Beiträge von Sharkoon

    …meiner persönlichen Erfahrung nach sollte der Motor ok sein, wenn keinerlei Geräusche (Schleifen in einem bestimmten Rhythmus) zu hören sind. Aber auch das wäre für mich kein Grund, den guten Dreher zu verschenken 😉 auch das ließe sich reparieren
    Ich tippe auch eher auf den opamp…

    Hallo zusammen,

    da ich mal wieder am „Ersatzteile-Hamstern“ war und mir für meine beiden 731er einen weiteren Ersatzmotor EDS 920 relativ günstig erstanden hatte, habe ich mich unlängst an dessen Wartung gemacht. Im Gegensatz zu meinem NOS EDS 920 (unbenutzt aus Lagerbestand) der sich absolut lautlos und butterweich drehen lässt, hörte sich der kürzlich erworbene Motor - zwar leise, aber definitiv hörbar - wie eine Fahrradratsche beim Schieben eines Fahrrades an. D.h. das Sinterlager musste geölt werden.

    Da ich schon so manchen EDS 920 auf meiner Werkbank hatte und bisher jeden wieder reparieren/ warten konnte, möchte ich hier meine zwei/ drei Tipps loswerden.

    Übrigens: entgegen der landläufigen Meinung ist der EDS 920 meiner Erfahrung nach MIT DEM RICHTIGEN WERKZEUG absolut problemlos in kürzester Zeit zerlegbar und wieder zusammensetzbar.

    Nach dem Entfernen der drei Gehäuseschrauben und dem gesamten Deckel, zeigt sich das große Zahnrad, dessen Sprengring mit einem Handgriff und einer entsprechenden Sprengringzange leicht zu entfernen ist.
    Anschließend lässt sich auch das ganze Zahnrad mit der Sprengringzange ohne Gefahr für die darunterliegende Spule abheben.

    Darunter kommt eine graue, recht dicke Metallscheibe zum Vorschein, die sich sehr gut mit einer kleinen Kunststoff-Bastelklemme sauber festhalten und abziehen lässt. Da diese Klemmen mit Gummi gepolstert sind, zerkratzt man dabei auch nichts. Es ist noch genug Abstand zur empfindlichen Spule.

    Beim Abziehen dieser Scheibe hält man am besten auf der anderen Seite des Motors die Achse fest und dreht dann die kleine Schraubzwinge während man zieht.

    Darunter kommt eine dünne Blechscheibe zum Vorschein, die man leicht herunternehmen kann. Man sieht sie auf dem letzten Bild in der rechten oberen Bildecke.


    Nun ist der zweite Sprengring freigelegt, der die Achse im Sinterlager festhält, welches ich reinigen und anschließend mit Sinterlageröl schmieren möchte.

    Auch dieser lässt sich einfach mit einer feinen Sprengringzange (möglichst klein!) oder etwas Ähnlichem entfernen.

    So kann man auf der anderen Seite die Achse vorsichtig herausziehen.

    Die beiden Sinterlager habe ich anschließend mit Alkohol und Wattestäbchen gereinigt und zum Schluss geölt.

    Nach dem Zusammenbau war der Motor wieder lautlos drehbar.


    Vielleicht hilft diese Anleitung dem ein oder anderen bei der Wartung seines 731.


    Viele Grüße

    Heiko


    P.S.: Ich hätte gerne mehr Bilder von den einzelnen Schritten hochgeladen, irgendwie ist aber die Dateigröße oder die Anzahl der Bilder das Problem….

    Interessant… habe mal recherchiert, wer sonst noch masselos über eine Feder die Auflagekraft erzeugt (außer Dual seit 50 Jahren)… bin nicht wirklich fündig geworden. Gibt es Gründe dafür?
    Ich möchte das jedenfalls an meinen beiden 731q nicht mehr missen. Wellige Platten oder nicht ganz gerade Stellflächen sind den Dingern ja echt egal.

    Hallo Hrvoje,

    freut mich, dass du (auch) so gut klarkommst mit dem VM95. Für mich war dieses doch recht günstige System die Wiederbelebung meiner Plattendreher- und Schallplattenleidenschaft. Habe lange Zeit nur mit den alten Dual/Ortofon-Systemen (hauptsächlich) meiner beiden CS731q gehört und war immer unzufriedener- gerade bei gebrauchten älteren Platten.
    Ein Aha-Erlebnis war das erste Mal mit dem VM95 ML mittels 1/2 Zoll Umbausatz im Direkten Vergleich zum alten System. Selbst von dir angesprochene Doors-Platten, die in den Höhen irgendwie alle hier und da mal verzerren, sind mit der ML völlig problemlos hörbar, auch für empfindliche Ohren. Überhaupt profitieren GERADE die älteren Platten von diesem Schliff (und ich schätze mit dem SH ist es ähnlich). Ich kann es mir nur so erklären, dass der Diamant in Bereichen abtastet, wo bisher noch kein Diamant hingekommen ist.
    Von zu hellem Klang habe ich tatsächlich nichts bemerkt, alles (auch der satte Bass) wirkt eher straffer und definierter. Für mich ein absoluter Genuss.


    Gruß Heiko

    Ahhh, wer lesen kann.... Du suchst nur 'ne silberne Blende....

    ^^ Hehe, ne ich habe nach zwei Restaurierungen meiner 731q (ist zwar schon länger her, die Erinnerungen daran sind aber noch sehr gut) nach deren Kauf damals, nicht nochmal Lust auf so viele Lötarbeiten. Ein weiteres Organspende-Modell brauche ich auch nicht, habe sogar noch einen new old stock eds920 eingelagert… soll wirklich nur ne silberne Blende sein.

    Oh, den Denon kannte ich tatsächlich noch nicht. Sehr interessantes Monstrum ^^

    Die neue Zarge finde ich aber ausgesprochen cool, auch wenn "anthrazit" und helles Holz auf meiner Geschmacksskala ebenfalls keine vorderen Plätze einnehmen. Ich musste sofort an einige professionellen Broadcastmodelle denken, vor allem an diesen monströsen Denon:

    Ich habe tatsächlich vor - wenn sich die Gelegenheit mal bietet, die braune Front gegen eine silberne zu tauschen. In Silber wollte ich den Dreher eigentlich immer haben. Derzeit wird leider nirgendwo eine angeboten.

    Danke übrigens für die vielen sehr positiven Rückmeldungen 😊

    In den letzten Jahren habe ich mir für meine Werkstatt nach und nach immer mehr gute Werkzeuge zugelegt, auch durch den Zuspruch meiner Frau (am Haus ist immer etwas zu machen).

    Für die Zarge waren die Tischkreissäge (Bosch gts10xc) mit dem selbstgebauten Schiebeschlitten und die Oberfräse extrem wichtig. Früher hatte ich nur die Tauchsäge mit Schiene zur Verfügung, da war wiederholgenaues Sägen nur bedingt möglich.

    Zum 731q habe ich noch ne Frage: bisher habe ich am fest verbauten Phonokabel nichts verändert, außer neue hochwertige Stecker zu verbauen. Ist von einem Umbau auf Cinch-Anschlüsse am Gehäuse eher abzuraten oder bringt das evtl. einen klangmäßigen Vorteil (um z.B. ein höherwertiges Kabel verwenden zu können? Habe hier noch Cinch-Anschlüsse in meiner Werkstatt herumliegen…

    Gibt es evtl. eurerseits noch einen heißen Tipp für eine gute aber preiswerte Phono-Vorstufe (so bis vielleicht 350 Euro)? Bisher liefen meine Dreher immer nur am MC/MM Eingang des Technics.

    …

    Wäre noch interessant das gute Stück mal mit der gesamten Anlage zu sehen.

    Ich finde das neue Kleid für den 731 jedenfals sehr gut. :thumbup:

    Wie gesagt, nichts Besonderes, die Lautsprecher (mit externer Frequenzweiche - hinten am Gehäuse) sind halt Eigenbau mit einfachen Pappmembranen ohne Alu, Keramik oder Diamantstaub 😂, die Komponenten (Verstärker, CD-Player, der allerdings am externen modernen DAC hängt) sind uralt. Die Lautsprecher sind - wie gesagt - von ADW (GrandLady) und ich habe sie dreischichtig aufgebaut, mittig aus MDF, außen am Bassklotz zusätzlich Multiplex und innen komplett mit Holzweichfaserplatte.

    Den gezeigten Fräsrahmen hatte ich mir damals für den Satori AMT geholt. Die Firma heißt Holzundmensch.com.


    Dennoch klingt alles echt ganz gut - man kann auch mit sehr geringem finanziellen Aufwand brauchbaren Klang bekommen.

    ah, danke; unsere Posts hatten sich überschnitten. Kannst Du erklären, warum es dann am Ende nicht bündig oben abschließt?

    Wie beim letzten Foto in der Werkstatt zu sehen, ist mit der normalen schwarzen Blende oben alles bündig - die Alu-Front braun oder silber ist immer aufgesetzt und steht daher auch beim Original über. Da ich mich bei den Ausfräsungen exakt an der originalen Zarge orientiert habe, steht nunauch bei meinem Spieler die Blende leicht über.
    Kompliziert war vorallem der schräge Längsschnitt unten für die Blende - sie steckt sozusagen schräg etwa 1,6 cm tief im Holz.


    Was genau kann der besser als ein 731Q? Wenn er Dir besser gefällt ist das was anderes, aber technisch?

    Ein "mittlerer" Nottingham wiegt 18 kg und kostet ca. 3500 €, das kann einem gefallen oder nicht... :D Technisch - was das Abspielen von Platten angeht - kann er vermutlich nichts besser...

    …ich muss ihn mal wiegen, aber an das Gewicht kommt mein 731 ganz sicher auch heran :D jedenfalls fühlt er sich fast so schwer wie mein Technics SU V900 an, der über 21kg wiegt.

    Super, gefällt mir sehr gut, tolle, neue Idee, verstehe nur noch nicht ganz, wie das Frontteil eingebaut wurde, sprich, wieviel von der Original-Zarge noch dabei ist? Kann man da etwas mehr vom Inneren sichtbar machen, vielleicht?

    Von der originalen Zarge ist nichts verbaut. Ist zu 100% Buche massiv. Auch kein Sperrholz. Nur die Basis ist Siebdruck (was ich selbst optisch durch die dunklen Schichten eher nicht so schön finde.

    Klasse Arbeit! Jetzt noch eine silberne Front anstelle der kackbraunen und es ist perfekt! ;)

    Gruß Gerd

    Edit: Und natürlich ein silbernes TK25...

    Oh ja, ich suche schon lange nach einer silbernen Front, die nicht gleich im Preisbereich liegt, den man früher für einen ganzen Dreher hingelegt hat…. Eine schwarze habe ich noch, die ist im zweiten - serienmäßigen 731 verbaut.
    Ein silbernes tk24 habe ich sogar (war ja beim Umbausatz dabei) allerdings sind mir die Kontakte mitsamt Kabeln herausgefallen und ich weiß nicht, wie man das wieder verklebt ^^ hatte mir daher einen Nachbau geholt, der mit seinen vergoldeten Kontakten perfekt funktioniert. Kein Brummen, kein erhöhter Übergangswiderstand… aber eben leider schwarz

    Moin,Le

    Hut ab und Daumen hoch. Wie bereits erwähnt wurde: Mal was ganz anderes.

    Im original Anzug ist der 731 sicherlich keine Designikone. Um so spannender finde ich Deine Umsetzung. Und während ich das hier schreibe, scrolle ich immer wieder zu den Bildern.

    Wäre noch interessant das gute Stück mal mit der gesamten Anlage zu sehen.

    Ich finde das neue Kleid für den 731 jedenfals sehr gut. :thumbup:

    Danke, die Anlage ist nichts wirklich Besonderes. Alles recht preiswert zusammengeschustert. Habe einen uralten schrottigen Verstärker von Technics (su V 900) und selbst zusammengedängelte Bausatz-Lautsprecher (ADW Grand Lady von Udo Wohlgemuth), um möglichst preiswert was einigermaßen brauchbar Klingendes zu haben. Als Tonabnehmer habe ich auch einen ziemlich billigen at95ml. Der Tonabnehmer klingt aber echt ok - das Originalsystem (dn160e) klang in meinen Ohren jedenfalls deutlich schwächer (deutlich weniger Präzision in Bass und Höhen). Ein MC System habe ich ohnehin für die Zukunft geplant für einen späteren höherwertigen Dreher.

    Was den Plattenspieler angeht, spare ich gerade auf einen mittleren Nottingham. Ich möchte nur die Zeit bis dahin mit einem Gehäuse überbrücken, das bei mir keinen Brechreiz auslöst😅. Ist natürlich alles Geschmacksache - wie alles im Leben.

    Danke, ja zunächst war das Gehäuse auch nicht so hoch - mir gefiel es aber so gerade vorne nicht - irgendwie wollte ich unten eine Phase dran haben. Da ich ohnehin noch eine Basis bauen wollte, habe ich sie direkt ins Gehäuse integriert.
    Das mit der aufgesetzten Frontblende ist dem Original nachempfunden.

    Die originale Zarge fand ich von Anfang an schrecklich. Zudem ist die alles andere als resonanzarm. Habe noch einen zweiten 731 in originaler Plastikzarge, ich werde in nächster Zeit mal einen klanglichen Vergleich ausprobieren. Habe aber jetzt das Gefühl, dass das Gehäuse einen Unterschied macht - wird vermutlich Einbildung sein. 😂

    Das Hartwachsöl enthält eine Beize und ist nach dem Aushärten hoch beanspruchbar und wasserfest (für Möbel und Treppen geeignet, zudem ungiftig - auch für Kinderspielzeug zugelassen).

    Hallo zusammen,


    in den letzten Wochen habe ich für meinen sehr geschätzten 731, der seit einigen Jahren in meinem Hörraum / meiner „Männerhöhle“ spielt, eine neue Zarge gebaut. Die originale Zarge war mir schon immer ein Dorn im Auge - so genial der 731 spielt, so billig ist ja die serienmäßige Zarge gebaut. Wenn man dagegen klopft, klingt das Teil wie eine halbvolle Legokiste. Jahrelang hatte ich den Plan, eine Massivholzzarge selbst zu bauen, wusste aber einfach nicht, wie ich die Bedienfront mit der Schräge in das Gehäuse einpassen kann. ….ich mache es kurz - das war auch das Schlimmste an der ganzen Konstruktion.
    Das Gehäuse ist in der Grundkonstruktion ein auf Gehrung gefertigter Grundrahmen aus Buchen-Leimholz, außen sind massive Bohlen aufgeleimt, da ich eine schöne gleichmäßige Außenseite haben wollte. Die Wandstärke liegt außen bei knapp 4 cm, innen ist aber nochmal ein stützender Rahmen aus 2cm Buchenholz eingeleimt, auf dem der massive Einbaurahmen verleimt ist. Die Wandstärke liegt also fast bei 6 cm ^^.
    Die untere Frontblende (unter der Bedieneinheit) aus 2cm Buche ist abnehmbar (von innen mit 3 Schrauben fest verankert) - diese ist rückseitig schräg gesägt, was von außen nicht sichtbar ist.

    Das ganze steckt auf einer Basis, die ich aus 24mm Siebdruckplatte gefertigt habe (mit 45 Grad Schräge ringsherum). Als Dämpfung zwischen Basis und Rahmen ist umlaufend 6mm Neopren-Band angebracht.

    Das Ergebnis sieht so aus:


    P.S.: …ach ja, da ich das Rot der Buche nicht so mochte, habe ich weiß pigmentiertes Hartwachsöl verwendet

    seit Anfang der 90er habe ich die ELR 65 und finde den Klang richtig gut. Selbst im Vergleich zu meinen gleichalten MB Quart (die weitaus teurer waren) gefallen mir die Elac besser.
    Wenn die elr54 nicht viel schlechter sind, ist das ein Schnäppchen.

    hallo zusammen!

    Da nun das Problem mit meinem 1/2 Zoll Adapter gelöst ist, möchte ich mir einen neuen Tonabnehmer gönnen. Da mein Verstärker einen sehr ordentlichen Phono-Verstärker besitzt (Technics SU V900), habe ich über ein MC System nachgedacht.

    Wäre denn der Audio Technica AT F2 geeignet?
    Ansonsten soll auch der günstige AT 100 gut sein. Wäre halt nur MM.

    Was meint ihr?