DUAL 1219 / Worauf achten vor dem Kauf eines gebrauchten Gerätes?

  • Guten Abend werte DUAL-Community.


    Ich werde in den nächsten Tagen einen gebrauchten DUAL 1219 besichtigen und möchte gern erfahren, worauf ich vor dem Kauf achten sollte.

    Er wird über Ebay-Kleinanzeigen für 163€ angeboten. Das wäre mir dieser, als unverwüstlicher Panzer beschriebene und offensichtlich hochwertige Plattenspieler schon wert.


    https://www.ebay-kleinanzeigen…ieler/1871884195-172-4312


    Ich habe schon gelesen, dass das Modell eher für Phono-Profis geeignet ist.

    Das bin ich absolut nicht. Jedoch interessiert, handwerklich nicht unbegabt und bereit in die Materie einzusteigen.


    Ich freue mich sehr, wenn ich ein paar Tipps bekomme und etwas lernen kann


    Mit freundlichen Grüßen

    Tom

    2 Mal editiert, zuletzt von tomze ()

  • Hi,


    also hier ein paar Tipps von mir(besitze selbst einen 1219):

    - Hebel prüfen (Start/Stop usw.) ob die leichtgängig sind(wenn nicht: saubermachen, neu schmieren)

    - Automatikfunktion vorführen lassen. Wenn der Tonarm nicht ordentlich an den richtigen Stellen aufsetzt/abgehoben wird -->Steuerpimpel (gibt`s hier im Board für 2 Euro/Stück)

    - Bei laufendem Plattenteller und angehobenem Tonarm darf der Dreher keinerlei Geräusche von sich geben. Klackergeräusche deuten auf eingetrocknetes Sinterlager des Motors hin

    - Generell darauf vorbereitet sein, daß man sich in die Feinmechanik begibt. Elektronik ist nach nicht viel vorhanden.


    Das sind nur so paar Punkte, die mir spontan eingefallen sind.

    Preistechnisch bin nicht auf dem Stand der Dinge.


    Gruß,

    Dirk

    "Wo laufen sie denn, wo laufen sie denn... Mein Gott, wo laufen sie denn? Wo laufen sie denn?........“
    Wilhelm Bendow und Paul Morgan


    Marantz 2270 • Dual 701 (Ortofon M20E) • Dual 1219 (Shure V15-III) • Marantz 5220 • Marantz CD-38 • B&W dm-2/a

    2 Mal editiert, zuletzt von Bromosel ()

  • - Hebel prüfen (Start/Stop usw.) ob die leichtgängig sind

    ... aber beim Hebel für die Tonarmhöhenverstellung Vorsicht walten lassen. Die sind meistens fest, zumindest schwergängig und mit etwas zuviel Kraft hat man eine Baustelle mehr. Am besten erst bewegen, wenn man den Dreher von unten besichtigt.

    Grüße


    Wolfgang


    Wer überall seinen Senf dazugibt, kommt schnell in den Verdacht, ein Würstchen zu sein! ;)




    Im Wechsel musizieren hier Geräte von ...


    DUAL, WEGA, LUXMAN, ONKYO, PE, TECHNICS, THORENS, DENON, ELECTRO-VOICE, PHONAR, QUADRAL, DALI, SENHEISSER, BEYER-DYNAMICS

  • Auf den Bildern der Anzeige kann man den TA nur einmal sehen. Könnte ein SHURE M91 sein, was auch zum 1219 passen würde. I.d.R. kannst Du beim Kauf eines gebrauchten Drehers den Invest in einen neue Nadel draufrechnen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Aber das wäre auch nicht unbedingt ein Problem. Ich würde aber sagen, dass der (seltsame) Preis von 163,00 für einen nicht weiter gewarteten 1219 schon an der Obergrenze ist. Und eine (nicht ganz triviale) Wartung nach Kauf ist Pflicht. Danach hast Du aber einen Topp-Oldie.

    Grüße


    Wolfgang


    Wer überall seinen Senf dazugibt, kommt schnell in den Verdacht, ein Würstchen zu sein! ;)




    Im Wechsel musizieren hier Geräte von ...


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  • Hallo Tom,

    vielleicht noch darauf achten ob sonstiges Zubehör dabei ist. Die Anleitung und eine Ersatznadel sind ja schon mal dabei.


    Ich bin ja hier nicht so der große Zargenkenner, aber es gibt eine sogenannte "Geheimfachzarge", die vorne ein verstecktes Fach mit Platz für allerlei Zubehör bietet. Anhand der Bilder kann ich es leider nicht sagen, wie man sie öffnet weiß ich auch nicht genau, ich weiß nur, dass die vordere Holzfront nach vorn aufklappt. Möglicherweise verstecken sich dort noch Zubehörteile wie die AW3 (für den Wechslerbetrieb) etc.. Auf dem Foto sind die Kanten der Zarge nicht auf Stoß verleimt/gearbeitet - das spricht eigentlich für die Geheimfachzarge. Vielleicht kann ja jemand die Zarge genauer identifizieren.


    Viele Grüße

    André

    Hobby ist: mit dem größtmöglichen Aufwand den geringstmöglichen Nutzen zu erzeugen.

  • Also rein optisch sieht der ganz gut aus.

    Anschauen: Tonarm gerade, keine Macken? Wenn der Teller dreht: kein Höhenschlag? Haube: Kratzer lassen sich auspolieren, Risse sind blöd, desgleichen gerissene Scharniere.

    Auf 33 sollte der 1219 mindestens (!) eine Minute nachlaufen, wenn man den Motor ausschaltet (den Tonarm in die Ruheposition bringt).

    Den Tonarm ausbalancieren (Auflagekraft auf Null, Antiskating auf Null), muss dann frei pendeln, bei Antiskating auf 0,5 p oder beim leichten Anblasen sich frei nach außen bewegen.

    Die App >RPM Speed & Wow< aufs Android-Smartphone aus dem Playstore installieren, Mittelachse rausziehen, Smartphone mittig auf dem Teller platzieren und die Gleichlaufschwankungen 2-3x messen, sollten eindeutig unter 0,1% liegen (mein bester 1229, Nachfolger und weitgehend baugleich mit dem 1219 schafft 0,05%).

    Von der Wartung her ist der 1219 vor allem wegen Automatik und Wechslerfunktion komplexer und damit aufwändiger als ein primitiver Riementriebler wie etwa ein Thorens TD 160, aber grundsolide und (fast) unkaputtbar.

    Ansonsten am besten jemand aus dem Bekanntenkreis mitnehmen, der sich auskennt.

    Der Preis von 163 Euro ist für ein intaktes Gerät mit guter Haube und anständigem Tonabnehmer günstig bis in Ordnung.

    Bedienungsanleitung und Service-Manual auf http://www.vinylengine.com (registrieren und kostenlos runterladen).

    LG, Jürgen

    Momentan in Verwendung:

    Dual 701, 704, 1229, ELAC Miracord 50H II

    Onkyo TX-NR900E, A-8670, A-8780

    Canton Ergo91 DC, GLE 470.2, ELAC ELX 8070

  • Auf dem Foto sind die Kanten der Zarge nicht auf Stoß verleimt/gearbeitet - das spricht eigentlich für die Geheimfachzarge. Vielleicht kann ja jemand die Zarge genauer identifizieren.

    Mein 1219 hat diese Geheimfachzarge. Du könnest Recht haben mit Deiner Vermutung, daß der angebotene Plattenspieler ebenfalls über diese Zarge verfügt.

    Aufgeklappt wird sie, in dem man die Holzfront links und rechts anfasst und nach vorne/unten klappt.


    Gruß,

    Dirk

    "Wo laufen sie denn, wo laufen sie denn... Mein Gott, wo laufen sie denn? Wo laufen sie denn?........“
    Wilhelm Bendow und Paul Morgan


    Marantz 2270 • Dual 701 (Ortofon M20E) • Dual 1219 (Shure V15-III) • Marantz 5220 • Marantz CD-38 • B&W dm-2/a

  • Hallo,

    Wenn der Teller dreht: kein Höhenschlag?


    Mag sein dass auch die "Treibrad-Panzer" 1219/ 29 da mal hin und wieder ein Problem haben- das betrifft dann aber wohl eher Geräte bei denen der Teller dann mal einen Abflug gemacht hat (Transportschaden usw.). Meines Erachtens eher sehr selten bei den 1219/29.


    Auf 33 sollte der 1219 mindestens (!) eine Minute nachlaufen, wenn man den Motor ausschaltet (den Tonarm in die Ruheposition bringt).


    Sorry, aber dem kann ich mich nicht anschließen.


    Klar kann man den Teller auch auf mehr "Zeit" bringen, z.B. durch einbringen von (dünnflüssigem) Öl ins Lager. Wichtiger ist meiner Meinung nach allerdings ein laufruhiges Lager. Das erreicht man eher mit Haftöl oder z.B. Wälzlagerfett. Damit läuft der Teller dann aber nicht unbedingt eine Minute (oder länger) nach, was aber in dem Falle keinerlei Nachteil ist.


    Auch "Tellerlager-Tuning" in Form von "Spezial-Lagerkugeln" (Keramik usw.) und "Spezialöl", nur damit der Teller "gefühlt" Minutenlang nachläuft sehe ich eher als Nachteil. Viele hier im Board haben diverses ausprobiert. Ich selbst auch.


    Am Ende sind wohl fast alle wieder auf das "Original" zurück gekommen (mit normalem Schmiermittel). Einfach weil das Lager damit meistens schon recht ruhig bzw. ruhiger läuft als mit zu dünnem Schmiermittel und / oder "Spezial-Kugeln". Wichtig ist beim Lager meiner Meinung nach eine sehr gründliche Wartung. Macht es danach noch übermäßige Geräusche ist etwas faul (Lagerkugeln/ "Lager- Ringe", Achse).


    ... aber beim Hebel für die Tonarmhöhenverstellung Vorsicht walten lassen.


    Da bin ich ganz bei Dir! Am besten vor einer Wartung auf keinen Fall betätigen. Das kann dann leider oft nach hinten los gehen.

    ---------------------------
    MFG: Maico


    ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...

  • Hallo,

    Da muss ich jetzt doch auch nochmal meinen Senf dazu geben.


    Zum Technischen wurde ja schon alles gesagt.

    Aber mir wäre der Dreher als ungewartetes Gerät um einiges zu teuer. Ich rechne immer damit im schlimmsten Falle die Einzelteile verkaufen zu müssen. Und da sehe ich allenfalls 120€.

    Natürlich kann sich das auch relativieren wenn anderes passt wie zb seriöser Verkäufer, Nähe zum Dreher wegen Besichtigung und Test etc.


    Was mir aufgefallen ist:

    Was ist das für ein rundes Ding links am Plattentellerrand?

    Und ich gebe zu bedenken dass Ersatznadeln aus Privathaushalten in 99% der Fälle nicht neu, sondern die alten angelegten sind. Also genau hin schauen! Passt dir Nadel zur Schachtel? Ist sie sauber?


    Viel Erfolg beim Dreherkauf und viele Grüße.


    Roman

  • ...die 1219/29 brauchen eigentlich immer eine umfangreiche wartung...das hat mit dem alter und den verwendeten schmierstoffen zu tun...plus der versprödung des multi selektor gummis (ohne wartung sollte der hebel rechts hinten beim tonarm möglichst NICHT betätigt werden!!!)


    zum preis...unberbastelte geräte mit guter substanz werden immer seltener...etwas verhandlungsspielraum ist vermutlich gegeben...ist für mich auch immer eine sypathiefrage ;)



    romme

  • Vielen Dank für die vielen Informationen!


    Jetzt fühle ich mich einerseits ganz gut vorbereitet auf die (eventuelle) Besichtigung.

    Klar wird durch eure Kommentare aber auch, das wird für mich als Anfänger gleich spannend:

    mir bei der Besichtigung die Zeit nehmen eure Expertise, die noch nich meine ist, zum ersten Mal anzuwenden,

    damit evtl. den Preis versuchen zu drücken, um mir nicht für (für mein Budget) zu viel Geld

    Arbeit (von der ich noch keine Vorstellung habe) und weitere Ausgaben ins Haus zu stellen.

    Oder es eben sein zu lassen, falls sich entsprechend eurer Hinweise der Eindruck einstellen sollte,

    dass ein Kauf zu dem Preis keine gute Idee ist.


    So etwa wie ohne Stützräder direkt aufs Fahrrad steigen und losfahren :evil: ^^

    Ich hab halt schon Bock auf das Teil.


    Mal sehen

    Noch hat sich die Verkäuferin ja nicht Mal gemeldet

    Ich halte euch auf dem Laufenden

  • Die App >RPM Speed & Wow< aufs Android-Smartphone aus dem Playstore installieren, Mittelachse rausziehen, Smartphone mittig auf dem Teller platzieren und die Gleichlaufschwankungen 2-3x messen, sollten eindeutig unter 0,1% liegen (mein bester 1229, Nachfolger und weitgehend baugleich mit dem 1219 schafft 0,05%).

    Das schafft der ungewartet auf keinen Fall.


    Hebel für den Modeselektor am Tonarm AUF KEINEN FALL ungewartet bedienen. Wenn da was bricht hat Ar--- Kirmes

    VG

    Kai







  • Hallo Tom,


    du hast ja schon viele gute Ratschläge bekommen, worauf bei der Überprüfung der Funktionalität zu achten ist.


    Ich würde noch erfragen, welches Tonabnehmersystem montiert ist (im Original war das ein Shure M91) und welche Nadel - sowie deren Alter / Nutzungsdauer. Ein intaktes und qualitativ gutes Tonabnehmersystem ist eine wesentliche Größe für den Verkaufspreis.


    Und wenn dann doch (noch) etwas zu reparieren ist, bekommst du hier im Forum genügend fach- und sachkundige Ratschläge. Im Idealfall sogar mit kommentierten Bildern. Das hilft ungemein. Das kann sogar Spaß machen, wenn man einmal die mechanischen Abläufe verstanden hat und und die Fachsprache bei der Bezeichnung der einzelnen Bauteile kein unüberwindbares Hindernis mehr ist. ;)


    Zum Preis: Das ist schwierig. Die Spanne bei Ebay Kleinanzeigen ist groß. Ich empfinde den Preis von 163 Euro (wohlgemerkt in Unkenntnis des Tonabnehmersystems) als relativ hoch. Frag' doch einmal, ob schon eine Wartung (ganz oder teilweise, und wovon) durchgeführt worden ist.


    Viel Erfolg!

    Viele Grüße

    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von Mr2099 ()

  • Moin

    ich finde den Preis für den 1219 nicht wirklich zu hoch.

    Mit Geheimfachzarge und Klapp-Schiebehaube ist das Paket doch eigentlich sehr schön.

    Meinem Sohn habe ich vor 12 Jahren einen 1219 hier aus dem Forum besorgt.

    Das Teil läuft bis heute ohne Probleme.

    Sicherlich ist die Mechanik nicht ganz ohne, aber letztendlich doch beherrschbar.

    Zumal man hier im Forum kompetente Hilfe bekommen kann.

    Wenn ich einen Dreher suchen würde und das Teil funktioniert, würde ich ihn nehmen.

    Grüße Ralf


    Ps. das runde Ding auf dem Spieler ist ein Singlestern

  • sooo - erstmal ein paar klärende Worte - die Zarge ist eine Geheimfachzarge, geöffnet wird sie durch Ziehen am oberen Rand der Frontblende, dann klappt sie runter. Die Haube ist keine Klapp-Schiebehaube, sondern eine hohe Klapphaube, diese besitzt Plastikgelenke, die fast immer ausgeleiert oder gar gebrochen sind. Das sollte auch geprüft werden, Ersatzteile gibt es dafür nicht, und reparieren lassen sich diese Gelenke auch nicht.


    Standardmäßig gab es den 1219 mit dem Shure M91, mit dem DM 101 oder dem DM 103. Das wenige, was man auf den Fotos erkennen kann, sieht nach einem DM101 oder 103 aus, das mit einer M91- oder M75 Nadel "bestückt" wurde. Eine neue Nadel bzw. ein komplett neues System solltest Du also einkalkulieren.


    Zwei Achillesfersen hat der 1219 - die Andruckrolle und der runde "Continues Pole" Motor. Die Andruckrolle ist größer als bei den kleinen Laufwerken, es gibt sie nur beim 1219 oder 1229, Ersatz ist schwer aufzutreiben und teuer. Normalerweise wird die Andruckrolle von Tonwelle und Teller abgehoben, sobald das Laufwerk stoppt. Es gibt aber Spezialisten, die nochmal den Starthebel ziehen, bevor sie den Dreher im Keller zu den Kartoffeln stellen, und wenn die Andruckrolle längere Zeit still stehend an Teller und Tonwelle gedrückt wird, bekommt sie Beulen, im Extremfall arbeitet sich die Tonwelle regelrecht in die Rolle ein. Man sollte auf jeden Fall den Teller abnehmen und nachsehen, ob die Andruckrolle exakt rund ist, und nicht eiert, wenn sie läuft. Der Motor ist sensibler als die einfachen Vierpolmotoren z.B. aus dem 1218. Wenn die Tonwelle seitlich auch nur ganz geringes fühlbares Spiel hat, oder der Motor insgesamt schwergängig ist, kommt auch hier Arbeit auf Dich zu.


    Das mit der Höhenverstellung wurde schon gesagt, am besten erstmal Finger weg. Wenn die Geschwindigkeitsumschaltung schwer geht, und/oder der Start/stop Hebel nicht mehr von selber in die Mittellage zurückspringt, deutet das auf eine längere Standzeit hin. Achte auch darauf, wie der Plattenspieler riecht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Duals eigentlich durch Benutzung nicht kaputtzukriegen sind, es aber überhaupt nicht haben können, wenn sie sich über Jahre im Keller oder auf dem Dachboden zu Tode stehen.


    Puck und Wechselachse sollten dabei sein, die gehörten ab Werk dazu, und wenn sie fehlen, hat man Rennerei, und muss etwa 20 bis 30 Euro für beides ausgeben.


    Am besten wäre es, wenn das Gerät vorführbereit wäre, dann könntest Du z.B. eine leise Stelle spielen und hören, ob das Laufwerk Geräusche macht. Ganz ruhig wie ein Direktläufer wird ein Reibradler nie sein, man sollte die Geräusche aber wirklich nur hören, wenn extrem leise Stellen oder Leerrillen laufen, und man die Lautstärke aufdreht. Wenn der Dreher auch bei normaler Musik hörbar rumpelt oder wummert - siehe weiter oben die Bemerkungen zu Tonwelle und Reibrad, in ganz seltenen Fällen ist es auch das Tellerlager. Achte auch darauf, dass der Teller seitlich und in der Höhe keinen Schlag hat.


    Was schonmal sehr gut ist, ist, dass Du den Dreher selber besichtigst. Augenscheinlich macht er ja einen sehr guten Eindruck, aber das kann manchmal täuschen. Wenn die Haube in Ordnung ist, das Zubehör dabei ist, er bis auf die falsche Nadel keine weiteren Mängel hat ( ach ja, die Silikondämpfung des Lifts bitte auch prüfen, Plumpslift reparieren macht keinen Spaß ), und kein Kellergerät ist, dann geht der Preis völlig in Ordnung.


    Gruß Frank

  • Moin

    wenn mich meine alten Augen nicht täuschen, ist es eine Klappschiebehaube.

    Bild 6 von 8


    Grüße Ralf


    Sorry Frank, du hast Recht. Diese Klapphauben kannte ich nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von bassralf ()

  • schon ok - die Klappschiebehaube ist niedriger, und sie hat eine Metallschiene ungefähr auf halber Höhe. Was hier auf dem Foto irreführend ist, ist der Lichtreflex auf der Kante der Haube.


    Die Scharniere haben das Problem, dass sie eigentlich gar keine Scharniere sind - sie sind einteilig, und funktionieren in etwa so wie die billigen Werkzeugkoffer, wo man das Plastik an der Klappstelle verjüngt hat, und man bei jedem Öffnen und Schließen das Plastik "verbiegt. Irgendwann bricht das durch, dazu kommt noch, dass die Teile wie Klammern in Aussparungen der Haubenteile sitzen, irgendwann ausleiern, und dann fällt die ganze Haube auseinander. Der Grund für diese Konstruktion war, dass man den Wechlserbetrieb unter geschlossener Haube möglich machen wollte - später beim 1229 mit flacher Zarge konnte man für den Wechslerbetrieb den ganzen Zargenrahmen nach oben ziehen, da reichte dann die flache Klapp-/Schiebehaube.


    Ich habe an meiner Alt-Anlage zwei von diesen Hauben. Eigentlich mag ich die Dinger nicht, aber was dran war, bleibt auch dran 8) :




    Gruß Frank

  • Moin Frank

    sehr schick deine Alt-Anlage.

    Was sind das für Boxenständer? Ein Freund sucht genau solche.

    Hauben für die alten Duale habe ich nur die Flache, die Hohe und die Klappschiebe.

    Bei den Klappschiebehauben bricht gerne das hintere Teil welches in der Zarge steckt.

    (besonders wenn Grobmotoriker die Haube bedienen :cursing: )

    Derzeit habe ich einen 1229 in Eigenbauzarge an der Anlage. Da kann man die Haube nur auflegen.


    Grüße Ralf

  • das sind die originalen Dual Boxenständer LF1 zusammen mit zwei Boxen CL180. Die werden hinten an den Boxen festgeschraubt, passende Löcher sind vorhanden. Sind aber etwas kipp-empfindlich.


    Gruß Frank

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