Beiträge von lini

    Andreas: Hmja, ich denk, in dem Punkt werden wir uns dann wohl nicht ganz einig werden. Denn ich halte die genannte Regel zwar im Kontext von Kleinanzeigen hier oder auch in anderen Foren für durchaus sinnvoll und eigentlich sowieso für ein Gebot der Höflichkeit. In den normalen Diskussionsforen schiene mir diese Regel aber nicht der User-Gemeinschaft dienlich. Da halte ich's im Gegenteil eher für sinnvoll und angemessen, Leute, die gerade nach etwas suchen, gegebenenfalls auch auf bessere Angebote aufmerksam zu machen. Allerdings halt ich's hierbei auch wiederum für ein Gebot der Fairness, den Händlern gegenüber unvoreingenommen zu sein (also nicht nur auf ein oder zwei Lieblingshändler hinzuweisen) - zumindest wenn man nicht mit bestimmten schon schlechte Erfahrungen gemacht hat. Und ich denke, da brauch ich mir selbst kaum Vorwürfe zu machen - und ich meine, wer einige meiner Beiträge hier und in diversen anderen Hifi-Foren kennt, müsste auch bestätigen können, dass ich je nach gesuchtem Produkt, aktueller Marktlage und Käuferstandort durchaus auf ganz verschiedene Anbieter hinweise. Neulich erst warst auch wieder mal Du dabei - ich glaub, das war drüben auf VinylEngine, wo jemand 'ne passende Headshell zu einem älteren Japaner suchte...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Andreas: Ein Kommentar am Rande noch, weil Du Dich weiter oben mal darüber geäußert hast, man hätte Dir vorgeworfen, Deine Angebote seien teuer: Ich denke, das sollte man immer relativ im jeweiligen Zusammenhang und weniger als Vorwurf, denn als Feststellung nach aktueller Angebotslage sehen. Bei mir ist das jedenfalls so: Wenn ich ein spezifisches Angebot als teuer kommentiere, dann hab ich typischerweise auch mindestens ein deutlich günstigeres Konkurrenzangebot im Kopf, meistens eher mehrere. Das bedeutet aber noch lange keinen Vorwurf an die teureren Händler, ihre Preise seien unfair kalkuliert.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Wenn das AT132E jetzt AT432E OCC heisst, bedeutet das nun tatsächlich, daß im 132er schlechterer Draht verwendet wurde? Oder war es damals schon der gleiche und man hat den damals bloß nicht derart marketingmässig beworben? (...)


    Unglückliches Beispiel, denn die Änderung von LC-OFC auf PC-OCC ist hier nicht die ausschlaggebende Veränderung - zumal man den vermeintlich besseren Draht in dem Fall eh gar nicht separat raushören könnte, weil sich die Generator-Daten sowieso etwas verändert haben. Viel problematischer find ich, dass die einigermaßen mit der AT-Nomenklatur vertraute Kundschaft beim 432EP/OCC wohl dieselbe Nadel-Qualitätsstufe erwartet hätte wie zuvor beim 132EP. De facto war die ATN432EP(/OCC) jedoch von wesentlich einfacherer Qualität (einfacherer Nadelträger & deutlich einfacherer Diamant). Allerdings war das AT432EP/OCC meines Wissens immerhin so günstig (auch im verhältnis zum alten AT132EP), dass man zumindest keinen unfair hohen Betrag dafür hingelegt hat. Trotzdem lästig, dass AT bei den 4xx/OCCs so ein Hierarchie-Chaos veranstaltet hat...


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    Manfred / lini

    Roman: Das betrifft nicht nur Geräte aus den 80ern - siehe etwa Marantz PM7000/7200/8000... Die Grado MIs sollten allerdings auch bei 750 pF noch ordentlich spielen - und vielleicht gibt's auch noch das ein oder andere besonders niederinduktive MI oder MM mehr, das ich nicht kenne. So spotan fielen mir da sonst aber nur noch die Low-Output-Varianten von Stanton und Pickering ein (und Elac hatte meines Wissens auch mal was in der Richtung...), aber die laufen eh nicht an einem normalen MM-Eingang...


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    Manfred / lini

    (...) Ändert nichts an der Tatsache, daß Du mit einer solchen Systembestückung die Vorteile des ULM Tonarms ad absurdum stellst. :thumbdown:


    Mei, also wegen 3 g hin oder her würd ich mir da nicht in die Hose machen: Dann ist die Konbination halt nur noch leicht und nicht mehr ultraleicht - und? Kümmert doch niemanden, solang's gut funktioniert...


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    Manfred / lini

    Wozu hat der dann einen Direktantrieb und Quarzregelung?


    Selbst der 415-2 hat nur 0,08%, also nur halb so groß!


    *lach* Vielleicht ist der Quarz einfach nur der Taktgeber für den USB-Soundchip. ;)


    An die 0,08 % beim 415er würd ich allerdings nicht wirklich glauben. Im Test bei Audio waren's für den 415-2 meines Wissens knapp 0,15 % (bewertet, DIN), für den 435-1 im Thorens-TD170-Gewand sogar noch einen Tucken mehr. Zum Vergleich: Neben einigen anderen Kandidaten waren damals u.a. auch noch eine billige Technics-Kopie von Omnitronic und der gute, alte Technics SL-BD20 vertreten - wobei der Omintronic mit knapp 0,12 % für einen Direkttriebler nicht eben berauschend erschien, während der Technics mit knapp 0,07 % in puncto Gleichlauf mit am besten abgeschnitten hat.


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    Manfred / lini

    Lutz: Völlig korrekt. Man braucht sich außerdem nur mal Verstärker anzukucken, die tatsächlich eine dedizierte Eq-/Prozessorschleife haben (z.B. Yamaha A-1020, Harman Kardon PM650VXi, Marantz PM7000/8000/7200...): An solchen Geräten sind die Eq-/Prozessorschleifen oft genug ebenfalls im Normalzustand mit Cinch-Brücken verbunden (sodass man sie auch leicht mit Pre-Out/Main-In verwechseln kann), sind aber allesamt im quasi ungeregelten Line-Level-Bereich der Vorstufensektion integriert, um die besagten Probleme zu vermeiden.


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    Manfred / lini

    Thechnor: In der Belegung der/einer Tape-Schleife seh ich keinen Nachteil, denn dadurch verliert man sie ja nicht - will meinen: Tapedeck & Equalizer/Prozessor in Reihe innerhalb einer Tape-Schleife geht auch. Und in der zum Betrieb nötigen Schalterstellung seh ich eigentlich auch keinen Nachteil - im Gegenteil: So wird nur der Signalweg kürzer, wenn der Eq oder Prozessor nicht benötigt wird - und das Deaktivieren funktioniert so auch dann noch bequem, wenn der Eq oder Prozessor keinen eigenen Bypass-Schalter hat. Den Hauptvorteil seh ich bei dieser Anschlussart allerdings in der Vermeidung von Pegel- und Funktionsproblemen.


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    Manfred / lini

    Thomas, Ronny, Frank: Ähhh, öhhh - wie rechnet Ihr das denn eigentlich? Meines Erachtens ist das doch eine einfache Sinus-Geschichte. Sprich: Angenommen man hätte einen 210-mm-Arm, der bei 16 mm waagrecht steht, dann ergäben 1,6 mm mehr den inversen Sinus von 1,6/210 -> knapp 0,44 °. Will man's umgekehrt wissen, dann halt den Sinus des gewünschten Winkels mal 210 - wären zum Beispiel bei 2 ° dann eben knapp 7,33 mm.


    Achja, Thomas, und wie hast Du die Höhen gemessen: Denn ich hab heut mal spaßeshalber bei meinem VM Red gekuckt und kam unbelastet auf rund 17,5 mm bis inklusive Nadelspitze...


    Naja, und eigentlich ist die Höhe allein ja eh nur ein Einflussfaktor. Denn wenn man's wirklich genau wissen wollte, wie's mit dem VTA aussieht, müsste man ja auch noch berücksichtigen, wie sehr die Nadelträgeraufhängung unter der jeweils gewählten Auflagekraft nachgibt. Durch die recht kurzen Nadelträger kann das das Kraut schnell fett machen - will meinen: Bei beispielsweise 5 mm Nadelträgerlänge und 'ner statischen Compliance von 30 cu vertikal würden sich VTA und SRA gegenüber dem unbelasteten Zustand bei 1,5 g um gut 5,16 °, bei 1,75 g um knapp 6,03 ° verändern - da würde sich ein Viertelgramm hin oder her also schon deutlicher auswirken als die 1,6 mm hin oder her im obigen Beispiel...


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    Manfred / lini

    Och, mei, im Endeffekt nimmt sich das ja meistens auch nicht arg viel. Will meinen: Ob ich meine magnetische Modulation nun direkt durch einen beweglichen Magneten produziere oder stattdessen ein fixes Magnetfeld anlege und die Modulation über einen beweglichen magnetischen Leiter bewerkstellige, macht bei vielen Designs nicht so den großen Unterschied. Theoretisch hab ich natürlich beim fixen Feld den Vorteil, dass ich einen größeren Magnet nehmen und so mit "weniger Spule" vergleichbare Ausgangsspannungen erzeugen kann, was die Geschichte niederinduktiver und damit kapazitätsunkritischer machen kann. Allerdings hat Ortofon - anders als etwa Grado oder in geringerem Maß bespielsweise ADC oder AKG - meines Wissens eh nie so besonders niederinduktive Designs fabriziert. Zudem ist der Vorteil auch dadurch geschrumpft, dass mit der Zeit immer bessere Materialien für Permanentmagnete (wie Samarium-Kobalt oder Neodym) verfügbar waren. Insofern seh ich in vielen MI/IM-Designs eigentlich eher eine elegante Umgehung des klassischen MM-Prinzips, möglicherweise aus patent-/lizenzrechtlichen Gründen...


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    Manfred / lini

    Phonesmoke: Sorry, aber das ist Quatsch. Von Ortofon gibt's sogar sehr viele MIs - bei den moderneren VMS-Generator-Modellen ist der Magnet allerdings nicht mehr im Nadeleinschub untergebracht, sondern im Body. Wenn man etwa einen SuperOM-Body aufknackt, findet sich der Magnet zwischen den Polkernen der Spulen.


    Lamiinru: Du kannst ja mal kucken, ob Du das besagte Stück um das Messingröhrchen von selbigem runterschieben kannst. Dann sollte es sich ja sehr leicht prüfen lassen, ob es sich um den Magneten handelt. Zusätzlich könnte man dann noch die Gegenprobe machen: Falls das Röhrchen bei der DN155E hinten offen ist, kommt man ja auch ganz gut an das hintere Ende des Nadelträgers. Da würd ich mir also einfach eine Stecknadel greifen (die dazu freilich aus magnetisierbarem Material, aber noch nicht aufmagnetisiert sein sollte...) und an besagtes Endstück halten...


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    Manfred / lini

    Mei, so richtig problematisch dürften wohl eigentlich nur zerbröselnde Schaumstoffsicken sein - obwohl ich auch schonmal gehört hab, dass Ferrofluid-Höchtöner austrocknen können. Dann blieben ansonsten eigentlich nur noch die Kondensatoren in der Weiche, aber die sind ja typischerweise nicht so arg teuer...


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    Manfred / lini

    Patrick: Falls Du damit mich ansprechen solltest: Danke, aber von den "kleineren" AT-Bodies hab ich zwar auch ein paar rumliegen, doch so richtig wirklich meine Spielwiese ist das nicht - ich tummel mich lieber in der AT-Mittelklasse, zumal's da immer noch eine recht breite Auswahl einigermaßen preiswerter Originalnadeln gibt (vor allem in der AT120/102P-Familie).


    Obendrein stellt sich die Frage, ob sich 'ne Sammelbestellung überhaupt lohnen würde, denn meines Wissens liefert TTN kleinere Bestellungen bis US$ 75 eh auch international versandkostenfrei, sofern man mit der Standard-Versandart (First Class Mail) zufrieden ist. Und meiner Erfahrung nach kann man das durchaus: Ich hab erst vor ein paar Monaten 'ne kleine Lieferung von Garage-a-records per First Class Mail bekommen - dauerte gerade mal vier oder fünf Tage von Columbia City im Nordosten von Indiana nach Monaco di Bavaria... :) Kontraproduktiv könnte obendrein sein, dass bei größeren Summen die Wahrscheinlichkeit deutlich sinkt, dass das Paket frei von Einfuhr-Umsatzsteuer und -Zoll durchrutscht. Wenn sich die Sammelbestellung selbst dann noch lohnen soll, müssten bei TTN also deutlich über 20 % Rabatt-Luft drin sein - zweifelhaft...


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    Manfred / lini

    Sirphir: Wenn Du was Besseres für diesen AT-Body-Typ suchst, bei Turntableneedles gäb's dafür inzwischen sowohl eine hyperelliptische als auch eine Shibata-Ersatznadel. Kostenpunkt US$ 60/72.


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    Manfred / lini

    holsten: Nur so zur Info am Rande, diese Würfel-Messungsgeschichte hat Audio (und in anderer Darstellung auch Stereoplay) übrigens von Harman-Kardon. Letztere haben auch gerne mit der Laststabilität und hohen Stromlieferfähigkeit ihrer Amps geworben. Bei meiner hk870 waren's angeblich 60 A max., wenn ich mich recht entsinne. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass das Ding bei mir bislang noch nie auch nur in die Nähe einer solchen Belastung gekommen ist. :)


    Grüße aus München!


    Manfred / lini


    P.S.: Die passende Vorstufe (hk825) ist auch nicht verkehrt - und recht umfangreich ausgestattet u.a. mit einem recht brauchbaren MM/MC-Stüfchen mit Kapazitätswahl und einer recht kräftigen Kopfhörerverstärker-Sektion (gut für wirkungsgradarme, hochohmige Klassiker a la AKG K240M...). Allerdings fürchte ich, über kurz oder lang muss ich mal ran zwecks Schalterpflege. Und das soll bei dem Ding einigermaßen aufwendig sein... Da sind minimalistischere Konzepte nach englischer Tradition mitunter von Vorteil. ;)

    (...) Die Nadeln sind sogar mit den alten Ortofon-TAs (~~ 5-40) gleich. (...) [/i]


    Das stimmt so nicht ganz, denn die ursprünglichen Versionen der teureren Varianten waren noch'n Stückchen nachgiebiger - und die 40er war zudem früher eine IIer van den Hul, ist heutzutage aber 'ne Gyger 70...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Dann frage ich mich gerade, weshalb mein Onkel überzeugter Mercedesfahrer nach Kolbenfresser seines BMWs wegen mangelhafter Vollgasfestigkeit ist. (...)


    Mei, kommt immer drauf an, mit welchem Fabrikat man welches Pech hat. Bei mir zum Beispiel war's wiederum ein Benz (250/W123), der im Service die Ventile neu eingestellt bekommen hatte und danach erstmal einigermaßen schonend hätte wieder eingefahren werden müssen. Davon wusste ich allerdings nichts, da mich auch die Werkstatt nicht gewarnt hatte, und bin stattdessen erstmal praktisch mit Vollgas von München nach Hannover zur CeBIT gedampft...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini



    (edit: Tippfehlerbeseitigung... *seufz*)

    Miesgram: Naja, das läuft beides eh so ziemlich auf dasselbe raus - wobei die Definition von FL-Elektronik die offizielle ist. Kann man aber eigentlich so oder so getrost ignorieren, denn die Tonabnehmer-Hersteller halten sich eh nicht unbedingt dran. Interessanter ist, sich gleich den SRA anzukucken, also die Neigung des Diamanten selbst zur Platte. Nach meines Wissens immer noch aktueller DIN/IEC-Norm erlaubt sind, wenn ich mich recht entsinne, zwischen 8 Grad nach vorn und 4 Grad nach hinten, wobei die Norm zwischen 5 Grad nach vorne und 0 Grad nach hinten als optimalen Bereich empfiehlt. Von vorne gesehen soll sich die Nadel einem also idealerweise ein klein wenig entgegenneigen (sodass die Nadelspitze also nicht ganz lotrecht nach unten, sondern einen kleinen Tucken zurück zur Tonarmbasis zeigt...). Wobei das noch vereinfacht ist, denn eigentlich geht's um die Neigung der Kontaktflächen - entsprechend ist das Ganze bei konischen Nadeln eh eher irrelevant. Interessanter wird's schon bei elliptischen Nadeln und umso mehr noch bei allen LineContact-Typen - zumal letztere auch gerne mal von der Seite gesehen etwas asymmetrisch sind, sodass man da noch genauer hinschauen muss...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini