Beiträge von 80zigerRock

    Ich sehe das auch so, tolle Aufnahmen/Pressungen klingen glasklar und kräftig, schlechte hingegen erschreckend detailliert.


    Sagen wir so der Unterschied wird grösser, da gute Aufnahmen so toll klingen, da wird der Abstand zu schlechten grösser.


    Aber ja - muss man nicht weiter argumentieren. Fakt ist, dass kleine Kratzer und Geknister irgendwie weniger deutlich kommen.

    Nachdem ich die Nadel des 95ML unterm Mikroskop sah, bürste ich nur vorsichtig, ggf. mal mit sonem Nadelreiniger. Die sieht schon verdammt lang und fragil aus.


    PS: bist du weiter zufrieden mit dem ML? Nach meiner Erfahrung ist es schon sehr gut klingend, allerdings klingen schlechte Aufanhmen/Pressungen damit mE besonders schlecht. Was man ihm nicht vorwerfen kann. Umgekehrt ists hingegen pure Freude und Genuß.

    Habe das Tellerlager unseres 504ers mit 5W-20 vollgesaugt und gefüllt, das läuft seitdem prima. Es war allerdings beim Prüfen zuvor staubtrocken und lief selbst so noch unauffällig.

    Habe allerdings noch keine Langzeiterfahrung, da erst vor einigen Monaten so gemacht.

    Einfach das Kabel montieren, den Arm hin/herbewegen, genau hinschauen am Kardan, dann hat man mit einigen Korrekturen (Pinzette) der Kabellage recht schnell eine frei bewegliche Mimik. Dann erst die erste Verklebung unterm Chassis festlegen. Das Kabel wird im Kardan auch leicht nachgebogen, so dass nur schöne Schleifen, keine straffen Zonen oder weite Schlingen liegen. Wie beim Frisör :D

    Tip: habe das kleine (noch bezahlbare) Cardas Tonarm Kabel (ca. 60€) unlängst verbaut im 604, es hat fast keine Eigenspannung, da sooooooo dünn. Und selbst damit habe ich eine Weile gebraucht, bis die Verlegung möglichst kräftefrei war. Man muss die Originalverlegewege exakt nachempfinden. Zum Glück habe ich danach erwartungsgemäßes AS Verhalten gehabt. Das Original Bandtonarmkabel aus meinem 604 war ziemlich steif und trocken nach 40 Jahren. Wenn man dieses Kabel (rel. dick/steif) nimmt, muss man sicher wirklich tüfteln bei der Verlegung im Kardanbereich.


    EDIT: das Cardas ist schwierig zu löten, ggf. Löttopf oder die Methanolmethode zum Löten nehmen. Ich habe mir da einen "zurechtgebraten" damals...mit "einfach mal Löten" ... ;( zum Glück hats geklappt.

    Puh - ich wüsste gar nicht, was ich ändern sollte. Abtastfähigkeit scheint variabel unter den TA, korreliert aber wohl nicht mit Klang. Meine eher rockorientierte Musik stellt da auch keine Erfordernisse, Klassik und Metal etc. sollten da schon heikler sein.


    EDIT: das Wichtigste fast vergessen: System/Armresonanz liegt bei ca. 8-12 Hz, damit passt das AT VM95ML gut zum Arm und Antireso des 704 :saint:

    Hi - habe eben die "Vinyl Essential" - "Pick up test LP" durchgearbeitet. Leider sind die Beschreibungen tw. wirklich seltsam und man weiss erst mal nicht, in welchem Test man nun gerade genau ist. Bis auf den Übersprechtest habe ich dann aber alles gefunden, also mein 704er mit AT VM95ML hat sich wie folgt verhalten:


    Kanallage und Phase ok, das geht schnell. Übersprechtest, wie gesagt nicht kapiert, die Anleitung ist dazu unterirdisch, wildes Gepiepse und Gerausche..... Ok - weiter mit dem Abtasttest: hier setzten ab 70µ erste, leichte Zerrer im rechten Kanal ein. Dabei habe ich bei 2gr Auflage solange AS korrigiert, bis die Zischer rechts minimiert wurden. Nun bin ich mit der scharfen Nadel bei 2gr Auflage bei 1,5 AS Einstellung (Ell.) . Vorher hatte ich AS 1,2. Nach meinem Setup scheint ein AS-Wert von 75% bezogen auf die Auflagekraft das Optimum.


    So gesehen alles in Butter, bevor ich mir meine Nadel und/oder Scheiben verschrammel.


    Interessant: der Abtasttest ist dreimal drauf auf der LP, man soll nie den gleichen Track 2x hintereinander Spielen, da die Nadel beim 2ten Mal im Grenzbereich der Abtastung wohl Temperaturen deutlich über dem Vertretbaren erreicht. So sei es auch laut Text dort "tödlich" eben zB 1 Song zweimal direkt hintereinander aufzulegen. Die Nadel fräst dann wohl schon etwas am weichwerdenden Vinyl.

    Ja das ist ja der Punkt, wie treffe ich den "guten" AS-Bereich mit der Test-LP? Wenn ich doch bei AS Wert X mit der Testplatte zB verzerrungsfreie 68µ auf beiden Kanälen habe, dann lasse ich das doch so - oder? Oder dann nochmal reduzieren?


    Übrigens ich habe damals gemäß Van den Huls Aussagen und Vorgaben eben die Regel: AS-Wert scharfer Schliff = Auflagegewicht x ca. 0,6 (60%) genommen. Ich fahre also mit 2 gr Auflage mit AS 1,2.


    Mich verwirrt das Ganze immer noch ein wenig........

    Habe mir gerade die Vinyl Essentials LP zum Prüfen bestellt. Ohne die Anleitung gelesen zu haben (ist ja noch nicht da...): Was wäre denn ein vernünftiger Zielwert für das AS ohne Verzerrungen beider Kanäle , 50-60µ? Gibt es sonst noch nen Tip, zur Anwendung der Test LP? Danke im Voraus!

    Hi -


    1. Hatte, wie gesagt, kein Einspielen, das war alles sofort top!


    2. Hierzu gibt es im Netz keine eindeutige Meinung, ich pers. habe die Regel befolgt, mit scharfen Schliffen nur 60% des Auflagewertes als Antiskating einzustellen. Habe also 2 gr Auflage und ca. 1,2 AS eingestellt. Die Kanäle hören sich gleich gut an, keine Probleme (Sibilanten) auch zur LP-Mitte hin. Ich lasse es daher mal so.


    Ein Test ist ja auch die Nadel mitten auf der LP aufzusetzen und dabei genau zu beobachten, ob die Nadel beim Aufsetzen kurz seitlich "ausschlägt" (was ein Zeichen für falsches AS wäre). Auch hier sehe ich nichts negatives.


    Bin da allerdings Pragmatiker ohne grösseres Theoriewissen.


    Gruss Markus