Beiträge von Andreas

    Hallo Dominik,


    der 701er ist ein edles Gerät, egal ob es sich hier um die erste oder zweite Generation handelt. Ich habe mir zu Weihnachten im vergangenen Jahr einen 701er in der Bucht ersteigert (2. Generation). Der Verkäufer verstand etwas von dem Gerät und hatte es vorbildlich verpackt. Es kam alles heil an. (Der Plattenspieler wiegt immerhin ca. 11kg)
    Nach einigen kleineren Überholungsarbeiten gehört er zu neben dem 731 Q zu meinen Top-Drehern.
    Es ist nicht ganz einfach einen Preistipp abzugeben, aber wenn das Shure V15 III verbaut ist und evt. sogar die Orginalnadel noch i.O. ist, dann sind ca. 100.- € nicht zu viel. Wichtig ist auch, dass die Strobo-Glimmlampe noch i.O. ist. Die ist nämlich schwer zu bekommen. Es gibt zwar von Dualfred schöne LED Nachbauten, ist aber halt nicht original. Dann spielt natürlich auch die Qualität der Haube noch eine gewisse Rolle. Wenn keine groben Kratzer darauf sind, (die üblichen Wischpsuren lassen sich kaum vermeiden) dann bedeutet das eine zusätzliche, optische Aufwertung des Plattenspielers.
    Mit dem EDS 1000 Antrieb hatte ich bislang nie Probleme, auch in meinem 721er nicht.
    Wenn Du den Plattenspieler zu einem angemessenen Preis bekommen kannst, dann greif zu. Du wirst viel Freude damit haben.


    Viele Grüße,


    Andreas

    Hallo Frosch,


    du wirst lachen, aber auch ich habe soeben erst diesen Thread gelesen. Ehrlich gesagt, auf das Datum bin ich erst durch Deinen Beitrag aufmerksam geworden. Was die Laufruhe der Direkttriebler anbelangt, möchte ich Dir voll und ganz zustimmen. Ich habe einige Reibradler, (1010; 1015; 1019 etc.) einiger Riementriebler (601, 1237A, 1249) und schließlich meine Lieblingsgeräte (701; 704; 721; 731Q). Und ich muss sagen, dass ich bei den Reibradgetriebenen und zu meiner großen Überraschung vor allem bei den Riemenantrieben deutliche Motorengeräusche höre. Besonders deutlich bei meinem 1249er und beim einem 1239er, der bei meiner Mutter im Haus steht. Bei sämtlichen direktgetriebenen Laufwerken höre ich nur die Plattengeräusche, aber kein Brummen oder Rumpeln. Vielleicht müsste man die Vergleiche in einem speziell ausgestatteten Hörraum durchführen, für mich sind die direktgetriebenen Plattenlaufwerke einfach absolute Spitzenklasse. Vor kurzem hatte ich einen Dreher von JVC (QL-A200) zur Reparatur. Dies ist auch ein direktgetriebener Plattenspieler. Dieser Antrieb ist meiner Ansicht nach im Vergleich zu DUAL sehr windig ausgeführt, aber Rumpelgeräusche hörte ich keine. Die Verstärker und Lautsprecherkette besteht bei mir zum Einen aus einem SONY TA-FB920R mit SONY SS-X 7 Lautsprechern und zum Anderen aus DUAL CV 1700 an Heco 650 Proffessional-Boxen. Ich denke da muss jeder für sich entscheiden welcher Antrieb für ihn das Beste oder Geeignetste ist, für mich sind es, wie gesagt, die direktgetriebenen.


    Viele Grüße,


    Andreas

    Hallo Zusammen,


    es freut mich, welch rege Diskussion mein Beitrag "Klangunterschied 701 und 731Q" angeregt hat. Die vielen Beiträge sind spannend zu lesen. Vielen Dank. Ich habe mich gestern nochmals mit meinem 701er beschäftigt. Der Restbrumm ist jetzt völlig verschwunden. Eine nicht ganz saubere Masseverbindung im Gesamtsystem war die Ur-sache, so wie es Jochen ja in seinem Beitrag erwähnte. Der von mir festgestellte Klangunterschied ist, so empfinde ich es jetzt zumindest, geringer geworden.
    Es ist sogar so, dass das leise Knistern, wie es vor allem bei älteren Schallplatten auftritt, beim 731er mit dem ULM 60 viel deutlicher (störender) zu hören ist, als mit dem Shure System auf dem 701er. Ich möchte abschließend einfach feststellen, dass beide Geräte an für sich absolut Klasse sind und dass das Plattenhören damit noch nie soviel Spaß machte, wie heute.
    Ich hörte meine erste PLatten auf einem DUAL 1010 in "MONO" und spätermit einem DUAL ASP 130 eingebaut in meine erste SONY Anlage von "Rosita". Basierend auf diesem Equipment war natürlich der Umstieg auf die CD für mich 1989 fast ein Quantensprung. Heute allerdings sehe ich, was mit einem guten Plattenspieler aus dem Vinyl heraus zu holen ist. Deshalb habe ich derCD den Rücken zu gekerht. Ich höre meine vorhandenen natürlich noch, aber kaufen tue ich nur noch Schallplatten.


    Bis bald.
    Viele Grüße,


    Andreas

    Der nachgeschaltete Sony wird weder das Klangpotenzial eines 701ers bzw. eines 731er ausschöpfen können, zumal auch nicht bekannt ist, mit welchen LS die Kette betrieben wird.


    Hallo Hannes,


    ich habe mir die SONY Anlage gekauft, als es noch nicht möglich war, an die (meiner Ansicht nach besseren) DUAL - Komponenten wieder heranzukommen, wie es zwichenzeitlich über die Bucht oder verschiedene Foren wieder möglich geworden ist. An diesem Verstärker sind die Standboxen SONY SS-X 7 angeschlossen. Dies sind Zweiwegeboxen Bassreflexboxen mit zwei Hartmembran Basschassis und einem Kalottenhochtöner. Wenn ich mal an eine Silberne Frontplatte eines CV 1700 komme, werde ich den SONY-Verstärker gegen den DUAL austauschen. Die braune Front meines CV 1700 passt nicht so recht zu den anderen Komponenten.



    Viele Grüße,


    Andreas

    Hallo Zusammen,


    da habe ich ja eine heiße Diskussion in Gang gesetzt. Zunächst muss ich noch richtig stellen, aber das haben die meisten von Euch ja auch richtig vemutet, ich habe auf dem 731er natrülich das TKS 260 mit ULM 60 E drauf, nicht wie irrtümmlich angegeben das ULM 166 E. Sorry. Zum ULM 60 E kann die DN 152 eingesetzt werden.
    Den leisen Brumm hatte ich zunächst nicht erwähnt, da er nur dann zu hören ist, wenn man den Lift betätigt und dann den Lautstärkerregler weiter aufdreht, als man an
    sich die Platte hören würde. Wenn die Erdung gänzlich fehlt, fliegen einem ja bereits bei geringer Lautstärke fast die Bassmembranen raus.
    Aber jetzt habe ich wieder einige Tipps, die ich mal testen werde. Bis bald.


    Viele Grüße,


    Andreas

    Hallo Zusammen,


    erst eimal vielen Dank für Eure interessanten Beiträge. Natürlich ist dieser Vergleich auch sehr subjektiv, weil es für einen "guten Klang" eigentlich keine definierten Kriterien gibt, selbst wenn man die Frequenzverläufe der beiden Systme aufzeichnet und dann miteinander vergleicht. Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung vom guten Klang. Ich mag gerne kristallklare Höhen ud straffe Bässe. Aufnahmen von älteren Kassetten, bei denen die Höhen etwas fehlen höre ich meist in Stellung "FE", habe aber immer ein wenig das Gefühl, Watte inden Ohren zu haben.
    Was mir noch auffällt ist, wenn ich den Verstärker in Ruhestellung des 701ers etwas aufdrehe, so brummt es leicht im Hintergrund, während beim 731er nichts zuhören ist. Deshalb nochmals meine gestrige Frage, ob da nicht doch noch etwas mit dem Anschluß nicht.i.O. ist. "Outis" meint ja, das würde keinen Einfluß haben.
    In dem Anschlußplan von DUAL ist der 701er nicht expliziet aufgeführt.


    Übrigens der Lieferant für Tonnadeln "Friedrich Gleich" kenne ich von der DUAL Börse. Schaut einfach mal rein unter www.friedrichgleich.de.


    Viele Grüße,


    Andreas

    Du müsstest schon beide Plattenspieler mit dem gleichen Abtastsystem betreiben, um aussagefähige Ergebnisse zu erhalten!


    Hallo Frank,


    wenn es um den reinen Vergleich der Plattenspieler geht hast Du völlig recht. Dies ist allerdings in meinem Fall nicht ohne weiteres machbar, weil sich das V15 nicht als ULM-System eignet und der Tausch mit großem Aufwand verbunden wäre.
    Könnte es evt. auch am Umbau von DIN auf Cinch liegen ?



    Gruß


    Andreas

    Zitat

    Das zumindest stellt dem ULM-System kein gutes Zeugnis aus


    Hallo Jochen,


    wieist das jetzt zu verstehen ? Es gibt doch immer noch genügend Zeitgenossen, die ihre Schallplattensammlung verscherbeln, weil ihrer Meinung nach die CD der einzig gute Tonträger ist.


    Gruß,
    Andreas

    Hallo liebe Dual Boarder,


    ich bin mir nicht sicher ob dieses Thema hier schon diskutiert wurde, habe jedenfalls keinen Thread dazu gefunden, deshalb möchte ich es hier einmal aufgreifen.


    Der 701er wird hier immer wieder im Zusammenhang mit seinem excellenten Klang erwähnt. So habe ich nun meinen 701er und den 731er nebeneinander über einen Umschalter am Phonoeingang eines SONY Verstärkers TA-FB920R angeschlossen. Der 701er ist mit dem Shure V15III und Originalnadel bestückt, der 731er mit
    ULM 166E und DN152. Wenn ich nun dieselbe Schallplatte nacheinander auf beiden Drehern abspiele, dann verliert der 701er doch merklich an Dynamik, besonders
    im Hochtonbereich. Eine gute Schallplatte auf meinem 731er kann klanglich locker mit einer CD mithalten, wenn man vom systembdingten leichten Knistern und Rauschen einmal absieht. Natürlich klingt die gleiche Platte auf dem 701er immer noch gut, aber eben nicht mehr so klar. Es fehlt etwas an Presence. Da es sich beim Shure-System um die Originalnadel handelt, ist diese evt. schon etwas abgenutzt. Deshalb hatte ich zur Probe das System V15III von meinem 721er mit neuer Nadel (Nachbaunadel von Friedrich Gleich, München) montiert. Die Höhen kamen damit etwas besser rüber, aber es ist immer noch ein merklicher Unterschied zum ULM166E. Die Plattenspieler selbst würde ich eigentlich ausschließen, da ich der Meinung bin, dass der Klang hauptsächlich vom TA und vom RIAA-Vorverstärker abhängt. Oder sehe ich das falsch ? Der 701er wurde auf Cinch-Anschlüsse umgerüstet.
    Was habt ihr für Erfahrungen ? Ist der klangliche Unterschied normal ?


    Viele Grüße,


    Andreas

    Hallo Raphael,


    nachdem ich in diesen Tagen (Abenden) gerade meinen in der Bucht erstandenen 701er fast fertig restauriert habe, kommt mir Dein Phänomen sehr bekannt vor.
    Ich musste den Lift neu fetten mit den Pimpel tauschen. Dabei musste ich die komplette Tonarmmechanik neu justieren. Dieser sog. Schnapphebel erfordert viel
    Gefühl beim Justieren - wenig ist hier viel. Wenn Du die Schraube löst, verdreht sich der unter dem Kupferhebel liegende Vierkant. Ich hatte den besten Erfolg,
    indem ich die Schraube löste und den Kupferhebel leicht in Richtung Tellerachse drückte. Dann die Schraube wieder vorsichtig anziehen. Du musst unbedingt darauf
    achten, dass der Tonarm nicht an dem Kupferhebel einhakt. Bei mir hatte der Tonarm beim Einschwenken auf die Platte immer einen "Hänger". Dann hatte ich
    den Hebel so verstellt, dass der Hänger weg war, aber dann schaltete der Antriebsmotor nicht mehr aus. Eben erst die Justierung, wie oben beschrieben, brachte
    Erfolg. Lade Dir bitte die Serviceanleitung aus dem "Wegvisions HIFI Archiv" herunter. Da ist dieser Fehler auch beschrieben.
    Viel Glück


    Viele Grüße,


    Andreas

    DUAL CV 1400


    Technische Eckdaten:


    Musikleistung: 2 X 75 W
    Sinus-Dauertonleistung: 2 X 50 W


    Frequenzbereich: 20 Hz - 30 kHz


    Endstufe: TJ 2499 oder RCS 617


    Bauzeit: 1977 - 1979


    Gut klingender, robuster Verstärker für den mittleren Leistungsbereich.


    Ich habe diesen Verstärker erst heute bekommen. Nach einer gründlichen Reinigung habe ich die Bilder gemacht, da der CV 1400 bislang noch nicht in der Produktgalerie vertreten war. So ein würdiges und schönes Gerät darf natürlich nicht fehlen.
    Technisch hat der Verstärker noch ein kleines Problem. Das Ausgangssignal ist stark verzerrt, aber die Vor- und Endstufentransistoren sind i.O. Den Rest bekomme ich schon noch hin. Ansonsten gibt es ja hier das Board.


    Viele Grüße,


    Andreas

    Hallo Jürgen,


    bitte nicht so schnell aufgeben. Wenn das Gerät keine CD's mehr liest kann das zunächst folgende Ursachen haben:


    1. Die Klappe muss vollständig geschlossen sein. Da ist ein kleiner Microschalter der durch die Klappe betätigt werden muss und sicher durchschalten muss.
    Lässt sich die Klappe nach dem Schließen von Hand noch weiter zudrücken ?
    2. Ein zweiter Microschalter überwacht die Startposition des Schlittens. Ist dieser nicht exakt justiert, so kann der Laser die LEAD-IN Information auf der CD nicht lesen und
    damit auch die CD nicht.
    3. Das Gerät erfreut durch seine Reparaturfreundlichkeit bezüglich der Steckverbindungen. Einige davon sind etwas versteckt. Schnell wird beim Zusammenbauen eine
    vergessen. Überprüfe bitte bei abgenommener Haube mal sämtliche Steckverbindungen.
    4. Dreht sich die CD nach dem Schließen der Klappe ?
    5. Ist die Transportsicherung für den Schlitten gelöst. Schraube an der Unterseite des Players (links unter dem Laufwerk mit rotem Aufkleber gekennzeichnet) ganz lösen.
    Die Schraube kann nicht herausfallen.


    Wenn Du das alles überprüft hast, bitte wieder melden. Dann sehen wir weiter.


    Viele Grüße,


    Andreas

    Hallo Jürgen,


    die Klappe am CD 120 ist ein bekanntes Problem. Der Kunststoffhebel, der die Klappe schließt, bricht im Laufe der Zeit. Dann gibt es nur eine Lösung.
    Ich habe bei meinen den Hebel in aufwändiger Handarbeit modifiziert. Der dürfte so schnell nicht mehr brechen. Allerdings habe ich bei meinem CD 120
    vermutlich ein Problem mit der Lasereinheit. Er zeigt mit viel Glück die Titelzahl an, stolpert aber nach Drücken der START-Taste nur über die Spuren.
    Aber das ist ein anderes Thema.
    Im Anhang ein paar Bilder meines reparierten Hebels. Schau sie dir mal an. Wenn Du dir diese Reparatur zutraust, gebe ich dir gerne noch ein paar Tipps dazu.


    Viele Grüße,


    Andreas

    Hallo Korbi,


    sollte das Problem nicht am Netzschalter liegen, so ist mit großer Wahrscheinlichkeit der Knallfrosch die Ursache. Der Knallfrosch ist ein kleiner Entstörkondensator mit 0,047µF der den Einschaltknacks unterdrückt. Dieser Kondensator schlägt im Laufe der Zeit durch. Dies geschieht im Worst Case Fall mit einem Knall und einer übel riechenden Rauchwolke, kann aber auch ganz harmlos verlaufen und man merkt das nur an der durchgebrannten Eingangssicherung. Dieser Kondensator sitzt im Trafokasten links unter der Platine. Den defekten Kondensator entfernen und eine neue Sicherung einclipsen. Der Kondensator muss nicht unbedingt ersetzt werden. Der Plattenspieler läuft auch problemlos ohne Knallfrosch. Die Aufnahme des Plattentellers ist konisch. Es kann sein, dass sich derTeller nicht gut lösen läßt. Bitte den Teller gleichmäßig mit beiden Händen anheben und möglichst nicht verkanten. Idealerweise sollte die Platine (das ist das federnd gelagerte Teil) mit den Transportsicherungs-schrauben vorher gesichert werden.
    Die Schrauben dabei lösen, anheben und weiter links herum drehen, bis die Platine fest auf dem Gehäuse aufsitzt. Im gelösten Zustand lassen sich die Transportsicherungsschrauben um ca. 45° schräg stellen, so dass die gesamte Platine aus dem Plattenspielergehäuse nach oben herausgenommen werden kann. Vorsicht, Laufwerk nicht auf der freiliegenden Mechanik abstellen. Am Besten zwei Holzklötze ca. 100 mm hoch vorbereiten und das Laufwerk beidseitig darauf absetzen.
    Und nun viel Erfolg.


    Viele Grüße,


    Andreas

    Hallo Gerd,


    ich hab' gerade mal nachgeschaut. In der Bucht finde ich nur einen originalverpackten "Golden Stone" zum Preis von 1699.- EUR. Ich weiß nicht ob ich soviel Geld in diesen PLattenspieler investieren würde, da hier der hohe Preis vielmehr auf der optischen Aufbereitung, als auf den tatsächlichen Klangeigenschaften basiert. Aber das ist per-sönliche Geschmacksache. Wenn ich den Klang meines 731 Q und dessen aufwändige Tonarmechanik genieße, dann kann der Golden Stone mit seinen vielen Kunst-stoffteilen, wie du selbst sagst, und dem verhältnismäßig einfachen Antrieb eigentlich nur verlieren. Nachdem sich der Plattenspieler noch in der OVP befindet sehe ich für den Transport kein allzu großes Risiko. Andererseits würde sich für diesen Preis eine Selbstabholung durchaus lohnen.
    Auch ich wünsche dir viel Glück für deine Entscheidung.


    Viele Grüße,


    Andreas

    Hallo Walter,


    wir haben bei uns Zuhause eine KA 360 II stehen. Die hat mein Vater 1978 gekauft, damals direkt über das DUAL-Werk II bei uns in Meßkirch. In dieser Anlage ist ein 1239er Laufwerk mit dem alten Plattenteller (bei dem man nur 331/3 Umdrehungen über das Stroboskop sieht) verbaut. Das Kassettendeck ist das C 919. Die Anlage
    hat, wenn ich mich noch erninnern kann, komplett mit den DUAL 2 Wege-Boxen knapp unter 2000.- DM gekostet. Alles in allem ist die KA 360 eine sehr hochwertige Kompaktanlage und ist von der Aufmachung her auch ein echter Blickfang.
    Hauptproblem am Kassettendeck ist der Schiebeschalter, der zwischen Wiedergabe und Aufnahme umschält. Das äußert sich meistens darin, dass einer oder beide Zeiger der VU-Meter unter lautem brummen am Rechtsanschlag stehen, wenn man die Wiedergabetaste drückt. Da hilft nur Kontakte reinigen und die Anlage am Besten täglich in Betrieb nehmen. Lange Ruhezeiten tun nicht gut.
    In der Tat werden immer mal Ersatzlampen in der Bucht angeboten. Man kann jedoch auch andere passende Miniaturlämpchen verwenden. Stromaufnahme beachten. Ggf. kann man natürlich auch LED's mit entsprechendem Vorwiderstand nehmen, dann hat man Ruhe.
    Was mich etwas irritiert ist der Begriff Powerlämpchen. Wenn man die Anlage einschält, dann leuchtet die Skalenbeleuchtung des Tuners und das S-Meter. Die beiden VU-Meter für das Kassettendeck leuchten erst, wenn man die Starttaste des Decks betätigt. Die Anlage ist wie alle Dual Geräte sehr reparaturfreundlich aufgebaut. Doch hier gleich ein Tipp: Um das Kassettendeck zu öffnen kann man den Schachtdeckel nach vorne Abziehen. Nach Schließen des Rahmens wird eine kleine Schraube sichtbar. Erst wenn diese gelöst wird, kann die komplette Kunststoffabdeckung leicht abgenommen werden. Das ist wichtig, da man die Befestigungslasche der Abdeckung ansonsten leicht abbrechen kann. Die Tasten des Kassettendecks gehen etwas schwer und die automatische Endabschaltung geht sehr geräuschvoll vor sich. Eben robuste Mechanik.
    Die Besonderheit des C919 ist der Antriebsmotor. Hier wurde anstatt eines Kleinspannungsservomotors noch ein kräftiger 230 V "Continious-Pole" Motor verwendet.
    Mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein. Jetzt erst einmal viel Spaß mit dem neuen Gerät.


    Viele Grüße,


    Andreas

    Hallo HaJo und Norbert,


    ich habe die Strecke zurückverfolgt und bin schließlich beim IC 1708 hängen geblieben. Da musste wieder mein Schlacht C 839 herhalten. Dort ist der 4011er sogar bereits gesockelt. Kurzum, ich habe den IC 1708 gewechselt, natürlich im CV 1500 auch aufgesockelt und den Verstärker eingeschaltet.
    Der Verstärker läuft sofort an. Beim IC 1706 messe ich an PIN 12/13 jetzt wieder die 7,6 V.
    Auch auf "Streicheleinheiten" reagiert der 1706 nun nicht mehr.
    An dieser Stelle möchte ich mich nochmals für Eure Hilfe bedanken. Es hat mir viel Freude bereitet, zusammen mit Euch hier den Fehler zu suchen.
    Da ich noch einige andere schöne DUAL Geräte habe, bin ich sicher, dass wir bald wieder voneinander hören und lesen.
    (Vielleicht sehen wir uns auch am 13.06. auf der Börse)


    Bis bald.


    Viele Grüße,


    Andreas

    Hallo Norbert und HaJo,


    ich gebe euch absolut recht. Während ihr die Antwort geschrieben hattet, habe ich meinen Beitrag von vorhin bereist nochmals editiert, weil sich beim Probleauf des inzwischen abgekühlten Verstärkers erneut Probleme ergaben. Ich werde morgen mal prüfen, warum ich an den Ausgängen 12/13 des IC 1706 keine Spannung messe, so wie es mir HaJo empfohlen hatte.


    Bis bald.


    Viele Grüße,


    Andreas

    Hallo HaJo und Norbert,


    ich habe mich heute Abend nochmals dahintergeklemmt. Ich habe ein Sinussignal (Signalgenerator) an einen Eingang gelegt und dann mit dem Oszilloskop den Signalweg zurückverfolgt. Dabei habe ich folgendes festgestellt: Bis zum IC 1703 war die Sinuswelle i.O., auch wenn man IC 1706 unter lautem Krachen streichelte.
    Das verzerrte Signal war erst am IC 1707 deutlich sichtbar. Alle Schaltfunktionen auf der Frontplatte funktionieren tadellos und werden auch richtig angezeigt. Allerdings ließ sich der Fehler über die MON-Tasten am ehesten provozieren. Aufgrund meiner Untersuchungen musste der Fehler also im Bereich des IC 1706 zu suchen sein. Wenn ich einen Schraubendreher leicht auf die PLatine mit dem IC fallen ließ, krachte es auch. Also drehte ich den Verstärker um und habe alle Lötstellen in diesem Bereich nachgelötet. Danach war das Signal sauber und auf den Schraubendreher reagierte nichts mehr. Was immer noch kracht, sind die besagten Streicheleinheiten. Ich habe das mit mehreren MC14066 ausprobriert. (Der Vorteil von IC-Fassungen) Das ist aufgrund der Körperkapazitäten wohl normal. Bei einem IC gab es beim Betätigen der Taste MON 1 einen Umschalknacks.
    Fazit:
    Ich hatte wohl drei Fehler zugleich:
    1. Einen maroden IC 1706
    2. Eine kalte Lötstelle auf der PLatine
    3. Einen Übergangswiderstand auf einer Steckverbindung (Ausfall der Eingangsindikatoren)
    Bei solchen Fehlern misst man leider oft etwas im Nebel herum. Vielleicht hätte ich meine heutige Vorgehensweise gleich von Anfang an machen sollen. Die Gerätschaft dazu habe ich ja. Aber ich habe mir ausser dem HPI - Elektronikpaß die ganzen Kenntnisse mehr oder weniger selbst angeeignet und da geht manches noch etwas unsystematischer. Beruflich bin ich mehr im Bereich Maschinenbau - Feinwerktechnik zuhause.
    Ich lasse den Verstärker jetzt nochmals richtig auskühlen und mache dann einen Probelauf.


    Tja, und da kommen schon wieder Probleme. Nach dem Einschalten hört man zunächst noch nichts. Wenn man die Lautstärke erhöht, dann kommt der Verstärker nach kurzem Verzerren in Gang. Diesen Fall hatte ich ganz zu Beginn, und an diesem Punkt bin ich nun wieder. Die Spannung an den Pins 5/6 am IC 1705 liegt bei ca. -1,7 V bei ausgeschalteten MON1 und 2 V bei eingeschaltem MON1. An den Pins 12/13 am IC1705 messe ich 7,6 V bei ausgeschalteter MON1 bzw. -7,6 V bei eingeschalteter MON1 Taste. Am IC 1706 messe ich an Pin 5/6 ca. -1,6 V bei ausgeschalteter MON2 Taste bzw. 2V bei eingeschalteter MON2 Taste. An Pin 12/13 an IC 1706 messe ich 0 V egal welche Schalterstellung der MON Tasten. Wenn ich die Messpitze an die Pins 12/13 ansetze, brummt es heftig. Führt uns diese Erkenntnis zum Ziel ?


    Bis bald.


    Herzliche Grüße,
    Andreas

    Hallo Norbert und HaJo,


    folgendes habe ich inzwischen festgestellt:
    1. Die Reaktion des Verstärkers, indem der IC 1706 mit der Fingerkuppe berührt wird, ist reproduzierbar, das hängt wohl mit der Handkapazität zusammen.
    Ich habe den OP 1707 gegen einen anderen ausgetauscht, den ich aus einem C 839 RC Schlacht - Deck ausbaute. Der Fehler blieb genau gleich.


    2. Danach habe ich die beiden Widerstände R1734 und R1734' ausgelötet und den Verstärker eingeschaltet. Es war nichts zu hören, auch kein Krachen.


    Jetzt werde ich noch den IC 1207 austauschen. Von dem geht es nämlich direkt auf die große Platine, die zur Endstufe führt.


    Ergebnis: Negativ. Auffällig ist, dass sich der Fehler auch dann provozieren lässt, wenn man die Loudness-Taste oder eine Taste der Klangregler betätigt.
    Bringt uns dass weiter ?


    Bis bald.


    Herzliche Grüße,


    Andreas