Beiträge von egal1

    Wert 0 bedeutet Kurzschluss, d.h. es könnte sein dass der Kurzschließer nicht ÖFFNET. Würde als erstes da nachsehen. Klingt auch am wahrscheinlichsten, da du ja geschrieben hast, dass es kurzzeitig funktioniert, wenn der Arm hebt (also die Kurvenscheibe dreht). Mal ein Stück Papier zwischen die Kontakte des Kurzschließers schieben.

    noch mal zum Durchmessen: Gernot hat es ja schon beschrieben.

    Noch mal: direkt am Cinchstecker Mittelstift gegen Masse (außen) messen:

    Plattenspieler Netzstecker ausstecken. Tonarm liegt auf der Aufnahme.

    Jetzt sollten links und rechts ca. 700 Ohm zu messen sein.

    Tonarm von Hand nach oben, einschwenken bisschen hin und her bewegen: die ca. 700 Ohm müssen dauerhaft vorhanden sein und sich nicht ändern. Auch mal an den Steckern am Tonabnehmer wackeln, am TK wackeln, am Widerstandswert darf sich nichts ändern.


    Starthebel auf Start und Plattenteller mit Hand nach rechts drehen, bis der Tonarm ein Stück einschwenkt.

    Jetzt müssten links und rechts ca. 0 Ohm zu messen sein.

    Ich verstehe auch nicht, was so schwer zu verstehen ist: der Kurzschließer schließt Signal links und Signalmasse links und Signal rechts und Signalmasse rechts kurz, solange sich die Kurvenscheibe dreht.

    Er kann nicht unterbrechen, daher kann es nicht an verschmutzten Kontakten liegen.

    Der Kurzschließer ist kein Unterbrecher, sonst würde er Unterbrecher heißen ;)

    Nein, im Signalweg gibt es logischerweise keinen Elko und auch keinen sonstigen Kondensator. Es handelt sich schlicht und einfach um ein Kontaktproblem. Ist den das TK24 montiert? Oder wie ist der Generator (Tonabnehmer) befestigt?

    Zu 90% liegt das Kontaktproblem bei der Kontaktierung des Tonabnehmers, zu 10% liegt es an einem "morschen" Cinchstecker.

    Der Plattenspieler ist Schutzklasse II. Darum würde ich dringend von einen elektrisch leitfähigem Material abraten, wenn da auch die Netzleitung bzw. die Netzbuchse (ob jetzt Kaltleiter oder was auch immer) durchgeht bzw. befestigt wird, wird es noch kritischer.

    Es gab die Plattenspieler vom Werk ausgeliefert (bzw. bestellt) mit Cinch- oder mit DIN-Steckern. Wenn mit DIN-Stecker ausgeliefert: Brücke zwischen den Massen, wenn mit Cinsch-Steckern ausgeliefert fehlte diese Brücke.

    Es gab ein komplettes Signalkabel zum Nachrüsten, also konfektioniert mit Cinch auf der einen und den Flachsteckern auf der anderen Seite. Das gab es auch noch in kapazitätsarmer Ausführung (entsprechend dicke Zwillingsleitung). In beiden Fällen war die dünne Ader für den Potentialausgleich mit dabei.

    Hier wird aber immer ein Glaubenskrieg geführt wenn ein Plattenspieler von DIN auch Cinch umgebaut wird. Die einen schneiden nur den DIN-Stecker ab und montieren Cinch-Stecker, die anderen trennen die Brücke auf und verzichten auf die Potentialausgleichsstrippe. Die anderen machen es so, wie DUAL das im Original gemacht hat und in den Plänen eingezeichnet hat. Dann gibt es welche mit Brücke und Potentialausgleich, mit getrennten Massen links und rechts oder gemeinsamen, manche ersetzen auch das Kabel gegen hochwertigeres und einige verlöten die Adern am Kurzschließer und andere vertrauen auf die Steckverbindung

    ... alle möglichen Varianten sind vertreten :)


    Ich bezog mich aber auch auf die Schutzklasse II des Plattenspielers, hier geht es aber um die Netzleitung und nicht um die Signalleitung.

    Mit Erdung: da geht jetzt einiges durcheinander:

    wenn damit die Erdung über einen PE der Steckdose gemeint ist: der Plattenspieler ist Schutzklasse II und darf daher keine Erdung über einen PE bekommen. Deshalb sollten sowohl Kaltgerätestecker als auch Kaltgerätebuchse nur 2-polig sein.

    Der Plattenspieler wird (wenn man sich an die von DUAL vorgeschlagene und im Schaltplan angegebene Verdrahtung hält) mit einem Potentialausgleich versehen. Dieser verbindet die Chassismasse mit dem Vorverstärkergehäuse.

    Jeder Kanal bekommt seinen eigenen Signalground. Also sind bei der original-Cinch-Verdrahtung 3 verschiedene Massen, die keine Verbindung zueinander haben (Brücke am Kurzschließer getrennt).

    1. Chassismasse (Potentialausgleich)

    2. Signalmasse links

    3. Signalmasse rechts

    Hallo Christoph,

    hast du R 21 schon überbrückt, um ganz sicher zu sein dass es kein Kontaktproblem des Umschalters ist?

    Die Drehzahlabweichungen im kalten Zustand (da läuft er zu schnell) liegt einfach am Schaltungskonzept und das kann auch R19 nicht ganz verhindern. Merkwürdig ist das Ganze ja schon. Ein verpolter Elko, ein nicht kontaktierte Hallsensor ...

    eben, und dann legt man einfach eine kleine Schleife in der Zarge und das "Problem" der starren Leitung ist keines mehr und man kann sich einfach auf die elektrischen Werte konzentrieren. Man muss Leitungen nicht "auf Zug" verlegen.

    Hallo Christian,

    schöne Zarge. Selbst gemacht? Ist das Holz oder ein anderes Material? Bin zwar immer gegen zusätzliche Steckverbindungen (darum ist bei mir auch am Kurzschließer alles verlötet) aber praktisch ist das sicher.

    Das sind auch meine Erfahrungen: ein großer Teil der "Hochläufer" haben ein Kontaktproblem am Drehzahlschalter.

    Als erste Maßnahme bei Hochdrehern: überbrücken des R21 z.B. am Drehzahlschalter. Wenn der Fehler dann nicht mehr auftritt, Kontakte am Drehzahlschalter säubern.

    xxx mV ist schon ok, das ist doch das Signal für die Basen der Transistoren. Massepunkt z.B. da, wo die 4 Motorspulen zusammengeschlossen sind oder D8 Kathode, oder R14 auf der Seite die nicht zum R13 Schleifer geht oder oder oder ...

    Ein waagrechter dicker Strich im Schaltplan ist Masse.

    das ist doch bei einer Sicherung auch nicht anders. Das Grenzlastintegral oder Schmelzintegral ergibt sich eben aus I² x t.

    Also kleiner Überstrom ---> lange Auslösezeit, großer Überstrom --> kurze Auslösezeit.

    Bei kleiner Überlastung kann es auch mehrere Minuten dauern, bis die Feinsicherung duchbrennt.

    Natürlich spielt auch noch die Umgebungstemperatur eine Rolle und geht als Korrekturfaktor ein.

    Dass die Sicherungswiderstände eher einer trägen Sicherung entsprechen, liegt auf der Hand --> die rel. große Oberfläche kann viel Wärme abgeben.