Beiträge von Schmolz

    Absolut großartige Reparatur. :thumbup::thumbup::thumbup: Ich habe bisher weder hier im Board noch irgendwo im Netz eine vergleichbare Arbeit gefunden. Also, du scheinst der erste zu sein, der das gemacht und auch dokumentiert hat. Der Neuabgleich des Motors ist natürlich erforderlich. Das bekommst du hin bzw. wenn nicht, Hilfe steht bereit.


    Gruss

    Richard

    aber der Plattenteller läuft verkehrt

    Na herzlichen Glückwunsch - meine ich ernst. Das sollte nicht das Problem sein, siehe hier.

    Bitte mache unbedingt ein Foto von den neuen Hallelementen. Du hast offenbar mit deinem Versuch die erste ernstzunehmende Alternative zu den originalen Hallelementen gefunden!


    Gruss

    Richard

    Ich habe schon überlegt, die Platine dann mit dem zweiten 701 zu tauschen, aber das würde ich als letzten Versuch unternehmen.

    Hallo Stefan,

    das würde ich nicht machen. Du hast jetzt so viel Erfahrung gewonnen, dass du den zweiten 701 bestimmt wieder ans Laufen bekommst, ohne derart schwerwiegende Eingriffe.


    Ich habe jetzt auch keine weiteren Ideen was du konkret machen kannst. Bei mir liegt auch so ein EDS1000 herum, den ich als Experimentierobjekt verwende, weil der ebenfalls Gleichlaufschwankungen hatte, die trotz Tausch *aller* Bauteile und Neuabgleich nicht verschwanden. Hier im Board gibts einen Thread darüber.


    Gruss

    Richard

    Hallo Stefan,

    der Gleichlauf deines Plattentellers schwankt also mit 0,55 Hz. Ich glaube das in deinem Oszillogramm von Punkt 21 zu erkennen, in der ersten Hälfte des Kurvenverlaufs steuert der 701 weniger auf, der Teller wird schneller. Ich habe den Eindruck, die Regelung funktioniert. Vielleicht stimmt etwas mit dem Teller nicht oder der Motor hat ein mechanisches Problem. Wenn du einen anderen Teller hast, auch z.B. vom CS721, probier den mal aus.

    Oder markiere den Teller gegenüber einem festen Punkt am Chassis. Klebe Markierungen auf den Teller, bei denen das Stroboskop wandert. Danach Teller um 45 Grad versetzen und Markierung vergleichen.


    Gruss

    Richard

    Hallo Günter,

    Wenn es finanziell zumutbar ist, dann die ML!

    Der Tonabnehmer hat ein unschlagbar gutes Preis-Leistungsverhältnis.

    Einzige Hürde gegenüber dem vorhandenen Tonabnehmer ist die korrekte Montage. Aber hier wird dir auch dabei geholfen.

    Gruß

    Richard

    Das Stroboskop pendelt je Umdrehung um einen Strich vor und zurück.

    Ich finde die Oszillogramme nicht schlecht. Spiel mal eine Platte mit einem Klavierkonzert oder Orgelmusik ab. Wenn du eine periodische Gleichlaufschwankung hättest, würdest du sie sofort hören. Das eingebaute Stroboskop ist kein verlässliches Messinstrument. Das ist mehr oder weniger zentriert eingeklebt. Aussagekräftiger ist ein Pickelteller vom CS721 und ein quarzstabiles LED-Stroboskop.


    Gruss

    Richard

    Ich schlage dir die folgende Vorgehensweise vor. R16 in Mittelstellung belassen. Oszi an Messpunkt 21 (ein Kanal). Jetzt R11, R14 und R18 wechselweise so einstellen, dass ein möglichst sinusförmiger Verlauf entsteht. Der Peak-to-Peak Betrag sollte mit den Trimmpotis minimiert werden. Du merkst sehr schnell wie sich Vpp verändert, manchmal reicht eine winzige Drehung.

    Hast du eine Einstellung gefunden, versuche mit R16 eine weitere Symmetrierung einzustellen.

    Die Empfindlichkeit deines y-Verstärkers am Oszi ist etwas knapp, deshalb empfehle ich die o.g. Vorgehensweise.


    Gruss

    Richard

    Ich wollte hier einmal ergänzend zu meinem Post #47 noch zwei Oszillogramme desselben Motors einstellen. Einzige Änderung: Ein anderer Operationsverstärker. Vorher LM709 von NS, jetzt µA709 von TI. Keine "Delle" mehr in der Spulenansteuerung, deutlich höhere Amplitude (1,2 Vpp zu 2,7 Vpp) Ich habe den Eindruck, dass der Motor Belastungsschwankungen besser ausregelt. Hörbar ist das nicht. Den LM709 habe ich vorsorglich entsorgt.


    Gruss

    Richard

    Hallo allerseits,

    ich habe hier einen 701 der ersten Serie, der mit Aussetzern läuft. Ein Plattenspieler, der offenbar noch nie geöffnet oder repariert wurde.

    Ich habe also wie üblich die Motorabdeckung entfernt und die 15 Volt Betriebsspannung gemessen. Läuft. Dann den Alu-Rahmen vorsichtig entfernt. Der Längstransistor der Spannungsregelung fiel mir jetzt entgegen. Alle drei Beinchen exakt sauber auf Platinenniveau abgebrochen. Das habe ich so noch nicht erlebt. Der Transistor war vielleicht auf Spannung montiert, die Beinchen sind ja ein wenig halbrund gebogen, vielleicht um genau das zu verhindern was jetzt nach ca. 48 Jahren passiert ist. Hat nicht geklappt. Neuen BD140 eingebaut, läuft wieder zuverlässig.


    Gruss

    Richard.

    Hallo Michael,

    wenn die Automatik vier Jahre lang funktioniert hat und nun nicht mehr kann das mit Verschleiß am Pimpel zusammenhängen. Schau dir den Pimpel an und untersuche auch die Friktionsfläche am Haupthebel auf Abrieb.

    Nach meiner Erfahrung muss die Friktionsfläche *ganz* zart gefettet werden. Ich weiß das hier im Forum andere Ansichten dazu existieren. Wenn der Druck auf den Pimpel mit der Schraube 208 richtig eingestellt ist, läuft die Tonarmbewegung - in Verbindung mit einem passenden Pimpel - sanft und flüssig ab, der Tonarm knallt bei der Rückführung nicht ganz so fest gegen die Stütze. Mit dem Originalpimpel oder dem transparenten von Revisound habe ich die besten Erfahrungen gemacht.


    Gruss

    Richard

    Hallo Holger,

    der ursprünglich verbaute Motor ist die 150 V-Variante, das hast du jetzt herausgefunden. Ob die anderen beiden ebenfalls die 150-V Version sind kannst du herausfinden, indem du mit dem Multimeter die Widerstandswerte der Spulen vergleichst. Ähnliche 'Werte = 150 V-Motor. Höhere Widerstandswerte = 220 Volt-Versio. Ganz hohe bis unendliche Werte = kaputt :)


    Gruss

    Richard

    Hallo Holger,

    wie wahrscheinlich ist es, dass die Motore die 150V-Version sind (aus HSxxx oder KAxxx)?


    Wobei: Das Gefühl, nicht mehr anfassen zu können, tritt je nach Hautempfindlichkeit schon ab ca. 65 Grad C auf. DAS ist garantiert nicht zu heiß für den Motor.


    Gruss

    Richard

    Ich habe hier mal zwei Oszillogramme gemacht. Einmal an Punkt 21 abgegriffen und einmal am heißen Punkt der Motorspule. Es ist zwar ein Vierkanal-Oszi, aber in der Kürze der Zeit habe ich nur eine Meßleitung gefunden :| .


    Meßobjekt ist ein EDS1000 der zweiten Serie mit aufgelegtem Teller. Der Plattenspieler läuft störungsfrei und gleichmäßig ohne hörbare Gleichlaufschwankungen und ist bei mir regelmäßig im Einsatz.


    Die Messung an Punkt 21 zeigt m.E. keine Besonderheiten. Überraschung ist jedoch die Messung an den Motorspulen. Ich habe alle Spulen durchprobiert, das Schirmbild sieht immer gleich aus. Die kleine Delle im oberen Teil der Kurve gehört da nicht hin. Die Kurve müsste gleichmäßig ansteigen und im oberen Punkt abfallen. Keine Ahnung wieso da eine Delle ist. Es muss sich um einen Fehler im Bereich der Regelung handeln, nicht im Bereich der Spulentreiber.

    Gruss

    Richard


    Edit: Die Messung an Punkt 21 zeigt doch eine Besonderheit, nämlich die "Delle" im unteren Durchgang.

    Wow, da hast du gleich in die Vollen gegriffen und ein Vierkanal- Oszi angeschafft. Gratulation!

    An welchen Punkten hast du die Messungen gemacht? Du solltest die Verstärkung an den Kanälen noch größer machen, um die Darstellung zu verbessern.

    Was auffälllt: Die Kanäle 3-4 zeigen einen niedrigeren Pegel als 1-2.

    Eventuell komme ich heute dazu, Vergleichsbilder an einem intakten Motor zu machen.


    Gruß

    Richard