Beiträge von Harry Piel

    Gernot,


    ja, da hast Du recht. Aber das ist typisch für Dual-Spieler, deren Lift einer Wartung bedarf. Das Absenken wird langsamer weil sich das Silikonöl in seinen Eigenschaften über die 40-50 Jahre (!!!) Jahre seit Produktion verändert hat. Es sollte dann durch ein aktuelles Dämpfungsöl ersetzt werden. Allerdings ist das bei Geräten mit Lifthülse deutlich aufwändiger als bei den alten Schlachtrössern mit der Hubscheibe.


    Als die Geräte zu Fertigungszeiten das Dual-Werk verlassen haben, war das kein Thema. Es hat funktioniert.


    Grüßle Harry Piel

    Hallo liebe Leut`,


    meiner Meinung nach ist ein Phonovorverstärker, dessen Bias-Eingangsstrom aufgrund der verwendeten Schaltungstechnik so groß ist, daß beim Kurzschließen des Phono-Eingangs ein deutliches Knacken am Ausgang entsteht, indiskutabel.


    Durch Weglassen eines Koppelkondensators am Phono-Eingang fließt ein Teil des Bias-Eingangsstroms dann nämlich auch ungehindert durch den Tonabnehmer. Inwieweit dieser dadurch vormagnetisiert wird, wäre eine Untersuchung wert.


    Der Dual-Kurzschließer, der oft belächelt wird, zeigt einen solchen Mangel eindeutig auf. Ferner unterdrückt er das Knallen nach Plattenstart, wenn die Nadel in die Einlaufrille rutscht. Darüber freuen sich sicher auch der Lautsprecher. Ich jedenfalls finde dieses Detail an meinen alten Duals genial und möchte es nicht missen....


    Grüßle Harry Piel

    Hallo liebe Dual-Leut`,


    für meinen Dual 1001 möchte ich die fehlende Wechselachse selbst herstellen, da ich diese im Original bisher nicht auftreiben konnte.


    Hat jemand von Euch die Maße und ein Foto von diesem Teil ?
    Noch besser wäre es natürlich, wenn irgendwo so ein Ächslein noch herumliegen würde und ich dieses gegen Teuros erwerben könnte.


    Grüßle


    Harry Piel
    (historische Saba-Radiowerkstatt der VHS Villingen)

    Uups,


    mit so einem Baumarkt-Billigöl habe ich mir vor Jahren zwei Tellerlagerbuchsen versaut. Die Lager begannen nach geraumer Zeit zu fressen, weil sich das viel zu dünnflüssige Öl nach unten abgesetzt hatte. Am Anfang lief es auch wie der Teufel.


    Nicht umsonst schreibt Dual für das Tellerlager ein spezielles Haftöl vor, das den Verhältnissen im Lager gerecht wird. Es muss sehr druckresistent, haftend(!) und seine Viskosität für langsame Drehzahlen ausgelegt sein, damit der Schmierfilm nicht reisst. So ein Spezialöl ist aber nicht für 1€ zu haben.


    Auch im Motorlager war das Billigöl nicht der "Bringer", da sich das Zeug alle paar Monate im Lager verflüchtigt hatte, wenn man mit "normalen" Mengen ölte (also das Lager nicht ersäufte).


    Grüßle Harry Piel

    Da habt ihr natürlich recht,


    ich dachte auch eher an die Additive, die den Motor reinigen, Fremdstoffe in der Schwebe halten und Verbrennungsprodukte neutralisieren sollen. Motoröle wurden halt für Verbrennungsmotoren entwickelt.


    Für Präzisions-Elektromotoren sind die Anforderungen an das Schmiermittel meiner Meinung nach etwas anders "gelagert".


    Grüßle Harry Piel

    Zitat

    Original von Gorbi


    Hallo, warum kein Motorenöl? Was schaden die Additive?
    Und was ist mit Teflon-Fett? Oder Kettenfließfett?


    Viele Grüße
    Gorbi


    Motorenöl greift evtl. die Lagerwerkstoffe (Messing, Bronze) an. Ein spezielles Getriebeöl, dass sich mit Buntmetallen verträgt, ist eindeutig vorzuziehen.

    Mit Fett kann man den Motor nicht mehr gemäß Serviceanleitung nachölen (von unten durch das dafür vorgesehen Loch), da es nicht fließt.


    Grüßle Harry Piel

    Hallo lulabu,


    Phonokoffer "3420 PE" und "REX A" wurden in der abgebildeten Ausführung und zum angegebenen Preis erstmals im Modelljahr 1955/56 angeboten.


    (Quelle: Handbuch des Rundfunk und Fernsehgroßhandels)


    Grüßle Harry Piel

    Hallo,


    nach meinen Informationen ist der Radio-Hersteller Kaiser in Kenzingen ein Ableger der ehemals bekannten Uhrenfabrik Kaiser-Uhren, Gebr. Kaiser aus Villingen.


    Im ehemaligen Firmengebäude befindet sich heute das Finanzamt...



    Grüße
    Harry Piel

    Zitat

    Original von Plattenwechsler
    Man kann aber auch ohne weiteres ein Netzkabel an die Lüsterklemme anschließen, wenn man nicht das originale Netzkabel mit dem passenden Stecker für die o.g. Buchse hat.



    Die zusätzliche schwarze Lüsterklemme hängt hinter dem Ein/Ausschalter und schaltet den daran angeschlossenen Entzerrer Vorverstärker mit dem Plattenspieler ein bzw. aus. Wenn ein Netzkabel daran angeschlossen wird, ist der Ein/Aus-Schalter ohne Funktion. Der Plattenspieler-Motor läuft dann, sobald der Netzstecker ins Netz eingesteckt wird.


    Grüße Harry Piel

    Hallo Norbert,


    vielen Dank für die Informationen. So wie es aussieht, handelt es sich um einen Motor auf Einbauplatine mit Elektroantrieb.


    Diese Sabatruhe von 1932/33 ist nirgends verzeichnet, auch nicht im Buch von Wolfgang Menzel (damals hießen diese Truhen "Sabaphon", eine Bezeichnung, die man in den 50er Jahren dann auch für die Tonbandgeräte verwendete).


    Angehängt zwei Bilder von diesem Möbel. Vor dem Lautsprecher war eine stilisierte Lyra angebracht, deren Reste noch zu erkennen sind.


    Viele Grüße
    Harry Piel

    Hallo,


    kleiner Hinweis am Rande: die Arme von 1219 und 1229 unterscheiden sich hinten am Lager etwas an der Markierung für die Auflagekraft. Der 1219 hat einen Strich, der 1229 einen kleinen Pfeil.


    Viele Grüße
    Harry Piel

    Hallo Maxalt,


    Frage: funktionieren an deinem Revox-Verstärker beide Kanäle wenn ein CD-Player dranhängt?


    Sind die Pegelregler für Phono hinter der Klappe am Revox A78 aufgedreht?


    Grüßle Harry Piel

    Hallo liebe Leut`,


    meine Erfahrung mit Ebay Anbietern ist sehr negativ: im Schnitt wurden 3 von 4 Dual Drehern beim Versand übelst geschrottet. Es gibt eigentlich nichts, was mir an Kaputtheiten nicht schon untergekommen ist (z.B. mit dem Teller herausgerissenes Lager beim 1219. Der so "befreite" Teller hatte dann beim Transport mit voller Wucht die Haube durchschlagen.)


    Übrigens hatte ich den Verkäufern immer vorab eine Versandanweisung zugemailt. Nur interessiert hat das keinen. Extremfall: 1009 ohne eingedrehte Transportsicherung hochkant verpackt in einem Drucker-Karton ohne jede Polsterung ! Der Verkäufer hatte auf die zugemailte Versandanweisung geantwortet: keine Sorge, ich kenne mich damit aus.


    Einen Dual richtig gut zu Verpacken dauert gut eine Stunde!


    Grüssle


    Harry Piel

    Hallo Ihr Motorschrauber,


    Kugellagerfett erscheint mir ungeeignet, da es evtl. auf dem Lagerspiegel verdrängt wird. Irgendwas mit Graphit wäre da schon besser aber in beiden Fällen ist das Nachölen von Aussen nicht mehr möglich, da man sonst einen Schmiermittel-Mix erhält. Aufgrund des Drucks wäre sicher ein Öl mit MOS2-Zusatz gut (Molybdänsulfit). Aber bitte kein KFZ-Motorenöl (wegen der Additive).


    Damit die Verwirrung bei den Mitlesern nicht zu gross wird: die Sinterlager sind praktisch lebenslang gleitfähig (es sei den der Motor lag mal im Wasser oder die Achse ist verrostet). Um die braucht man sich also kaum Sorgen zu machen. Die Kontaktfläche der Rotorachse mit dem Kupferlagerspiegel unten im Motor ist das Problem. Die derzeitig praktikabelste Lösung ist die Schmierung mit einem Feinmechaniköl und immer wieder mal mit dem gleichen Öl nachölen. Leider sind die heute zu diesem Zweck angebotenen Öle, die man im Handel kaufen kann, fast immer zu dünnflüssig und verdunsten viel zu schnell.


    Viele Grüsse
    Harry Piel

    Hallo Dirk,


    damit habe ich mich bis dato noch nicht so ernsthaft auseinandergesetzt. Wichtig zur Vorsorge ist, dass die Schmierung Achse/Lagerspiegel aufrecht erhalten bleibt. Ich denke, dann hält der Lagerspiegel auch noch einige Jährchen.


    Grüsse
    Harry Piel

    Hallo Frank,


    Zitat

    Original von Linuxkommunist


    Um welche Legierung es sich dabei handelt, weißt Du nicht zufällig?
    Bei mir war der Lagerspiegel zudem etwas kleiner als die Vertiefung, in welcher er liegt, so daß er zu den Seiten hin minimales Spiel hat. Eingeschliffen war er daher auch nicht exakt in der Mitte. Ist das bei allen Drehern so?


    Gruß,
    Frank


    Der Lagerspiegel besteht wahrscheinlich aus Kupfer-Beryllium. Er ist generell etwas kleiner und hat auch Spiel in der unteren Motorschale, daher ist er oft nicht mittig eingeschliffen. Übrigens werden die grossen Motoren nach längerer Laufzeit etwa so warm, daß es schon unangenehm ist, sie mit der Hand festzuhalten.


    Grüsse


    Harry Piel

    Hallo ihr Motorschrauber,


    der Lagerspiegel ist aus einer Kupferlegierung und dadurch deutlich weicher als die polierte Stahlachse des Rotors. Diesen Kompromiss, mussten die DUAL-Motorenbauer machen, um eine extreme Laufruhe zu erreichen. Jedoch ist die Haltbarkeit des Lagerspiegels dadurch begrenzt. Früher wurde bei DUAL im Servicefall die untere Motorschale komplett gewechselt.


    Auch das Schmiermittel ist nicht ganz unproblematisch: einerseits sollte das Öl auf dem Lagerspiegel dünnflüssig genug sein um auch bei der hohen Umdrehungszahl der Achse den Schmierfilm zu erhalten, andererseits verdunstet es dann aber viel zu schnell ! So ist es erforderlich, den Motor unten ca. alle 2 Jahre mal nachzuölen (so auch in den Dual Serviceanleitungen beschrieben). Gemacht hat das früher bestimmt niemand, drum haben wir heute den Salat mit den eingelaufenen Lagern.

    Der Übergang von den Schaumstoffringen auf die Filzringe (rund um die Sinterlager) erfolgte bei den späteren 1019 Modellen. Der Motor wurde dann auch nicht mehr mit den äußeren Stahlklammern zusammengehalten, sondern mit längeren DIN-Schrauben innerhalb des Motorgehäuses.


    Viele Grüsse


    Harry Piel