Hi Tommi !
Danke für die Info zur Micro-Buchse, wird dann als erstes gecheckt.
Mit etwas Glück und "minimal-invasiver Operationstechnik" ist das Problem mit Deinem 1450 schnell zu beheben.
Wäre ja wünschenswert.
![]()
Hi Tommi !
Danke für die Info zur Micro-Buchse, wird dann als erstes gecheckt.
Mit etwas Glück und "minimal-invasiver Operationstechnik" ist das Problem mit Deinem 1450 schnell zu beheben.
Wäre ja wünschenswert.
![]()
Hallo,
Hut ab für die Mühe, die Ihr Euch mit diesen CV14xx Verstärkern macht. Ich bin irgendwie froh, dass ich nur Verstärker mit mechnischen Schaltern in der Eingangsumschaltung restauriere .... das spart viel Arbeit und reduziert mögliche Fehlerquellen.
Die Tage ist mein Werkstattreceiver, ein Philips F5110 auf einem Kanal abgeraucht. Der hatte einen STK461 verbaut. Ich glaube, der Kanal hatte schon einen minimalen Knacks, durch den Lausprecherwechsel auf 4 Ohm und eine durchaus höhere Lautstärke ist er den "4 Ohm-Tot" gestorben.
Da ich ja noch einen JVC AX22BK habe, welcher einen STK4191MK2 verwendet, mache ich mir jetzt leichte Sorgen. Der läuft auch mit 4 Ohm, allerdings wegen meiner wirkungsgradstarken Lautsprechern nicht mit hohen Leistungen. Trotzdem habe ich mir jetzt zwei "Angstwiderstände" mit 1 Ohm gebaut, die ich in Reihe in die Lautsprecherleitungen einschleife. Da ich hier mit 4 mm Steckern arbeite war das kein großer Aufwand. Außerdem lasse ich jetzt die Impedanzlinearisierung, welche für meine Röhrenverstärker gedacht ist, bei Transistorbetrieb weg. Klanglich kann ich durch den 1 Ohm Widerstand keinen Unterschied feststellen, möglicherweise klingt es sogar etwas luftiger.
Ob der 1 Ohm Widerstand jetzt viel zum Schutz der Endstufe beiträgt kann ich nicht einschätzen, er beruhigt aber etwas das Gewissen.
Viele Grüße
Frank
der Grund, weshalb z.B. die CL7xx Lautsprecher den 8 Ohm Anschluss haben, der ja auch nur mit einem in Reihe geschalteten Widerstand realisiert ist, ist genau der. Einerseits wollte man wohl die Käufer und Besitzer der letzten CV121 Generation nicht verärgern, andererseits wollte man wohl den Umstieg auf die von Japan vorgegebene 8 Ohm Technik umsetzen.
Wenn ich die CL730 am CV1450 im 8 Ohm Modus betreibe, höre ich auch keinen Klangunterschied, es ist nur alles etwas leiser. Beim CV1460 ist es im 8 Ohm Modus auch etwas leiser, ich habe aber den Eindruck, dass es sich sauberer anhört, dieser Eindruck kann aber auch Einbildung sein.
Mein 1450 funktioniert nach dem Tausch eines Hybridmoduls wieder einwandfrei ohne Ausfälle. Dafür treibt mich der Eingangswahlschalter des 1460 langsam in den Wahnsinn - ich bin ja wirklich der Originalitätsfan, aber hier bin ich kurz davor, mir eine pinkompatible Relaisplatine zu basteln, und diese statt des Schalters einzubauen. Man kann das ja so gestalten, dass ein Rückbau jederzeit möglich ist.
Gruß Frank
Hi Frank !
Dafür treibt mich der Eingangswahlschalter des 1460 langsam in den Wahnsinn - ich bin ja wirklich der Originalitätsfan, aber hier bin ich kurz davor, mir eine pinkompatible Relaisplatine zu basteln, und diese statt des Schalters einzubauen. Man kann das ja so gestalten, dass ein Rückbau jederzeit möglich ist.
"Es kommt der Tag, da will die Säge sägen ... !"
Wozu "Rückbau" ? Glaubst Du irgendwer (außer Dir vielleicht) besorgt sich so'nen Zugbandschalter aus dem fernen Osten, um eine funktionierende Relaisschaltung zu ersetzen ? Im Leben nicht.
Bei dem Onkyo, den ich "gemacht habe", mußte die Wand hinter der Frontplatte für die Aufnahme des Lorlins weiter aufgebohrt und mit einem Loch für den Anti-Verdreh-Knubbel erweitert werden. Wer den irgendwann mal kriegt und auf den alten Zugbandschalter zurückrüsten will, sollte ein Schweißgerät besitzen und damit umgehen können. Die Relaisplatine ist überdies mit Heißkleber im Innenleben fixiert.
Da bin ich ganz sadistisch. "Leiden Sollt Ihr ! Leiden !!"
![]()
der Grund, weshalb z.B. die CL7xx Lautsprecher den 8 Ohm Anschluss haben, der ja auch nur mit einem in Reihe geschalteten Widerstand realisiert ist, ist genau der. Einerseits wollte man wohl die Käufer und Besitzer der letzten CV121 Generation nicht verärgern, andererseits wollte man wohl den Umstieg auf die von Japan vorgegebene 8 Ohm Technik umsetzen.
Wenn ich die CL730 am CV1450 im 8 Ohm Modus betreibe, höre ich auch keinen Klangunterschied, es ist nur alles etwas leiser. Beim CV1460 ist es im 8 Ohm Modus auch etwas leiser, ich habe aber den Eindruck, dass es sich sauberer anhört, dieser Eindruck kann aber auch Einbildung sein.
Mein 1450 funktioniert nach dem Tausch eines Hybridmoduls wieder einwandfrei ohne Ausfälle. Dafür treibt mich der Eingangswahlschalter des 1460 langsam in den Wahnsinn - ich bin ja wirklich der Originalitätsfan, aber hier bin ich kurz davor, mir eine pinkompatible Relaisplatine zu basteln, und diese statt des Schalters einzubauen. Man kann das ja so gestalten, dass ein Rückbau jederzeit möglich ist.
Gruß Frank
Hallo,
Deine Aussage mit den Vorwiderständen in den CL7xx Boxen hat mich dazu bewegt mal noch 2 Ohm "Angstwiderstände" zu testen. Man muss etwas lauter machen, ist ja logisch, klanglich kann ich keine Änderung wahrnehmen.
Ich glaube das lasse ich jetzt so.
Viele Grüße
Frank
Alles anzeigenHi Tommy !
Heute über CD auf allen Hochpegeln gecheckt ... und siehe da, auf MONITOR läuft er sauber.
Im Line-in Sektor sitzt Elektronik (für den Quellenwahlschalter) die per MONITOR umgangen wird, ich vermute das dort mein Problem liegt.
Ja - aber vermutlich nicht in den 4066-CMOS, die die Quellenumschaltung machen.
Die sind immer L + R zusammen für zwei Geräte z.B. Phono und Tuner belegt. Wäre einer angeschlagen, wären von dem Gerät beide Kanäle betroffen.
Es sitzen aber ein paar OpAmps als Puffer- und Mischverstärker da drin.
Da würde ich mit den geregelten Spannungen anfangen.
+/- 15V an den OpAmps (+C und -D) Pins 8 und 4 jeweils gegen Masse gemessen.
+/- 8.5V für die CMOS (+E und -F) an Pins 14 und 7 jeweils gegen Masse gemessen.
Die 4066 müssen ja ein Audiosignal übertragen, deswegen bekommen sie nicht einmal +16V, sondern eine symmetrische Spannung an die Strompins. Die +/- 15V werden durch Spannungsregler, die +/- 8.5V durch Vorwiderstände und Z-Dioden erzeugt.
Die OpAmps, die spacken könnten, sind IC1505 - 1507. Allesamt RC4559 - die rauschärmere Variante vom RC4558, aber wie der manchmal nicht so langzeitbeständig. Ich habe schon allerhand 4558 und 4559 aus Schaltungen rausgepuhlt, weil sie einen Schuß hatten. Oder einer der beiden OPs in dem 8-Beiner Gehäuse nicht mehr richtig wollte.
IC1500 ist der Phono-Vorverstärker, 1501 - 1504 und 1508 / 1509 sind die CMOSse und die restlichen OPs sitzen hinter dem Monitorschalter.
Im Netzteil ist ein Blick auf die 47 Ohm "Bratwiderstände" R1319 und R1320 angebracht.
Da die Regel-ICs für die +/-15V nicht mit den vollen 36V aus dem Hauptstromkreis beaufschlagt werden können, haben sie wieder mal zwei Vorwiderstände reingepackt. Wenn die nach Jahren des Mißbrauchs gar sind, spinnen die auch schon mal etwas rum und es kommt zu Stör-Effekten oder Ausfällen auf den dahinter generierten Spannungen.
... sodale, heute wird das Wetter ...mäßig - da geht´s dann am späten Nachmittag in die Bastelgruft.
... ich kann im Service-Manual zum CV 1450 leider keine gültigen Widerstandswerte für R1319 und R1320 finden, die werden da in der Stückliste nicht aufgeführt.
Muss ich da jetzt mit einem Farbcodierungs-Latein die Werte bestimmen?
Kann mir jemand auf Anhieb die Werte benennen?
Moin Tommi,
ich kenne den CV1450 nicht, aber laut Schaltbild haben die beiden Widerstände 47 Ohm.
Ich vermute dass die Widerstände eine Art Sicherungsfunktion haben, sie sollten also schwer entflammbar sein und auch die Belastbarkeit sollte passend sein.
Du kannst natürlich einfache Widerstände verwenden, die Schaltung wird funktionieren. Falls es sich aber um Sicherungswiderstände handelt, verlierst du die Sicherheitsfunktion.
Gruß
Hajo
Falls es sich aber um Sicherungswiderstände handelt, verlierst du die Sicherheitsfunktion.
Sicherungswiderstände werden in Schaltplänen besonders gekennzeichnet. In der Regel mit einem Ausrufungzeichen innerhalb eines Dreiecks. Das ist hier nicht der Fall.
Über die beiden Widerstände fließen im Betrieb ca. 100mA. Das ergibt einen Spannungsabfall über die Widerstände von ca. 4,7 Volt und eine Verlustleistung von ca. 0,5 Watt. Ich würde deshalb mindestens 47 Ohm 1Watt-Widerstände für R1319 und R1320 einbauen.
... hallo und Dank Euch für den Support!
sind die eingebauten Widerstände denn wirklich defekt ? Wenn ja, würde ich erstmal nach der Ursache suchen, denn von alleine gehen die nicht kaputt. Leichte Bräunung über die Jahre ist erstmal kein Problem.
Gruß Frank
Hallo Frank, ...
tja, die Widerstände gemessen, sind mit 47 Ohm OK.
Wie Peter beschrieben hat werde ich als nächstes die OPAmp ins Visier nehmen, das regelbare Netzteil kam diese Woche.
..." Es sitzen aber ein paar OpAmps als Puffer- und Mischverstärker da drin.
Da würde ich mit den geregelten Spannungen anfangen.
+/- 15V an den OpAmps (+C und -D) Pins 8 und 4 jeweils gegen Masse gemessen.
+/- 8.5V für die CMOS (+E und -F) an Pins 14 und 7 jeweils gegen Masse gemessen." ....
Mal schauen wie ich die nächsten Tage/Wochen dazu komme ![]()
Hallo werte Community, Peter und Frank,
... war eine gute Weile mit den üblichen Alltags-Angelegenheiten beschäftigt.
Hatte damals Peters Info missverstanden
... und (unnötigerweise - ich werd´s noch brauchen!) ein regelbares Netzteil zugelegt um die Messaufgabe anzugehen.
Mit Plan in der Hand war dann das Verständnis da
...
Habe soeben an folgenden Käfern auf der Eingangs-Platine die Spannungen gemessen - und bin enttäuscht, alle soweit IO.
IC 1500 ; 1501 ; 1502 ; 1503 ; 1504 ; 1505 ; 1506 ; 1507 ; 1508 ; 1509.
Gemessene Spannungen liegen bei ±14,7 V und ±8,7 V , also ganz nahe an den ±15 V und ±8,5 V.
Es ist weiterhin der linke Kanal der im Leerlauf (ohne Ton-Signal) ein starkes Rauschen einspielt, mit Tonsignal verzerrt.
Beim Umschalten des Quellewahlschalters "knackt" der linke Kanal auch deutlich, bei entsprechender Lautstärke sichtbarer Peak.
Lediglich im Monitor-Betrieb arbeiten beide Kanäle normal.
Ich konnte auch keine Einstreuungen über die Micro-Buchse feststellen, macht die Kanäle auf und zu, so wie es sein soll.
Mein Verdacht liegt weiterhin bei Peters beschriebene IC 1505 und 1507 ... wer weiß was über die übrigen Beinchen an Missfits ausgegeben wird.
Franks Empfehlung die beiden 47-Öhmer Widerstände R1319 und R1320 zu prüfen bin ich nachgekommen, liefern beide exakte Werte.
Fazit:
Nach aktuellem Stand werde ich einen Satz der RC 4559-Käferchen beschaffen, habe da Texas Instruments oder von Reichelt OPA2134PA im Visier.
Und dann wechsle ich 1505 und 1507 ...
Hallo Tommi,
Es ist weiterhin der linke Kanal der im Leerlauf (ohne Ton-Signal) ein starkes Rauschen einspielt, mit Tonsignal verzerrt.
ich bin etwas anderer Meinung als Peter mit seinen Angaben über die C-Mos-Schalter MC14066. Ich hatte schon mehrmals einen defekten Baustein, in dem nur ein Schaltelement Zicken gemacht hat.
Anbei ein Bericht von mir bei einem CV1500, der auch eine Menge dieser Schalter-ICs hat. (Klick)
Ich würde zuerst vor der OP-Tausch-Orgie alle Spannungen an den Ein- und Ausgängen der C-Mos-Schalter prüfen. Wenn da einer eine Gleichspannung liefert verbiegt er die komplette Funktion eines nachgeschaltetenm OPs da sie direkt miteinander gekoppelt sind.
Übrigens ist dieses Rauschen ein Fehler, der sehr schnell mit einem Oszi gefunden werden kann.
Hallo Hajo,
danke für´s Feedback ![]()
Tja, ich gestehe ich bin über das kleine Einmaleins der Elektrotechnik nicht hinausgewachsen, ich weiß das Strom gefährlich ist - habe mir trotzdem schon mal eine gefangen ![]()
Somit erschöpfen sich meine Kenntnisse zur Handhabung eines Oszilloskops zur Gänze, und durch Ermangelung der Habhaftwerdung eines solchen sowieso ![]()
Verstehe ich da was falsch?
Werden die OP-Amps nicht mit Gleichspannung angefahren - messe doch entsprechend an den Ein-/Ausgängen ± V !?
Oder sind etwaige fehlerhafte Spannungen an den übrigen Beinchen der Käfer gemeint?
Da die Eingangsplatine beim CV1450 wirklich easy auszubauen ist scheue ich mich nicht im Zweifel alle 10 ICs zu erneuern,
aber zuerst würde ich 1505 und 1507 wechseln ![]()
Hallo Tommi,
ich würde auch nicht unbedingt mit einer so großen Tauschaktion beginnen. Da baust du dir unter Umständen die nächsten Fehler ein. Dann hast du einen Teufelskreis....aus dem du erst mal nicht wieder heraus kommst. Zumindest nicht mit fachkundiger Unterstützung. Die Beschaltung der einzelnen IC ( auch die Innenbeschaltung bzw. das Innenleben ) findest du bestimmt im Internet ( falls sie nicht sogar im Schaltbild abgedruckt sind ) und dann kannst du garantiert einige Spannungsmessungen machen, die aussagekräftig sind. Ich kenne das Gerät überhaupt nicht, habe aber selber gerade einen Verstärker auf dem Tisch, der auf der einen Seite verzerrt, die andere funktioniert tadellos. So kann ich sehr gut Vergleichsmessungen machen. Vielleicht ist es bei deinem Gerät auch möglich ? So wie du geschrieben hast ist der Fehler ja nur auf einem Kanal.
Viele Grüße
Wolfgang
Verstehe ich da was falsch?
Werden die OP-Amps nicht mit Gleichspannung angefahren - messe doch entsprechend an den Ein-/Ausgängen ± V !?
Ja. Du misst die +/- Versorgungsspannung, ohne die die OPs nicht arbeiten können. Deswegen werden OPs mit gleichen +/- Spannungen betrieben, damit der Signalpegel bei 0 Volt liegt.
Die Versorgungsspannungen haben nichts mit dem NF-Signalpegel zu tun. Der liegt ohne Signal bei 0 Volt und steigt auf +/- Spannungen im Millivoltbereich. Prüfe an allen MC14066 an den Pins 1, 2, 3, 4 sowie 8, 9, 10 und 11, ob da ohne einen Eingangspegel Gleichspannungen auftreten. Sollte das bei einem der Fall sein hast du den Übeltäter gefunden.
Hallo Wolfgang, hallo HaJo
,
natürlich versuche ich erst einmal minimalinvasiv vorzugehen, nicht mehr als die IC 1505 und 1507 zu wechseln.
Ich mutmaße, das nach dem Eingriff entweder der Fehler behoben ist oder unverändert, die alten Bauteile dann soweit IO waren und ein Rückbau an dieser Stelle nicht erfolgen muss.
Sollte sich die Symptomatik nach dem Tausch mannigfaltig verschlechtern wäre ich allerdings ratlos
.
Zunächst werde ich HaJo´s Ratschlag folgen und die MC14066 überprüfen.
Kleines Kuriosum... IC1506 wurde auf der Tape-Leiterplatte vergessen zu Kennzeichnen.
Schönen Freitag-Abend allen,
Kleines Kuriosum... IC1506 wurde auf der Tape-Leiterplatte vergessen zu Kennzeichnen.
Das ist kein Kuriosum, das ist in den Plänen der Standard. Es gibt keinen Plan ohne Fehler. Ich habe bislang jedenfalls keinen fehlerfreien Plan gefunden. Das geht von falschen Spannungsangaben an Bauteilen bis hin zu Fehldrucken der Leiterplattenpläne. Scheinbar gab es bei DUAL keine Kontrollabteilung der Schaltpläne. So wie sie aussehen wurden die Leiterplatten noch per Hand entflochten und geklebt.
Guten Morgen,
"von Hand enflochten und geklebt", wie darf man sich das vorstellen?
Guten Morgen,
"von Hand enflochten und geklebt", wie darf man sich das vorstellen?
Nun, seit vielen Jahrzehnten gibt es Programme, die aus einem Schalplan ein Platinenlayout berechnen können und das dann einfach gefertigt wird.
Von Hand wurde das zuvor gemacht. Das war schon eine Kunst für sich. Man ist immer bemüht, mit möglichst wenig Drahtbrücken oder gar frei verlegten Leitungen über andere Leiterbahnen hinweg auszukommen, auch Leiterbahnen möglichst kurz zu halten. Die Sache wurde nicht gezeichnet. Es gab da Klebefolien, ähnlich wie Letraset-Buchstaben, da waren z.B. Einzellötaugen verschiedenen Durchmesser als kleine Aufkleber drauf, es gab auch welche, die Lötaugen für ICs enthielten. Dazu gab es von der Rolle als "Endlosware" die Leiterbahnen zum Aufkleben, um damit die Lötaugen zu verbinden. Das ganze mußte dann in ein Negativ umgearbeitet werden, davon wurde ein Folie gefertigt. Dann gab es Rohplatinenmaterial, das wurde ein- oder zweiseitig mit Kupfer kaschiert angeboten. Darauf war ein photosensitiver Lack. Die zuvor gefertigte Folie diente als Maske beim Belichten. Danach kam die belichtete Platine in ein Ätzbad, da wurde das Kupfer weggeäzt, bis auf die Lötaugen und Leiterbahnen. Dann mußten die Lötaugen auf der Platine alle einzeln mit den passenden Bohrern sorgfältig gebohrt werden. Es folge vor der Bestückung noch eine Sichtprüfung auf unerwünsche Leiterbahnverbindungen, die einen Kurzschluß verursachen sowie die korrekte Verbindung, wo sie sein soll, vor allem am Übergang von den Leiterbahnen zu den Lötaugen.
Gruß
Uli
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!
Nach der Registrierung können Sie aktiv am Forenleben teilnehmen und erhalten Zugriff auf weitere Bereiche des Forums.