Nützliche Alltagshelfer beim Schrauben und Zerlegen

  • Hallo,


    ich würde gerne versuchen, einen Thread ins Leben zu rufen der zeigt, wie man sich beim Schrauben

    an Plattenspielern und anderen Geräten mit zweckentfremdeten oder hergestellten Werkzeugen behelfen

    kann, wo sonst z.B. ekeliges Gefummel angesagt ist.


    Gestern habe ich zum x-ten Mal einen Motor aus einem 1226 entnommen und war genervt, wie fummelig das

    herausnehmen der Strippen aus dem Schaltkasten ist, also das ruckelige Hochziehen an den Hohlnieten.

    Ich habe versucht, mit Draht mir zu helfen, aber das war auch nicht die Lösung.


    Dann hatte ich eine Idee. Ich hatte von Rotkäppchen Sekt die Metallverschlüsse aufbewahrt für was Anderes.

    Einen habe ich mir genommen und davon mir eine Entüdelungshilfe gebastelt, mit der ich die Strippen nun

    ganz leicht abziehen kann.



    Den Bügel abgeknipst, ihn gerade gedrückt und ein Ende umgebogen. Die Dicke ist ideal um direkt an der Hohlniete

    den Crimpstecker hochzuziehen.

    Ich kann so ohne zu Ruckeln die Strippen hochziehen und der Bügel ist stabil genug, dass das gebogenen Ende so bleibt.


    Vielleicht hat jemand noch weitere Ideen?


    ich verdiene übrigens nicht mit an Verkäufen von Rotkäppchen Sekt ;)

    Liebe Grüße
    Ludwig

    Ich vermisse den Dislke Button


  • Ich habe einen kleinen Kabelbinder zweckentfremdet, um nach einem Riemenwechsel an einem Dual CC 5850 RC eine Torsionsfeder wieder zu spannen.


    Ein "Klassiker" sind schon vier Klorollen in Ermangelung eines Montagebocks, ich packe den Dreher einfach kopfüber in seine Zarge.


    Wenn man keine Schablone zum Einstellen des Überhangs des Tonarms hat, helfen ein Stahlbandmaß und eine Kassettenhülle oder sonstiger quaderförmigen Gegenstand. Dann das Maß für die effektive Tonarmlänge des Tonarms aus der Anleitung entnehmen, dazu das Maß addieren, welches als Abstand von der vorderen Tonabnehmerkante zur Nadelspitze ermittelt wird. Plattenspieler von Stromnetz trennen, damit der Plattenteller nicht dreht. Nun den Quader an die Vorderkante des TA legen, den Abstand von der Drehachse des Tonarms am Tonarmlager messen. Den nicht festgezogenen TA nun so lange verschieben, bis sich das zuvor errechnete Maß ergibt, die seitlichen Kanten des TA sind dabei parallel zum Headshell auszurichten, fertig.


    Immer häufiger trifft man auf Schlitzschrauben, deren Schlitz an einer Stelle verschlossen ist. Wenn die Schraube nicht versenkt ist, kann man den wegsägen oder mit der feinen Trennscheibe einer Minibohrmaschine entfernen. Geht das nicht, opfert man einen alten Schraubendreher, feilt oder sägt eine entsprechende Aussparung in die Klinge.


    Gruß


    Uli

    CS: 505-4, 506, 626, 731Q, 750-1
    CT: 450M, 1140, 1240
    CR: 1750, 5950 RC

    CV: 1100, 1200, 450M

    C/CC: 450M, 810. 820, 1280, 5850 RC
    CD 5150 RC
    (C)L(X): 231, 241, 710, 1000-Set, 9200
    und: DK170, MC2555, Rack 3020

  • aus der Kosmetikabteilung

    Zum Federn einhängen

    Gruß Andy


    Die wichtigste Reise unseres Lebens könnte diejenige sein, bei der wir jemand anderem auf halben Wege entgegenkommen

    ( Verfasser unbekannt )

  • aus der Kosmetikabteilung

    Zum Federn einhängen

    Ich nehme noch Zahnseide. Zum einen kann ich damit die Feder in Position ziehen und zum anderen ist das ein Abflugschutz, falls sie mal aus dem Einhängwerkzeug rutscht.

    Liebe Grüße

    Martin

  • das ist eine Pinzette mit Haken. Es gibt für Damen( die nutzen das eher wie Männer ) ein Mitesser EntfernungsSet .

    Da war das dabei und das hab ich meiner Frau entwendet

    Gruß Andy


    Die wichtigste Reise unseres Lebens könnte diejenige sein, bei der wir jemand anderem auf halben Wege entgegenkommen

    ( Verfasser unbekannt )



  • Hallo zusammen,


    das ist ja mal ein echt nützlicher Thread für alle Schrauber und Selbermacher!

    Hier mein Beitrag:

    Bei der Restaurierung meines Dual CS 510 habe ich den Motor und die Pitch-Control-Einheit ausgebaut, zerlegt und gereinigt bzw. gangbar gemacht. Beim Wiedereinbau war lt. Service-Manual die

    Antriebswelle auf eine Höhe von exakt 14,6 mm über dem Chassis einzustellen. Wie soll man aber das Maß von 14,6 mm genau ermitteln? Ich habe mir mit Hilfe einer Schieblehre (mit

    Messuhr) einen Streifen aus dünner Pappe auf genau 14,6 mm Breite zugeschnitten (Bild 1). Das geht am besten mit einem Schneidegerät für Fotos, das ich als Hobbyfotograf sowieso zuhause

    habe.

    Dann habe ich diesen Streifen bündig auf die Chassis-Oberfläche aufgesetzt und in einen Schlitz der Antriebswelle gesteckt. Von der Seite betrachtet konnte ich nun die Einbau-Höhe der Antriebswelle

    mit der Höhe des Pappstreifens vergleichen und die Welle entsprechend ausrichten (Bild 2). Der Riemen läuft nach dieser Justierung einwandfrei bei beiden Geschwindigkeiten.


    Gruß

    Roland

    Mein Setup:

    - Thorens TD 160 Super mit Tonarm TP 16 Mk III und Shure V 15 III/ Original-Nadel VN 35 E

    - Dual CS 510 mit Elac ESG 794 und Nachbaunadel Jico DN 794 E

    - Vorverstärker Nakamichi CA 5 E

    - Verstärker Audio-Lab 8200 A (als Endstufe genutzt)

    - CD-Player Marantz CD 63 Mk II (Ken Ishiwata-Edition)

    - externer DAC Musical Fidelity

    - Lautsprecher Linear Acoustic LA Jet 10 Mk II (Elac)

  • Hallo liebe Dualgemeinde,


    vor vielen Jahren habe ich mir einen Reparaturbock gebaut, den ich nicht mehr missen möchte. Er war früher in der Galerie zu sehen, ist aber dann im Zuge einer "Flurbereinigung" dort wieder
    verschwunden. Deshalb stelle ich ihn hier nochmals ein:

    Der Motor an der Seite dient nur zur Arretierung. Das bedeutet, er wird so angesteuert, dass sich der Träger um ca. 210° von Hand drehen lässt. Beim Abschalten
    verharrt der Träger dann in der jeweiligen Position. Durch die wechselbaren Einschübe lassen sich Geräte beider Platinenversionen einspannen.


    Viele Grüße,

    Andreas


    Andreas


    Halo Zusammen,

    im Zeitalter der LED Lampen, fehlt mir das 50 Hz flacken, um die Drehzahlen mithilfe der Stroboskopscheibe, die den früheren Plattenwechslern
    als Zubehör beigefügt wurden zu kontrollieren.

    Eine Glimmkontrollampe aus einem alten Schaltschrank leistet mir hier gute Dienste.


    Viele Grüße,

    Andreas

    1001; 1009; 1010; 1011; 1014; 1015; 1019; 1210; 1218; 1229; 1237A; 1249; 701; 704; 721; CS 601; CS621; CS 622; CS 650 RC; CS 714 Q; CS 731 Q; CS 750-1; CV1460; CV 1400; CV 1500 RC; CV 1600; CV1700; CV120; CT19;
    CT 1440; CT1740; CT1540RC; CR1750; C 819; C 820; C 830; C 839 RC; CC1462; KA 330; KA 360 II; CL 140; CL 150; CL710; CL380;

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Andreas mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Die neueren Plattenspieler, bei denen der Plattenteller nicht mehr mit einem Sprengring gesichert wird, haben teilweise
    diesen Bajonettverschluss. Um diesen, ohne die Kunststoffscheibe zu beschädigen, habe ich aus einem Elektroinstallationsrohr
    für Aufputzmontage ein Stück herausgesägt und mit der Feile drei Kerben eingearbeitet.

    Damit lassen sich die Bajonettverschlüsse problemlos öffnen und schließen.


    Viele Grüße,

    Andreas

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  • Hallo liebe Dualisti,


    so mancher alte Dual-Dreher fällt durch deutliches Brummen oder Summen des Motors SM 840 oder SM 860 auf, und das ärgert uns schon ziemlich, gell? Wenn der Motor zerlegt und fachgerecht gewartet wurde (dazu gibt es hier im Forum viele Beiträge) und dann immer noch "fröhlich" summt, kann man eine akustische Entkoppelung vom Chassis ausprobieren. Die hier beschriebene Methode kann das Summen nicht völlig beseitigen, aber die lästigen Störgeräusche lassen sich doch vermindern.

    Los geht´s:

    - im Baumarkt selbstklebende Anschlagpuffer/Dämpfungspuffer aus Silikon kaufen (Durchmesser ca. 9 mm, Höhe ca. 1,5 mm).

    - mit einer Gürtelstanze genau mittig Löcher in die Puffer stanzen (Durchmesser der Löcher 4,2 mm, passend zu den Gewinde-Bolzen des SM 840/SM 860).



    - die vorgestanzten Silikon-Dämpfer über die Gewinde-Bolzen des Motors stülpen und auf dem Chassis festkleben

    - dann die Schraubmuttern mit Gefühl nur mäßig fest anziehen, gerade so, dass der Motor fest sitzt ohne Spiel oder Wackeln. Wenn man die Muttern nur mäßig fest anzieht, können auch die

    Gummipuffer auf der Chassis-Unterseite den Motor besser entkoppeln (na ja, vorausgesetzt, dass die Puffer noch weich und elastisch sind...).

    - mit einer Libelle sorgfältig prüfen, ob die Antriebswelle mit dem Gegenlager exakt "im Wasser" ausgerichtet ist. Dazu natürlich auch die Lage des Chassis mit der Libelle prüfen (Bezugspunkt

    für die Antriebswelle). Warum die Libelle? Weil durch die Elastizität der Silikonpuffer an den Schraubmuttern unterschiedliche Drehmomente wirken können, die eventuell zu einer deutlichen

    Schräglage der Antriebswelle führen. Man spürt beim Schrauben ja keinen Anschlag mehr. Bei schräg sitzender Antriebswelle springt der Riemen auf dem Pulley, die Drehzahl stimmt nicht mehr.



    Zum Schluss dann noch die Prüfung der Motoraufhängung (bei intakten Gummipuffern):

    Der Motor muss sich elastisch-federnd und weich nach allen Seiten bewegen lassen, darf aber nicht wackeln oder Spiel haben.


    Bei meinem CS 510 hat sich das Summen des Motors durch diese Entkoppelung mit Silikondämpfern doch hörbar vermindert. Aber wie beschrieben, ist diese Maßnahme nur bei gut erhaltenen

    Gummidämpfern des Motors sinnvoll. Andernfalls ist die akustische Ankopppelung an der Chassis-Unterseite zu stark, um das Summen zu vermindern.

    Noch etwas: Man liest immer wieder, dass die Schlitzschraube (links von der Libelle im Bild oben) entfernt werden sollte, um die Entkoppelung zu verbessern. Das bringt gar nichts, weil diese Schraube weder auf der Unterseite noch auf der Oberseite Kontakt zum Chassis hat. Sie dient nur als Sicherung gegen das Herausfallen des Motors bei Demontage oder bei gelösten Schrauben. Die Dual-

    Ingenieure haben da schon mitgedacht...


    Liebe Grüße

    Roland

    Mein Setup:

    - Thorens TD 160 Super mit Tonarm TP 16 Mk III und Shure V 15 III/ Original-Nadel VN 35 E

    - Dual CS 510 mit Elac ESG 794 und Nachbaunadel Jico DN 794 E

    - Vorverstärker Nakamichi CA 5 E

    - Verstärker Audio-Lab 8200 A (als Endstufe genutzt)

    - CD-Player Marantz CD 63 Mk II (Ken Ishiwata-Edition)

    - externer DAC Musical Fidelity

    - Lautsprecher Linear Acoustic LA Jet 10 Mk II (Elac)

    Einmal editiert, zuletzt von Monadjemi ()

  • Aus einem solchen "Pflanzenschild" aus Plastik lässt sich prima die Schnappfeder für die Wiederholfunktion bei den Vollautomaten (z.B. 621/721) bzw. für den Rillenfinder bei den Halbautomaten (z.B. 604/704) schneiden. Sinnvoll ist natürlich, wenn man als Muster eine originale Feder zur Hand hat.

    Das Umschalten ist dann etwas weicher.


    Beste Grüße

    Christian

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