Beiträge von lini

    Dennis: Eine technische Erklärung kann ich Dir leider auch nicht liefern, aber das Phänomen existiert wohl tatsächlich. Wenn Du mehr wissen willst, frag am besten einfach mal selber an entsprechender Stelle - z.B. auf Audiokarma. Ich glaub nicht, dass erfahrene Dual-Restaurateure wie etwa "bohhey" grundlos vor Geräten mit diesem Motor warnen.


    Und in Sachen Rückrufaktion weiß ich leider auch nichts Genaueres - nur muss die ja nicht unbedingt von Dual-Thomson initiiert worden sein. Könnte ja genauso gut der lokale Distributor gewesen sein...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Ich hätt da auch noch zwei kleine Infos:


    - die früheren Modelle in den USA haben meist keine Original-Zarge - da haben die dortigen Distributoren wohl lieber die Einbauversionen erworben und in eigene Zargen gepflanzt, z.B. United Audio...


    - die Modelle mit SM840 gelten drüben als problematisch, weil der Motor bei 110-V-Betrieb offenbar gerne spinnt; empfohlen wird der Austausch gegen einen SM860 - und angeblich gab's deswegen 1985 sogar mal eine Rückrufaktion...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Martin, es gibt schon einige handfeste Vorteile mit den Nudies: Unter anderem ist Diamant recht leicht - sprich: Bei hochwertigen Systemen würde es wenig Sinn machen, die Nadelträger auf Leichtigkeit und Steifheit zu optimieren, wenn man dann einen relativ schweren Kloben mit Stahl- oder Messing-Bonding einsetzt. Selbst die besseren gebondeten Varianten mit Titan- oder Saphir-Sockel kommen da nicht ganz hin. Außerdem kenne ich Bonding-Sockel eigentlich nur in runder Variante, während die besseren unter den nackten Diamanten mit rechteckigen oder quadratischen Schäften gefertigt werden - womit sich dann zum einen eventuell nochmal etwas Gewicht sparen lässt, und zum anderen setzt man die Dinger dann üblicherweise in entsprechende, Laser-gebohrte Ausschnitte, was quasi automatisch eine sehr präzise Ausrichtung des Schliffs ergibt, während bei gebondeten Nadeln schon öfter mal quasi "der Schliff verrutscht". Unterschiede gibt's dann typischerweise auch noch in der Qualität des Diamantmaterials selbst - bei günstigen gebondeten Diamanten und speziell auf Nachbaunadeln ist das in der Regel nur Industrie-Qualität, bei nackten Diamanten meist teure Schmuckstein-Qualität. Außerdem sind die nackten Nadeln normalerweise auch noch am aufwendigsten poliert, was neben der weiter oben erwähnten Ausrichtung nach Kristallstruktur ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Standzeit und auch den Plattenverschleiß hat.


    Und ja, den Unterschied hört man - vergleiche zum Besipiel mal ein Ortofon OM mit Nadel 10 und Nadel 20 oder ein 120er Audio Technica mit ATN125LC und ATN140LC (und dann am besten gleich noch mit ATN155LC, denn dann kannst Du Dir auch gleich noch ein Bild machen, wie sich besonders aufwendige Nadelträger auswirken können)...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) Meint ihr das war gut? :S


    Tja, genau wirst Du's freilich erst wissen, wenn der 1226er da ist - denn vorher ist der tatsächliche Zustand ja schwer zu beurteilen. Prinzipiell sieht's aber nicht schlecht aus: Das Modell an sich ist ein durchaus anständiger Reibrad-Wechsler, und das konkrete Exemplar macht einen gepflegten und kompletten (inkl. Wechsler-Achse und Single-Puck...) Eindruck. Rund 30 Euro dafür gehen auch in Ordnung, wenn das Gerät technisch so gut in Schuss ist, wie's äußerlich den Anschein macht.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Diego: *lol* Jaja, der gute ELP LT... bietet aber für viel Geld wenigstens auch ein erstaunlich hässliches Design - immerhin! :D


    Grinsegrüße aus München!


    Manfred / lini

    Ja, da werden sie vermutlich ihren ersten CD-Player präsentiert haben - PCM ist ja nur typische Kodierungsverfahren mit 'ner bestimmten Bit-Breite zur Abbildung der jeweiligen Amplitude und 'ner bestimmten Sampling-Rate. Stinknormales Linear-PCM eben - auf der CD halt mit 16 bit und 44,1 kHz...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Wolfgang, Gernot: Nur damit ich weiß, ob Ihr möglicherweise aneinander vorbeigeredet habt oder meine Wenigkeit an Euch vorbeidenkt: Wolfgang, ging's Dir nur um 'ne Headshell-Befestigung in der Art einer SME-Kupplung oder tatsächlich um 'ne Standard-SME-Kupplung (wie's Gernot offenbar verstanden hat)? Denn echte SME-Kupplungen gab's bei Dual meines Wissens zwar nie, aber SME-artige sehr wohl. Und viele der übrigen Modelle haben immerhin leicht wechselbare Trägerplatten...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini


    edit: Tippfehlerbeseitigung *seufz*

    Benjamin: Auch bei üblichen, modernen Auto-Range-DMMs würd ich mir normalerweise keine großen Sorgen machen. Aber zur Not kann man sich ja noch zusätzlich absichern, indem man einfach noch einen Widerstand im höheren Kiloohm-Bereich dazwischen klemmt. Zwecks Durchgangsprüfung tut's das dann sowieso immer noch völlig - aber auch, wenn man wirklich den Widerstand messen will, jedoch keine besonders große Genauigkeit braucht (und auf's Ohm genau stimmen die beiden Spulen eh so gut wie nie überein...).


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Wozu die Aufregung? Der Prospekt passt doch ins Bild - will meinen: Die Dual betreffenden Texte und technischen Daten sowohl auf der Web-Site von Fehrenbacher als auch der von Sintron sind ja auch nicht eben sorgfältig aufbereitet. Das eigentlich Tragische an der Geschichte scheint mir allerdings, dass seit der Vertriebsübernahme durch Sintron zwar die Preise kräftig gestiegen sind, sich die Qualität des Marketings aber nicht gerade verbessert hat. Da mag man sich durchaus fragen, inwiefern der neue Vertrieb der Marke Dual eigentlich nützt...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Peter: Hmja, da kann ich mich nur anschließen, dass es wirklich eine ganze Menge Möglichkeiten gäbe. Eine weitere wär z.B. das derzeit wieder bei Williamthakker erhältliche Nagaoka/Tonar (JT-)555. Kostet knapp 90 Euro und bringt dafür immerhin schon einen nackten, Shibata-artigen Diamanten mit.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Mei, Peter, der Tonarm der Kiste ist durchaus ordentlich und mit rund 12 g effektiver Masse recht universell bestückbar - sprich: Besonders unter Einbezug älterer Modelle gäb's da jede Menge Möglichkeiten. Dutzende - selbst wenn Du die Geschichte auf einen vernünftig erscheinenden Preisrahmen von maximal 200 Euro beschränken würdest...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Peter: Das XV-15 entspricht quasi der mittleren Stanton-Baureihe (68x & Co.), das V-15 entspricht den 500er Stantons. Die Letzteren find ich nicht so den Knüller, aber mit der mittleren Baureihe kann man durchaus was anfangen. Wobei die D625E-Nadel zwar schon ganz ordentlich ist, aber mit den schärferen Varianten (Stereohedron...) geht noch ein gutes Stück mehr...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Jürgen: Wär vielleicht sinnvoll, wenn Du angeben würdest, welchen Typ von Neutrik-Cinch-Steckern Du verwendet hast, denn da gibt's verschiedene. Am schlankesten sind die NYS352 (11 mm), etwas dicker die NYS373 (12,2 mm) und am dicksten die NF2C (13 mm; ältere Version: 14,5 mm)...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) Was die Technics SL7/8 usw. betrifft: Was glaubst du, warum es von Technics (und all den anderen auch) heute keine Spieler mit solchem Aufbau mehr gibt, vom HighEnd-Bereich ganz zu schweigen? (...)


    Wenn ich die Frage ernsthaft auffassen soll: Jedenfalls nicht deshalb, weil die Bauweise besonders problematisch gewesen wäre. Zugegeben, nach zig Jahren braucht's bei den Dingern häufig einen neuen Antriebsriemen für den Arm - aber typische Altersschwachstellen gibt's bei konventionellen Modellen genauso, also würd ich das nicht als besonderes Problem ansehen. Ich denk, die sind einfach genauso ausgestorben wie der Rest des ehemals sehr umfangreichen Angebots. Man könnte genauso fragen, warum es keinen SL-M3 mehr gibt - oder keinen SL-M1, keinen SL-QX300 und auch noch nicht mal einen SL-QD33. Oder keine Dual-Direkttriebler...


    Hmja, und den Philips FP146 sollte man mit den dickeren Technics-Tangentialen (hauptsächlich SL-7/10/15, aber auch etwa SL-QL1...) und auch deren kleineren tangentialen Direkttrieblern (z.B. SL-5/6, SL-Q5, SL-DL5 et cetera) meines Erachtens nicht unbedingt in einen Topf werfen. Das wär ein bisschen, wie einen CS435-1 mit einem guten 7er- oder 6er- bzw. einem anständigen 5er-Dual zu vergleichen...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Was soll denn daran sinnvoll sein? Einen Plattenspieler mit geschlossener Haube zu betreiben halte ich persönlich für Unfug, das führt im Zweifel zu Mikrophonie, (...)


    Mei, das Mikrophonie-Argument fällt schonmal bei allen, die mit einem Kopfhörer hören, so ziemlich flach. Und zumindest unter den männlichen Singles gibt's durchaus reichlich Exemplare, die's nicht so sehr mit dem Staubwischen und -saugen haben - mich eingeschlossen. ;) Ich gehöre also auch zu denen, die Front-Bedienung durchaus nicht verkehrt finden - vor allem bei Vollautomaten, und ganz besonders bei den Exemplaren, bei denen man auch den Arm über Tasten bewegen kann. Beim Braun PS550 (das ist der mit der lustigen Sensorwippscheibe...) find ich's z.B. ein bisschen schade, dass die Bedienelemente unter der Haube sind - aber auch nur ein bisschen, denn darüber tröstet mich das visuell sehr ansprechende Design locker hinweg...


    Tja, und der ein oder andere Eigner eines Technics-Tangentialspielers a la SL-7 & Co. mag sich dabei auch einen grinsen, denn da ist ja ohnehin offensichtlich, warum es sinnvoll ist, die Kiste mit geschlossener Haube zu betreiben. :D


    Grinsegrüße aus München!


    Manfred / lini

    Frank: Zusätzlich zu Horsts Ausführungen bliebe noch anzumerken, dass Du beim nächsten Versuch den Außenmantel nicht so weit abisolieren respektive den Innenleiter nicht so weit überstehen lassen solltest - denn eigentlich sollte der Außenmantel noch bis ans vordere Ende der beiden abstehenden Metallzungen reichen, denn die sind als Fixierung und Zugentlastung fürs das Kabel gedacht (einfach mit der Zange zuzwicken und damit das Kabel einklemmen...).


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Hmmm, mhmm, hmmhmmhmm (*Werte studier*) - interessant. Scheint auffällig, dass sich manche Nadeln sehr linear verhalten, wenn man die Schritte von 0,1 auf 0,2 und von 0,2 auf 0,3 mm vergleicht, und andere mehr oder weniger deutlich abweichen...


    Aber, ob man jenes Fazit aus diesem Versuch ziehen kann, scheint mir doch fragwürdig - denn Du hast Dich ja in dem Fall mit der statischen Compliance beschäftigt und nicht mit der dynamischen. Zudem stellt sich, wie Du ja ohnehin schon selbst einwendest, die Frage, inwieweit sich die Ergebnisse einer Einzelstückmessung verallgemeinern lassen. Und ein weiteres Problem könnte sein, dass die sich bei diesem Test ergebenden Werte in vielen Fällen nicht im empfohlenen Auflagekraftbereich liegen. Da wär's vielleicht interessanter, wenn man messen würde, welche Auslenkungen sich an der Unter- und Obergrenze sowie in der Mitte des empfohlenen Auflagekraftbereichs ergeben würden - aber ich weiß nicht, ob das mit diesem Messaufbau so einfach ginge.


    Interessant ist die Geschichte aber allemal - und dass sich ausgerechnet die DN750 als softeste Nadel im Vergleich entpuppen würde, ist schon irgendwie lustig...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Zitat

    Original von Albert W.


    Anderes System in der Erstausstattung ?


    Schon, nur sind sich das EPC-P24S im Grundig und das EPC-P27S im Technics ebenfalls höchst ähnlich, und das 27S müsste sogar eigentlich noch über dem 24S angesiedelt gewesen sein. Obendrein kenn ich das 24S selbst zur Genüge, und sehr guten Klang könnte ich dem Ding nicht eben bescheinigen - war zwar ein durchaus brauchbares Einstiegs-MM, aber von einem wirklich sehr guten Tonabnehmer war das Ding aufgrund der eher schlichten Serien-Nadel doch ganz schön weit entfernt. Ich hab meins damals nach 'ner Weile durch ein AT132EP ersetzt, und das spielte das kleine Technics praktisch in jeder Hinsicht an die Wand - und brachte mir 'ne Menge Spaß, weil plötzlich auf vielen Platten das ein oder andere mehr zu hören war, was das Technics zuvor praktisch unterschlagen hatte.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Zitat

    Original von 3rd_Ear (...) Zum gleichen Urteil kamen auch Blindtest-Hörer Anno 1984:


    Wobei man sich da schon ein bisschen fragen mag, ob die Tester eventuell ebenso taub wie blind waren - auffällig ist jedenfalls ein deutlicher Unterschied in der Hörtest-Bewertung zwischen Grundig PS2600 und Technics SL-B300, obwohl die Kisten höchst bauähnlich sind...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Helme: Wegen verhärteter Nadelträgeraufhängungen würd ich mir bei Audio Technica normalerweise keine Sorgen machen - in der Hinsicht ist mir bislang jedenfalls noch keine problematische NOS-AT-Nadel untergekommen. Was ich da hingegen schon ein paar Mal erlebt hab, waren nicht richtig gerade ausgerichtete Nadelträger, was aber bislang immer durch ein wenig Fummeln am Dämpfungsring zu beheben war. Ist aber auch nicht weiter wichtig, denn kommt Zeit, kommt Dir vielleicht auch irgendwann ein besserer Spieler (egal, ob nun von Dual oder einem anderen Hersteller) zugelaufen - und dann muss man ja eh erstmal wieder kucken, was da gut dranpassen würde. Außerdem ist es ja auch nicht so, dass es sonst keine interessanten Tonabnehmer-Alternativen gäbe - nur ist Neuware aus aktueller Produktion inzwischen halt leider größtenteils ganz schön teuer, wenn man was mit einigermaßen aufwändigen Nadeln und Nadelträgern sucht...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini


    P.S.: Achja, die Alternativnadel aus aktueller Produktion wär die ATN150MLX und ist leider nicht eben nachgeworfen billig...