar elektrisch und elektronisch nicht ganz unbewandert und Löten kann ich auch ein bisschen, aber vom Fach bin ich dann doch nicht (eher so der Maschinenbauer :) ). Wenigstens habe ich in den Unterlagen auch noch den Schaltplan gefunden.


    Werde am Wochenende mal den 1010 aus der Truhe rausnfummeln und bei mir daheim in Ruhe anschauen. Dann kann ich auch mehr über den verbauten TA sagen und evtl. ein paar Bilder machen. Da kann ich die Truhe auch vorher mal einstecken und einschalten :/ , vielleicht ist ja alles nicht so schlimm.


    Gruß, Holger

    Hallo zusammen,


    habe in der nächsten Zeit vor, den 1010 meiner Schwiegermutter in einer Schaub-Lorenz Musiktruhe genauer anzuschauen und mit möglichst wenig Aufwand (monetär, meine Arbeitszeit verbuche ich als "Training" für mein neugewonnenes Hobby :D ) wieder zum Laufen zu bringen. Er soll auch weiterhin in der Truhe betrieben werden.


    Zuerst bin ich dabei, mir Informationen zu beschaffen und wurde im Anleitungsbereich auch (teilweise) fündig. Identifiziert habe ich ihn als 1010 ohne Buchstabe (4 Geschwindigkeiten, kein Pitch, kein Lift). Dachte zuerst, der ist Baugleich mit dem 1010A, aber weit gefehlt. Dank der glücklicherweise vorliegenden original BDA sehe ich da Unterschiede bezüglich Tonarm und Tonabnehmer. Dort ist die Rede von einer Diamant Ersatznadel DN 43 und damit wohl ein CDS 420, nicht wie bei den A, F und S Modellen ein CDS630 mit DN5x. Außerdem sieht der Tonarm ganz anders aus als bei den A F S.


    Die eigentliche Frage: Kann ich, bis auf das Tonarmkapitel, trotzdem nach der 1010A Wartungsanleitung arbeiten, oder offenbaren sich da noch andere Unterschiede? Eine Wartungsanleitung zu dem 1010 ohne Buchstabe habe ich nicht gefunden. Und gibt es zu dem verbauten Tonarm evtl. Angaben in anderen Wartungsanleitungen oder ist er da einmalig?


    Bin mal gespannt, was da noch so alles kommt. Nach erstem Augenschein: Kurzer Plattenstift verschwunden (dafür 2 Wechselachsen ?( ), Plattenmatte hat schon bessere Tage gesehen und das Reibrad habe ich noch gar nicht angeschaut ... . Ebenfalls gespannt bin ich, ob auch die Truhe / das Radio noch geht. Wenn nicht, habe ich eh' verloren.


    Danke schon mal fürs Lesen.


    Gruß, Holger