Gequollene cs 522er-Zarge bald wieder in Schön!?

  • Guten Tag, liebe Dualisten!

    Wie im Dual522er-"Anschiebe"-Thread bereits von mir angekündigt, kommt hier schon der nächste "Streich". Und das ist wirklich wörtlich gemeint.

    Beabsichtigt ist insofern, die Zarge zu streichen (lackieren), nachchdem natürlich die aufgequollenen Holz"Latten" dort, zuerst wieder brauchbar gemacht wurden. Neben meiner allgemeinen Elektr(on)ik-Ahnungslosigkeit, kommt also nun noch die Zargen-Aufhübschung dazu! Ich überlege darum - bis die Elektronikbauteile bei mir eintreffen, was am besten schon zu tun wäre, u.a. mit

    1. Die Nussbaumfolie zu entfernen,

    2. dann das Pressspanholz entweder genauso wieder in Form zu bringen (spanend, z.B. durch Raspeln, schleifen),

    3. oder durch "richten", z.B. mit zaghaftem wieder Eindrücken der betreffenden Stellen

    4. oder einfacher noch ein neues Dual-ZargenWaisenkund zeugen - mit dann auch natürlicher Lagerung auf´ m Sperrmüll

    Hat hier jemand schon Erfahrung damit, oder mit Ähnlichem gemacht? Kann mir hierzu nun wieder wer gut raten? Ich würde nämlich sehr ungern - weil vielleicht zu voreilig - die Holzimitatleisten abmachen wollen. Denn soviel Erfahrung hab´ ich alter Dualwiedereinsteiger nun ja doch schon gemacht: zuviel Hebelwirkung mit "Knirsch und Knack" mag selbst ebenso kein noch so solides, stabiles altes Dualbauteil... :saint:

    LG

    Rainer


    P.S.

    Ja, ich weiß... der Teppich muß auch dringend mal überarbeitet werden! - Aber ich hab´ auch gelernt, Prioritäten muß MANN klug setzen :/

  • 1. Die Nussbaumfolie zu entfernen,

    2. dann das Pressspanholz entweder genauso wieder in Form zu bringen (spanend, z.B. durch Raspeln, schleifen),

    3. oder durch "richten", z.B. mit zaghaftem wieder Eindrücken der betreffenden Stellen

    4. oder einfacher noch ein neues Dual-ZargenWaisenkund zeugen - mit dann auch natürlicher Lagerung auf´ m Sperrmüll

    Hallo,

    wenn Du die "Nußbaumfolie" entfernst, hast Du nur noch Späne übrig.
    Das Holz ist von minderer Qualität und zerbröselt, sozusagen unter den Fingern:

    Mit richten geht da nix.

    Wenn Du keine Geräte und den Drive, hast, um das Holz zu ersetzen, hilft nur noch eine gebrauchte Zarge.

    Da wird es jede Menge geben, da die auch von anderen Modellen passen.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

  • Du könntest versuchen, die Folie komplett abzuziehen (Heißluftfön), die Stelle glatt beischleifen, füllen (evtl mit Kleber oder /und Holzspänen, wenn Material zu bröselig), feinspachteln und die Zarge mit neuer Folie bekleben.

    Schwarz sieht z.B. immer gut aus.

    Echholzfurnier aufleimen und danach ölen oder lackieren ist auch machbar. Mehr Arbeit, kann aber optisch dem Original nahe kommen...wenn gewünscht.

    Oder nach feinspachteln dem Lackierer geben.

    Das sind aber alles Optionen für Leute mit diversen Freizeitbelegungsproblemen...

    Eine einfachere Variante wäre, das einfach beizuschlaifen und einen Aufsteckrahmen aus Massivholz zu kaufen. Gibt nette Anbieter in der Bucht und in der kleinen Bucht. Kost aber auch teuer...

    Ansonsten bin ich auch bei Gernot: Andere Zarge nehmen...

    Liebe Grüße, Michael

    Ich biete verschiedene Nachbau-Reibräder, TK12-Nachbauten, Hubstücke, Drehstücke, Stellachsen, VTA-Keile und -Spacersets, Tonarmauflagen, Haubenscharniere...

  • Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, was Gernot schrieb: Folie abziehen = Holzmehl. Das wird nix. Hatte es bei einer Nußbaumzarge eines 1214 versucht, bei der zwei Seiten aufgequollen waren. Ende vom Lied war, Dreher raus, Zarge ab in den Müll.

    Viele Grüße,

    Ernst


  • Hallo,

    wenn man die Zargenhölzer neu macht, benötigt man ,
    eine relativ genau schneidende Kreissäge.

    Mindestens die drei sichtbaeren Hölzer,
    vorne, rechts, links, bedürfen einer Gehrung und
    um die Plastikteile weiter zu verwenden, innen, Nuten.
    Dabei kan man dann wählen, zwischen einer geraden-
    oder einer Badewannenzarge. Die Arbeit ist die gleiche.
    Materialkosten, halten sich in Grenzen, eine 800x400x18

    Massiv-Leimholzplatte bereits geölt, kostet etwas über €18,00.

    Man muß allerdings die Blockoptik mögen. Wenn man die Platte geschickt aussucht,
    kann sich eine aussortieren, bei denen die Blöccke eine einheitliche Fläche / Farbe bilden.

    Wer furnieren möchte, nimmt ungeöltes Material, weitaus preiswerter.



    Beispiel: Bauhaus, Akazie geölt.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

    Einmal editiert, zuletzt von papaschlumpf (3. November 2021 um 09:45)

  • Klasse!

    Und mein freudiges Dankeschön! an alle :thumbup: . Schließlich weiß auch ich, Zeit stiehlt sich schlecht... auch Foren-Antworten ist deshalb Arbeit. Auch ich möchte mich darum mit Nebensächlichkeit möglichst kurz fassen - nur noch soviel sei darum gesagt: wir wissen wohl alle, warum wir hier sind: Dual macht damals wie heute einfach Spaß!


    @Gernot, das hab´ ich schon befürchtet: mein Werkzeug ist jedoch da - zwar nicht perfekt - aber das Zargenangeln in der Bucht würde - genau deswegen - leider zusätzlich mein kaum vorhandenes Dualbudget sprengen... und ja, Du hast recht, die Zarge (selbst) neuanfertigen ist knifflig. Zuerst scheint mir das Auffüllen und -bearbeiten darum sinnvoller - danach, und wenns nicht klappt, kann ich ja mal beim Fassmacher um die Ecke, fragen... auch die Leimholzplatte liest sich interessant.

    michael, das klingt (liest sich!) sehr gut. Du hast mir somit schon beinahe die perfekte Anleitung gegeben! Nur, wie bekomme ich die Leisten raus?

    Ernst, genau wie meine Befürchtung :( !


    Ich werde nun folgendes tun: Erstmal die "Büroklammern" vorsichtig versuchen ´rauszuhebeln- mit einem möglichst scharfen, flachen Schraubendreher... aaaber, wenn ich mich danach nicht mehr hier melde, naja... Ihr ahnt es sicher... Stichwort *Aua*!

    LG

    Rainer

  • Hallo Rainer,

    ich habe schon 3 Duals eine neue Zarge verpasst. Bei allen waren die Spanplatten mit dem Plastik der Wanne verklebt.

    Die Spanplatte bekommst du nur ab, wenn du die Klammern entfernst und dann vorsichtig von innen die Spanplatte mit einer Holzzulage und einem

    Hammer von hinten beginnent entfernst. Das ging beim 701 und beim 606.
    Der rote Pfeil zeigt meine Zulage der gelbe die Kleberreste:

    Beim 704 ist die Wanne innen geschlossen und sieht so aus:

    da musst du die Spanplatte mit einem Stemmeisen von hinten in der Nut lösen.

    Viel Erfolg :thumbup:

    VG

    Aldo

  • Moin,

    ich befürchte ebenfalls, dass die Retuscheversuche an dem aufgequollenen Sägemehl vergebene Liebesmüh sind.

    Manchmal werden hier Zargen für überschaubare Taler angeboten, die Nußbaumoptik scheint mir am unbeliebtesten zu sein.

    Die schon erwähnte edlere Alternative (bei mangelnder Kenntnis und/oder Werkzeug) sind vorgeferigte Echtholzleisten, die auf den Kunststoffrahmen geschoben und befestigt werden.

    Ob sich das für einen 522 lohnt, ist die Frage. Vermutlich ist der Preis der vorgefertigten Leisten höher als der monetäre Wert des Spielers.

    Aber optisch wertet es mMn sehr auf.

  • Da hat Klemens recht!

    Ohne das richtige Werkzeug und gute handwerkliche Kenntnisse wird das nix.

    Da ist der fertige Rahmen die bessere Alternative.

    Und zum Preis.......das Auge hört mit 8)

    Auch wenn dann evtl. die Zarge mehr wert ist als der 522.

    Aber dann ist er wieder schön .

    VG

    Aldo

  • Hallo Rainer

    die Zarge ist hinüber, jede Minute hier etwas zu retten ist vertane Zeit. Die Lösung von Klemens ist natürlich das Optimum. Vielleicht kann er ja die Masse für die Nuten und die Wandstärke an der Zarge freigeben :):):):):):)

    Das ist doch für eine Schreinerei mit einer CNC-Fräse ein Klaks und dürfte incl. Holz nicht die Welt kosten

    Gruß Wolli

  • ...hm. Zunächst mein Dankeschön hier und nochmals an alle :thumbup: .

    Jaaa, und das, was ihr schreibt, macht alles Sinn... aaalso, und bloß gut, daß ich doch noch nicht angefangen habe, mit der Holz-Abrissarbeit. Aber dennoch tendiere ich zunächst zu Aldo. Er scheint mir ein echter Dual-Schöpfer zu sein... auch ich versuche darum gerne - und in letzter Zeit mehr u. mehr - meine natürliche Begabung/en nun weiter gut wirken zu lassen.

    Mehr und mehr erfreue ich mich, so oder anders, und mit eigener Hand etwas zu erschaffen, etwas "wachsen" zu sehen! Das macht aber jeder anders. Also schnell was Neues kaufen gehen, ist schlicht nicht meine "Art". War es auch noch nie...

    Ich habe also auch zwei Hände, einen Kopf, und ein konkretes Ziel... und daß ich das - aus meiner Sicht sehr Kluge (Vorgehen) von Aldo damit sicher nur ähnlich machen kann, ist somit klar. Und wenn ich richtig vermute, bei allen Dualisten hier, ist ein zartes "Geschäftsgeheimnis" mir immer verständlich und völlig legitim! Das plappert man eben nicht leichtfertig aus...

    Der spontane Gedanke "Aceton" gegen den Altkleber, kommt mir aber jetzt dazu... ich sag´s hier einfach spontan!

    ...und ja, auch hierbei ist natürlich Auffwand und Nutzen abzuwägen. Aber ich kenne mich - die Neugier zum eigenen Machen ist darum mein (Dualisten) Selbstverständnis. So durfte ich hier insofern wieder weiter - und das schreibe ich gerade als damaliger Dual-Boardie - auch heute viel gute, und ernstgemeinte Hilfe und Tips erfahren... ich versuche das also zu würdigen und möchte hiermit alle ermutigen, mich künftig an meinen hiermit selbst benannten Anspruch zu gemahnen (und klar, ich werd´s Euch natürlich höllisch schwer dabei machen ;) )!

    So. Ich berichte also auch gerne weiter (auch zur 522er-Zarge), falls gewünscht.

    LG

    Rainer

    P.S.

    Meine "Schreibe" seit damals hier, hat sich geändert. Genau wie das Dualwissen. Unverändert aber ist meine Wahrnehmung zum Umgang mit Kritik - heißt, ich stelle mich stets allem, was mir künftig, damals oder jetzt glaubwürdig vorgeworfen wird. Dasselbe gilt somit (für mich als wirklich, wirklicher, demokratischer Souverän, entsprechend des BRD-Narrativs!) genauso umgekehrt... also mal ganz tacheles, getz!!! Ich respektiere die Handhabung hier (z.B.) zum Corona-Themenbereich. Denn das ist Euer Board, und somit interpretiere ich das als Euer Recht. Aber Mist! Mist! Mist! Ist´s hierbei trotzdem für mich! Den steigenden Druck also, wird man so nicht ableiten können - hier aber - und ich wette mein ganzes restliches, spärliches Haupthaar!!! :cursing: - gerade hier können Dualisten eine klügere Lösung finden, etwa nicht!?

  • Hallo Rainer,

    Wenn Du selbst "Hand anlegen" möchtest, nicht all zu kompliziert, dabei mit vielen Möglichkeiten zur Gestaltung, guck mal hier: Link

    Wenn Die "Kiste" erst einmal zusammen ist, kannst Du Dich "Ausprobieren" wie Du magst. Furnieren, Lackieren, Tapezieren, Bekleben oder sonstwie. ;)8)^^

    Legst Du Wert auf die originale Haube, ist der Vorschlag eher nicht das Richtige. Wenn nicht - probiere es einfach mal aus!

    ---------------------------
    MFG: Maico

    ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...

  • Hallo Rainer,

    fühle mich nicht angesprochen und ein

    ein zartes "Geschäftsgeheimnis"

    habe ich hier nicht. Hier wird so gut geholfen, da mache ich das auch gerne.

    Wenn du Fragen hast und ich kann helfen, immer raus damit.

    Solltest du ähnliche Zarben wie ich bauen wollen, hier mal meine Werke:

    der 606, Esche offenporig schwarz lackiert:

    dual-board.de/index.php?thread/80562/

    der 701, Esche gebleicht (Bleichen ist nicht ungefählich!!) und offenporig klar lackiert:

    dual-board.de/index.php?thread/75843/

    und der 704, Olivenholz geölt:

    dual-board.de/index.php?thread/81338/

    Wenn du keine gute Gehrungssäge hast lass dir die Gehrungen von einem Schreiner schneiden. Ich habe alles selber gemacht.

    Die Nuten habe ich mit einer Handoberfäse angebracht.

    Zum Leimen brauchst du genug Schraubzwingen, es soll ja auch alles passen und die Gehrungen schön dicht sein:

    Geleimt habe ich alles mit PU Kleber (Handschuhe unbedingt benutzen), der kelbt sowohl Holz als auch Kunststoff gut.
    Flächen abkleben, wo der Kleber erstmal drauf ist.....

    Da die alte Wanne erhalten bleibt funktionieren natürlich auch die Haubenscharniere weiterhin.

    Schönen Abend noch 8)

    VG

    Aldo

  • Wenn du Fragen hast und ich kann helfen, immer raus damit.

    Naja, das Lösen der "Industrie-Büroklammern" am Zargenunterboden, ist schon mal gelöst... und Feingefühl, gepaart mit einem spitzen Treibdorn und einem kleinen Hämmerchen, ist nun wohl mein eigenes Patentrezept :whistling: ;) ! Schwerer wiegt jetzt beim nun folgenden Trennen-Müssen der morschen Leisten, das Wie?! Denn soviel Aceton zum Kleberlösen hier, gibts wohl auch in keiner Apotheke, geschweige denn in meinem "Gift"schrank...

    Wenn es mir nun gelingt, diese ohne großen Bruch abzulösen, beabsichtige ich also 4erlei

    1. Das Auffüllen mit Holzspan-Uhuklebermischung - das funktionierte schon sehr gut bei einem anderen - allerdings nicht artverwandten - Holzprojekt

    2. Das Beischleifen vor dem Feinglätten - mit Hausmittel "Schmirgel umschmeichelt Feile" - inkl. Muskelkraft und gutem Auge, sowie Gebrauch von Anschlag- und/oder Haarwinkel

    3. Oder das sicher so dann alternativ-mögliche Neuabkleben / So oder so mit Lackieren mittels Spritzpistole. Schrille Farbgebung möglich /Magenta oder z.B. Gold... "-Finnish" mit HochglanzBootslack-Sprühen. Sicher mehrmalig. Der ist nach Trocknung schön widerstandsfähig-hart!

    4. Die Maße abnehmen, +- Schwundtoleranz fürs Einpassen, inkl, (bescheidener) Technischer-Teilezeichnung für guten Schreiner oder Baumarkt, usw...

    und dann vorsichtig von innen die Spanplatte mit einer Holzzulage und einem

    Hammer von hinten beginnent entfernst.

    ... und klar kommt jetzt meine Frage :) , lieber Aldo: Hast Du nach dem Lösen sämtlicher Klammern nur mit dem Hammer und einem Holztreiber (-Blöckchen) gearbeitet? Denn Du hast schon 3 Zargen-Erfolge gehabt; verstehe ich Dich also richtig?

    LG,

    Rainer

  • Denn soviel Aceton zum Kleberlösen hier, gibts wohl auch in keiner Apotheke, geschweige denn in meinem "Gift"schrank...

    Holzleim ist nicht unbedingt Aceton löslich.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

  • Hallo Rainer,

    Aceton greift den Kunststoff an.

    Besser ist es die Zarge in Wasser zu legen.

    Dauer halt ein paar Stunden.

    Gruß

    Thomas

  • Hallo Rainer,

    Ich habe die Leisten von hinten beginnend mit einer Zulage und einem Hammer, gelöst.

    Da bleibt aber nur noch Bruch übrig.
    Hier die Zarge vom 701, 606 ist ähnlich aufgebau, da sieht mann das man hier schön

    mit einer Zulage von innen arbeiten kann:

    Beim 704 mit einem Stemmeisen von hinten beginnend in der Nut (da wo der rote Pfeil ist) zwischen Wanne und Leisten,

    da die Wanne beim 704 von innen zum Holz geschlossen ist:

    Geleimt ist der Rahmen an die Zarge nicht mit Holzleim, Das würde sich auch garnicht verbinden,

    sondern mit irgendeinem Kuststoff Kleber. Also Pu-Kleber oder sonstiges.

    Zarge in Wasser legen geht auch, löst aber nicht den Kleber sondern die Spanplatte auf.

    Ergebnis: Zarge genauso kaputt, Hammer geht schneller.
    Auf diese Art habe ich alle 3 Zargen von den Spanplatten befreit.

    VG

    Aldo

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