Beiträge von Albert W.

    Das M91 ist für meine Ohren das ausgeglichenste, ich kenne die Vorzüge. Mich hat nur etwas verwundert, dass es gerade für Hardrock empfohlen wird.

    Das sehe ich genauso.


    Ich würde sagen, dass es AUCH für Hardrock durch seinen vollen Sound bestens geeignet ist, aber grundsätzlich für alle Musikrichtungen empfehlenswert ist. Es hat schon seinen Grund, warum Dual seine Dreher solange in der Erstausstattung mit den Shurlis bestückt hat.

    Was macht das M91 gerade bei Hard Rock besser als die anderen Shures?

    Das M95 ist der kleinere Bruder vom V15 III. Sie klingen in meinen Ohren einfach dünner und unbefriedigender.


    Das M91 gehört zur großen M75-Familie (verschiedene Bezeichnung aus Marketing-Gründen - aber dasselbe System). Mit einer elliptischen Nadel klingt es durchaus differenziert. Aber : das Klangbild zerfällt nicht in lauter Details. Es bietet neben der Differenzierung auch ein (sehr druckvolles und warmes) Gesamtbild ab. Es wird zwar vor allem als Rock-System angepriesen, ist aber auch ein ausgezeichneter Allrounder.Und : es klingt auch mit einer sphärischen Nadel hervorragend (da gibt es sehr preiswerte Nachbauten) - gerade bei Rockmusik. Ich höre damit auch sehr gerne klassische Musik. Für Deine Klangorientierung gehört es jedenfalls zur ersten Wahl. (Das M95 nach meinen Erfahrungen eher nicht. Auch die ATs klingen in der Regel nach meinem Eindruck dünner und neutraler.)

    Beim Antiresonator ist umstritten ob er tatsächlich hilft oder eher schadet. Immerhin kamen die meisten Dreher von Dual sehr gut auch ohne aus.


    Offenbar hat ein Vorbesitzer versucht, mit Watte einen nicht-funktionierenden AR zu stabilisieren. Das kann man gerne wiederholen und ein leicht formbares und Halt gebendes Material (zB. silberne oder schwarze Powertape-Stückchen etc.) hineinstopfen, damit die Optik wieder passt. Eine negative Auswirkung auf den Klang ist nach meinem persönlichen Eindruck nicht zu erwarten.

    In der Ausgangsfrage ist es ganz einfach darum gegangen, ob man bei Wechslern im Singleplaymodus die Klangqualität durch korrekten Winkel des Systems verbessern könne bzw. wie man den Winkel anpassen könne.


    Dazu eine Frage : bist Du mit der Klangqualität nicht zufrieden ?


    Die einfachste Methode, die Auswirkung des Winkels auf die Klangqualität festzustellen, ist es, indem Du im Wechslermodus mehrere Platten (1-2-3 etc. übereinander) durchhörst und so erkennst, ob Du einen Unterschied hörst und ob eine Winkelkorrektur für Dich Sinn macht.


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    Wichtig ist, ob es sich um 10- oder 6-Plattenwechsler handelt.


    - (bis 10xx) zB. beim 1019 (10er-Wechsler) hat Dual einen Keil für Singleplay beigelegt. (Da war der korrekte Winkel bei der 3./4. Platte erreicht.)


    - (ab 12xx) zB. beim 1209 (6er-Wechsler) war der korrekte Winkel bereits bei der zweiten Platte erreicht. (Da war ein Keil nicht wirklich notwendig und wurde von Dual auch nicht beigelegt.)


    Beim 1218 / 1228 gab es ein TK, bei dem man zwischen Einzel- und Wechslerspiel wählen konnte. Das ist mittlerweile selten, ist aber bei einem Dual-6-Plattenwechsler die optimale Möglichkeit, um den VTA an Singleplay anzupassen.


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    Die einfachste Art, sich einen Keil zu basteln, ist meiner Meinung nach, das weiche Balsa-Holz zu verwenden. Wenn man es abschließend schwarz lackiert, ist es auch völlig unauffällig.

    Über die verwirrende Vielfalt der verschiedenen Bezeichnungen für dasselbe System bei Shure wurde schon viel diskutiert. Es gibt dazu ein eigenes Informationsblatt. Im Grunde erstreckt sich die M75-Familie - mit Ausnahme des M95 - über das M91 bis zum M103. Es kann natürlich im Laufe der Jahre auch bei grundsätzlich gleichem Aufbau zu leichten Veränderungen zB. beim verwendetem Material gekommen sein. Auch für mich klingt das 103 weniger kernig als das 75. Ich erlebe allerdings auch bei verschiedenen 75-er Systemen leicht unterschiedliche Klangbilder. Das ist halt so bei mechanischen Produktionen, dass es Streuungen in der Produktion gibt.


    Den größeren Klangunterschied macht wohl die Nadel und der VTA (zB. leicht unterschiedliche Winkel des Nadelträgers). Ich war überrascht, wie man zB. beim 721 oder beim PE 2020 durch Veränderung des VTA deutlich unterschiedliche Klangerlebnisse erzielen konnte - von blaß-langweilig bis hin zu kernig und druckvoll.

    Grundsätzlich ist der nun doch schon sehr betagte 1019 für seine Kontaktprobleme bekannt. (Headshell, Kurzschließer).


    Rein gefühlsmäßig würde ich aber den Chinch-Umbau als Übeltäter vermuten. (Ich verstehe die Umbau-Mania ohnehin nicht. Eine DIN-Chinch-Kupplung kann man sich doch ganz einfach selbst löten.)


    Eine Störquelle kann übrigens das Erdungskabel sein (falls vorhanden), das bei den DIN-Duals gerne zu einer Brumm-Schleife führt und in der Regel nicht notwendig ist.

    Ich habe es hinbekommen, indem ich die Verharzung bzw. den Rost mit einem W40 Spray gelöst habe und dann mit Ballistol-Öl nachgeschmiert habe.


    (Die Bedenken gegen den W40 bzw. MO2 Spray, dass er die Elektronik versaut, treffen hier nicht zu, weil keine Elektronik betroffen ist. Mit dem Spray habe ich auch schon schwerstgängige Türschlösser wieder leichtgängig bekommen.)

    Ich hab den Verkäufer auf Ebay kontaktiert und um eine genaue Auflistung gebeten, was genau er unter der "Generalüberholung" versteht.

    Das ist klug. "Generalüberholt" ist ein wohlklingender aber nichtssagender Begriff. Er wird manchmal auch für Verschlimmbesserungen und Herumpfuschen verwendet. Hier im Forum auf dem "Marktplatz" wird meist angegeben, was genau hergerichtet worden ist.


    299€ ist grundsätzlich teuer - allerdings akzeptabel, wenn man die Qualität des Spielers und seinen ursprünglichen Preis beachtet. Entscheidend ist und bleibt der Zustand des Spielers.


    Zu beachten ist, dass bei den Direktantrieben viel Elektronik an Bord ist, die natürlich auch Alterungsprozessen ausgesetzt ist - das kann zB. zum berüchtigten Hochdrehen führen. Das zu reparieren braucht schon viel Fachkundigkeit.


    ZB. Riementriebler sind rein mechanisch ausgeführt und so auch bei Problemen leichter zu reparieren.

    Herzlich willkommen !


    Den 704 gibt es mit 2 Tellern - ebenso wie zB. auch den 721. Der erste Typ hatte den "Sägezahnteller", der spätere den Teller mit der konventionellen Aufprägung von 4 Reihen für die Geschwindigkeitseinstellung. (Beim Sägezahnteller wird die genaue Geschwindigkeit nur bei 33 eingestellt, Dafür macht er optisch mehr her, Beim späteren bei 33 und 45,)

    Am besten schaust Du ihn Dir in der "Galerie" an.


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    Qualitativ gehört der 704 zu den besten pielern, die Dual hergestellt hat,

    Wenn man eine Meinung äussern will, sollte man sich vorher auch eine Meinung seriös bilden. Vorurteile ohne persönliche Erfahrung halte ich für nicht hilfreich. Meine Filzmatte habe ich vor vielen Jahren ohne lange Recherchen gekauft, bin damit sehr zufrieden und habe mich seither nicht mehr mit dem Thema beschäftigt. Ich würde jedenfalls nicht aus einer Kleinigkeit eine Riesensache machen.

    Wenn die Filzmatte dann am Vinyl pappt, geht wieder das Genörgel los. Und es hagelt schlaue Ratschläge gegen statische Aufladung.

    Wie kommst Du denn darauf ? Es gibt sehr preisgünstige Filzmatten für Plattenteller zur REDUZIERUNG von statischer Aufladung. Da pappt auch überhaupt nichts. (Ich habe selbst eine. Die hat seinerzeit um die 5€ gekostet.) Es gibt auch Korkmatten.

    dass laut Dual, der Einzelbetrieb ohne Keil noch im Toleranzbereich ist.

    Der 1019 wurde original meines Wissens mit einer sphärischen Nadel ausgerüstet, die toleranter ist als eine elliptische.


    Zu beachten ist auch, dass eine Veränderung des VTA auch das Klangbild verändert. Möglicherweise hat gerade die kleine "Fehlstellung" des VTA beim 1019 seinen legendären dynamischen Sound verursacht.