Dual 1229 hat nach Überholung noch einige Macken

  • Hallo Zusammen,


    nachdem ich meinen Dual 1229 überholt habe, hat er leider noch ein paar Macken.


    Mode Selector und Tonhöhenabstimmung funktionieren, die Automatik geht auch weitgehend. Allerdings wird die Steuertaste (48) bzw. eigentlich der Umschalthebel nicht nach jedem Start freigegeben.

    Der Startwinkel (248) müßte eigentlich jedesmal vom Kurvenrad abgedrängt werden und dadurch der Umschalthebel und die Steuertaste in die Ausgangsstellung zurückgebracht werden. Das funktioniert

    aber leider nur ab und zu. Bleibt der Umschalthebel verklemmt muss der Startwinkel von Hand zurückgezogen werden.


    Beim Absenken des Tonarms und schließen des der Kurzschließerkontakte ist ein merkliches Brummen aus den Lautsprechern zu vernehmen. Ich habe an das Audiokabel Cinchstecker angelötet und ein

    zusätziches Massekabel vom 5 schwarzen Tonkabel an den Vorverstärker angeschlossen.


    Als letzter Macken kommt noch hinzu, dass zum Ende der Platte der Tonarm hängen bleibt, so als wenn die Horizontalbewegung des Tonarms gehemmt wäre. Das Spiel im horizontalen Tonarmlager habe ich

    schon etwas vergrößert, der Tonarm bleibt nun anscheinend etwas später (mehr zum Plattenende) hängen. Reibung des Segmentes (201) im Führungsstück (232) konnte ich weder im Single Mode noch im Multi Mode

    feststellen.


    Hat jemand von euch schon ähnliche Probleme gehabt und kann mir Tipps geben, wie ich die Macken abstellen kann ?


    Viele Grüße


    Frank

  • Hallo Frank,


    da hakt irgendwas an dem Teil 248 oder ist nicht leichtgängig genug, ich würde noch mal reinigen und nur dezent schmieren.


    Das Brummen kommt möglicherweise von dem zusätzlichen Massekabel, das braucht´s normalerweise nicht. Wenn der 1229 noch im Originalzustand ist, dann reicht es fast immer, den DIN-Stecker abzuknipsen und an die beiden Kabel jeweils einen Cinch-Stecker anzulöten.


    Zum Tonarm fällt mir momentan nur der Liftpimpel ein. Ist da bei abgesenktem Tonarm ausreichend Luft zwischen dem Liftpimpel und der Platte vom Tonarm?


    Viel Erfolg


    Jürgen

    Momentan in Verwendung:

    Dual 701, 704, 1229, ELAC 50H II, Braun PS500

    Onkyo TX-NR900E, A-8670, A-8780, TX-7840

    Canton Ergo91 DC, GLE 470.2, ELAC ELX 8070

  • Hallo Jürgen,


    zum Reinigen des Startwinkels (248) muss ich nochmals die komplette Mechanik zerlegen und das Kurvenrad abnehmen, da bleibt mir wohl nichts anderes übrig.


    Ich habe eben mal das zusätzliche Massekabel abgeklemmt, das Brummen wird deutlich lauter. Meine Cinch-Stecker sind nicht die besten, bisher habe ich immer welche

    von Amphenol verwendet, bei meinen anderen Plattenspielern (721, 1228, 621) brummt nichts.


    Der Liftpimpel hat Luft zum Tonarm, da läßt sich locker ein Papier dazwischen schieben. Der Klang hört sich zum Ende der Platte nicht mehr so klar an wie am Anfang, allerdings

    ist der Tonanabnehmer (Shure V 15 Typ III L-M mit Jico SAS Nadel) mit dem Dual TK montiert, die Ausrichtung müßte also passen.


    Viele Grüße


    Frank

  • Hallo Frank,


    Hast Du die originalen Signalleitungen verwendet? Also die die ab Werk da am Kurzschließer angesteckt sind?


    Also mit drei Kabelschuhen aufgesteckt (1x Signal li, 1x Signal re und beide "Außenleiter" zusammen auf einen Masseanschluss) ?


    Wenn ja: Die Signal- Massen auftrennen und getrennt anschließen. Dann die Massebrücken am Kurzschließer auftrennen und die separate Masse- Leitung ans Chassis schrauben. Oder eben "Nur" (was meistens vollkommen ausreicht) neue RCA- Stecker an die Kabel anlöten. Dann aber KEINE separate Masse- Strippe!


    Zum Tonarm: Mach mal den "Pustetest". (Nadelschutz runter klappen oder Nadel abnehmen), Netzstecker raus!, Tonarm- Auflagegewicht und AS auf null, Tonarm "in Waage" bringen und dann den Tonarm vorn mal seitlich leicht anpusten. Der Tonarm muss dann ohne Probleme komplett nach innen schwenken. Macht er das nicht, ist etwas nicht in Ordnung. Entweder er wird mechanisch von unten / oben irgendwo blockiert, oder die Tonarmlager haben ein Problem.

    ---------------------------
    MFG: Maico


    ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...

  • nachdem ich meinen Dual 1229 überholt habe, hat er leider noch ein paar Macken.

    Hatte er die von dir beschriebenen Macken vorher schon oder sind die neu?


    Das Spiel im horizontalen Tonarmlager habe ich

    schon etwas vergrößert,

    Das muss man nie machen, sollte man auch nicht.

    Die 1219/1229 haben eine Sache, die einiges durcheinander bringt, wenn da was dejustiert ist.

    Und zwar die Tonarmringe.



    Den roten Pfeil mal ignorieren. Die Ringe müssen wie gezeigt zueinander stehen.

    Tun sie das nicht, funktionieren die 1219/1229 nicht mehr richtig. Schaue erst das nach, bevor du an anderen Dingen schraubst.

  • Hallo Frank,


    ich hatte bei einem 1229 ein ähnliches Problem, allerdings mit der Stopp-Funktion, Motor und Teller liefen nach Stopp über Automatik oder Starthebel weiter und schalteten dann erst nach guten Zureden, Klopfen auf die Platine oder Erschütterungen durch Hin- und Herschalten des rechten Schalthebels für den Plattendurchmesser auf.

    Ich hab zu reichliches Fett mit Wattestäbchen an der Mechanik vom Hebel 248 entfernt und nicht ganz lege artis noch etwas Sprühöl eingesetzt.

    Außerdem mal schauen, dass der Schaltarm 188 leichtgängig ist, gleiches gilt für die Schaltschiene 167 im Netzschalter.


    Die Amphenol (https://www.thomann.de/de/amphenol_acprblk.htm) nehm ich auch, alternativ Neutrik/Rean (https://www.thomann.de/de/neutrik_nys3730_cinchstecker.htm). Qualitativ finde ich persönlich die Amphenol noch etwas besser als die Neutrik.


    LG, Jürgen

    Momentan in Verwendung:

    Dual 701, 704, 1229, ELAC 50H II, Braun PS500

    Onkyo TX-NR900E, A-8670, A-8780, TX-7840

    Canton Ergo91 DC, GLE 470.2, ELAC ELX 8070

  • Hallo Maico,


    ich habe die Original Signalleitung verwendet, die Masseverbindung am Kurzschließkontakt rausgelötet, das gemeinsame Massekabel des DIN Steckerkabels aufgetrennt und noch eine separate

    Masseleitung am Kurzschließkontakt auf das schwarze Kabel vom Tonarm angeschlossen. Ausserdem habe ich die Kontakte am Tonarm sowie am TK mit Glasfaserstift gereinigt. Mit diesen Massnahmen sollte Brummen eigentlich nicht auftreten. Ich vermute es liegt an den "schlechten" Cinch Steckern. Amphenol Cinchstecker sind bestellt und können evtl. am Wochenende angelötet werden.


    Der Tipp mit dem Pustetest ist super, jetzt verstehe ich auch wie der Test zur richtigen Einstellung des Horizontal-Tonarmlagers aus der Service-Anleitung funktioniert. Mit Antiskating EInstellung 0,5 muss der Tonarm ohne Hemmung von innen nach aussen gleiten. Hierzu muss er vorher mit Auflagekraft null ausbalanciert werden.

    Der Pustetest funktioniert, der Tonarm bewegt sich durch anpusten von aussen nach innen (AS Einstellung 0). Allerdings zieht der Tonarm bei AS Einstellung 0,5 nicht von der inneren Position nach aussen. Der Tonarm muss erst etwas von innen nach aussen bewegt werden, dann gleitet er ohne Stop nach aussen. Die Einstellung des Horizontal-Tonarmlagers passt demnach. Evtl. streift dann doch das Führungsstück (232) in der inneren Position des Tonarms am Segment (201). Das wäre dann die Erklärung warum der Tonarm am Plattenende hängen bleibt. Jetzt stellt sich nur die Frage wie das Führungsstück so eingestellt werden kann, das es nicht mehr streift, optisch läßt sich das nicht beurteilen. Ich habe eben nochmal den Mode Selector auf Multi gestellt, da gleitet der Tonarm auf AS Stellung 0,5 komplett von Innen nach aussen und bei AS Einstellung 0 von aussen nach innen ? (Fraglich ob die AS Scheibe richtige positioniert ist, sollte der Tonarm bei AS Enstellung 0 nicht stehen bleiben ?)


    Auf jeden Fall ist das ein eindeutiger Hinweis, dass das Führungsstück im Mode Selector Einstellung Single den Tonarm (Segment) behindert.


    Hallo Lutz,


    ob der Spieler die Macken schon vorher hatte kann ich Dir nicht sagen, da ich aufgrund defekter Nadel nicht groß getestet habe sondern relativ schnell mit dem Zerlegen begonnen habe. Ich war der Meinung das Spiel des Horizontal-Tonarmlagers wäre zu gross und hab die Schraube angezogen (mittlerweile wieder gelockert). Die Postion des äußeren und innere Rings sind wie in deinem Bild zueinander versetzt. Ich habe zwar den Tonarm ausgebaut um den Mode Selector zu warten, die Tonarmringe aber nicht zerlegt.


    Hallo Jürgen,


    der Schaltarm (188) scheint leichtgängig zu sein, ebenso die Schaltschiene (167). Ich vermute das Übel liegt an der Auslösung des Startwinkels (248) am Kurvenrad. Ich habe ein Video von unten gedreht und es sieht so aus als ob das Kurvenrad den Startwinkel nicht immer zuverlässig abdrängt.


    Viele Grüße


    Frank

  • Hallo Frank,

    Ich war der Meinung das Spiel des Horizontal-Tonarmlagers wäre zu gross und hab die Schraube angezogen (mittlerweile wieder gelockert).

    Das sollte man nur mit Bedacht machen. Das Spiel ist richtig eingestellt, wenn man gerade noch ein minimales Spiel "Fühlen" kann. Siehe SM


    Evtl. streift dann doch das Führungsstück (232) in der inneren Position des Tonarms am Segment (201). Das wäre dann die Erklärung warum der Tonarm am Plattenende hängen bleibt.

    Damit kann es zusammen hängen. ;)



    Dann guck auch gleich nach ob die AS- Scheibe in Ordnung ist. Hat diese einen Riss, kann es auch Probleme geben.



    Jetzt stellt sich nur die Frage wie das Führungsstück so eingestellt werden kann, das es nicht mehr streift, optisch läßt sich das nicht beurteilen.

    Das ist bzw. kann etwas "fummelig" werden. Wenn Du die kleine Kreuzschlitzschraube löst, in die "richtige" Position bringst und dann die Schraube wieder fest ziehst, kann sich das Ganze minimals wieder verschieben bzw. verdrehen. Versuche mal einen kleinen Streifen Papier da als "Abstandshalter" einzulegen. Also Schraube lösen,, Papierstreifen dazwischen, wenn möglich das Ganze festhalten und Schraube wider anziehen. Kann passieren dass es nicht gleich beim ersten Mal klappt. Einfach nochmals mit Geduld probieren.


    Zur Verkabelung: Wenn Du eine fünfpolige Tonarmverkabelung verbaut hast (es gab kurz auch teilweise eine vierpolige (ältere) Tonarmverkabelung ab Werk), dann sollte es passen wenn Du die gemeinsame Signal- Masse auftrennst (nur ein Stecker für beide Kanäle am Kurzschließer) und eben die beiden "Brücken" am Kurzschließer trennst (verbindet beide Signal- Massen am Kurzschließer).



    Und dann eben eine separate Masse- Leitung ans Chassis anschrauben. Miss mal bitte nach ob die schwarze Tonarm-Kabel- Litze mit dem Chassis eine Verbindung hat. Wenn nicht, liegt hier eventuell das Problem.


    Normalerweise sollte es keine "schlechten" RCA- Stecker geben. Entweder Du hast sauber gearbeitet und die Lötverbindungen sind ordentlich, oder die Stecker sind mechanisch einfach nicht wirklich ordentlich verarbeitet. Ich glaube nicht dass es an Deinen vorhandenen Steckern liegt.


    EDIT: Guck auch gleich mal nach ob eventuell die Kontaktplatte vorn im Tonkopf ordentlich sitzt. Die rutschen hin und wider mal etwas nach unten. Einfach mit Gefühl wieder nach oben schieben.

    ---------------------------
    MFG: Maico


    ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...

    Einmal editiert, zuletzt von maicox ()

  • Hallo Maico,


    der Tipp mit dem Papier als Abstandshalter ist sehr gut, werde ich ebenfalls am Wochenende umsetzen.


    Die Antiskatingscheibe ist neu, ich habe diese wie die alte eingebaut. AS auf 0 gestellt, dann ist das Loch in der Scheibe im 180 ° Winkel zur 0 Markierung.


    Den Kontakt zwischen schwarzem Tonarmkabel und Chassismasse werde ich nachmessen.


    Danke für Deine Tipps


    VG Frank

  • Hallo Zusammen,


    ich hatte heute Zeit um habe nochmals den 1229 zerlegt. Kurvenrad ausgebaut und den Startwinkel an den beiden Lagerstifft gefettet, sowie die anderen Kontaktstellen zum Schaltarm und Umschalthebel ebenfalls gefettet. Der Startwinkel und der Schalthebel werden jetzt nach dem Start wieder freigegeben.


    Der Tonarm ist nun auch über den gesamten Schwenkbereich leichtgängig und bleibt nicht mehr zum Ende der Platte hängen, Ursache war das falsch justierte Führungsstück, gegen Ende des Schwenkbereiches wurde das Segment des Tonarms behindert. Mit der Justiermethode von Maico (ein etwas dickeres Papier als Abstandhalter verwenden) war die Einstellung problemlos.


    Nicht erfolgreich war ich bei der Beseitigung des Brummens. Schwarzes Kabel vom Tonarm hat Verbindung mit dem Gehäuse, die "schlechten" Cinch-Stecker habe ich gegen Cinch-Stecker von Amphenol ausgetauscht, das Brummen konnte ich jedoch nicht beseitigen.


    Kann das Anlöten der Tonarmkabel am Kurzschließer ebenfalls ursächlich für das Brummen sein, sofern die Lötstelle nicht ganz perfekt ist ? Dagegen spricht, dass auf beiden Kanälen ein Signal ankommt und auch der Widerstand der Spulen (und des Tonkabels) gemessen werden kann.


    Welche Gründe könnte es sonst noch für das Brummen geben ?


    Viele Grüße


    Frank

  • Evtl. die Schrauben noch mal nachziehen, mit denen der Kurzschließer an der Platine befestigt ist. Ich hatte das mal bei einem Elac, da geht ein Kabel vom Kurzschließer zu einer Schraube an der Platine als Masseverbindung. Die hatte schlechten Kontakt, wodurch das Brummen entstanden ist. Etwas nachgearbeiteet und das Brummen war weg.


    LG, Jürgen

    Momentan in Verwendung:

    Dual 701, 704, 1229, ELAC 50H II, Braun PS500

    Onkyo TX-NR900E, A-8670, A-8780, TX-7840

    Canton Ergo91 DC, GLE 470.2, ELAC ELX 8070

  • Ich habe nun nochmal das Tonkabel vom Kurzschließer abgezogen, die Verschraubung am Kurzschließer überprüft (Schrauben waren fest), die Tonarmkabel am Kurzschließer nochmals nachgelötet und die Kontakte am Kurzschließer für die Kabelschuhe mit Glasfaserradierer gereinigt.


    Leider alles ohne Erfolg. Sobald der Tonarm auf die Einlaufrille aufsetzt ist das Brummen zu hören. Startet die Musik tritt das Brummen in den Hintergrund, ist aber in leisen Passagen zu hören und somit sehr störend. Sobald der Lift den Tonarm anhebt ist das Brummen weg. Der Tonabnehmer liefert aber ja auch kein Signal mehr.


    Die Verkabelung sollte passen, Kontaktplatte am Tonarm sitzt fest und ist gereinigt, ebenso die Stifte am TK, diese sind auch gängig. Mir fehlen momentan die Ideen wie dem Brummen beizukommen ist.

  • Beim Abheben des Tonarms und Trennen des Kurzschließers knackt es merklich in den Lautsprechern. Ob die Kontakte des Kurzschließers die Ursache für das Brummen sein können. Zwar habe ich die Kontakte gereinigt, aber evtl. nicht gründlich genug. Allerdings müßte dann aber beim Starten und schließen der Kurzschließerkontakte auch ein Knacken auftreten ?

  • Sobald der Tonarm auf die Einlaufrille aufsetzt ist das Brummen zu hören.

    DAS hört sich aber mehr nach Motorbrummen an. Kennt jeder, der einen

    1219 oder 1229 besitzt.

    Teste mal folgendes: 1229 einschalten mit Tonarm rüber schwenken, Geschwindigkeit

    zwischen 33 und 45 stellen (damit der Teller zum stehen kommt, Motor aber läuft.

    Und dann die Nadel absenken.

    Liebe Grüße
    Ludwig

    Ich vermisse den Dislke Button


  • Hallo Ludwig,

    wenn ich den Motor abkopple (Schalthebel zwischen 33 und 45) und dann den Tonarm in die Einlaufrille absenke, ist das Brummen nach wie vor zu hören.


    Viele Grüße


    Frank


    Den Motor habe ich bei der Überholung auch zerlegt, Lager mit Hydrauliköl unter Vakuum in Spritze geölt, Lagerspiegel gedreht und wieder zusammengebaut. Die Aufhängungsgummi sind auch neu. Der Motor macht aber schon Geräusche beim Laufen. Kann das an schräg sitzenden Lagerschalen liegen ?

    Einmal editiert, zuletzt von Vinyl Freund () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Vinyl Freund mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Das Brummen kommt eindeutig vom Motor. Wird der Motor abgekoppelt (Schalthebel zwischen 33 und 45), Plattenteller dreht sich nicht und der Tonarm wird abgesenkt, dann ist das Bummen zu hören. Im Betrieb wird das Brummen deutlich schwächer, wenn der Motor von unten bewegt wird.


    Ich werde den Motor nochmals zerlegen, die Sinterlager in warmem Öl nochmals tränken und beim Zusammenbau versuchen die Lager so gut es geht auszurichten. Die Nieten habe ich aufgebohrt und die Lagerspiegel verschraubt, eine gewisse Verspannung ist dadurch wahrscheinlich nicht auszuschließen.

  • Läßt sich der Motor zwischen den verschiedenen Varianten des 1229 tauschen. ich habe neben meinem aktuellen 1229 mit separater Pitch-Regulierschraube und CD 4 Antiskating Scheibe (somit 5-adrigem Tonarmkabel) noch einen 1229 ohne die separate Pitch-Regulierschraube und mit Antiskatingscheibe ohne CD 4 (und 4-adrigem Tonarmkabel). Auf den ersten Blick sehen die Kontakte des Motors des älteren Spielers kleiner aus (Stifte in der Anschlußbox scheinen dünner zu sein). Gab es hier Unterschiede in den Anschlüßen ?

    Ich wollte eigentlich den Motor des älteren Spielers in meinen aktuell überholten Spieler einbauen. Gibt es eine Möglichkeit den Motor direkt nach Wartung laufen zu lassen um die Laufgeräusche zu überprüfen ? welche der vier Kabel müssen zusammengeschlossen werden und welche werden an 220 V angeschlossen ? Ich werde versuchen dieses mal die Nieten nicht aufzubohren.


    Viele Grüße


    Frank

  • Ich werde den Motor nochmals zerlegen,

    Hi,


    besorge dir die Gummidämpfer von Kai (tpl1011). Du kannst einen Motor noch so gut warten,

    wenn die Dämpfer hart sind (und bei meinen Reibradlern waren die alle hart) werden die Vibrationen

    ungedämpft an das Chassis übertragen.

    Sind die Dämpfer neu, hört man fast gar nix mehr über das System.

    Und es lohnt sich wirklich!

    Liebe Grüße
    Ludwig

    Ich vermisse den Dislke Button


  • Hallo Ludwig,


    ich habe mir schon die "grünen" Gummidämpfer von Kai besorgt trotzdem brummt mein Motor, evtl. war das ölen der Lager mit Vakuum nicht so effektiv wie die Methode mit ölen im 80°C Ölbad.

    Zudem könnte ein gewisses Verklemmen der Lager durch das Aufbohren der Nieten mit eine Ursache für den lauteren Motorlauf sein.


    Die Original Lagergummi machen allerdings gar keinen so spröden Eindruck. Trotzdem werden ich auch zur Wartung des zweiten Spielers auf die Motorgummi von Kai zurückgreifen.


    Gibt es eine Chance das Motorbrummen in den Griff zu bekommen oder muss ich dat leben ?


    Viele Grüße


    Frank

  • Ich hatte meine RR ja komplett mit Dämpfern versehen.

    Dauerte auch ein wenig bis ich mich traute, die Nieten aufzubohren.


    Was mir aufgefallen ist, die Dämpfer für die Brikettmotoren sitzen

    recht locker drin, die Motoren (bei mir drei AM400) sind so sehr weich aufgehängt.

    Bei dem Dosenmotor sitzen die Dämpfer sehr stramm drin und ich kann mir

    vorstellen, dass da Vibrationen schlechter gedämpft werden.


    Ich habe einen 1229 mit überholtem Motor, den habe ich 2-mal demontiert. Wenn ich da

    den Hebel zwischen 33 und 45 stelle und die Nadel auf die LP absenke höre ich den Motor so

    ab Lautstärke drei Uhr. So weit drehe ich den Volumenregler nie auf!

    Gibt es eine Chance das Motorbrummen in den Griff zu bekommen

    Also ja, sofern der Motor keinen mechanischen Schaden hat.


    Ich habe schon überlegt, den unteren Dämpfer für die Dose schmaler zu machen

    damit der Motor weicher da drin sitzt. Aber im Moment fehlt mir der Antrieb, schon

    wieder einen Motor zu demontieren. Aber das könnte ein Weg sein.

    Liebe Grüße
    Ludwig

    Ich vermisse den Dislke Button


Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!
Nach der Registrierung können Sie aktiv am Forenleben teilnehmen und erhalten Zugriff auf weitere Bereiche des Forums.