Kabel und Stecker

  • Hallo Michael,

    ich nutzte das RG179 mit Innenleiter aus Kupfer/Silber.

    Warum:

    - relativ flexibel

    - mit etwa 65pF/m kapazitätsarm.

    - durch das PTFE-Dielektrikum kann man richtig am Kabel rumbraten.


    Gruß

    Thomas

    wacholder:

    .............wenn ich mich an meine eigenen Empfehlungen gehalten hätte. So habe ich eine halbe Stunde meines Lebens mit Fluchen, Suchen, Gegenstände rumwerfen und gegen Mülleimer treten vergeudet.


    Wie wahr

  • Aber was?

    Aber... ich weiß nicht, wie flexibel die Dinger sind.

    Was ist denn besser/flexibler? Dielektrikum aus PE oder PTFE? Wenn PTFE steif ist...


    Dieses Cu-Kabel mit PE wird als sehr flexibel angepriesen:

    https://www.koax24.de/produkti…32-mm-gr2/rg174-lsnh.html


    Das RG174A/U allerdings auch in 2,8mm.

    Ich glaub, ich möchte mal ein paar Meter haben. LSNH scheint weniger ungesund auszudünsten, als PVC...

    Liebe Grüße, Michael


    Ich biete verschiedene Nachbau-Reibräder für die meisten DUAL-Dreher, für einige PEs, Garrard Zero, Braun PS-500 und TK12-Nachbauten, Hubstücke, Stellachsen, VTA-Keile und -Spacersets, Tonarmauflagen...

  • Wenn du mit einem Lötkolben umgehen kannst, brauchst du kein PTFE-Kabel.

    Das Kabel von Goobay® find ich persönlich nicht zu steif am Dual CS 750-1. Aber der Plattenspieler steht hier auch nicht so dicht an der Wand, dass das Subchassis davon beeinträchtigt würde.


    P.S. Ein RG174 Koaxkabel hat aber auch wieder 100 pF/m Kapazität.

    Wenn du hinten Platzprobleme hast, warum nimmst du dann nicht die Cinch-Standardkabel? Die haben auch etwa 100 pF/m.

    Siehe Post #11.

    Das dicke schwarze Kabel oben mit dem Wackelkontakt im Stecker hatte mein Papa für S/PDIF (Digitalkabel) zusammengelötet.

    Das ist auch ein 75Ω, es hat aber nur Ø 5 mm. Ein RG59 hat 6 mm.

    Einmal editiert, zuletzt von Agnes () aus folgendem Grund: P.S.

  • LSNH scheint weniger ungesund auszudünsten, als PVC...

    Nur gut, dass du nie Schallplatten kaufst/ gekauft hast. Das Vinyl/ PVC wäre dann wohl bedenklich ungesund - oder?

    Gruß


    Hubert

  • Der Innenleiter hat Ø 0,35mm, das Abschirmgeflecht ist aus Kupfer mit Alufolie darunter.

    Aluminium kann man nicht löten. Das Zell-PE schmilzt auch nicht beim Löten. Ich löte aber höchstens 1,5 sek.

    Hallo und Danke für den Beitrag. Interessant, meine "Goobay"s waren anders aufgebaut, Innenleiter aus wirklich dünner Litze und Alu über der Kupferabschirmung, wenn ich mich nicht falsch erinnere. Das liegt einige Jahre zurück, waren damals die ersten Kabel, die unter dem "Goobay"-Label verkauft wurden. Ich habe im Keller noch ein älteres äußerlich optisch nahezu identisches Kabel, das explizit für den Einsatz im Auto angeboten wurde und vollkommen problemlos zu löten war.


    Vielleicht haben sich Qualität und/oder Zulieferer da in den letzten Jahren mehrfach geändert. Offenbar zum Positiven.


    Grüße, Brent

  • +1 für Sommer-Kabel und Neutrik Stecker. Die Kombination habe ich schon bei Musikinstrumenten verwendet und hat mich bisher auch nicht bei Plattenspielern enttäuscht.

    Das Mikrofonkabel von Sommer ist für die Dicke sehr flexibel, kann aber sein, dass es durch einige Öffnungen nur schwer passt. Bisher habe ich es aber überall durch bekommen (CS610/620/630; CS130S und 704).

  • Kabel Sommer Monomax 0,8

    Eine Laienfrage: Kann eigentlich ein Audio-Kabel auch zu wenig Kapazität pF l/m haben, also speziell für Phono oder bedeutet immer: je geringer die Kapazität umso besser ?

    Das Sommer Monomax hat 53pF, ist ja ziemlich amtlich!


    Grüße, Martin

  • Das Sommer Monomax hat 53pF, ist ja ziemlich amtlich!

    Was meinst du mit amtlich?

    Das ist ein 75Ω Koaxkabel wie das von Goobay® (s.o.), nur ein klein wenig dünner.

    Die Phono-Eingangsstufe hat auch eine (extra) Kapazität, z.B. 330pF. Eine gewisse Kabelkapazität von 50pF bis 100pF planen die Entwickler schon ein, außer der Vorverstärker sitzt direkt im Plattenspieler.

    Wenn du mit der Kapazität experimentieren willst: Da habe ich mal eine abenteuerliche Konstruktion gesehen, wo jemand einen Drehkondensator aus einem uralten Radio in ein kleines Metallgehäuse eingebaut hat. Dann noch Koaxkabel und Cinch-Buchsen dran, ein Schalter für ON/OFF — fertig ist der Phono-Tuner. ;)

  • Kabel Sommer Monomax 0,8

    Eine Laienfrage: Kann eigentlich ein Audio-Kabel auch zu wenig Kapazität pF l/m haben, also speziell für Phono oder bedeutet immer: je geringer die Kapazität umso besser ?

    Das Sommer Monomax hat 53pF, ist ja ziemlich amtlich!


    Grüße, Martin

    Moin,


    die Kapazität sollte zum Tonabnehmer passen. Das gilt dann aber über die ganze Strecke zwischen Tonabnehmer und Verstärker. Ich persönlich mache auch hier keine Doktorarbeit draus. Wichtig ist mir in erster Linie, das ich ein Anschlusskabel in für mich praktischer Länge dran habe. Wenn ich eine Leitung austausche ist die Länge 1,60m (da ja auch ein Teil im Dreher verschwindet). Also kommen mir die niedrigen pF schon recht. Wenn man das penibel machen will kann man die Länge ja anpassen wenn man ein neues Kabel macht. Und dann ist es wohl praktischer ein 2m Sommerkabel zu haben als ein 20cm "WeißderGeier" Kabel welches schon mit 400pF ankommt.


    Aber das darf jeder machen wie er Bock hat. Ich hab halt auch Spaß dran und bin kein Lakritzeverfechter.

    Gruß Matthias


    Vinyl is nothing without Dual


    Manchmal, wenn ich ein bisschen neben mir stehe und gucke, was ich da so mache, muss ich plötzlich grinsen. Und dann lachen wir beide. ^^

  • die Kapazität sollte zum Tonabnehmer passen. Das gilt dann aber über die ganze Strecke zwischen Tonabnehmer und Verstärker.

    – einschließlich Verstärker.

    Wobei die Kabelkapazität vom Tonabnehmer zum Plattenspieleranschluss getrennt gemessen werden muss. Beim CS-750 läuft kein Koaxkabel durch den Tonarm.

    Und dann ist es wohl praktischer ein 2m Sommerkabel zu haben als ein 20cm "WeißderGeier" Kabel welches schon mit 400pF ankommt.

    Es gibt sehr viele Koaxialkabel, die um die 55 pF pro Meter Kapazität haben (Z=75Ω).

    Aber eines mit 400 pF / 20 cm, also 2 nF pro Meter, das zeige mir mal bitte. ;)


    Rechne dir mal aus, welchen Innenleiter Ø dein Sommerkabel haben müsste, damit es statt 55 pF/m mal so um 550 pF/m hat. ^^

    Siehe Post #11. Die Kapazität eines Koaxialkabels ist kein Qualitätsmerkmal.

    Einmal editiert, zuletzt von Agnes () aus folgendem Grund: Die Kapazität eines Koaxialkabels ist kein Qualitätsmerkmal.

  • Ja, mache Leute haben den Plattenspieler auf dem Fußboden stehen, mit 4 Metern Kabel zum Verstärker. Dann sollte es natürlich auch noch trittfest sein.

    Das Sommer Monomax hat 53pF, ist ja ziemlich amtlich!

    Nach meiner Recherche im Netz hat dieses Kabel (geeignet für Phono) die geringste Kapazität.

    Die Kapazität ist von der Kabellänge und vom Wellenwiderstand Z=√(L/C) -hier 75Ω- abhängig.

    Du kannst genauso gut ein halb so langes 50Ω-Koaxkabel nehmen.

    Eine gewisse Abschlusskapazität benötigen die hochohmigen MM-Systeme immer. Das kannst du hier wahrscheinlich hundertmal nachlesen.


    Die MM-System-Abschlusskapazität des Phono-Preamps kannst du hier auf dem Foto sehen:

    die beiden rötlichen Styroflex-Kondensatoren, gleich rechts neben den beiden Miniaturrelais.



    Zeige mir mal ein Koaxkabel, das für Phono nicht geeignet ist.

    4 Mal editiert, zuletzt von Agnes () aus folgendem Grund: Kapazität pro Meter; Foto Preamp

  • Das alte Thema wieder mal.

    Ich verwende RG 179 (Wellenwiderstand 75 Ohm). Die kapazität habe ich mit 63 pF/m gemessen - im Rahmen meiner Messgenauigkeit der Wert, den auch Thomas in #21 angegeben hat.

    Die Innenverkabelung beträgt bei den Thorens TP63 und TP 70 etwa 16 pF und bei Dual mit verseilten Adern etwa 22 pF (das kann ich nicht sooo genau messen). Also schafft man es tatsächlich, auf etwa 120-150 pF zu kommen, wenn die Millerkapazität der ersten Verstärkerstufe nicht zu hoch ausfällt. Einen Kondensator, der parallel zum Eingang geschaltet ist, würde ich jederzeit entfernen. Der bestmögliche Abschluss eines Tonabnehmers hängt - meiner Meinung nach - nicht vom Aufdruck auf dem Gehäuse ab (Shure, Audio Technica, Ortofon, ...), sondern vom Widerstand und der Induktivität der Generatorspulen. Sowohl Abschlusswiderstand als auch Abschlusskapazität können dann für einen möglichst ausgeglichenen Hochtonfrequenzgang berechnet werden. Die Rechnungen führen dann zu Widerstandswerten von meist um die 70 KOhm und Kapazitäten von etwa 100 pF, wobei sich das von System zu System ein wenig unterscheidet.

    Audio Technica empfihlt bei den meisten Tonabnehmern Abschlusskapazitäten zwischen 100 pF und 200 pF. Beim uralten AT 20 SLa wird für CD-4 Wiedergabe (weitreichender Hochtonfrequenzgang) ein Abschlusswiderstand von 100 Kohm genannt. Bei diesen CD-4 tauglichen Systemen (bis runter zum AT 12 Sa) betrug die Generatorinduktivität 350 mH, der Spulenwiderstand 500 Ohm. AT12-AT13 Ea besitzen eine Induktivität von 670 mH bei einem Widerstand von 1200 Ohm. Bei den hochwertigeren Systemen ist dann auch die Ausgangsspannung niedriger. Die Spulen besitzen schlicht weniger Windungen. Damit ist es dann möglich, bei gegebener Lastkapazität eine deutlich höhere Resonanzfrequenz zu erreichen und damit einen ausgeweiteten Hochtonbereich. Goldring empfiehlt für die 1000er Generatoren (570 mH) eine Abschlusskapazität von 100 pF - 150 pF.

    Zusammengefasst: Zu wenig Kapazität ist bei MM-Systemen nur extrem schwer erreichbar! Zu viel ist dagegen meistens vorhanden.

    Kurz noch::Ein Low Output MC bspw. das AT 31E besitzt eine Spulenimpedanz von 30 µH. Auch hierfür empfiehlt AT eine Lastkapazität von 100 pF - 200 pF. Ich werde die Resonanzfrequenz jetzt nicht ausrechnen - liegt aber sicher über 25 KHz.

    Soweit meine Berechnungen. Bei Interesse kann ich das Schaltbild und die Herleitung des Frequenzgangs auch teilen.


    Gruß,

    Rainer

  • Bei Interesse kann ich das Schaltbild und die Herleitung des Frequenzgangs auch teilen.

    Ja bitte.

    Liebe Grüße, Michael


    Ich biete verschiedene Nachbau-Reibräder für die meisten DUAL-Dreher, für einige PEs, Garrard Zero, Braun PS-500 und TK12-Nachbauten, Hubstücke, Stellachsen, VTA-Keile und -Spacersets, Tonarmauflagen...

  • Einen Kondensator, der parallel zum Eingang geschaltet ist, würde ich jederzeit entfernen. (…) Sowohl Abschlusswiderstand als auch Abschlusskapazität können dann für einen möglichst ausgeglichenen Hochtonfrequenzgang berechnet werden.

    Wie prüfst du den berechneten Hochtonfrequenzgang später nach?

  • Hallo Michael,

    das Modell ist identisch zu dem, das Jim Hagermann auf seiner Phonoseite dargestellt hat:

    http://www.hagtech.com/loading.html

    Die Herleitung ist eine DIN A4 Seite handgeschrieben. Ich scan das morgen mal ein. Ich kann Dir das ggf. auch per PM schicken, wenn das wegen der Bildgrößenbeschränkung hier nicht passt. Adresse habe ich ja. Hagermann kommt auch zu ähnlichen Ergebnissen. Ich habe das Modell auch mal in einem Simulationsprogramm berechnet (ich glaube LT-Spice). Die Ergebnisse waren identisch zu denen meiner "Hand zu Fuß" Formeln. Elementare Elektrotechnik halt.


    Hallo Agnes,

    messen kann ich derzeit nur mit meiner dhfi-Schallplatte Nr.3, die eigentlich für Hifi-Lautsprechbausätze von Isophon hergestellt wurde. Leider ist da bei 10 kHz Schluss. Du siehst das richtig - das ist noch ein Schwachpunkt. Vielleicht hat jemand Kenntnis von eine Platte, die weißes Rauschen bis 20 kHz enthält. Damit könnte der Frequenzgang dann recht einfach gemessen werden.

    Probiere es einfach mal aus - vielleicht kannst Du das ja hören. Wenn nicht - einfach wieder einlöten. Kosten sind da nahe 0 Cent...


    Zum Abschluss noch ein weiterer Link zur Seite des professionellen Entwicklers Walter Fuchs:

    https://www.volpe.at/volpe/sta…BL=10&Pfad=&CID=&colors=1

    Ich kann zwar das Modell nicht sehen (vmtl. wegen meines Windows 7), aber die Abschlüsse der TAs erfolgt meist mit 150pF +220 pf. Die Frequenzgänge zeigen dann auch einen entsprechenden Überschwinger.


    So, ganz zum Ende: Das Phonokabel mit der geringsten Kapazität habe ich nach der Anleitung von Allen Wright (The SuperCabels CookBook) gebastelt. Hatte ca 40 pF/m - aber hat sich in meiner Kette zu viel Brummen eingefangen. Und bei kurzen Kabeln war der Unterschied zum RG 179 dann nicht mehr ausschlaggebend.


    Gruß,

    Rainer

  • Hallo zusammen,


    den Frequenzgang zu simulieren, ist keine Raketenwissenschaft. Ihn zu messen auch nicht. Ich verwende dazu immer diese Platte, die hat oberhalb von 10k noch 12,5k, 16k und 20k:


    Testplatte


    Bei der ganzen Simuliererei sollte man aber nicht vergessen, dass der elektrische Teil nur die elektrische Resonanz beschreibt. Da kommt die Mechanik noch obendrauf. Also am besten messen, dann weiß man es genau.


    Zum Messen spiele ich die Platte ab und mache eine digitale Aufzeichnung davon, die ich später beliebig oft und lange analysieren kann. Das lässt sich dann auf der digitalen Domäne anhand der wav Datei alles schön angucken und messen, ohne dass man ein Messgerät anschließen muss.


    Auf der verlinkten Platte ist auch ein 3150Hz Testsignal, wie es für Gleichlauftests international verwendet wird. Es ist sehr aufschlussreich, wenn man am Antrieb was gemacht hat, sich das Spektrum danach mal anzugucken. Da sieht man gleich, wenn was schiefgegangen ist.


    Grüße, Oliver

    Hat jemand eine weiße 601 oder 701 Zarge für mich?

  • Hallo Oliver,


    das ist wie gesagt elementare Elektrotechnik. Danke für den Link mit der Testplatte. Auf die Mechanik haben wir praktisch keinen Einfluss - der Frequenzgang mit einer gebondeten sphärischen Nadel geht nicht so hoch wie mit einer nakten Shibata.


    Gruß,

    Rainer

  • Hi,

    so ist es. Zur elektrischen Simulation der Parameter kommen halt noch die mechanischen Eigenschaften obendrauf. Teilweise bilden die sich auch in den elektr. Eigenschaften ab, aber nicht vollständig. Gibt halt immer noch den Unterschied zw. Theorie und Praxis. Umso mehr ich meine Wahrnehmung einschränke, bzw. die Simu vereinfache, umso weiter entferne ich mich halt von der Realität. Die Modellrechnungen zu den elektr. Parametern alleine gibt es im Netz zuhauf und die entsprechenden Kompensationsberechnungen. Die Überprüfung an der Realität zeigt dann teils erhebliche Abweichungen. So ist das.


    Gruß Felix

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