Beiträge von angus

    Carsten hat ja auch schon die wichtigsten Tipps gegeben und das Vorgehen beschrieben. Insbesondere, da keine Anleitung da ist, würde ich wirklich inflationär viele Fotos machen (aus unterschiedlichen Winkeln und auch von Dingen, die dir erstmal nicht wichtig erscheinen - später freust du dich, wenn du ein wichtiges Detail "aus Versehen" mitfotografiert hast)

    Aus eigener Erfahrung als Neuling kann ich raten: Einfach mal loslegen und dann mit konkreten Fragen oder Problemen hier nochmal melden. Auch wenn man am Anfang wie der Ochs vorm Berg steht, einfach Schritt für Schritt vorgehen. Mit der Zeit findest du dich immer besser zurecht und alles geht leicht von der Hand.

    Hallo Armin,


    selbst auch noch relativ neu hier und mache gerade Ähnliches mit meinem 1218. Die Service Manuals findest du eigentlich hier, wobei aber beim 481 nur eine Seite da ist.
    In diesem Thread steht, dass auch erstmal die Anleitung für den 1239 verwendet werden kann.
    Im Service Manual findest du die verwendeten Öle und Fette und auch die wichtigsten (aber nicht alle) Stellen.


    Viele Grüße und viel Erfolg!

    Für den 1239 sind die Infos zu Fetten und Ölen auf der letzten Seite. Beim 481 ist das Service Manual hier wie gesagt nicht vollständig. Hast du mal den Link von Fummelheini gecheckt? Nach Registrierung kannst du auf die Datei zugreifen.

    Hallo Armin,


    selbst auch noch relativ neu hier und mache gerade Ähnliches mit meinem 1218. Die Service Manuals findest du eigentlich hier, wobei aber beim 481 nur eine Seite da ist.
    In diesem Thread steht, dass auch erstmal die Anleitung für den 1239 verwendet werden kann.
    Im Service Manual findest du die verwendeten Öle und Fette und auch die wichtigsten (aber nicht alle) Stellen.


    Viele Grüße und viel Erfolg!

    Aus eigener böser Erfahrung, wenn Du den Lift auseinander nimmst, achte darauf, wie rum die Feder reinkommt.Die ist unterschiedlich dick an den Enden. Und setzt Du (ich ) die verkehrt herum rein, lässt sich der Lift nicht richtig einstellen.
    Mir ist mein 1218 spät abends beim x-ten schrauben aus dem Montagebock gefallen. Weil meine Aufmerksamkeit ob des doofen Liftes nachließ.

    Oh nein! Danke für die Warnung.
    Wäre so herum richtig? Also breite Seite der Feder Richtung Stellhülse (65)?


    Edit: Nach Antwort von zwölf36. Die gezeigte Ausrichtung ist richtig. Breite Seite der Feder Richtung Stellhülse bzw. Tonarm. Achtung: das Bild oben ist aber nicht die komplette Anordnung (Idealscheiben fehlen) -> Service Manual zeigt komplette Anordnung,


    Übrigens hat das Kleben super geklappt. Genau wie von dir beschrieben! Mit "super" meine ich, dass ich es nicht mehr per Hand abziehen kann. Ich probiere später nochmal Betriebserfahrung zu ergänzen.


    Einschub: Plastikteil kleben


    • Bruchstellen mit Isopropanol reinigen
    • Mit (alter) Zahnbürste und Scheuermilch Bruchstellen aufrauhen. Ich habe nur ein paar Mail hin und her gewischt, wie beim schlampigen Zähneputzen.
    • Dann nochmal mit Isopropanol reinigen
    • Sekundenkleber (von Uhu in Gelform) auf die Bruchstellen des größeren Teils dünn auftragen.
    • 10 Minuten zusammenpressen und dann über Nacht austrocknen lassen

    Jetzt passt natürlich Kais Antwort nicht mehr und der geneigte Leser ist verwirrt 8o Lass doch die alten Bilder drin, dann kann jeder sehen, wie viel zu viel ist ;)

    Recht hast du. Werde gleich nochmal editieren.


    Ansonsten habe ich jetzt eigentlich alle andere schon auseinander genommen und gereinigt. Nur das Antiskating habe ich fast nicht angefasst. Da nur ein paar Tropfen Isopropanol drauf, warten bewegen. Dann nochmal einen Tropfen Öl drauf, sodass es sich einfach bewegt (vgl. Foreneintrag bei vinylengine von dualcan).


    Als Zwischenfazit: Die Anleitung von dualcan ist erste Sahne! Toll erklärt und vielsagende Bilder. Es lohnt sich die ausführlich zu lesen, weil noch viel Info im Text steht. Nur der Geschwindigkeitswechsler und das Kugellager werden ausgelassen. Vielleicht helfen da meine Beschreibungen etwas weiter.


    Jetzt warte ich noch auf die Lieferung von Silikonöl AK 300 000 und dann geht es Mitte oder Ende der Woche weiter. Mal sehen welche Probleme es beim Zusammenbau gibt. :D


    An dieser Stelle schonmal riesen Dank für die Unterstützung und Hilfe :hail: . Ihr seid großartig! :thumbsup:

    Die markierten Stellen müssen entharzt werden und sollten absolut freigängig sein. Die Feder muss die Wippe selbständig und zügig zurückziehen können. Das kleine runde Teil links, ist eine Rolle die sollte auch laufen. Beides wird für den Wecshelvorgang benötigt.

    Danke für die Antwort! Jetzt weiß ich, wo es hin soll - sehr viel wert :) . Die Bohrungen für die Achse (173) der Abwurfwippe (172) habe ich sehr gründlich gereinigt und auch geölt. Etwas nachgeölt habe ich nochmal den Wechselbolzen (175) und die Buchse (177). Durch Probieren habe ich Folgendes herausgefunden: Je nachdem wie ich den Wechselbolzen (175) in der Bohrung der Lagerbrücke (168) um seine Längachse rotiere, läuft er leichter oder schwerer. Ich habe jetzt eine Position gefunden in der es fast flüssig läuft. Lediglich wenn die Buchse (177) am Kopf des Wechselbozens (175) in die Lagerbrücke (168) eindringt, hakt es kurz. Also noch so lala. Muss das ganze nicht am Ende noch gegen einen zusätzlichen Widerstand arbeiten? Ich fange an der Feder die Schuld zu geben und spiele ernsthaft mit dem Gedanken sie mit Lötzinn etwas härter zu machen. Denn geölt ist eingentlich alles gut.


    Und danke für den Hinweis zur Rolle. Die klebt völlig fest. Da muss ich auf jeden Fall ran! :D

    6. Kurvenrad, Abwurfwippe und Haupthebel


    Einige der nachfolgenden Arbeitsschritte sind bereits von dualcan im vinylengine-Forum hervorragend beschrieben.


    6.1 Demontage


    Für genauere Beschreibung und aufschlussreiche Bilder, siehe vinylengine-Forum. Es wird zunächst von der Unterseite gearbeitet.

    • Idealscheibe (208) der Achse (204) des Hauphebels (212) entfernen. Achse (204) herausziehen und Haupthebel abnehmen.
    • Gerät wenden und an der Oberseite die Sechskantschrauben (25 und 26) sowie Mutter (27) lösen.
    • Dann wieder das Gerät wenden (also wieder von der Unterseite arbeiten): Nacheinander den Block mit Abwurfwippe und dann das Kurvenrad entfernen. Um das Kurvenrad zu entfernen musste ich vorher noch ein ominöses gewinkeltes Blech mit einer Schraube von der Unterseite der Einbauplatte (11) entfernen. Das Blech habe ich nicht in der Explosionszeichnung gefunden und ist auf diesem Bild am Rande zu sehen.
    • Falls nötig kann an dieser Stelle das Kugellager (167) von der Achse der Lagerbrücke (168) abgezogen und gewartet werden (siehe 7. Kugellager reinigen und fetten)


    6.2 Abwurfwippe reinigen und schmieren


    Alles wie von dualcan auf vinylengine beschrieben. Ergänzung zum Schmieren der Abwurfwippe


    Die markierten Stellen müssen entharzt werden und sollten absolut freigängig sein. Die Feder muss die Wippe selbständig und zügig zurückziehen können. Das kleine runde Teil links, ist eine Rolle die sollte auch laufen. Beides wird für den Wecshelvorgang benötigt.



    Das sind die Auslekungen der Wippe. Es geht um die Bewegung von Position 2 zurück in Position 1



    6.3 Kurvenrad reinigen und schmieren



    Ebenso wie von dualcan auf vinylengine beschrieben. Hier aber meine alternative Schmierung:


    Außerdem habe ich noch die Bahn des Kurvenrades sparsam gefettet. Die Seite die später nach unten zeigt, in der der Haupthebel läuft.




    6.4 Haupthebel


    Auch das super beschrieben von dualcan. Nichts zu ergänzen.

    Und gleich die nächste Frage X/ das ist wohl das Problem, wenn man noch nie so ein Gerät in einwandfreier Funktion gesehen hat.
    Ich sitze an der Abwurfwippe (172). Habe es alles auseinander genommen, gereinigt und geschmiert.


    Leider bin ich mir nicht ganz sicher, wie das fertige Ergebnis aussehen soll. Soll die Wippe aus ausgelenkter Position 2 gegen die Schwerkraft in einer flüssigen Bewegung von der Feder in Position 1 zurück gezogen werden?
    Bei mir lässt sich das gut von Hand bewegen aber die Feder schafft es nicht immer. Und wenn, dann hängt es zwischen durch. Wenn es wirklich von alleine gegen die Schwerkraft gehen soll, muss ich nochmal ran...


    Ich habe die Außenflächen von Wechselbozlen (175) und Buchse (177), sowie die beiden seitlichen kleinen Bohrungen der Abwurfwippe (172) für die Achse (173) geölt. Gefettet habe ich die Bahn der Buchse (177) und zur Sicherheit die äußeren Seitenflächen der Abwurfwippe (172), die mit der Lagerbrücke (168) in Kontakt sind. Bin über Tipps und Hinweise sehr dankbar!

    edit: oder die Feder mit einem Tropfen Lötzinn etwas straffen?

    Kurvenrad, Haupthebel und Abwurfwippe muss ich kurz überspringen (wird nachgeholt) und einen Zwischenschritt einfügen.


    7. Kugellager reinigen und neu fetten


    Als Kugellager (Teil 167) für den Teller wird ein sogenanntes Axial- oder Drucklager (engl.: thrust bearing) verwendet. Der Vorgang ist hier im Forum schon von André beschrieben.
    In meinem Fall war das Lager schon ziemlich trocken und zum Öffnen hat es gereicht, nur zwei der drei Nasen aufzubiegen. Die Nasen brechen natürlich nach ein paar Mal biegen ab, also Vorsicht!
    Hier ein Bild, das die oben verlinkte Anleitung vielleicht sinnvoll ergänzt. Die drei entnommenen Teile auf der rechten Seite zeigen mit der Unterseite nach oben. Beim Zusammensetzen also um 180° drehen. Man sieht, dass der Ring mit den Kugeln mit der Seite mit Ausparungen zwischen den Kugeln nach unten eingesetzt wird, also glatte Seite nach oben.


    Die Teile werden alle gereinigt und anschließend neu gefettet. Beim Fetten habe ich an diesem Video orientiert. Das Ergebnis sieht so wie unten aus. Da ich noch nie ein Lager gefettet habe, bevor ich alles wieder zusammensetzt (möchte gerne die Nasen schonen), ist das zu viel? Oder passt das so?

    Edit: So viel Fett war ursprünglich drauf. Darauf bezieht sich untenstehender Kommentar von tpl1011:


    Nach Hinweis von tpl1011 (Danke!) habe ich die Fettmenge reduziert. Auf die innenliegenden Flächen der beiden Metallscheiben eine gleichmäßige Schicht, etwa halb- bis genauso dick wie die Scheibe selbst. Bei dem Ring, der die Kugeln hält wird die Seite mit Erhebungen gefettet. Die Vertiefungen habe ich mit Fett gefüllt, etwa bis zur Höhe der Erhebungen. Diese Schmierung sollte immer noch vergleichsweise großzügig sein (s. Bild unten). Best Practice Beispiele willkommen!

    Edit: Mittlweile bin ich der Überzeugung, dass auch das wirklich noch zu viel ist :/ . Solange das Kugellager keine Probleme macht, lasse ich es aber erstmal so. Vielleicht gibt es ja doch noch ein Best Practice Beispiel?

    Silikonöl würde ich nicht nehmen. Kleine Reste wirken stark trennend. Falls mal später in der Nähe Kunststoff bricht, wird das Kleben schwierig.

    Ich würde normales Fett oder zur Not Kriechöl nehmen.

    Vielen Dank für die Antworten, dann nehme ich Fett.


    Wenn ich mit dem Spieler durch bin, kenne ich auf jeden Fall jedes Teil. Gerade verneige ich mich einfach nur vor eurer ganzen Expertise und Hilfsbereitschaft hier im Forum.
    In diesem Sinne gleich schon die nächsten zwei Fragen -.-. (ich benutze vorher immer Forensuche und google. Aber wenn ich mir nicht 100% sicher bin, frage ich lieber nach)

    • Fetten des Kurvenrads (143): Ist es richtig, dass ich sowohl die Bahnen des Rades (nur die Seite die später nach unten zeigt) als auch den kleinen Stift des Haupthebels (212) fette? Und beim fetten wahrscheinlich einfach eine dünne Schicht, z.B. mit Wattestäbchen, auftragen, oder?
    • Weil ich auch schon den Haupthebel (212) demontiert habe und Richtung Steuerpimpel gucke: Die Reibfläche des Haupthebels gründlich reinigen und dann mit Sandpapier anrauhen (und logischerweise nicht fetten), richtig? Und ich nehme an, ich brauche auch einen neuen Steuerpimpel, oder? Im Forum, habe ich gesehen, dass es immer mal wieder Nutzer gibt, die welche anbieten oder andere Ersatzteile zweckentfremdet werden können. Gibt es einen aktuellen guten Tipp? Oder einfach ebay? Hoffe man kann auf den Bildern unten alles gut erkennen.


    Probiere es aus!Klebestellen säubern und dann noch mit einer alten Zahnbürste und Viss (o.Ä.) anrauen.
    Dann kleben und 'ne Stunde zufrieden lassen. Könnte gut sein, dass Du dass Ding dann nicht mehr auseinander bekommst :thumbup:

    Werde ich machen und berichten!


    Derweil bin ich am Kurvenrad angekommen und habe Abstellhebel (157) und Reibplatte (158) abgenommen und alles gereinigt. Bevor ich schmiere und zusammensetze, wollte ich nochmal nachfragen, weil in der Anleitung hier steht, dass auf den kleinen Stift der Reibplatte Silikonöl soll. Im Service Manual habe ich aber nur gefunden, dass nur beim Lift Silikonöl verwendet wird... Jetzt bin ich verwirrt. Unten habe ich mal skizziert, was ich wo auftragen würde (sorry für den typo im Bild) und freue mich über Rückmeldung

    Danke für die ausführliche und differenzierte Antwort. Ich lasse es erstmal so und mache den ganzen Rest. Wenn dann (hoffentlich) alles funktioniert, widme ich mich nochmal dem Motor :)

    Danke für die Hinweise, Thorsten. Leider ist schon wieder alles zusammengesetzt und ich habe versäumt Bilder zu machen. In meinen Augen sah aber alles in Ordnung aus. Hier ist das beste Bild, auf dem man vielleicht etwas erkennt? In jedem Fall nehme ich den Hinweis mal oben auf.

    5. Drehzahlregelung / Umschalter demontieren


    Das Reibrad muss für die folgenden Arbeitsschritte bereits entfernt sein. Die Unterseite des Plattenspielers ist nach oben gerichtet.

    • Sechskantmutter (115) lösen. Rastblech, Scheibe und Mutter (113 bis 115) von der Achse des Schalhebels (8) nach oben abziehen. Schalthebel (8) von unten rausziehen.
    • Die Zylinderschrauben (111) lösen und die Idealscheibe (214) vom benachbarten Schaltarm (252) entfernen (Achtung: die springt! habe meine bis heute nicht wieder gesehen). Jetzt kann die ganze Mechanik der Dreahzahlregelung / Umschaltung herausgenommen werden.
    • Vom Träger (112) zunächst den Umschalthebel (110), dann das Umschaltsegment (107) abziehen. Alles andere baut sich von selbst auseinander. Vorsicht mit den vielen Kleinteilen und Federn.
    • Ich habe alles auseinandergenommen mit Ausnahme der Verbingung zwischen Schenkhebel (137) und Umschalthebel (110), da diese sich noch sehr gut bewegen ließ.
    • Zum Auseinandernehmen des Pinchreglers: Kappe (9) mit den Fingern von unten festhalten und Sechskantmutter (104) lösen.
    • Alle Stellen mit Öl- und Festresten sorgfältig reinigen, auch die Auflageflächen auf der Einbaufläche (11)



    Das passiert, wenn jemand mit Gewalt einen festgepappten Schalter bewegt. Wenn man wüsste, was das für ein Kunststoff ist, könnte man einen Klebeversuch starten. Da liegt wenig Kraft an, aber das Teil ist eine wichtige Führung. Aller Wahrscheinlichkeit nach wäre ein Ersatzteil sinnvoll.
    Ich habe sowas noch, komme aber erst in drei Wochen wieder dran...
    Du kannst im Suchebereich auch mal eine Anfrage starten, vielleicht geht das dann schneller.

    Danke :) Ich habe jetzt mal im Suchebereich "inseriert". Mal sehen, ob sich jemand meldet. Ersmal werde ich versuche das Teil zu kleben. Langfristig bin ich aber auf jeden Fall an einem Ersatzteil interessiert!


    Kleben konnte ich es mit "Uhu Power Repair" (gibt es in der Art auch von Pattex).
    Dem Kleber gibt man 24 Std. Zeit und dann lässt der nicht mehr los.

    Spricht was gegen Sekundenkleber von Uhu (Gel-Form)? Den habe ich gerade hier.


    Und danke für das Kompliment! Ich gebe mir Mühe ;)

    Genau, erst die beiden Metallteile auseinanderziehen. Mit WD40 wäre ich sparsam, nur wenn's garnicht geht. Alkohol dranpinseln und etwas rummuckeln, dann geht das meistens.Der Zusammenbau ist etwas fummelig. Darum hier noch als Hilfestellung:
    Geschwindigkeitsumstellung 1218 - Reihenfolge beim Zusammenbau?


    Besten Gruß
    Alber

    Danke für den Link, Alber. Das werde ich bestimmt noch brauchen! Mit WD-40 hat es funktioniert, das nächste Mal werde ich es aber mit Isopropanol versuchen.


    Jetzt habe ich aber das erste ernste Problem. Das Plastikteil (Umschaltsegment, 107) ist kaputt. Das war schon vorher so, aber man hat es wegen dem ganzen Harz schlecht gesehen. Kleben oder Ersatzteil? Bin über jeden Tipp dankbar. Ich mache es in der Zeit schonmal sauber...

    Danke nochmal für die Antwort. WD-40 (bzw. No-Name-Ersatz) ist drauf und ich warte. In der Zeit habe ich den Motor gemacht. In der Tat waren die Schmierstellen komplett trocken! Gut also, das mal gecheckt zu haben. Und es geht einfach von der Hand.


    4. Motor demontieren/schmieren/montieren
    Eine super Beschreibung findet sich imvinylengine-Foum auf englisch. Danke an curbyourenthusiasm für den Link.
    Hier trotzdem nochmal mein Vorgehen + Bilder in aller Kürze

    • Plattenspieler ist mittlerweile umgedreht, wir arbeiten also von der Unterseite. Außerdem ist der Tonabnehmer entfernt, damit nichts kaputt geht. Ich benutze drei Klopapierrollen um die mittlere Achse verteilt als Stütze.
    • Mit einem Schraubendreher die beiden Ansatzschrauben (133) entfernen. Darauf achten einen Schraubendreher der richtigen Größe zu verwenden. Die Schrauben sind weich vom Material und fest gezogen, sodass die Köpfe leicht beschädigt werden können. Dann lassen sich alle wichtigen Teile schon entfernen.
    • Anker (131, auch Rotor genannt), beide Lagerbrücken (126 und 132) mit Antriebsrolle (117) entfernen und zur Seite legen. Der Stator (129) kann wieder im Abschirmblech abgelegt werden.
    • Den Gewindestift (118) aus der Antriebsrolle (117) drehen und diese von der Achse abziehen. Jetzt kann auch die obere Lagerbrücke (126) von der Achse abgezogen werden (s. Foto)
    • Innenflächen der Lagerbrücken (126 und 132) sowie die Achse des Ankers (131) reinigen. Meine Wattestäbchen sind zu dich für die Lagerbrücken und ich habe Tachentücher verwendet. Vorsicht, dass keine Papierfussel oder andere Rückstände bleiben.

    Der Lagerspiegel der unteren Lagerbrücke (132) sollte überprüft werden:

    • Öl auf die Innenflächen der Lagerbrücken auftragen. (s. Foto). Die untere Lagerbrücke (132) hat ein kleines Ölreservoir. 1-2 Tröpfchen Öl in die Öffnung geben, dann langsam das kurze Achsenende des Rotors (131) einführen, damit das Öl ins Reservoir gedrückt wird. Rotor wieder herausziehen und nochmal Öl nachgeben.


    • Alles wieder zusammensetzen: Erst die obere Lagerbrücke (126) die lange Achse des Ankers (131) stecken, dann Antriebsrolle (117) mit dem Gewindestift (118) am Ende der langen Achse befestigen (Antriebrolle ganz draufdrücken). Jetzt den Stator (129) aus dem Abschirmblech (124) herausheben und Anker (131) mit oberer Lagerbrücke (126) und Antriebrolle (117) kopfüber einsetzen. Darauf achten, dass die Bohrungen der Lagerbrück (126) auf den Gewindebohrungen der Motorpfeiler (125) liegen. Anschließend erst Stator (129), dann untere Lagerbrücke (132) draufsetzen und wieder festschrauben (133). Tipp: vorher nochmal checken, ob die Bohrungen von Pfeiler, Brücken und Stator in einer Linie sind. Wenn ja, dann beide Schrauben erstmal nur so weit reindrehen, bis das Gewinde greift. Ist alles in Ordnung, dann Schrauben (133) gleichmäßig festziehen. Ansonsten nochmal neu ausrichten.




    Wenn Du so Mini Pups O-Ringe hast, dann kannst Du so einen auch nehmen. Soll gehen habe ich gelesen.

    Danke für den Tipp. Ein Freund von mir hat vielleicht welche. Ich frage mal nach.


    Ich versuche jetzt den Geschwindigkeitswechsler auseinander zu nehmen. Das Ding sieht ziemlich verharzt aus:


    Ein paar Arbeitsschritte weiter: Ich nehme an der Umschalthebel (110, Metall) muss von der kleinen Achse, bevor ich den Umschaltsegment (107, gelbes Plastik) entfernen kann? Allerdings sitzt dieser Umschalthebel sehr fest und lässt sich auch mit etwas Kraft nicht abziehen. WD40 drauf und warten?


    Außerdem fällt mir auf, dass auf der kleinen Feder, die Umschalthebel (110) und Schaltarm (252) verbindet ein Tropfen Lötzinn drauf ist (um die Federstärke zu ändern wahrscheinlich). Erstmal drauflassen, oder?

    Vielen Dank für die tollen Links! Den Tipp zu Ölen und Schmierstoffen habe ich schon mal oben aufgenommen.


    3. Reibrad entfernen

    Bestens beschrieben von zwölf36:

    Gleichmäßig beide Hände drunter legen, einen Daumen auf die Achse legen, damit die kleine Plastikscheibe nicht verschwindet.
    Dann langsam nach oben ziehen und wenn Du merkst, dass es nicht mehr weiter geht einmal kräftig ziehen.


    Das Rad wird nur von der kleinen Plastikscheibe an seinem Ort gehalten


    Es lohnt sich, ein Papier/Tuch dazwischen zu legen. Zum einen fliegt die Scheibe dann nicht weg, zum anderen fettet man das Kurvenrad nicht mit seinen Pfoten voll.


    Also Warnung: Nicht mit Schraubendreher oder anderen harten Gegenständen versuchen. Meine Sicherungsscheibe habe ich leicht beschädigt (siehe Foto), ist aber noch in Ordnung.

    Das Reibrad werde ich erstmal nicht schmieren, sondern zuerst die Mechanik des Geschwindigkeitswechslers von der Unterseite demontieren, reinigen und schmieren.