Beiträge von Shinz

    Hallo zusammen!


    Also erstmal, ich bin voll der Plattenspieler-Neueinsteiger und mit meinen Sonos-Boxe, die in ganzen Wohnung verteilt sind in der Kombination mit Spotify eigentlich sehr zufrieden.

    Nun hab ich in Mühevoller Kleinarbeit den alten Dual 1019 meines Vaters restauriert und er läuft wie Butter, fast ohne jegliche Laufgeräusche. Ich betreibe den an einem Revox A78 mit zwei Braun 710 Lautsprechern.


    Jetzt hab ich mal mehrere direkte Klanvergleiche mit 3 Testsongs gemacht:

    - Portishead - Roads

    - Dire Straits - In the Gallery

    - Falco - Rock me Amadeus

    (Ich musst ja mit Schrecken feststellen, dass sich Schallplatten ja krass in der Qualität unterscheiden - selbst Fabrikneue. Manche sind echt eine Zumutung. Die drei da oben sind aber super)


    Erster Klangvergleich: Platte/Revox/Braun gegen Spotify/Sonos.

    Leider hat Sonos hier ganz klar die Nase vorn. Alles klingt deutlich plastischer und klarer. Aber ist ja irgendwie auch klar. Wäre ja auch merkwürdig, wenn die technische Evolution von Verstärkern und Lautsprechern in knapp 50 Jahren keine Spuren hinterlassen hätte.


    2. Klangvergleich: ohne Verstärker/Boxen

    Dazu habe ich auf dem Rechner mal direkt vom Plattenspieler und direkt von Spotify in Audacity aufgenommen und mit Kopfhörer gehört, um mal die Verstärker/Boxen-Komponente zu eliminieren. Hier sieht es dann nicht mehr ganz so eindeutig aus. Da hab ich dann auch gleich zwei unterschiedliche Tonabnehmersysteme getestet, so dass es drei Aufnahmen pro Song gab:

    1. 1019 + Audiotechnica AT20SL (der war schon am Dreher verbaut)

    2. 1019 + Billigtonabnehmer für 17€(!) von Amazon (den hab ich mir für die Basteleien und rumprobieren geholt, um nicht den "guten" AT20SL zu strapazieren

    3. Spotify


    Und das Ergebnis fand ich sehr interessant:

    Falco ist von Platte deutlich besser. Spotify ist hier einfach nur wischiwaschi.

    Dire Straits klingt von Spotify zwar "plastischer", allerdings irgendwie sehr steril, so dass mit auch hier Platte besser gefallen hat.

    Bei Portishead konnte ich mich beim besten Willen nicht entscheiden. Klingt zwar anders, aber beides gut. :-)

    Was mir auch aufgefallen ist, ist dass S-Laute im Gesang von Platte immer etwas klirren, bei Spotify sind sie samtweich. Also so weich, wie ein zischender S-Laut halt sein kann.

    Ist das normal?


    Am erstaunlichsten fand ich aber, dass ich den Klang des 17€-Tonabnehmers durchwegs deutlich besser fand als beim AT20SL. Der teure TA klingt recht dumpf und verwaschen. Der billige macht den Klang irgendwie hochauflösender und klarer.

    Das kann ich eigentlich gar nicht glauben. Kann es daran liegen, dass beim AT20SL die Nadel vielleicht schon abgenudelt ist? Oder bin ich einfach nur ein Audio-Banause, der den guten Klang nicht zu schätzen weiß? :-)

    Falls es an der Nadel liegt, ich bin irgendwie nicht bereit 220€ für ne Nachbau-Nadel auszugeben. Daher würde ich mir gerne nen neuen hochwertigeren Tonabnehmer besorgen. So 150€ würde ich max. dafür ausgeben. Habt ihr da Empfehlungen, was passt? Hier im Board hab ich leider immer nur Tipps für TA-Systeme gefunden, die nicht mehr gebaut werden. Und ich hätte gerne was aktuelles, damit man noch Original-Nadeln nachkaufen kann und ich nicht den Stress mit gebraucht hab.


    Viele Grüße und allen ein schönes Wochenende!


    Sebastian

    Hey!


    Ich wünsch Dir viel Spaß dabei, den Dreher zu überholen. Ich hab das als blutiger Anfänger auch grade hinter mir und das Forum war eine große Hilfe. Hat riesen Spaß gemacht, vor allem weil das Ding jetzt läuft wie Butter.

    Vielleicht hilft Dir mein Thread ja auch:

    Dual 1019 reaktivieren / überholen


    Ich habe tatsächlich auch von jeder Schraube, die ich rausgedreht habe, ein Foto gemacht. Dann einfach in umgekehrter reihenfolge wieder angucken und man hat eine tolle Zusammenbauanleitung. :-)


    Viele Grüße


    Sebastian

    Also. Es lag tatsächlich an den Gummis.

    Wenn eine Platte abgeworfen wird und der Plattenstapel nach oben gehoben wird, drücken die Platten ja auf die Gummis. Durch diesen Druck bleibt ein kleiner Stift in der Mitte der Wechselachse zwischen den Gummis klemmen, der dadurch den Umstellhebel in eine andere Position bringt, so dass dieser nicht den Umlenkhebel in die Abschaltposition bringt.

    Uff. Ausgefeilte Technik.

    Aber jetzt funktionierts und ich bin glücklich! :-)

    Schau dir mal das SM des 1019 an.

    Da wird das erklärt.

    Gesteuert wird es, soweit ich das verstanden habe, tatsächlich über das Gewicht, das auf der Wechelachse lastet.

    Ja, hab ich mir schon angeguckt, hat nicht weiter geholfen, da ich nicht rausfinden konnte, über was für eine Mechanik das Gewicht dann "übetragen" wird.

    Aber gut. Dann muss ich mal die Mechanik selber analysieren. :-)

    bevor du an der Mechanik des 1019 irgendwas rumschraubst, bring mal zuerst die Wechselachse in Ordnung, bzw. besorge dir eine die funktioniert.

    Alldieweil, ... ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass die Mechanik des Drehers sich verstellt hat.


    Naja, ich hatte den ja eh schonmal komplett zerlegt, geschmiert, geölt und wieder zusammgesetzt. :-)

    Ich muss eh nochmal ran, um mein Schnappfeder-Provisorium am Umlenkhebel durch eine richtige zu ersetzen. (Das original ist mir beim auseinanderbauen abhanden gekommen).


    Daher wollte ich ja wissen, ob an der Achse nocmehr kaputt sein kann, als nur die Gummis...

    Hallo zusammen!


    Nachdem ich den alten Dual 1019 meines Vaters, der 25 Jahre auf dem Dachboden lag, wieder überholt hab, habe ich jetzt auch endlich eine Wechselachse auftreiben können.

    Klar, die Gummis muss ich noch ersetzen...

    Ausprobiert habe ich das trotzdem mal, allerdings schalter der Plattenspieler nach dem Abwurf der nächsten Platte leider ab:

    - Ich lege eine Platte auf die Achse

    - Starthebel auf Start

    - Platte spielt

    - Ich lege eine neue Platte auf die Achse (die Gummis fehlen ja)

    - Platte ist zu ende, Tonarm schwenkt weg

    - Neue Platte fällt runter

    - Tonarm geht in Ruheposition und der Dreher schaltet sich ab.


    Im Servicemanual steht ja drin, dass dann wahrscheinlich der Abstand zwischen Umlenkhebel und Umstellhebel nicht stimmt. Und der muss bei aufgelegter Platte anders sein, als bei leerer Achse.

    Soweit so gut.

    Was leider nicht beschrieben ist, ist wie dieser "unterschiedliche Abstand" zu stande kommt. Daher meine Frage:


    Woran merkt die Achse / der Dreher ob noch eine Platte auf der Achse liegt, oder nicht?


    Da muss doch dann durch das Gewicht der Platte irgendein bolzen nach unten geschoben werden, oder so. Ich konnte nur leider beim Auflegen einer Platte auf die Achse keinerlei mechanische Reaktion feststellen.

    Möchte nur eingrenzen, ob es an der Achse oder dem Dreher liegt... Oder kann das was mit den fehlenden Gummis zu tun haben?


    Besten Dank!


    Sebastian

    Ich würde mir ein Foto schicken lassen um beurteilen zu können, ob es die richtige Achse ist.


    PS: Du kannst hier im Board in den Kleinanzeigen eine Sucheanfrage starten. Vielleicht gibt es hier ja jemanden, der so eine Achse entbehren kann.

    Besten Dank!

    Und woran erkenn ich dann am Foto, dass es die richtige ist? Hier posten? :-)


    Oh! Stimmt! Das mit der Suchanfrage werde ich mal ausprobieren...

    Hallo Zusammen!


    Nachdem ich nun den alten 1019 meines Vaters nach 25 Jahren Dachbodenaufenthalt wieder hergerichtet habe (Dual 1019 reaktivieren / überholen), möchte ich gerne auch mal die Wechselfunktion ausprobieren. Leider fehlt mir dazu die Wechselachse.

    Es gibt ja bei eBay diverse Angebote, aber nur AW2 macht sich recht rar, oder der Verkäufer weiß gar nicht, welche Version er da hat.

    Daher kurze Fragen:

    - Passt nur die AW2 oder kann man zur Not auch ne AW3 benutzen?

    - Falls nur AW2: Würde es reichen vor dem Kauf zu fragen, ob die Achse 13cm lang ist? Oder gibt es noch andere 13cm lange Dual-Achsen, die nicht auf den 1019 passen?


    Allerbesten Dank!


    Sebastian

    Das Problem ist das vergleichsweise hohe Tellergewicht und die -vermutlich- sehr lange Standzeit von der Kiste.

    Da haben sich die Lagerkugeln sozusagen "Standplatten" geholt. Das ist bei den Wechslern häufig zu beobachten. Insbesondere bei exhumierten Keller- oder Dachbodengeräten. Die Lagerkugeln sind nicht so wirklich superhart. Dual hatte dabei wohl einen etwas anderen Ansatz. Man kann die Lagerkugeln im Internet auch lose kaufen, soweit ich mich entsinne.


    Wichtig ist dann auch, daß man die beiden Laufscheiben mit der polierten, glatten Seite zu den Kugeln einbaut. Und so weit ich mich entsinne, liegt ganz unten unter der unteren Laufscheibe noch eine dünne Gummischeibe. Bei einigen sehr alten Geräten, die ich unter den Fingern hatte, hat die sich buchstäblich "verkrümelt" und ist bröckchenweise beim Zerlegen aus dem Lager gekrümelt.

    Das mit den Kugeln und der langen Szandzeit (ich schätze mal, so 25 Jahre) habe ich mir auch schon gedacht, konnte es aber nicht wirklich glauben. :-)

    Die dünne Gummi-Scheibe war okay und ich habe die beiden Laufscheiben jeweils andersrum wieder eingebaut, damit sie mit ihrer "jungfräulichen" Seite auf die Kugeln drücken. Konnte keinen Unterschied der beiden Seiten feststellen.Mit Fett statt Öl läuft es deutlich ruhiger.

    Mit Fett statt Öl läuft es deutlich ruhiger.

    Ich hab beides ausprobiert. Konnte keinen Unterschied feststellen.

    ich habe das Lager vom 1019 bei mir durch so eines: https://www.kugellager-express.de/axialkugellager__10

    ersetzt. Es gibt auch noch entsprechende Scheibchen in der Größe mit 0,5mm Stärke damit du wieder auf die Gesammthöhe kommst.

    Ich weiß nicht mehr genau ob es genau dieses Miniatur Lager war, es lässt sich auf jeden Fall etwas passendes finden.

    Das ist natürlich eine gute Idee! Werde ich mal drüber nachdenken. Die sehen auf jeden Fall deutlich wertiger aus, als die kleine Alu-Büchse, die Dual da verbaut hat.

    Hehe. Dünne Plörre. Ich hab tatsächlich Haftöl gneommen. Steht jedenfalls auf der Packung drauf. Da ich keine Auto habe (und auch nicht fahre), habe ich keine Ahnung von Motoröl. Dachte, das wäre ungefähr das gleiche.


    Wegen Nachlaufzeit: Trotz rumpelndem Tellerlager bin ich jetzt bei ca. 90 Sekunden von 33UPM. Da ist ja so ungefähr der Standard-Wert, den ich hier schon öfter gelesen hab.


    Na jedenfalls ist der Dreher jetzt ordentlich gesäubert und geschmiert und wieder zusammengebaut. Hat natürlich nicht gleich wieder richtig funktioniert, aber ich konnte alle Fehler leicht finden.

    Jetzt läuft das Ding wieder wie 'ne einst! Sogar die komischen "Kratzgeräusche" während die Automatik arbeitet sind weg (Kontakte vom Kurzschließer gesäubert), was eine deutlich Verbesserung ist, denn ich erinnere mich tatsächlich noch an diese Geräusche von vor 30 Jahren, als der Dreher noch bei meinem Vater im Einsatz war.


    So ganz ohne Probleme lief es allerdings nicht:


    Hierdran bin ich zwischendruch fast verzweifelt: Beim Zerlegen des Kurvenrades ist mir die kleine Schnappfeder am Umlenkhebel abhanden gekommen. Erst beim Zusammenbauen hab ich gemerkt, dass da was fehlen muss, weil der Hebel halt gehakt hat beim bewegen. Habe ne Stunde danach gesucht, aber keine Chance. Hab mir dann beim Dualfred 'ne neue bestellt, hoffe die passt.

    Als Provisorium hab ich mir dann aus nem Stück Draht eine zurechtgebogen. Funktioniert prima, aber wer weiß wie lange. Ich trau dem nicht so recht. Hab nen halben Tag damit verbracht, ein geeignetes Stück Draht zu finden. Es wurde dann die Borste einer Drahtbürste. :D


    Und dann blieb am Ende eine von diesen kleinen gebogenen Unterlegscheiben übrig. Ewig gesucht, wo die hingehört, aber es ist die, die unter die Schraube kommt mit der man die Tonarmhöhe justieren kann. Aber um die ran zu kommen, müsste ich jetzt die ganze Automatik und den Tonarm wieder ausbauen und da hab ich jetzt keine Lust mehr zu. Ich denke, es geht erstmal auch ohne.

    Mach ich dann vielleicht, wenn die neue Schnappfeder da ist.


    Heute kommt hoffentlich das neue Treibrad (ohne Delle) und dann bin ich fertig.

    Wenn der Dreher wieder in der Zarge steckt, lad ich mal ein Video hoch. Als Dankeschön für die großartige Hilfe hier!


    EDIT: Jetzt brauch ich noch ne Wechselachse!

    So ziemlich ganz zerlegt ... war glaube ich der dritte oder vierte, den ich hatte.

    Für 10 Euro als "für Bastler" und reichlich verranzt. Läuft aber wieder, wie 'ne Eins. Ist ja Mechanik pur.

    Tolles Foto! Die Granularität hatte ich inzwischen auch erreicht. Jetzt wird jede Teilegruppe geputzt, geschmiert und wieder eingebaut. Ich hab voll die Molykote-Finger. :-)


    Das ist ein Standardfehler.

    Die Niet, die das Ding zusammenhält, bricht irgendwann aufgrund von Korrosion und dem mechanischen Druck der Schaltbleche irgendwo unterhalb des Kopfes ab und dann rieseln die Teile in den Dreher oder die Funktion ist eher erratisch (bevor die Teile rieseln ...)

    Ich pflege dort immer eine Schraube mit Mutter, Unterlegscheibe und Zahnscheibe durch zu drehen.

    Sekundenkleber ist an der Stelle bei den doch sehr porösen Pertinax-Isolierplättchen vielleicht nicht gerade erste Wahl.

    Nee, war bei mir glaube ich ne andere Stelle. Die Plastik-"Bodenplatte" ist neben einer Befestigungsschraube durchgebrochen. Mit Schrauben war da nichts.


    Eine Frage ist noch aufgekommen. Das Tellerlager läuft nicht ganz so weich, wie ich das gerne hätte. Wenn ich es mit dem Finger unter Druck drehe, dann merke ich so ein leichtes "rumpeln". Und es schabt auch ein wenig. Obwohl ich es auseinandergebaut, gereinigt und geölt hab...

    Ist das normal?

    Finger weg von WD 40 o.ä.! Das Zeug kann man nehmen, um total festkorrodierte Lagerstellen loszubekommen, sollte aber anschliessend die Stelle peinlichst reinigen und "richtig" schmieren, da bei gewissen Materialpaarungen diese vom im WD 40 enthaltenen Petroleum Schaden nehmen können...

    Sowas hab ich eh nicht. Bin mit Schmiermitteln eher spärlich ausgerüstet. :-)

    Und ich habe auch noch keine Stelle entdeckt, die irgendwie blockiert ist.


    Im Ernst: mit einem zart eingestellten Lötkolben so um 280 - 300° sollten sich die zusammenschmelzfrei ablösen und wieder anbringen lassen. Die Blechstreifen vom Kurzschließer sind leider elende Hitzefresser und das ist gerade beim *Ablöten* lästig, weil die Kabel meistens irgendwie um die Dinger ab Werk rumgekrumpelt worden sind und auch Wärme aufnehmen. Beim Anlöten appliziert man zuerst am freien Blech einen schönen Lötzinntropfen, der gut aufschmilzt - und legt das Kabelende einfach da rein, nachdem man den Lötkolben davon weggenommen hat.

    Habs schon abgelötet, war gar kein Problem. Der Dreher ist auch schon zu zwei dritteln zerlegt. Danach geht's dann ans reinigen und neu schmieren/ölen. Hab auch jede einzelne Schraube schön mit Fotos dokumentiert, damit ich's dann auch wieder zusammengesetzt kriege.

    Der Kurzschließer ist übrigens auseinandergebrochen. Ich bin ja total begeistert, was Sekundenkleber so alles kann. :-)

    Danke auch für die Liste mit den Schmierstoffen!

    An den Motor trau ich mich aber irgendwie nicht ran. Der macht aber auch soweit keine Geräusche und lässt sich drehen wie Butter.


    Schöner Thread, gratuliere zu dem Dreher. Ich habe ähnliche Probleme. Ich habe mir auch ein Nachbau-Headshell bestellt und auch einen Chinch-Kabelsatz. Wenn es da ist, gehts weiter.

    Um das Fetten und Ölen komme ich wohl auch nicht drumherum. Ich hoffe, ich kann meinen Tonabnehmer wieder fit bekommen, da ein Pin plattgedrückt ist. Widerstandswerte sind bei meinem M44 640 Ohm.

    Freut mich, wenn ich mit meinem Thread auch anderen helfen kann! Wir können uns den auch gerne teilen :-)

    Was die Kontakte und die Verkabelung betrifft bin ich mittlerweile Experte. Ich hab meine Headshell mit Sekundenkleber und nem Glasfaserradierer problemlos wieder fit gekriegt. Eine neue ist wahrscheinlich nicht nötig.

    Die Pins kann man auch ganz einfach wieder hochbiegen. Bei der Headshell können dann die Kontaktlaschen rausbrechen, aber wie gesagt, zwei Tropfen Sekundenkleber und die sitzen wieder bombenfest. Oder meinst du einen Pin direkt am M44?

    dann würd ich die kleinen Steckkabelschuhe und die

    Kontakte am System zur Sicherheit mit einem Glasfaserradierer gründlich reinigen,

    sonst hast du demnächst wieder Kanalausfälle


    Albert

    Ich wusste ja überhaupt nicht, dass es so etwas gibt.

    Hab mal 5 Minuten "radiert" und alle Kontakte glänzen wieder wie neu. Ich bin begeistert!

    Damit ist dann die Elektrik wieder okay. :-)

    Ein kleines bisschen brummts noch, aber das ist aushaltbar und vielleicht kümmer ich mich darum mal später, neue Kabel oder so.


    Dann geh ich jetzt mal zur Mechanik über. Dazu frei Fragen:


    1) Gibt's eine Möglichkeit, den Tonarm abzubauen, ohne das Kabel vom Tonabnehmer am Kurzschließer ablöten zu müssen?


    2) Irgendwelche Tipps für "okay" Schmierstoffe/Öle, die leicht zu bekommen sind und die man als Alternative zu dem im Schmierstoff-Thread genannten nehmen kann? Molykote ist klar... Aber für den Rest? Ich hab da nämlich echt keine Ahnung von und am liebsten wären Tipps/Links zu konkreten bestellbaren Produkten.


    Vielen, vielen Dank schonmal!

    Auf reinigen, neu fetten und ölen hab ich mich schon eingestellt. Geht das auch sinnvoll, ohne das Ding komplett zu zerlegen?

    ...tja, das hätten wir gerne, aber wenn das Ding auf Dauer wieder funktionieren soll, wird man wohl ums Zerlegen nicht herumkommen. Wenn allerdings alle Automatikabläufe funktionieren und weder Motor noch Tellerlager Geräusche machen, kann man es für´s erste auch mit einer "Notschmierung" der relevanten Teile bewenden lassen und dafür stinknormales Motorenöl nehmen (ich nehme 20W-50er, weil ich das halt in meinen Oldtimern fahre...:)) D.h. einen Tropfen aufs Tellerlager und auch einen Tropfen auf die obere Lagerkugel des Dosenmotors. Wenn die Automatik nicht funzt, macht es wenig Sinn, auf Verdacht irgendwo herumzuölen (mit Ausnahme der Rillenachse vielleicht), sondern dann sollte man zerlegen, entharzen und neu schmieren. Sonst droht Frust ohne Ende mit täglich neuen Baustellen. Auch nicht den Lift ölen! - Da braucht´s was anderes. Aber "dat kriejemer später!"8)


    Gruß Gerhard


    Motoröl hab ich nicht, ich hab kein Auto. :-)

    Aber ich hätte da noch Ventilöl für Blechblasinstrumente. Geht sowas auch?

    Ansonsten: Was bestell ich da am Besten bei Amazon?


    Und für die Schmierstellen einfach Molykotepaste?

    Plumpslift hab ich nicht. Der Tonarm senkt ganz vorbildlich ab.

    Mach einfach erstmal einen Brummtest.

    Mit einer aufgebogenen Büroklammer in der Hand die Kontakte in der Headshellberühren. Wenn es dann bei den äußeren Kontakten ordentlich brummt (Verstärker nicht zu laut stellen!) ist die Verbindung ok.


    Gruß

    Martin


    Also: Ich hab jetzt die Kontakte vom Tonabnehmer abgezogen und dann direkt mit dem Finger angefasst.

    Die äußeren beiden (rot und weiß) brummen mächtig. Bei den inneren beiden gibt's zumindest ein kleines Knacken, wenn ich sie berühre.

    Das heißt dann wohl, dass die Verbindung von den Kontaktklemmen aus (die, die man auf den Tonabnehmer) steckt steht.


    Das System habe ich durchgemessen, ich komme beiden Kanälen auf ca. 500 Ohm.


    Wieder zusammengebaut, jetzt funktioniert auf einmal wieder Kanal 1 (aber kein sonderlich starkes Signal mit starkem Brummen), auf Kanal 2 gibts nur das Brummen. Das macht mich grad wahnsinnig. :D


    EDIT: Jay! Problem gefunden. Es sind die Klemmen, die man auf die Anschlüsse vom Tonabnehmer steckt. Paar mal auf und abstecken und jetzt funktionierts. Beide Kanäle. :-)