Dual 1019 schwereres Tonarm-Ausgleichsgewicht

  • Hallo an Alle,

    wie Ihr vielleicht aus einem anderen Fred wisst, habe ich von einem Mitforisten ein PE7000 Tonabnehmersystem bekommen für echte Monos (Mikrorille M) und Schellacks (Normalrille N).


    Ich habe das TA in einen TK-11 eingebaut (paßt hervorragend - wie gemacht dafür !) und auf den 1019 gesetzt. Leider bekomme ich den Tonarm nun nicht ausbalanziert, weil das TA ganze 25 Gramm wiegt !

    Der 1019 kann mit etwas "positivem Zureden" gerade mal ca. 16 Gramm ausbalanzieren mit seinem Ausgleichsgewicht von ca. 85 Gramm


    Frage an die Dual-Spezialisten: "Gibt es für den 1019 ein schwereres Ausgleichsgewicht ... so wie z.B. beim 1229 das mit 103 Gramm ? Oder vieleicht eine Art Zusatzgewicht ?"


    Die "Lösung" mit zusätzlicher "Knete" am Ausgleichsgewicht gefällt mir doch nicht so ganz ;-)


    Viele Grüße

    Marcus

  • Die "Lösung" mit zusätzlicher "Knete" am Ausgleichsgewicht gefällt mir doch nicht so ganz

    Muß ja nicht unbedingt "Knete" sein,
    eine passende U-Scheibe sieht "eleganter" aus, um den Arm auszubalancieren

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

    >>> Bitte keine technischen Fragen per PN, nutzt das Board, dann hat Jeder was davon <<<

  • Vielleicht ist das Gewicht vom 1009 schwerer. Ich weiß aber nicht ob das passt. Müsste man mal wiegen.


    Gruß Oliver

    Ersatz-Steuerpimpel Anfragen bitte per PN

  • Wenn ich das richtig gelesen habe braucht das System 8-10g an Auflage. Das sollte doch fast passen.

    Falls nicht, ist das Gewicht so weit hinten, dass man noch von hinten eine (Maden)Schraube eindrehen kann und hätte noch etwas Zusatzgewicht.


    Gruß Martin

    Martins Lieblingsdreher: Dual 1229, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta, Luxor GW1. Alles Weitere im Profil.

  • Hi Martin,

    wenn ich die Aufllagekraft rein statisch erzeuge(n) (möchte), dann geht das gerade so. Wenn das Gewicht komplett hinten ist und der Dorn maximal weit "ausgezogen" ist, dann lande ich bei ca. 10g.

    Irgendwas um 8-9 Gramm wäre mir aber lieber und auch ein ordentlicher dynamischer Anteil (= Auflagekraft durch Federdruck).


    Die Idee mit der Madenschraube ist "putzig" ;-)


    VG

    Marcus

  • 10 Gramm ist aber okay, die entsprechenden Platten stecken das locker weg. Mein PE Rex kommt auf gut 12 Gramm, für Schellackplatten ist das kein Problem, aber auch die klassische Mikrorille hält das gut aus. Viele von denen haben sicher schon Schlimmeres hinter sich. Und dass der Auflagedruck statisch erreicht wird, ist dabei auch ziemlich Wurscht, das war zu der Zeit, als diese Systeme ihre aktive Zeit hatten, wohl auch nicht besser. Solange die Nadeln in Ordnung sind, passiert den Platten nichts.

    Klar hat man ein besseres Gefühl, wenn alles perfekt eingestellt ist, aber das Leben ist nunmal nicht immer perfekt, wäre doch auch langweilig.

    "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.


    Diethelm :|

  • Ha,

    ich hab' (über die Mittagspause) im Lager sog. gedrehte Kugellagerhülsen gefunden, mit 35x30x20,5mm. Eine Hülse wiegt 40 Gramm. Etwas Filz innen eingeklebt und dann "geschmeidig" über das Ausgleichsgewicht geschoben.


    Sieht recht überzeugend aus, oder:




    Falls jemand hier auch "sowas" braucht, frag' ich mal nach, was die für so eine Hülse haben müssen, kann nicht viel sein ... PM genügt.


    VG

    Marcus

    Einmal editiert, zuletzt von Marcus67 ()

  • Man kann auch einfach eine Metallscheibe mit doppelseitigem Klebeband hinten an das Gegengewicht ankleben und schwarz färben (zB. mit Permanent-Marker).

    Grüße,
    Albert


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


    If I'm writing nonsense - simply forget it :whistling:

  • Hallo Marcus,

    ich habe in dem anderen Thread die Diskussion über Deine Suche nach einem echten Mono-System bereits verfolgt und sehe nun, dass sich das PE7000 erstaunlich gut in dem TK macht. Berichte doch gern mal, wie es klanglich so ist über die Hifii-Anlage.


    Ich habe hier ein Dual 300 V mit Mono-System (CDS 320, Kunststofffarbe braun) von 1958. Seit über 20 Jahren ist das Gerät bei mir, ich spiele damit nur relativ wenige, nicht ganz so gut erhaltene alte Mono LP's, da ich dem Ding nicht so ganz vertraue. Trotz neuer Originalnadel (hab' noch ein paar in Reserve) habe ich den Eindruck, das die S-Laute auf den betreffenden LP's zugenommen haben.


    So ein 1019 ist natürlich schon ganz etwas anderes und ich kann mir gut vorstellen, dass er die Platten trotz der hohen Auflagekraft deutlich schonender abspielt.


    Sonst gehöre ich zu der Fraktion, die ihre alten Mono LP's mit Mono-Nadel (25µ) und Mono-Schaltung am Verstärker spielt. Damit bin ich in den allermeisten Fällen sehr zufrieden.


    Viele Grüße

    André

    Hobby ist: mit dem größtmöglichen Aufwand den geringstmöglichen Nutzen zu erzeugen.

  • André,

    sobald ich eine neue 25mü Nadel (die rote) habe, werde ich Mono-LPs damit spielen und berichten. (Die, welche auf dem System ist, ist nicht mehr in Ordnung)


    Die 65mü Nadel (die grüne) ist in Ordnung und ich hab' schon ein paar Schellacks gespielt (am Quad 22 Vorverstärker. Damit kann man verschiedene Entzerrerkurven einstellen). Das Resultat war sehr sehr gut. Gefühlt weniger als halb so viele Nebengeräusche, wie sonst :-)


    Deinen letzten Satz verstehe ich jetzt nicht ganz. Mono-LP's mit 25mü Nadel ... klar, darum gehts doch hier die ganze Zeit ... oder meinst Du die 25mü-Nadel auf einem (modernen) Stereo-TA-System ...


    VG

    Marcus

    2 Mal editiert, zuletzt von Marcus67 ()

  • Hi Marcus,

    ja, Shure Stereo System DM103 M-G auf dem 1229 mit einer Nachbaunadel für alte Mono LP's, 3 g Auflagekraft und dazu die Mono-Schaltung am Verstärker. Klingt in den allermeisten Fällen sehr gut - auch bei schon etwas abgerockten Scheiben. Und davon habe ich so einige, ich sammle seit über 30 Jahren Platten mit Schwerpunkt auf den 50er und 60er Jahren.


    Auf den "Oldtimern" wie der Dual 300 V und der Philips Hutschachtel aus den 50er Jahren spiele ich in der Regel nur alte Schellackplatten (macht Spaß) und ausgewählte, stark abgerockte LPs, die nicht mehr auf den 1229 kommen.


    Viele Grüße

    André

    Hobby ist: mit dem größtmöglichen Aufwand den geringstmöglichen Nutzen zu erzeugen.

  • Ah ja, ich hab' das bis jetzt auch immer mit einem alten Shure M44 (für alte Monos mit 25mü Nadel) und einem alten Stanton 500 (für Schellacks mit 65mü Nadel) gemacht. Natürlich Vorverstärker auf sog. "2-Mono" (= da sind beide Lautsprecher aktiv, bekommen jedoch beide das gleiche Monosignal). Das ging immer ganz nett, jedoch jetzt im Vergleich (bei den 78er Schellacks) mit dem echten Seitenschriftsystem sind die Nebengeräusche wesentlich weniger und der Informationsgehalt höher. Das klingt viel bodenständiger, geerdeter, mit schwärzerem Hintergrund und tiefer und mit wesentlich mehr Details.


    Am MIttwoch bekomme ich noch eine neue (rote) 25mü Nadel für das PE7000 und dann berichte ich wie es damit so geht ...


    Das ist spannend, dieser Uraltkram ...


    Viele Grüße

    Marcus

  • Ich bin gespannt...


    Hier ist leider kein Platz für einen weiteren Dreher, der nur für Monos da ist und bei dem man sich dann diese extreme Mühe macht. So habe ich für mich eine gute und kompatible Lösung gefunden...ist auch was wert. ;)


    Viele Grüße

    André

    Hobby ist: mit dem größtmöglichen Aufwand den geringstmöglichen Nutzen zu erzeugen.

  • Das verstehe ich André,

    da die alte Quad 22-II-ESL57-Anlage hier immer noch diesen freien Phono-Monoeingang hatte, hat mich das natürlich nie in Ruhe gelassen. Ich muß sagen, die waren damals keine "Idioten". Man kann mehrere Entzerrungskurven (für Schellacks und auch frühe Monos) einstellen und auch High-Filter (5k-7k-10k) zuschalten und auch noch deren Wirksamkeit stufenlos einstellen. Super Sache ! :-)

    Darüberhinaus kann man den Vorverstärker auf "2-Mono" stellen, dann kommt auf beiden Kanälen das gleiche Monosignal oder man kann auf "1-Mono" stellen, dann wird das Monosignal nur auf dem rechten Kanal verarbeitet und der linke Endverstärker schaltet sich ab ! Ich bin fast geneigt, daß diese Betriebsart noch besser kommt ;-)


    VG

    Marcus

  • Das CDS 320 ist ein Stereo-System, das höchstens mittels eines Metallbügels im Tonkopf auf mono verschaltet ist. Das letzte Mono-System von Dual war das CDS 3, das in den Modellen 1003/4/5 und dem kleinen 295 Zum Einsatz kam.

    "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.


    Diethelm :|

  • Und ich dachte immer das CDS 320 mit dem rotem Kunststoffgehäuse ist ein Stereosystem, das braune Mono. Aber auch nur Fake News? :D


    Viele Grüße

    André

    Hobby ist: mit dem größtmöglichen Aufwand den geringstmöglichen Nutzen zu erzeugen.

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