Beiträge von Schmolz

    Ergänzend zu diesem Thema möchte ich noch auf meinen Versuch hier mit einem Halbleiterrelais beim cs704 hinweisen. Damit liess sich das Knacken vollständig beseitigen, hatte mir dafür aber andere Probleme eingehandelt.


    Dagegen hat der Einbau eines neuen NOS-Mikroschalters von Dualfred mit neuem Kondensator überhaupt keine Verbesserung bewirkt. Gedanklich schwebt mir noch immer eine Steuerschaltung mit Thyristor vor, damit es keine Schaltfunken mehr gibt. Als ersten Schritt will ich den Trafokasten von den Bauteilen für das Stroboskop befreien. Um auf das Stroboskop nicht zu verzichten, habe ich mir Hansus Platine bestellt.


    Gruss
    Richard

    Trafobrummen kann Anzeichen einer starken Überlastung sein. Ich würde damit beginnen, die Betriebsspannungen und -Ströme zu messen. Du musst aber wissen, was du tust. Netzspannung ist lebensgefährlich.



    Ich kenne den Verstärker nicht näher. Möglichst die Verstärkerschaltung von der Stromversorgung trennen und mit dem Messen bei der Stromversorgung beginnen. Und immer nur kurz einschalten.


    Gruss
    Richard

    Wenn wir hier helfen sollen wäre es schön und hilfreich, wenn du uns mehr Einzelheiten über deinen Verstärker mitteilen würdest. Zum Beispiel ob er bei dir früher einwandfrei gelaufen ist, unter welchen Umständen sich der Defekt eingestellt hat oder ob du ihn als defekt gekauft hast.


    Gruss
    Richard

    Eine Ergänzung zu Peters Vorschlag: Eine weitere Siliziumdiode in Reihe mit der vorhandenen einlöten sowie die beiden Widerstände R37 und R38 durch einen 100 Ohm Trimmer ersetzen. Den Trimmer so anschließen wie die beiden Widerstände, Schleifer an Basis von T32. NTC raus, wie Peter schreibt. Ich würde den Ruhestrom auf ca. 10-15 5-10 mA einstellen. Wenn sich dieser Wert nicht einstellen lässt, noch eine weitere Siliziumdiode in Reihe schalten. Als Transistoren würde ich es mal mit BD135/BD136 versuchen. Diese müssen aber isoliert mit dem Kühlkörper verbunden werden. T31 würde ich durch einen BC337-16 ersetzen. Während der Versuche Labornetzgerät mit Strombegrenzung einsetzen.


    Insgesamt ne Menge Arbeit. Vielleicht doch die Original-Endtransis von Peter einlöten?


    Gruss
    Richard

    Der Thread ist nicht unnütz, warum auch.
    Wenn du schon in der Lage bist, den Fehler zu diagnostizieren kann es gut sein dass du auch in der Lage bist, es selbst zu machen. Dualfred hat die Drehkurve vorrätig. Drehkurve austauschen bedeutet den Aus- und Wiedereinbau des kompletten Tonarms. Eigentlich sind dabei keine echten Fallstricke zu erwarten. Dualcan hat die Arbeit fotografisch dokumentiert.


    Auf der anderen Seite ist es auch nicht verkehrt, seine Grenzen zu kennen und entsprechend zu handeln.


    Gruss
    Richard

    Hallo Kurt,
    wenn er für eine Reparatur für dich nicht wertvoll genug ist, dann gibts hier im Board bestimmt den Einen oder Anderen, der ihn übernehmen möchte. Vor allem, wenn die Optik stimmt.


    Die allermeisten hier wissen, was sie bekommen und ich finde das Keramiksystem als solches gar nicht so schlecht. Immerhin habe ich meine ersten 12 Jahre vor Ausbruck der Dualitis alle meine Platten mit so einem System auf dem 1214 abgehört. Die Platten, die ich aus der Zeit noch habe, sind jedenfalls nicht kaputt und wenn, dann nicht wegen des Keramiktonabnehmers.


    Gruss
    Richard

    Hallo Kurt,


    ich interpretiere deine Angaben so, dass sich der Verstärker auf beiden Stereokanälen exakt gleich verhält. Wenn das so ist, wäre C2, ein Elko von 10µF, für mich ein heißer Kandidat für den Austausch, denn der ist soweit ich das aus dem Bestückungsplan erkenne, für beide Kanäle zuständig. Der ist für die Siebung der Vorspannung von T1 bzw. T51 zuständig.
    Wenn das nicht hilft, dan das übliche Procedere starten: Betriebsspannungen überprüfen, Signalverfolgung.


    Gruss
    Richard

    Wenn die Höhenverstellung des Tonarms verharzt ist, verhakt sich das Segment oft in dem Führungsstück 215 oder streift hieran, wodurch die horizontale Bewegung gehemmt wird.
    Wichtig ist u.a., dass die Stelle an der Haltefeder 231 leichtgängig ist und sich beim Auf- und Ab des Tonarms nicht verkantet.


    Nach meiner Erfahrung funktioniert die Tonarmmechanik an den Endpunkten der Höhenverstellung nicht mehr zuverlässig. Der tatsächliche Verstellbereich ist daher etwas eingeschänkt.
    Und immer nach jeder Höhenverstellung den Spieler einmal mit verriegeltem Tonarm starten.


    Gruss
    Richard

    Hallo Felix,
    ich glaube nicht, dass es etwas mit den Tonarmlagern zu tun hat. Die gehen ja nicht einfach so kaputt. Es sei denn, mit dem Tonarm wäre jemand sehr grob umgegangen. Ich vermute eher, dass dein Problem mit der Liftbetätigung zu tun hat.
    Untersuche mal, ob sich die Liftkappe beim normalen Abspielvorgang weit genug unter den Tonarm zurückzieht. Falls nicht, wird die horizontale Bewegung des Tonarm gehemmt und es kommt zuerst zu starken Verzerrungen bzw. Hängenbleiben der Nadel. Im übrigen werden dabei Nadel, System und Schallplatte extrem belastet. Mach für Versuche ein billiges System mit alter Nadel drauf und teste mit einer Flohmarktplatte.
    Eventuell reicht es, die Lifthöhe etwas herunter zu stellen, mit dem dafür vorgesehenen Knopf oben auf der Platine.
    Falls nicht, muss die Platine aus der Zarge raus um herauszufinden, was die Horizontalbewegung des Tonarms hemmt.


    Gruss
    Richard


    P.S. Es gibt Einstellmöglichkeiten für die Tonarmlager, nämlich für das Lagerspiel. Wenn das zu gering ist oder gleich Null, entsteht eine höhere Lagerreibung und es entstehen die von dir beschriebenen Probleme. Ich sehe aber keinen Grund, an den Lagern zu arbeiten, wenn dein 721 bisher einwandfrei funktioniert hat. Du kannst das Lagerspiel mit der Hand prüfen, es muss so gerade eben wahrnehmbar sein, wenn du die bewegten Teile vorsichtig gegeneinander bewegst.

    Kann es auch am Verstärker liegen

    Vermutlich ja und nein. Ich habe hier unterschiedliche Dreher- und Verstärker/Vorstufenkombinationen getestet. Mein 1228 beispielsweise knallt an allen Kombinationen praktisch gar nicht. Mein 704 ist ist der Knaller schlechthin, gefolgt von einem 721 (knallen an allen Verstärkern) und einem 604, der knallt mehr an Revox A78 und weniger an Pro-Ject Phonobox und noch weniger an einer selbstgebauten Vorstufe. Aber immer noch wahrnehmbar. Und ja, es stört mich. Vor allem deshalb, weil es bei allen Drehern nicht jedesmal knallt und man unangenehm überrascht wird.


    Gruss
    Richard

    Ic mit
    Nulldurchgangssteuerung

    Ja, ich denke, der MOC3021 ist hier richtig, in Verbindung mit der unteren Schaltung. Jetzt "nur" noch ein kleines Kondensatornetzteil zur Ansteuerung der LED.


    Ich habe nun das neue Schaltmodul eingebaut, natürlich mit einem neuen Entstörkondensator. Ohne jede Verbesserung.
    Es knallt übrigens auch, wenn ich den Tonarm einschwenke und dann den Netzstecker einstecke oder die schaltbare Steckdosenleiste einschalte. Nur beim Schalten über meine Experimentierschaltung ist Stille.


    Gruss
    Richard

    Ich wollte mit so einem SS-Relais mal ein LED-Aquariumlampe schalten. Eine normale LED-Tischlampe als Test ging gar nicht
    richtig aus und die Aquariumlampe hinter ihrem Schaltnetzteil hat Nachts Disko gespielt. Blitzte alle ca. 30 Sekunden auf

    Wie man an meinem Versuch sehen kann, fließen in ausgeschaltetem Zustand noch 6 mA bei 230 V. Möglicherweise ist dieser Wert typisch für SSRs in dieser Leistungsklasse. Immerhin kann das Teil aus meinem Versuch mit zusätzlicher Kühlung bis zu 25 A bei bis zu 400 V = 10kW schalten.
    6 mA reichen offenbar für viele Geräte mit geringem Strombedarf, um undefinierte Betriebszustände zu erzeugen, den Dual 704 eingeschlossen.


    Es war halt ein Versuch für ein wenig Spielgeld und ein wenig Zeit.


    Vermutlich beseitigt ein solcher Nullspannungsschalter die Ursache für das Einschalt-Knallen bei so manchem Dreher. Ob so eine Anordnung praktikabel ist, ist eine ganz andere Frage. Eher nicht, denn der Aufwand ist schon beträchtlich, die Originalität geht verloren, es ist mehr drin was kaputt gehen kann und hinsichtlich der Sicherheit muss man schon wissen was man tut, Haftungsrisiken eingeschlossen.


    Gruss
    Richard

    Hier zwei Fotos eines Entstörkondensators, der niemals unter Spannung stand, weil ich ihn aus einem neuen, originalverpackten NOS-Schaltermodul ausgelötet habe.
    Der Kondensator hat Alterungsrisse an allen Seiten. Soweit allgemein bekannt. Bemerkenswert ist das deshalb, weil es sich lt. Aufdruck um einen Y-Kondensator handelt, der i.d.R. zwischen Phase und berührbarem schutzgeerdetem Gehäuse angeordnet ist. D.h. bei einem Defekt und schlechter Schutzerde kann es lebensgefährlich werden.
    Mein persönliches Fazit: Bei alten Elektrogeräten noch sorgfältiger nachschauen vor dem Einschalten. Ich habe von meinem Großvater noch so eine alte AEG-Handbohrmaschine mit Metallgehäuse aus den 1940er Jahren...


    Dualfred weist auf seiner Homepage auch darauf hin, den Kondensator auszuwechseln.


    Gruss
    Richard