Beiträge von lini

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    Original von dualfred (...) Wenn man aber ein Neugerät kaufen will, ist der Dual 505-4 trotz extremer Preisanpassungen immer noch besser als viele Konkurrenzprodukte aus aktueller Produktion. So hat sich nun mal der Markt entwickelt. (...)


    Alfred, was mir an diesem Absatz nicht gefällt, ist das "viele Konkurrenzprodukte aus aktueller Produktion" - denn genau darin seh ich das eigentliche Problem: So viele Konkurrenten im Segment bis rund 500 Euro gibt's ja gar nicht mehr - und eben den dadurch fehlenden Konkurrenzdruck würd ich auch dafür verantwortlich machen, dass Fehrenbacher/Sintron es sich heute überhaupt erlauben können, für gegenüber der ersten Generation auch noch abgespeckte 505-4er mit einem derart hohen Listenpreis zu versehen. Und wenn zudem dann noch der so eigentriebene Mehrgewinn bislang nur in arg dürftigem Marketing und einer fragwürdigen, wieder zurückgezogenen "Neuentwicklung" zu resultieren scheint, fällt mein Impetus, diese Leute mit meinem Geld zu unterstützen, doch eher reichlich gering aus. Tja, und ob ich das "immer noch besser als" so unterschreiben würde, ist eigentlich auch eher fraglich...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini


    P.S.: Achja, nur so am Rande: Hab ich eigentlich richtig gesehen, dass Du Dir jüngst einen netten Direct-Control-Serie-Philips gefischt hast?

    Holger, m.E. lohnt sich ein neuer 505-4 inzwischen nicht mehr, da das Gerät seit der Übernahme des Vertriebs durch Sintron schlicht zu teuer geworden ist, um noch konkurrenzfähig zu sein. Bis dahin gab's ihn noch für rund 300 Euro, und etwa um die Zeit der Umstellung und auch noch eine gewisse Zeit danach hatte Pixmania den 505-4 sogar noch ein wenig günstiger angeboten - womit das Ding auch im Konkurrenzumfeld zwar kein Schnäppchen mehr, aber doch immerhin noch einigermaßen attraktiv war.


    Für nunmehr minimal knapp 400 Euro ist ein 505-4 aber einfach nur noch zu teuer fürs Gebotene. Für das Geld würd ich als Neugerät eher einen anständigen Technics-12x0II-Klon wie den Audio Technica AT-PL120 (bei uns leider nicht ganz so spottbillig wie in den USA...) nebst ein gutes System ins Auge fassen - oder noch ein bisschen mehr für den Original-Technics drauflegen. Oder eben gebraucht kaufen und deutlich sparen (oder auch nichts sparen, weil man den Rest gleich für ein paar nette Tonabnehmer verbrät... ;)).


    Grüße aus München!


    Manfred/ lini

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    [i] (...) also wenn der Spieler bleibt und es bei dem ULM - Grundgedanken bleiben soll, dass wirst Du wohl bei Ortofon bleiben müssen. (...)


    Nicht zwingend - hin und wieder tauchen bei den üblichen Quellen immer noch ungebrauchte Exemplare aus Philips' ELM-Serie (GP330/331/350/351) auf. Mit den guten Original-Ersatznadeln sieht's da allerdings ziemlich düster aus...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Mei, schwierige Frage, zumal's praktisch immer noch "bessere" Spieler gibt, egal welche(n) man schon hat. Auf jeden Fall ist so ein 630Q aber ein durchaus anständiges Modell (das Design find ich übrigens auch recht attraktiv) und allemal gut genug, dass man ruhig was Netteres als ein schnödes OMB10 dranmachen kann. Die Ortofon-Nadel 30 wär mir aber spätestens seit der jüngsten Preiserhöhung inzwischen schlicht zu teuer. Da würd ich's maximal bei Nadel 20 belassen und ansonsten gleich irgendein anderes schnuckeliges System ins Auge fassen - eine von vielen Möglichkeiten wär z.B. das AT440MLa von Audio Technica. Für weitere Möglichkeiten kannst Du Dich ja etwa vom "Euer bestes System"-Thread im Tonabnehmer-Subforum inspirieren lassen...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

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    (...) Sorry - das Headshell auf dem 505-3 sah gleich aus, deswegen mein Irrtum.


    Kann passieren - zumal ich auch den Eindruck hab, dass da die Zeichung im 505-4-Service-Manual nicht mit der Realität übereinstimmt und noch die Headshell-Variante vom -3er zeigt...


    Bei Svalander.se gibt's Bildchen, meine ich... *schaut nach* Ja, gibt's. Mal sehen, ob man die extern verlinken kann...


    Variante 505-3:


    Variante 505-4, mal ganz schwarz:


    ...und nochmal dasselbe in Grün... *lach* ...naja, wohl eher Grau-Metallic:


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Albert: Ist Deine 15-Euro-Preisinfo noch ziemlich aktuell oder schon ein paar Jahre alt? Vor ein paar Jahren waren die Dinger nämlich auch im Handel noch nicht so teuer: Ich glaub, meine ersten paar 505-4-Headshells hab ich 2004 bei PhonoPhono erstanden - damals auch noch für rund 15 Euro pro Stück...


    kokiyo: Ich schließ mich Wolfgang an: Die Headshell vom 505-3er passt definitiv nicht an den -4er, sehr wohl aber die vom 455-1(M).


    Achja, und noch zu den Tonabnehmern - wie pet und Wolfgang schon sagten, passen da jede Menge. Bei mir zum Beispiel laufen am 505-4 vor allem:


    - Audio-Technica AT120E; aufgebrezelt mit ATN150E
    - Audio-Technica AT432EP (T4P-System mit Adapter); aufgebrezelt je nach Laune mit ATN132EP oder ATN152LP
    - Audio-Technicha AT13Ea(V); noch nicht aufgebrezelt, auch wenn die 14ner-Shibata-Nadel schon ruft: "Kauf mich!" ;)
    - Ortofon 320 (ebenfalls T4P mit Adapter)
    - Philips GP351
    - Philips GP406III; aufgebrezelt mit der 946D72-Nadel (= GP412III) - und vielleicht probier ich auch mal die 420III-Ersatznadel von Jico mit LineContact-Schliff...
    - Shure M99E (wiederum T4P mit Adapter); ebenfalls noch nicht aufgebrezelt, aber Kandidaten gibt's natürlich trotzdem schon: entweder die originale Shure-Nadel fürs M110HE oder die gleichfalls hyperelliptische M110HE-Ersatznadel von Jico...


    Achja, und dann hab ich eigentlich auch noch ein OMB10 und ein VinylMaster Red - aber da scheinen mir die fürs Aufbrezeln interessanten Original-Ortofon-Nadeln inzwischen zu teuer, und attraktive Alternativen von anderen Anbietern hab ich dafür bislang leider nicht gefunden.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    kokiyo: Das Headshell hat die Dual-Nummer 286 945 - braucht man nicht unbedingt beim Hersteller zu ordern, gibt's auch bei einigen einschlägigen Phono-Zubehör-Händlern wie etwa bei PhonoPhono oder Phono Zubehör Vertrieb (http://www.tonnadel.de). Kosten dürfte sie inzwischen so oder so rund 25 Euro - die Dinger werden auch immer teuer...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Ah, Holgi, Du hast noch die erste Variante - gut. Die späteren M1er mit geradem Tonarm und fester T4P-Headshell wären heutzutage definitiv die schlechtere Wahl...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

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    Original von Nobby (...) Jede heutige Durchschnitts-Soundkarte ist meiner Meinung nach um Längen besser als eine Schallplatte. Von daher steht Vergleichsaufnahmen nichts im Wege. (...)


    Würd ich so nicht ganz unterschreiben. Die typischen Standard-Soundkarten, so überhaupt noch verbaut und nicht von Onboard-Sound ersetzt, sind heute mehr oder weniger allesamt C-Media-basiert und liefern häufig nur recht dürftige Werte in pucto SNR und Dynamik. Da sind mitunter sogar schon aktuelle HDA-Onboard-Sound-Implementationen einen kleinen Tucken besser - aber selbst die liefern noch nicht so richtig überzeugende Qualität.


    Ordentlich und für so ein Vergleichsvorhaben angemessen wird's meiner Erfahrung nach erst ab der Soundkarten-Mittelklasse - darunter fielen beispielsweise ein Großteil von Creatives X-Fi-Serie und jede Menge Karten auf Basis des Envy24-Chips von VIA/ICE (die billigste mir bekannte anständige Implementation auf dem deutschen Markt war die Hercules Fortissimo IV für rund 40 Euro, die aber wohl mittlerweile nicht mehr angeboten wird - leider...). Wobei ich Musik-Liebhabern eher zu Letzteren raten würde - denn die X-Fis klingen für meine Ohren ohne zugeschaltete Aufbrezler einen Hauch flacher (mit Aubrezlern hingegen deutlich überzogen... ;)), sind aber zweifelsohne die bessere Wahl, wenn die Karte auch für Gaming und Surround-Zwecke eingesetzt werden soll.


    Achja, und die Envy24-Kärtchen kommen im Wesentlichen in zwei Geschmacksrichtungen: Da gäb's die Consumer-orientierten a la Audiotrak Prodigy 7.1/7.1LT/7.1 HiFi, Hercules Fortissimo IV, M-Audio Revolution 5.1/7.1, Terratec Aureon 5.1 Sky & 7.1 Space/Universe und die semi-professionell/Musiker-orienterten wie die kleinen Deltas von M-Audio, ESI's Juli@, die Terratec EWX 24/96 und Phase 22 PCI et cetera - preislich ungefähr dieselbe Liga, nur liefern die Consumer-orientierten in der Regel geringfügig schlechtere Werte vor allem bei Analog-Aufnahmen, haben dafür aber analoge Surround-Mehrkanalausgänge für Surround- und Gaming-Zwecke zu bieten. Für das Vergleichsvorhaben wären also die Musiker-Varianten tendenziell vorzuziehen - die Qualität der Consumer-Varianten tut's aber auch schon.


    Außerdem würd ich vorschlagen, nicht mit 16 bit / 44,1 kHz aufzunehmen und die Resultate als Audio-CD zu brennen, sondern gleich auf 24/96 zu gehen und als Format halt WAV (oder irgendwas non-lossy Komprimiertes...); Datenträger nach Belieben.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Frank, Uli: Sorry, aber ich seh da nur signifikante Preissteigerungen (die noch dazu so gar nicht mit der Gehaltsentwicklung in der Bevölkerung korrespondieren) und qualitative Rückschritte - dem kann ich wirklich nichts Positives abgewinnen. Wer einer ehemals guten beleumundeten Marke wieder auf die Beine helfen möchte, sollte m.E. an alte Tugenden anknüpfen und nicht nur Gewinn aus dem Ruhm vergangener Tage abschöpfen wollen. Und wenn Sintron/Fehrenbacher das schon technisch nicht schaffen, dann hätten sie wenigstens die Preise auf erträglichem Niveau halten sollen - denn was bleibt denn sonst noch von den Qualitäten der Marke Dual?


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Zecke: Von Terratec gibt's eine offenbar recht brauchbare USB-Phonovorstufe namens iVinyl für knapp über 100 Euro. Ist allerdings nur MM-tauglich, das dafür aber mit anpassbarer Eingangskapazität. Zusätzlich lässt sich der Eingang noch auf Line-Level umschalten, und Restaurationssoftware für Windows und MacOS ist im Lieferumfang enthalten.


    Eine weitere, recht günstige Lösung wär der Art USB Phono Plus V2 - kostet knapp unter 100 Euro und bietet ebenfalls Phono-MM-/Line-In. Hat aber zudem auch noch Line-Out, SPDIF-I/O sowie einen regelbaren Kopfhörerausgang und ist damit eigentlich schon ein ziemlich komplettes, kleines USB-Audio-Interface. Spezielle Restaurationssoftware ist hier allerdings nicht dabei - die liefern einfach Audacity mit.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini


    P.S.: Achja, vergessen: Das Art-Gerätchen digitalisiert mit max. 48 kHz Sample-Rate, die Terratec-Kiste kommt bis 96 kHz.

    noko: Volle Zustimmung - die aktuellen Preisvorstellungen von Fehrenbacher/Sintron sind einfach lächerlich. Vor rund zwei Jahren, als etwa der 505-4 noch bei knapp über 300 Euro und der 455-1M bei circa 250 Euro lagen, schienen die Preise für die Neugeräte wenigstens noch einigermaßen fair und konkurrenzfähig. Heute hingegen kann man die Geräte meines Erachtens niemandem mehr ruhigen Gewissens empfehlen: Der 505-4 kommt dem guten, alten Technics SL12x0MkII preislich viel zu nahe (von diversen ProJects und einigen kleinen Regas/Rega-OEMs ganz zu schweigen, die zudem wohl auch mehr Design-Appeal für die aktuelle Kundschaft bieten) - und die Modelle darunter sind entweder gar nicht oder kaum besser als ein Technics SL-BD20 für rund 150 Euro. Da muss man sich ja schämen, wenn man jemandem noch zu einem neuen Dual rät.


    Obendrein würd ich mir von einem so preistreibenden Vertrieb wenigstens brauchbare Werbetexte erwarten. Stattdessen gibt's sowas:


    "Kennen Sie St. Georgen im Schwarzwald? Wo viele Ihren Urlaub verbringen entstehen seit Jahrzehnten die Plattenspieler der Marke DUAL.


    Sie werden es kaum glauben, aber auf einem Fliessband mit rund 15 Arbeitsplätzen werden auch noch heute jeden Tag einige hundert Geräte mit den bewährten Werkzeugen gefertigt. Darüber wacht der ehemalige Fertigungsleiter der frühereren DUAL-Werke (mittlerweile über 70 Jahre alt) und sein Sohn.


    Mit Ausnahme des CS 410 werden alle DUAL Plattenspieler in St. Georgen gefertigt, alle Einzelteile kommen aus den eigenen Stanz- und Drehautomaten, oder werden in der näheren Umgebung hergestellt.


    Steigen Sie wieder "in die Platte" ein - mit DUAL!"


    Gnaaa... Im zweiten Satz fehlt ein Komma. Fließband schreibt man nicht mit "ss" - und die Zahl der Arbeitsplätze daran erscheint mir nun nicht so enorm groß, als dass man sie nicht hätte genau ermitteln können. Noch besser wird's im nächsten Satz: Nicht nur, dass das Verb fälschlicherweise im Singular steht - man muss sich auch fragen, ob nun wohl der ehemalige Fertigungsleiter oder die Dual-Werke mittlerweile über 70 Jahre alt sind. Der "frühereren" Dual-Werke, wohlgemerkt. Aber immerhin sind die noch vernünftig per Bindestrich gekoppelt - die "Dual Plattenspieler" im folgenden Satz gibt's hingegen mit dem hochmodernen Deppen-Leerzeichen. :rolleyes: Da drängt sich irgendwie die Frage auf, ob die neuen Dual-Mondpreise nicht zuvorderst der Finanzierung eines einjährigen Deutsch-Kurses für die gesamte Marketing-Abteilung dienen sollen. Nötig hätten sie's offensichtlich..


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Mit 1200 mA hast Du schon eine sehr, sehr dicke Reserve. Sollte allerdings ein stabilisiertes Netzteil sein - ungeregelte Modelle sind tendenziell gefährlich, weil hier die Leerlaufspannung um einiges höher liegt...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Hastala: Die Technics-Modelle hat pet ja schon genannt - von Mitsubishi hab ich mal den LT-5V gehört (auch ein ordentliches Teil), aber da gab's auch noch mindestens einen 10er und einen 640er. Bei den Typenbezeichungen zu den Sharp/Optonica-Modellen muss ich passen - aber lustig waren die auch. Da gab's sogar mal eine Ghettoblaster-Variante - ein Kumpel von mir hatte so ein Ding: witziges Teil, aber klanglich nicht gar so überzeugend. ;)


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Hastala: Es gab doch ein paar durchaus ordentliche tangentiale Senkrechtspieler von Technics und Mitsubishi - und Sharp/Optonica hatte meines Wissens auch welche. Wär vielleicht klüger, sich gleich nach einem von diesen umzusehen...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini