Beiträge von meanolhepcat

    Ich nahm meinen alten 1219 mit in die USA. Ich stellte in brav auf die dort vorhandenen 110V um und wechselte die 50Hz- gegen eine 60Hz Antriebswelle. Dauerte wenige Monate, dann ging der Motor kaputt (er blieb einfach stehen). Zufall?

    Mein Mega VHS Recorder, den ich zum Mastern meiner 4-Spur Aufnahmen benutzte (man konnte bei dem Gerät die gesamte Breite des VHS Bandes für Audio nutzen) lief am Umspanner, bekam aber statt 50 auch 60Hz geliefert. Das Netzteil machte recht schnell die Grätsche - Feierabend mit Rauchzeichen.

    Ich schaute dann nach Spezial Labornetzteilen, bei denen die Hertz-Zahl ebenfalls regelbar ist. Die sind aber so dermaßen teuer, dass ich die Idee schnell verwarf.

    Spezielle Exportläden führen Multi-Norm Geräte, das war die Lösung. Ich habe hier noch einen Panasonic VHS Recorder, da kannste so ziemlich jeden Saft dranstöpseln, der läuft. Und Video Normen erkennt er insgesamt vier unterschiedliche. Aufnehmen kann er allerdings nur in NTSC. Aber wen interessiert noch VHS?

    Sorry für das Off-Topic. Was alte Motoren angeht - ich glaube wirklich, dass sich bei Wechselstrommotoren eine Art Memory Effekt einstellt. Wenn nach langer Laufzeit sich plötzlich die Spannungsversorgung ändert, sorgt das augenscheinlich immer für Störungen oder Ausfälle. Mein Bekannter, der gestandener und erfahrener Elektrotechniker, Erfinder + Tüftler ist, "versteht" die Marotten eines Jukeboxmotors nicht. Es handelt sich um einen Aussenläufer. Der benötigt eine Warmlaufphase. Kalt kommt er nicht auf Drehzahl. Dabei dreht er sich kalt ebenso leicht wie im warmen Zustand. Alle Lagerstellen sind top geschmiert. Er muss auch nichts antreiben, nur loslaufen. Nach 20 bis 30 Minuten hat er dann endlich seine Solldrehzahl. Erklärungen gibt es bisher noch keine.

    Ach ja, die sind wirklich totaler Schrott, die Golden Ones...keine 50 Euro wert... also wenn Ihr den Mist loswerden wollt: Mir fehlt noch einer in meiner Sammlung 😉!


    Viele Grüße, Klaus

    Ja, Klaus. Wenn Du €400,00 locker machst, schicke ich Dir meinen Golden One, mit extra nagelneuer Platine, neuem Spezialriemen vom Dual-Fred, neuem Tonarmrohr samt Buchse und Kabeln vom Dual-FRed, sowie zweitem Headshell, aber ohne TA System. Ich habe damals €600,00 bezahlt, da lief er aber noch. LG

    Was die Headshellkontakte betrifft: ich hab schon häufig hier gelesen, dass es mit denen Probleme geben soll. Ich hatte über die letzten Jahre 3x750, 1x CS 5000 und einen GO1 hier gehabt und nicht einmal ein Problem mit den Kupplungen (diverse 505-4, 630, 2235, 455 die am Ende die gleichen Kontakte haben mal gar nicht eingerechnet.). Wie montiert Ihr Eure Headshells, mit nen Hammer?

    Ich bin in gutem Kontakt zu einem ehemaligen Mitforianer, der ebenfalls einen CS 5000 hat und der seit langem mit diesen Kontaktproblemen kämpft. Alfred hat hierzu einmal umfänglich Stellung genommen und erklärt, woher sie rühren. Diese Probleme sind real und kein Hirngespinst.Wenn Du bisher nicht betroffen bist, sei froh und dankbar. Die Headshellverbindung bei diesen Modellen ist alles andere als zuverlässig.

    Dass der Kontaktblock im Headshell geklemmt ist und sich lösen kann, ist ein lästiges, aber eher kleines Problem. War da nicht die Rede von einem Tropfen Superkleber?

    Unangenehm ist aufgequollener Kunststoff der Buchse im Tonarm. Es ist einem nur unter extremen Kraftaufwand möglich, das Headshell in den Tonarm hineinzubekommen, und noch schwieriger wieder heraus. Ich kann das beurteilen, weil ich beim Dual-Fred ein neues Tonarmrohr gekauft habe, Buchse und Kabel sind vormontiert. Da lässt sich das Headshell leicht einsetzen. Dass bei diesem Gewürge die Tonarmlager leiden, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen.

    Also es bleibt (leider) dabei: SME war für Dual wohl zu teuer (Lizenz- / Patentgebühren), also haben sie das Rad neu erfunden, und das ist gründlich in die Hose gegangen - Schrott!

    Die eierlegende Wollmilchsau unter den Plattenspielern habe ich auch noch nicht gefunden. Erschwerend benötige ich nämlich drei Geschwindigkeiten, da ich auch viele Schellackplatten besitze, die ja bekanntlich mit 78 Touren abgespielt werden.

    Mit vielem hier im Faden Geschriebenen kann ich mich gut identifizieren. Da war u.a. die Aussage, dass man sich mit Altbekanntem schneller arrangieren kann. Bingo! Ich bin mit einem 1219 aufgewachsen. In meinem Wohnzimmer residiert ein vom Fachhändler revidiertes Exemplar mit dicken Cinch Kabeln ausgerüstet, in weißer Zarge, einfach lecker. Den habe ich 2007 bei Ebay ersteigert für €5,00 - kein Druckfehler!. Vom Fachhändler in Hannover, Bedingung war Abholung, vielleicht bekam er deshalb keine weiteren Gebote rein. Etwas schlechtes Gewissen hatte ich ja, aber der Händler stand zu seiner Auktion.

    Der Großvater der DUAL Reibradler, mein 1963/64er 1009 macht mir auch viel Spass. Der spielt mit 25mü Mononadel im Shure 91 MG-D und 3,5g Auflagegewicht meine alten Singles bis 1964 (hat jemand evtl. noch eine Spezialabwurfsäule für Singles für den 1009 übrig?).

    Aaaber: zum Arbeiten, sprich Digitalisieren, sind meine Duals (ein 1218 und einige 1229 sind auch noch vorhanden) ungeeignet. Dafür muß ein Technics 1210 DJ Nachbaulaufwerk herhalten, namens Sync X-TRM 1, 12 Kg schwer, mit mörderstarkem Motor, S-Tonarm und SME Anschluß. Hat null Mechanik, aber Direktantrieb und einen bequem höhenverstellbaren Tonarm mit präzisem TA Lift. Auf Knopfdruck dreht der auch rückwärts, so findet man den Musikbeginn in der Einlaufrille spielend leicht, und die richtige Drehzahl ist nach nur 1/3 Umdrehung des Plattentellers erreicht, also beinahe sofort. Dieses, sowie der Nachlauf nach dem Ausschalten, lässt sich übrigens stufenlos und getrennt regeln.

    Häufig auftretende 50Hz / 60Hz Masterfehler bei einigen US Singles und LPs aus Brexitanien lassen sich mit dem großen Drehzahlregler ausgleichen, während man mit dem Druck auf nur einen Knopf wieder die Sollgeschwindigkeit hat, zum Vergleich. Zum Digitalisieren nutze ich einen Philips CD Brenner. Aufnahme gedrückt, Starttaste des Drehers gedrückt und zack, läuft. Was habe ich mich vorher immer geärgert, wenn der Song wieder zu früh oder viel zu spät anfing, oder die Sollgeschwindigkeit noch nicht erreicht war. Leider überträgt sich das Drücken der Starttaste des Laufwerks hörbar, da die Entkoppelung zum Gehäuse ungenügend ausgefallen ist. Also mit viel Gefüüüühl drücken...

    Hätte der Sync eine Endabschaltung, würde ich mich tatsächlich mit dem alten 1009 als Singlewechsler zufrieden geben, und mir lieber noch einen 2. Sync zulegen fürs Musikzimmer. SME Kupplung ist einfach und bulletproof. Ach so, habe ich meinen Golden One erwähnt? Ein Freund drückte mir den aufs Auge, und zwar das blinde, dass nur den Klavierlack und die 24K Vergoldung sah. Was für eine Mimose. Machste das Fenster auf, bricht die Drehzahl zusammen. Mit Standardriemen ist das Motörchen überfordert, dann leierts. Wenss leiert, hebt er den Tonarm, wie ein Rüde das Bein. Angepisst bin ich dann auch oft genug gewesen, wenn man wieder mal eine LP- Seite in Ruhe NICHT durchhören konnte. Und dann diese Headshell Kupplung. Krank, störanfällig, Plastikeinsätze wackelig bis lose, Brumm garantiert - Schrott! Mittlerweile startet der Golden One nicht mehr, völlig tot, das Gerät. Die großen Vorteile dieser Konstruktion namens CS 5000 waren die Tonarmkonstruktion und die gelungene Entkoppelung von der Umwelt, Trittschall und dergleichen. Klopfen aufs Gehäuse oder die Platine hat man nicht gehört im Lautsprecher - versucht das mal mit nem 1219...

    Also hier ist mein Wunschzettel für den perfekten Plattenspieler:

    perfekt entkoppelt;

    Wechselautomatik / mindestens Endabschaltung;

    SME Kupplung;

    drei Geschwindigkeiten 33 1/3, 45; 78 UpM

    Direktantrieb vorwärts + rückwärts

    weite bzw. stufenlose Drehzahlregelung von 30 bis 90 Touren,

    hochwertiger kardanisch gelagerter Tonarm,
    schnell höhenverstellbarer Tonarm,

    Sonderwunsch:

    16 Zoll Plattenteller + Tonarm zum Abspielen alter amerikanischer Transcriptions- Schallplatten

    Der 1219 erreicht 4/8 Punkten,

    der Golden One erreicht 3/8 Punkten und

    der Sync X-TRM 1 erreicht 6/8 Punkten


    Frohe Ostern Euch Allen - bleibt gesund!

    danke, Florian

    Grunz. Naja, man wächst mit den Aufgaben ;)

    Heute habe ich die erlahmte Liftstange ausgebaut. Das Procedere fand ich auch schon recht anspruchsvoll. Beim Zusammenbau kann man leicht den äusseren Tonarm- Lagerring versetzt festschrauben, und dann funktioniert der Tonarmlift nur noch in Multistellung normal, in Singleplaystellung hat er kaum noch Hub. Dazu drei Federchen sauber aus- und wieder einhängen usw.

    Da fällt mir ein - es soll laut Manual eine Exzenterschraube geben, um den Auflagepunkt des schwarzen Plastikteils auf die Liftstange justieren zu können. Ich habe diese Schraube nicht entdecken können. Kann mir einer mal nen Tip geben, wo ich da gucken muss? Die Explosionszeichnung hat mich da nicht weitergebracht...

    Mal kontrollieren ob der Kurzschließer genug Druck auf das Kurvenrad ausübt. Der hat als Zweitaufgabe die

    das Kurvenrad am Ende abzubremsen damit eben kein Endloszyklus los geht.


    Ulli

    stimmt, das muß ich noch kontrollieren!


    der Kipphebel bewegt sich leicht und fluffig. Die Bleche sind klapprig unterwegs, wenn ich sie mit nem Mini- Schraubendreher bewege - bewegen sich beide seeehr leicht. Ich habe den Teller genau in der Abschaltphase gestoppt und abgenommen. Die Reibplatte steht immer noch kühn in Mitnahmeposition. Wenn ich sie von der Mittelachse wegdrücke, kommt sie wie von Federkraft bewegt wieder zurück. Ich vermute, dass das besagte Siliconöl hier für Abhilfe sorgen wird.

    Liebe Gemeinde,

    Ich habe hier einen 1229, der hat das Problem, dass sich nach dem Abschalten die Automatik gleich wieder aktiviert. Ein Freund gab mir den Plattenspieler mit, weil dieser dank dieser Endlosschleife für ihn unbrauchbar war.

    Mir hat dieser Thread bereits geholfen, den Fehler zu lokalisieren bzw. zu verstehen:

    Dual 1229 - automatische Endabschaltung defekt - Dauerschleife

    Jetzt warte ich auf das bestellte 100000er Siliconöl (das man z.Zt. kaum irgendwo bekommt (!?) .

    Anpressgummiring für die Tonarm Höhenverstellung ist bereits erneuert, war gerissen, Lift ist entplumpst und justiert, Pimpel erneuert, altes Fett entfernt, die fraglichen Stellen neu geschmiert. Alles toll!

    Jjetzt kommt die Gretchenfrage: Kurvenscheibe ausbauen? Abstellhebel und Reibplatte sind doch im eingebauten Zustand kaum zu erreichen, oder wie sehe ich das?

    Liebe Grüße aus Braunschweig

    Michael

    Da mir das Thema keine Ruhe ließ und ich auch nicht so recht daran glauben wollte, dass DUAL fehlerhafte AWs verkauft hat, habe ich eben mal gegoogelt, mit überrraschendem Ergebnis.



    Welche Abwurfsäule is das
    Welche Abwurfsäule is das



    Leider hat der TE keine Antwort erhalten. Frecherweise habe ich mal eins von seinen Bildern hierher kopiert, da es eh' hier im Board veröffentlicht wurde.


    Ich für mein Teil habe die ganz oben abgebildete Wechselstange in einem AW2 Karton geliefert bekommen. Da ich davon ausgehen muss, dass diese im DUAL 1009 nicht funktionieren wird, werde ich den Stift so lassen wie er ist, und die Abwurfsäule an den Verkäufer zurücksenden.


    Zu welchem Dreher passt den nun diese "unbekannte" Variante? Ist das mittlerweile bekannt?

    Aber ich habe noch keine AW2 gesehen, bei der zu lange Stifte verbaut worden wären....

    Nun, da kann ich doch helfen, denke ich....


    Der Stift schaut so weit heraus, den bekommt man so jedenfalls nicht an der Metallscheibe vorbeigemogelt. Auch in den Plattenspieler passt sie so wahrscheinlich nicht.


    Ich habe mich dazu entschlossen, die Säule vorsichtig zwischen die Backen eines Schraubstocks zu halten und auf die Weise Druck auf den Stift zu geben. Hämmern ist mir da doch etwas zu suspekt ;)


    Hallo allerseits,
    ich habe für meinen Dual 1009 eine Wechselstange AW2 geordert. Diese kam heute an, ohne jegliche Gebrauchsspuren und sogar in der Originalverpackung. Nun stelle ich fest, dass der Arretierungsstift so weit aus der Stange heraus ragt, dass ich die Wechselstange nicht eingeführt bekomme, da der Arretierungsstift am runden Blech in der Mitte der Tellerauflage anschlägt.
    Kennt jemand das Problem? Sollte ich den Stift am Schleifbock kürzen? Oder mit sanfter Gewalt weiter hineindrücken in die Stange?
    Bin für jeden Tip dankbar :thumbsup: