Beiträge von creatimm

    @papaschlumpf danke für deine Ausführungen. Ich habe auch deinen Beitrag hier (1219/29 Headshellerdung) gelesen. Bei mir sieht das wohl wie folgt aus.

    Mein 1219er ist wohl aus '69. Bei mir ist es ein Kopf aus Druckguss. Ich habe nur vier Adern, koaxial gelegt. Ich möchte ungern den ganzen Arm demontieren. Ich würde ggf. wie folgt vorgehen:

    • Untere Schraube am Kopf zum Tonarm lösen.
    • Von unten darauf achten die dünnen Tonarmkabel soweit es geht ohne Zug nach oben leiten, um den Kopf einwenig vom Rohr entfernen zu können (kann man die Kontaktplatte einfach aus dem Kopf lösen? Ich sehe da eine kleine Nase, die aber aussieht, als würde sie schnell abbrechen. Ist es das was du beschreibst @Dalheimer?).
    • Kontaktzunge und mittleren Kontakt verlöten.
    • Brücke zur Masseleitung auf der Kotaktplatte trennen.
    • Rückwärtig (ist das möglich?) ein dünnes Kabel (ich habe 0,14 qmm Schaltlitze hier) anlöten, dieses mit dem V-Draht verlöten, am Ende des V-Drahtes wieder ein Stück dünnes Kabel anlöten und durch den Tonarm führen.
    • Unten die Brücken am Kurschließer trennen.
    • Das Kabel zum Potentialaustausch auf den Kontaktpunkt am Chassis anlöten und von dort eine Leitung zum Verstärker ziehen.
    • Phonokabel nun auflösten, anstatt sie mit Kabelschuhen zu versehen.

    Meine Cinch-Stecker sind nicht gepresst, sondern aus einem Stück. Zumindest sehe ich keine Presskante. Aber ich frage mich, ob ich so wie oben beschrieben, mit dem Sommer Albedo SC MK II richtig gearbeitet habe. Oder, ob ich nicht was anderes nehmen soll. Was für Strippen nimmst du den Gernot, wenn das originale Kabel nicht mehr da ist?

    Ich frage mich anhand der Skizze auch: Die Nadel scheint ja auch über den rechten Kanal ausgeglichen zu werden. Wie läuft das denn dann, wenn im Kopf dann getrennt wird?

    Hier ist übrigens meine aktuelle Lage noch einmal bebildert.

    Beste Grüße und vielen Dank,
    Timm

    @mickdry bei beiden Kanälen liegen jeweils auf den roten Innenleitern das Signal und auf den weißen die Masse. Die Schirmung liegt gerade tot. Deine Frage hat mich ins Grübeln gebracht und ich habe recherchiert. Wie ich das sehe hat ein Innenleiter 65pF und nur die Schirmung 110pF. Im Netz finde ich z.B. für den Thorens TD 160 die Anleitung, beide Innenleiter zusammen als Signalleitung zu nehmen und den Schirm als Masse. Andere schreiben, man solle arbeiten wie ich das gemacht habe und auf einen Schirm den Potentialausleich legen. Jetzt bin ich diesbezüglich etwas verwirrt. So wie ich das rauslese hat das Originalkabel des 1219er eine Kapazität von 100pF pro 1m. Laufe ich da in Probleme rein, wenn ich das Sommer Albedo nehme? Weiß jemand, wie lang das Originale Kabel ist?

    Du meinst die Brücke zwischen rechter Kanalmasse und der Tonarmmasse ?Genau die musste ich bei mir isolieren damit er nach komplettem Cinchumbau nicht brummt.

    Ulli

    Hallo Ulli,

    so wie ich das sehe ist die Zunge ja dafür den Kopf an sich zu erden. Hinter der Zunge sind ja fünf Kontakte. Vier für die Pins des TA und einer, wo die Zunge drauf drückt. Wenn ich jetzt diese nun Isoliere, dann hat doch der Kopf keine eigene Erdung mehr oder?

    Danke und beste Grüße
    creatimm

    Hallo liebe Dualis,

    mir geht es ähnlich wie @Dahlheimer.

    Ich habe auch einen 1219er früheren Baujahrs. Ein Gerät mit zwei koaxialen Tonarmleitungen (also vier Leitern am Ende). Darauf ist orginalbelassen das Shure M91 MG-D. Ich habe auch ein Ersatzsystem. Ich habe ihn leider mit dilettantisch gezogenen Cinch-Strippen bekommen. Er brummt/pfeift/summt/zischt/knackt unüberhörbar bei Zimmerlautstärke. Da ich ein wenig löten und auch ein normales Multimeter bedienen kann, bin ich davon ausgegangen, das Problem schnell in den Griff zu bekommen.

    Das Problem sieht wie folgt aus:

    • Ich habe ein Brummen, das auch da ist, wenn der Motor nicht mehr dreht. Störgeräusche vom Motor schließe ich daher aus.
    • Das Brummen verschwindet, wenn den Kurzschließer seinen Dienst tut. So wie es soll.
    • Das Brummen verändert sich (es knackt, es schwankt), wenn ich metallische Teile des Drehers anfasse (Tonarm, Headshell, Schalter etc.). Auch, wenn ich eine statisch aufgeladene Platte auflege, hört man das sehr deutlich.
    • Das Brummen verändert sich auch, wenn ich den Masse/Erdungsanschluss meines alten Verstärkers anfasse.
    • Das Brummen ist mal lauter, mal leiser, wenn einmal die Endabschaltung lief. Ziehe ich dann den Netzschalter oder schalte den Verstärker ein und aus, ist das brummen wieder leiser.

    Folgendes habe ich geprüft und erledigt:

    • Kontakte im Headshell mit Glasradierer gereinigt; Brücke zwischen TA-Kontakt und dem rechten Kanal auf Durchgang geprüft; Kontaktlasche gereinigt und gerade zurückgebogen und im Betrieb vorsichtig gegen den Kotakt gedrückt (Keinerlei Veränderung).
    • TA-Kontakt-Pins gereinigt, neuen TA-Träger mit frischen Feder-Pins und Kabeln eingebaut. Tonabnehmer hin und her getauscht.
    • Kurzschließer-Lippen gereinigt.
    • Neues Phonokabel auf einen Meter konfektioniert (Sommer Cable SC-Albedo MKII, 110pF pro Meter), HiCon-Cinch-Stecker angelötet, sauber isoliert. Alles auf Durchgang und Fehlkontakt geprüft. Das neue Phonokabel dann auf die gereinigten Zungen am Kurzschließer mit neuen Kabelschuhen gesteckt. Wieder auf Durchgang geprüft.
    • Die vom Vorbesitzer getrennten Brücken zwischen den masseführenden Außenleitern und dem Chasis zunächst getrennt gelassen und getestet. Brummen.
    • Die vom Vorbesitzer getrennten Brücken zwischen den masseführenden Außenleitern und dem Chasis wieder verlötet. Brummen.
    • Die vom Vorbesitzer getrennten Brücken zwischen den masseführenden Außenleitern und dem Chasis durch eigene Kabel ersetzt. Brummen.
    • Mein Multimeter zeigt zwischen Headshell und Cinch-Steckern meist einen Widerstand von 0,4-0,6 an (Multimeter auf 200 gestellt).

    Ich habe den Dreher nun an mehreren Verstärkern getestet:

    • Philips F4225: Den habe ich durchgemessen und im Inneren werden die Außenleiter der Chinch-Stecker mit der Masseklemme hinten zusammengelegt. Hier habe ich auch alle Erdungsleitungen geprüft, überall Durchgang. Der Verstärker hat jedoch einen Eurostecker und keinen SchuKo. Wird also nicht über die Steckdose geerdet.
    • Musical Fidelity V90 LPS an einem Onkyo TX-NR555 (an dem sonst mein Rega hängt): Hier hatte ich erst ein erheblich lauteres Brummen. Dann habe ich den Netzstecker vom Dual gezogen und die Phase verdreht, dann ging es deutlich besser. Das Brummen erschien mir hier aber deutlich lauter, als beim Philips. Hier habe ich nichts durchgemessen.
    • Pioneer A-757: Auch hier brummt es, wie beim Philips. Habe ich aber nur einmal getestet im Verlauf, um den Verstärker auszuschließen.

    Ein fünftes Kabel möchte ich ungern durch den Tonarm ziehen müssen. Das Originalkabel habe ich auch nicht mehr. Hat von euch sonst jemand noch eine Idee?

    Link zum Phono-Kabel das ich verwende: https://shop.sommercable.com/en/Cable/Bulk-…#tab_attributes

    Schöne Grüße
    creatimm