Beiträge von Schmolz

    Das Problem ist wohl nicht so häufig hier im Dual-Board. Na jedenfalls habe ich heute dem Uhrmacher vor Ort mal den Tonarm gezeigt. Sein Rat: 1. mit einem Lötkolben heiß machen, vielleicht sei das Lager nur eingeklebt, 2. ausbohren ist nicht, weil die üblichen Bohrer nicht durchkommen, er riet mir, es mit einer Diamantfräse zu versuchen...
    Mal sehen, ich bleibe dran.


    Edit: Mit der Diamantfräse (1,8mm-Kugel) gings recht schnell. Das Lager war völlig zerbrochen, das war nicht die Fräse. Neues Lager bei Dualfred ist bestellt.


    Gruss
    Richard

    Hallo allerseits,
    endlich hatte ich mal Zeit, mich meinem schon vor längerem erworbenen 721 zu widmen. Dieser wurde als "gut spielend, defekte Automatik" verkauft. Ich hatte schon mal mit ihm eine Platte abgespielt, soweit o.k. dachte ich und vorerst weggestellt.


    Aktuell nun zeigte sich der Tonarm in der Horizontalbewegung schwergängig, manchmal sogar klemmend. Ich will zum Punkt kommen: Das obere Kugellager (im Bauteil 56) für die Horizontalbewegung ist total zerstört, der Käfig gesprengt. Man sieht nach dem Herausnehmen der fünf Kugeln fünf kleine Ausbuchtungen im Lagerkäfig. Wahrscheinlich hat mal jemand die obere Hartmetallschraube richtig fest angezogen, bis es "Knack" gemacht hat. Das sieht wirklich gruselig aus. Ich kanns leider nicht fotografieren.


    Nun meine Frage: Wie hole ich den beschädigten Käfig am besten aus seinem Sitz raus? Hat das mal jemand gemacht? Muß ich das notfalls ausbohren und das neue Lager einkleben?


    Gruss
    Richard

    daraus bildet sich eine Art "Oszillator" mit sehr niedriger Frequenz

    Hallo Peter,
    danke für die Erklärung, das habe ich verstanden. Und danke für den kleinen Hinweis mit den Transistoren, ich hoffe jedoch, dass ich vorerst auf neue Transistoren verzichten kann.
    Die Hoffnung kommt daher, dass es sich um ein unverbasteltes und offenbar kaum benutztes Gerät handelt. Keiner der blauen Schraubensicherungslacke war beschädigt. Nach dem Austausch des Steuerpimpels lief die Automatik sofort und störungsfrei. Beim Löten bin ich behutsam vorgegangen und habe wie gesagt nichts verstellt bis auf die Spannungseinstellung. Nur noch das Netzkabel musste ich auswechseln, weil jemand den Stecker abgeschnitten hat ?(


    Gruss
    Richard

    Der 701/2 hat kein Relais. Der Teller war nicht schwergängig. Ich kann auch mit meinem Vorgehen bei der Reparatur keinen eindeutigen Ursache/Wirkung-Zusammenhang begründen. Fest steht jedoch, ich hatte Erfolg, es muss also mindestens ein Elko bzw Tantali defekt gewesen sein und/oder die Spannung war zu niedrig. Ich hatte wohl auch eine Portion Glück, dass keine aktiven Bauteile defekt waren, Germanium-Kleinleistungs-Transistoren gibt meine Teilekiste nicht her und mangels Oszi kann ich auch keinen kompletten Abgleich machen.


    Gruss
    Richard

    Hallo allerseits,
    mein neuer, zwar als defekt gekaufter aber angeblich einwandfrei drehender 701 der zweiten Serie hatte hörbare Gleichlaufschwankungen. Diese kann man sich so vorstellen, dass der Motor bei jeder halben Umdrehung einmal "Gas" gab, d.h. die Drehzahl pulsierte niederfrequent um den korrekten Wert. Die Strobo-Markierung wanderte regelmäßig um ca. 2 Striche hin und her. Außerdem gab der Motor ein leises "elektrisches" Geräusch im Takt der Gleichlaufschwankung ab.
    Rockmusik: Irgendwie komisch. Klaviermusik: Unerträglich.


    Mein erster Reparaturversuch war erfolgreich. Da ich kein Oszilloskop habe, habe ich die Hinweise hier im Board berücksichtigt und die Trimmer erstmal nicht angefasst. Ich habe dann alle Elkos erneuert, den Siebelko mit einem 1000uF/35V ersetzt. Dann die Brücke zwischen 13 und 14 abgelötet und die Spannung auf 15 V justiert (vorher 14,7). Im Ergebnis dreht der Motor nun einwandfrei.


    Gruss
    Richard


    P.S. Knallfrosch ausgetauscht, Pimpel neu, Automatik läuft. Folgt noch das Entharzen, aber erstmal lehne ich mich zurück mit "Shilly Shally" von Fritz Brause und einem Bier :)

    Ich freue mich, dass meine Frage hier soviel Resonanz bewirkt hat. Ich werde den 504 nicht mehr aus der 601-Zarge rausholen. Mittlerweile habe ich mich an den Anblick gewöhnt und finde, dass das richtig gut aussieht.


    Obwohl beide Zargen aus Vollkunststoff bestehen, sieht die 601-Zarge irgendwie wertiger aus, vor allem mit der Dekorfolie, die sehr sauber verarbeitet ist. Dagegen sieht die schwarze Original-504-Zarge mittlerweile fleckig-speckig aus und die Wannenform geht mal gar nicht. Vielleicht mache ich damit mal Lackier-Experimente.


    Gruss
    Richard

    Ich habe einen 504 (ohne "Zusatz") für kleines Geld geschossen, allerdings mit der wie ich finde häßlichen Plastikzarge in Schwarz. Ich habe den jetzt mal in eine länger verwaiste und einwandfreie Zarge vom 601 in Nußbaum eingebaut. Ich finde, das sieht schon besser aus, auch wenn die 601-Zarge aus Holz vom Plastikbaum hergestellt ist.


    Mir ist natürlich klar, erlaubt ist, was gefällt. Ich wollte Euch fragen, ob durch den Umbau ein evtl. späterer Verkauf erschwert wird, weil die Kombination nicht mehr original ist. Oder welche Zargen ihr schon mal getauscht habt (das würde es mir leichter machen, mit der Unoriginalität klarzukommen).


    Gruss
    Richard

    Natürlich werden Bauteilegrab-High-End-Freaks die Nase rümpfen, aber die Aufgabe eines Phonopres ist überschaubar, simpel und mit Sicherheit keine High-End-Technik.

    Volle Zustimmung. Ein TVV ist keine Raketentechnik (ich wollte das Wort unbedingt mal schreiben...)


    Gruss
    Richard

    Zur Klarstellung: Auch mit angeschlossener Tonleitung ändert sich nichts. Das Brummen ist ja nicht von der Stellung des Lautstärkereglers abhängig, sondern konstant vorhanden. Die Einstreuung geschieht in derVorstufe. Als ich diese von der Endstufe getrennt habe war alles ruhig bis auf das leichte Rauschen der Endstufe.

    Nein, ob die Tonleitung angeschlossen ist oder nicht hat auf das Brummen keinen Einfluss. Es reicht, wenn sich der Dreher an seinem Platz befindet und gestartet wird. Deshalb ist das verbaute System egal, weil es ja gar nicht erst in Betrieb genommen wird. Mit dem 1214 brummts halt und mit dem 1226 nicht.
    Gruss
    Richard

    Die Brummeinstreuung geschieht in der Vorstufe. Das Abschirmblech ist korrekt montiert. Ich kann keinen Fehler an der Vorstufe finden, die ja im Übrigen einwandfrei funktioniert, sowohl mit Phono als auch mit anderen Tonquellen. Die Einstreuung kommt eindeutig vom 1214, da mit 1226 ja alles ruhig bleibt.


    Ich habe jetzt mal den Ausgang der Vorstufe mit 10KOhm gegen Masse belastet, das dämpft etwas und der Verstärker wird noch immer laut genug. Heutzutage will man ja anders als in den frühen 70ern keine Party mehr beschallen.


    Gruss
    Richard