Beiträge von schollexpos

    Standard bei den Wechslerarmen (also mit jedem TK14/24) ist die Einstellung für die 3. Platte korrekt, das sieht man daran dass der Arm bei nur einer Platte schief steht. Das TK15/25 erlaubt es den Winkel zu korrigieren. Alternativ kannst du Distanzstücke auf das normale TK bauen, um das gleiche zu erreichen.

    Viele Grüße,

    Nils

    Hi,


    Wirklich noch in einem schönen Zustand!
    Beim Motor von Hand drehen sollte die ganze Sache leichtgängig sein, aber ein bisschen (Finger-)kraft ist schon dabei. Aussagekräftiger finde ich dabei ein improvisiertes Stethoskop (= Schraubendreher) an das Chassis zu halten und sich die ganze Sache mal genau anzuhören. Von der Tonhöhe sind Geräusche die vom Reibrad kommen leicht vom Motor zu unterscheiden, wegen der stark unterschiedlichen Drehzahl.

    Außerdem gibt es sowohl für Android als auch für iPhones sehr gute RPM-Mess-Apps, die Durchschnittsgeschwindigkeit und %-Schwankungen des Spielers anzeigen. Mit der Kombination aus beidem lässt sich schon mal feststellen, wie's da an den einzelnen Stellen nach ~55 Jahren läuft.


    Laut Aufdruck am TK ein Shure M44 MG - aber das sollte, falls es stimmt auch vorne am Tonabnehmer draufstehen. Taugen tut der auf jeden Fall was (ab hier nur hörensagen, besitze ihn selber nicht), für den 1019 auf jeden Fall ein passendes System und mit einem "warmen" Klang, vorallem für rockigeres aus der Zeit gut zu gebrauchen. Ist jetzt die Frage, wo du klanglich hinmöchtest und was du am liebsten hörst. Eine Nachbaunadel kostet etwa 20€, aber prüf' erst einmal ob ich Recht habe mit dem M44.

    Hallo Uwe,


    Ja interessant auf jeden Fall, man merkt wie viel Mühe sich da gegeben wurde, jeweils etwas dem Originalen entsprechendes zu finden. In der Service-Anleitung des 1019 sieht man, dass die meisten Stellen mit Molykote geschmiert werden sollen, was man ja auch heute noch gut bekommt. Dann Nähmaschinen- oder Motoröl für den Motor, für den gibt es aber extra Anleitungen online wie man den korrekt öffnet und wartet. Und ein passendes Bettbahnöl bietet sich auch für die Tellerachse an, wenn man sowas hat, da dünnflüssigeres leichter nach unten wegläuft.

    Ebenfalls ein guter Thread (wenn auch für den 1218, der ein paar Unterschiede zum 1019 hat) ist der hier: Dual 1218 entharzen?

    Aber vieles ist identisch oder ähnlich und die Bilder helfen ein großes Stück. Ich weiß nicht, wie dein 1019 in Schuss ist, und ob du die komplette Demontage durchführst, aber auch wenn nicht, müssen ja auf jeden Fall der Motor und das Tellerlager heraus um da vernünftig ranzukommen.


    Wenn man den Bajonettverschluss am Tonarmkopf umlegt, kann man den Tonabnehmer mit TK abnehmen, aber wenn die Bezeichnung nicht direkt vorne steht, kannst du auch ein Bild einstellen. Hier gibt es dann genug Experten, die den Tonabnehmer direkt erkennen.


    Viele Grüße,

    Nils

    Hallo,

    Gratulation erst einmal, der 1019 ist ein sehr schöner Spieler!

    Beim Auseinandernehmen auf jeden Fall bei jedem Schritt Bilder machen oder mit einem Stift markieren, wie sie zusammengehören, das hilft ungemein beim wiederzusammenbekommen!


    Die Nadel könnte man mit einem Mikroskop genauer untersuchen, aber normalerweise ist davon auszugehen, dass man die austauschen kann. Sollte nicht zu teuer ein, und damit bist du auf der sicheren Seite. Der Tonabnehmer sollte eigentlich in Ordnung sein, da ist eigentlich kein Verfall dran. Welcher ist denn montiert?


    Probier es erst einmal ohne die Erdungsklemme, wenn es nicht brummt ist alles gut. Bei den Duals sind im Plattenspieler alle Massen zusammengeführt, sodass es auch ohne klappt, aber falls es zum Brummen kommt, kann man ein Massekabel verlegen und die Massebrücke am Kurzschließer auftrennen.


    Fürs Öl ist im richtigen Forumsbereich ein Thread verlinkt (längere Lektüre, auf Seite 2 ist eine Zusammenfassung): Öl und Fett: Ersatztypen für die originalen Schmierstoffe

    Gibt aber grundsätzlich viel was funktioniert, viele nehmen z.B. auch normales 10W40 Motoröl für den Motor, aber da gibt es bestimmt einige 1019 Besitzer, die dir dazu detaillierteres sagen können, als ich.


    Viele Grüße,

    Nils

    Techmoan ist auch einer meiner Lieblingskanäle auf Youtube, sehr gute Videos. Ob er neue (Fehrenbacher) Duals vorstellen wird, weiß ich nicht, das sind ja Geräte in einer Preisklasse wo er tatsächlich regelmäßig genutzt werden muss, dass es sich lohnt. Und da hatte er ja schon im Video über seinen aktuellen Hauptdreher gesagt, dass er Vollautomatische Direktantriebe mit dem 70er Style bevorzugt, da weiß ich nicht ob Fehrenbacher ihm gefallen täte.

    Und bei den alten Duals bin ich fast froh, dass er die kaum erwähnt, hinterher werden die durch seine Reichweite noch gefragter und teurer :P


    Viele Grüße,

    Nils

    Hallo!


    Leider nein, der 410 zählt zu den wenigen die die kleine Platine haben, also passen alle mit mittlerer Platine (zB die meisten Wechsler von 1009 über die 101x, 121x, 122x, 123x, ...) (an die du vermutlich gedacht hast) nicht darein. Wäre abgesehen davon aber auch nur begrenzt sinnvoll, weil der eingebaute Verstärker keinen Vorverstärker besitzt und nur Mono ist, abgesehen von dem eingebauten Lautsprecher...


    Ich hab den selben Verstärker mit dem 1010S, macht auch Spaß, ich will da nichts schlecht reden, aber wenn du klanglich was HiFi-taugliches suchst, kommst du günstiger weg, wenn du dir eine HS oder eine andere P suchst, die sind ja auch kompakt aufstellbar und bieten mehr Raum zum upgraden, hätte ich gesagt.


    Viele Grüße,

    Nils

    Hallo,


    Der Motor läuft immer mit 150V, der Spannungswähler ist nur für die Netzspannung aus der Steckdose da, aus der dann entsprechend die richtigen Spannungen für den Verstärkerteil und den Motor gewonnen werden, sodass das gleiche Gerät in vielen Ländern verwendbar ist, ohne innen drin was ändern zu müssen.

    Wenn der Schalter betätigt ist sollte da auf jeden Fall Spannung anliegen, hattest du vorher, als es noch lief Bilder von der korrekten Verkabelung gemacht und das genau so wieder umgesetzt?

    Ansonsten wird ein Experte hier wissen, wie es korrekt ist, ich selber hab keinen 150V-Dual mit diesem Schalter und raten ist bei sowas nicht unbedingt zu empfehlen:/


    Grüße,

    Nils

    Hallo,

    Zur Vollständigkeit des Threads hier: Er spielt jetzt seit etwa einer Woche mit dem korrigierten Reibrad leise und mit der richtigen Geschwindigkeit, auf dem Foto kann man ihn mal neben dem 1228 mit Musik ähnlichen Baujahres beschauen :)


    Die Armrückführung macht jetzt noch nicht ganz was sie soll und lässt den Tonarm ungefähr am Rand des Plattentellers ab, als etwas andere "Endlosfunktion", aber da kümmer ich mich dann nächstes Jahr drum, solange kann ich damit leben und ihn auch erstmal Musik spielen lassen. Die Kondensatoren sollte ich dann bei deren Alter auch mal austauschen, richtig?

    Aber bis dahin, nochmal vielen Dank an alle, die hier geholfen haben und natürlich vorallem Michael für das Reibrad :thumbup:


    Viele Grüße,

    Nils

    Aber auf "Dual-Plattenspieler.de" oben in der Menüleiste, ich glaube weitgehend vom Adminstrator Dennis Rollinger verfasst, gehört der CS 601 der oberen Mittelklasse an, der CS 1249 der Oberklasse.
    Was macht den CS 1249 besser als den CS 601? :?::/

    Ich denke, dass die Einteilung der Plattenspieler und Plattenwechsler jeweils relativ zu den gleichzeitig angebotenen Modellen der gleichen Art (Wechsler/Einfachspieler) vorgenommen worden ist. Der 461 und 481 sind (unter anderem wegen des mittleren Chassis denke ich) ja da auch "Einstiegsklasse", obwohl sie im Vergleich mit den Wechslern auf jeden Fall was Tonarm und Gleichlauf etc. angeht in der Liga von 1218/1228/1239 spielen. Hab schon mal an so eine Aufstellung gedacht, wo man wirklich alle Werte zusammen sieht und daran dann die Spieler vergleichen kann (auch wenn ein guter Plattenspieler natürlich mehr ist als die Summe seiner Einzelwerte :-) )

    Hallo Michael,
    Die Achse hatte ich gesäubert, also es gibt einen merklichen Unterschied zwischen altem Reibrad und dem neuen, selbst mit Öl - Kann ja dann tatsächlich die Ursache sein. Das ist natürlich super von dir, vielen Dank! Ich schau gleich mal wie es mit einer anderen Position der Antriebsrolle ist, dann kann ich auch mal die Motoraufhängung überprüfen (hatte aber im Kopf, dass man dem Gummi das Alter angemerkt hat) und ansonsten schicke ich dir das Reibrad.

    Grüße,

    Nils

    Hallo,


    Ein Bild vom Teller habe ich jetzt mal angehangen, ist tatsächlich der 27cm große Teller. Hab mich gefreut als ich in der Service-Anleitung die besseren Gleichlaufwerte gesehen hab!


    Antriebsrolle sollte okay sein, Thomas. Bevor ich das alte Reibrad gekocht hatte lief er auf der richtigen Geschwindigkeit (nur enorme Laufgeräusche dabei und bei Start/Stop merkte man, dass das dann zu viel Last war und der Teller deutlich langsamer wurde), nach dem Kochen wurde das innere weich, aber der äußere Rand hell und noch härter und dann ging auf den niedrigeren Stellungen noch weniger, kann sein, dass der Fehler dann exakt so war wie mit diesem hier jetzt.

    Wenn ich das Reibrad auf und abbewege, bewegt sich das Teil 89 mit, also ist nicht unabhängig davon. Die beiden Scheiben oben und unten sind vorhanden, das hatte ich eben noch ergänzt. Die untere Scheibe war jedoch weiß, also weiß nicht ob das dann Gummi war.

    Grüße,

    Nils

    Hallo Florian, Hallo Peter, danke für eure Antworten.

    Ja, ulkig sieht es in der Tat aus, aber zumindest hat YouTube es trotzdem geschafft, das Lied im Video zu erkennen und mir eine Monetarisierung zu untersagen (sehr schade, hatte ich vor!)
    Das Reibrad ist das neue von Michael, beim alten hatte ich nicht so weit geschaut, dass ich das Ruckeln hätte feststellen können, da hatte ich nur gemerkt, dass es bei 33 u. 45 zu langsam ist und das war bei der Konsistenz nicht verwunderlich. Die Scheibe unten drunter und die Scheibe oben drauf sind vorhanden.

    Geschmiert hatte ich ihn noch nicht, hatte jetzt erst einmal gefragt, um sicherzugehen, dass ich beim Einbau nichts grob falsch gemacht hätte, was euch auffallen würde. Ich fand die Bewegung des Aufbaus leichtgängig, aber bevor ich es ausprobiert hab, will ich nichts ausschließen. Werde ich dann mal in Angriff nehmen.

    Den Teller hatte ich extra noch einmal mit Isoprop-Alkohol gesäubert innen, genau so wie Antriebsrolle und das Reibrad zumindest mal feucht gewischt, da wusste ich nicht ob der Alkohol dem Gummi was tun würde.


    Die Position der Antriebsrolle kann man ja grundsätzlich auch ohne Teller kontrollieren, und da habe ich sie dann lieber etwas höher gemacht, weil es dann mittiger aussah. Die war ja nach der Motorschmieraktion sowieso nicht mehr original, aber ich schaue auch mal, ob niedriger es besser macht. Hatte glücklicherweise eben schon ein Foto von der jetztigen Position (steht auf 33, also 2. von oben) gemacht, so sieht die aus.

    Grüße,

    Nils

    Hallo!

    Habe mir neulich für schmales Geld einen H 1010S sichern können. Äußerlich sehr schöner Zustand und Mechanik nichts verharzt o.ä

    Als einziges hörte man beim laufen enorme Nebengeräusche, was aber bei dem Alter auch kein Wunder war, also hab ich den Motor neugeölt.

    Das Reibrad ließ sich auch durch kochen nicht davon überzeugen wieder weich zu werden, also habe ich mir bei Michael/michvog Ersatz bestellt und heute ausprobiert:


    Als erstes hatte ich das Rad nur testweise aufgesteckt und gemerkt, dass es sich von Hand quasi nicht bewegen ließ, was mich auch ohne Öl nicht weiter gewundert hat,

    also hab ich dem ganzen auch etwas Öl verschafft, aber nun das Problem:


    Je nach Geschwindigkeit rutschte das Reibrad merklich durch (16 + 33 total, 45 ging und 78 war fast "okay"), also der Teller ruckelte bei 16/33 mal los, aber immer nur impulsweise, nichts richtiges.

    Dann habe ich mal den Motor nocheinmal ausgebaut, die Antriebsrolle etwas höher gemacht, damit das Reibrad eine etwas mittigere Position hat, und den Motor wieder festgeschraubt.
    Als ich mir die ganze Sache im Betrieb mal von unten angesehen habe, habe ich gemerkt, dass wirklich der ganze Motor ruckelt, also hab ich ihn noch einmal etwas fester festgeschraubt, während ich ihn von unten fest- und hochgehalten hab.

    Es wurde besser, aber nicht wirklich gut, wie das Video zeigt:
    https://www.youtube.com/watch?v=Sr-IMtbrgpg
    Hier sieht man wie die Sache (deutlich zu langsam und mit "Wow") spielt, dann gehe ich auf 16 2/3, wo man das ruckeln sieht und danach hebe ich mal die Nadel hoch, dann kann man ganz leise das Geräusch hören, vielleicht hilft das.


    Etwas komplizierter, aber ich hoffe ihr könnt mir helfen!

    Viele Grüße,

    Nils

    Hallo Sebastian,


    Sieht wirklich gut aus, ich bin auch ein Freund von solchen "Kleinigkeiten", selbst wenn man es nicht sieht, man weiß es und es fühlt sich richtiger an.


    ...Bevor du es druckst: Da steht noch "St. Georgien"


    Gruß, Nils

    Hallo Gerd,


    Sieht eigentlich in Ordnung aus, oder?

    Die Auflagekraft ist auf dem Bild jetzt nicht korrekt eingestellt, aber da das bei dem vorhandenen Gewicht nicht mehr mit der Feder richtig funktioniert, ist das nur mittels Waage und schieben möglich, also etwas unelegant. (Das sollte aber grundsätzlich kein Problem sein, solange die 4,5 gramm erreicht werden, richtig?)


    Nein, die Lautsprecher stehen auf dem Boden, das sollte kein Problem sein. Und es tritt ja auch auf, wenn die Lautsprecher ausgeschaltet sind.

    Hallo!

    Zuerst ein mal ganz kurz die Vorgeschichte des Geräts:

    Ganz klassisch, HS132 mit 1254 wurde Anfang der 80er angeschafft (mehr Nutzgerät als Hifi-Objekt) und dementsprechend war das Gerät zwar nicht ramponiert, aber es haben über die Jahre eben auch mehrere Kinder damit und daran gespielt.


    Nachdem der Plattenspieler eine lange Zeit nur rumstand, habe ich ihn nun für einen der mittlerweile groß gewordenen Enkel zum Laufen gebracht (Riemen/Steuerpimpel/Nadel ausgetauscht, Potis in den Reglern vom Kratzen befreit).

    Leider ist es damit aber nicht getan, weil der Plattenspieler immer nach kurzer Zeit (etwa eine halbe Plattenseite) anfängt sehr stark zu verzerren. Sobald das Problem auftritt bleibt es auch erstmal bestehen, aus/einschalten, umdrehen der Nadel etc. löst es im besten Fall für 1-2 Minuten, bis es zurückkehrt.

    Ich habe das Problem schon so weit identifiziert, dass es von der Nadel direkt kommen muss: Wählt man eine andere Audioquelle im Verstärker aus, tritt die Verzerrung nicht auf, und andersherum kann man die Verzerrung selbst von der Nadel her hören (also wenn die Lautstärke auf 0 ist und man nur das unverstärkte Geräusch am Tonabnehmer hört).


    Woran kann das liegen? Die Platten sind natürlich in Ordnung und laufen auf meinem eigenen 1228er von vorne bis hinten einwandfrei.

    Ich habe ein Bild vom Tonabnehmer beigefügt, auffällig ist, dass die Nadel (von vorne gesehen) ziemlich weit rechts ist, oder? Kann sowas am Anti-Skating liegen oder deutet es auf was schwerwiegenderes hin? Der Bajonettverschluss war etwas verbogen, also wurde da wohl irgendwann mal nicht ganz pflegsam mit umgegangen sein.


    Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen!

    Viele Grüße,

    Nils