zum Tausendsten: die Kabelfrage...

  • Hallo werte Dualist*innen (geht das so mit dem Genderzeugs?),

    sicher ist meine Frage hier bereits etliche Male durchgekaut und wiedergekäut worden...
    aber wenn man in die Suche "Kabel" eingibt, hat man erstmal den ganzen Restsamstag damit zu tun.

    Daher versuche ich es auf die bequeme Art. Sorry.

    FRAGE: Welches ist zur Zeit das "state-of-art-Kabel für unsere Schwabbel-Dreher?


    Kriterien: geschirmt, geringe Kapazität, dünn, vernünftig zu verarbeiten, kein Voodoo-Preis, und am wichtigsten: flexxxxxibel

    Brauch auch nur knappe Antworten, sprich: Kabelkennung posten. Den Rest suche ich mir gerne selbst.
    Wer allerdings ausufernde Erfahrungsberichte schreiben möchte, der sei hierzu gerne berufen ;)

    Die richtige Antwort lautet sicherlich: "die originalen von Dual",
    bloß hatte ich die im Anflug jugendlichen Voodoo-Wahnsinns schon vor Dekaden gegen RG58 getauscht und finde sie beim besten Willen nicht wieder (ich Idiot).

    RG58 ist sicherlich ok, keine Frage. Aber mich nervt, dass hier keine anständige Zugentlastung möglich ist, die Schläuche bereits am Kurzschließer reißen, wenn man die Haube anhebt und die Federung zunichte machen.
    Am 1219 habe ich ein Oehlbach NF1-Kabel (im Sperrmüll gefunden!!). Das ist eiegentlich super. Dünn, Zwillingskabel, flexibel und Klang kommt auch noch durch.
    Allerdings ist es rot und mein ästhetisches Empfinden sagt: bööähh!

    Also, wer erleuchtet mich?
    Welches Kabel bekommen meine 3 Diven?

    LG Chris

    601 - 701 - 1219 - 521 [///] < die unpassierbare Barriere...jetzt langts nämlich mal!!!
    wunschlos glücklich :)


  • Geflechtschlauch vor der Zugentlastung enden lassen. Die Sommer sind dann einzeln innerhalb des Drehers sehr flexibel und beeinträchtigen die Federung eher noch weniger als die originalen Leitungen.


    Das ist aber weder "state-of-the-art" noch haben Duals "Schwabbeln"...

    Vinyl is nothing without Dual

  • Warum? Ist geringe Kapazität denn besser?

    Ja, bin ich aber auch erst nach 40 Jahren richtig dahinter gestiegen. Stanton 500 sind über 250pF Gesamtlast eigentlich nicht hörbar und ein AT95e ist bei den gewünschten 100-250pF ein System das richtig gut klingt.


    Seit dem sehe ich zu so wenig Kapazität wie möglich in Leitungen zu binden. Lieber sattel ich bei einigen Systemen kontrolliert auf.


    Wolf

  • Vielen Dank für die Tips. Eines davon wird es wohl werden.

    Zur Kapazität:
    Nachdem mir aufgefallen ist, wie man die Singlecoil-Tonabnehmer der guten alten Stratocaster (die ja im Prinzip nix anderes sind, wie ein MM) mit hochkapazitiven Kabeln abwürgen kann,

    lege ich schon Wert auf geringe pF. Und da gehts nicht mal um irgendwelche Resonanzpunktverschiebungen, sondern eher um Dynamik und Ansprache, die mit "falschen" Kabeln verloren geht. Natürlich abhängig davon, welcher Amp dahinter hängt.

    LG Chris

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    wunschlos glücklich :)

  • eben, und dann legt man einfach eine kleine Schleife in der Zarge und das "Problem" der starren Leitung ist keines mehr und man kann sich einfach auf die elektrischen Werte konzentrieren. Man muss Leitungen nicht "auf Zug" verlegen.

    Viele Grüße
    Alois



    Dual 721 mit Ortofon OM30 und getrennten Massen, Hitachi HCA 7500, Hitachi HMA 7500, Saba MT201, RFT CD9000, Canton GLE 409

  • Und da gehts nicht mal um irgendwelche Resonanzpunktverschiebungen, sondern eher um Dynamik und Ansprache, die mit "falschen" Kabeln verloren geht.

    Doch. Genau darum geht's. Der Frequenzgangabfall oberhalb der Resonanzfrequenz ist dermaßen steil, dass es der Axt an Biss, Dynamik, Ansprechverhalten, oder wie man das auch immer nennen mag, fehlt.


    Beste Grüße, Uwe

    »Geld allein macht nicht glücklich. Du musst schon Wein dafür kaufen.« (unbekannter Autor)

  • Moin. Hast natürlich wahr.
    Das Eine resultiert aus dem Anderen.
    Ich nenne es übrigens gerne "Knack", was bei der Strat da gerne mal verloren geht. 8)

    LG Chris

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    wunschlos glücklich :)

  • p.s.

    Zitat

    eben, und dann legt man einfach eine kleine Schleife in der Zarge und das "Problem" der starren Leitung ist keines mehr und man kann sich einfach auf die elektrischen Werte konzentrieren. Man muss Leitungen nicht "auf Zug" verlegen.


    ich muss mich korrigieren. Ich habe nicht RG58 sondern RG62 an den Drehern verbaut.
    RG58 geht ja noch bzgl. Verwindung. Aber das 62er lässt nur so geringe Biegeradien zu, dass hier trotz Schleife an den Lötstellen gerissen wird, wenn man es nicht richtig entlastet.
    Dennoch: gutes Kabel mit unter 50pF/m. Nur leider nix für den Dual.

    LG Chris

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    wunschlos glücklich :)

  • Ich bringe den Thread noch mal mit einer Zusatzfrage hoch, die hier ganz gut passt denke ich.


    Lötet Ihr die Kabel an den Kurzschließern an oder benutzt Ihr auch bei neuen Kabeln diese (Blech-)Kabelschuhe?

    Leider konnte ich auch den großen "Kabel-Threads" nicht wirklich schlau werden ob diese Blechdinger eine negative Auswirkung haben oder nicht.. :/


    Also :

    - löten
    - Blechdinger

    - ist Wurscht


    Wie handhabt Ihr es?


    Viele Grüße

    Jochen

    1226; 1228; 505-2; 731Q mit NAD 368 an Nubert nuJubilee 35

  • Ich verlöte alles, was im Normalfall nicht mehr gelöst werden muss, also auch die Leitung am Kurzschließer.

    Viele Grüße
    Alois



    Dual 721 mit Ortofon OM30 und getrennten Massen, Hitachi HCA 7500, Hitachi HMA 7500, Saba MT201, RFT CD9000, Canton GLE 409

  • Wie handhabt Ihr es?

    Hallo,

    eine Glaubensfrage,
    Einige schreiben, "das muß original bleiben".
    Ich behaupte, jeder Steckkontakt ist, bei dieser niedrigen Spannung, eine Fehlerquelle

    und löte meine Kabel an.

    Ganz davon abgesehen, daß man den Kurzschließer,
    mit ein wenig Arbeit, wieder in den Originalzustand versetzen kann.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

    >>> Bitte keine technischen Fragen per PN, nutzt das Board, dann hat Jeder was davon <<<

  • Ich gehöre auch zur Lötfraktion. Dafür habe ich mir sogar ein paar Meter vom guten alten bleihaltigen Zinn zurückgelegt.
    Manch einer schwört ja auf Silberlot. Ich finde das allerdings doof zu verarbeiten.

    LG Chris

    601 - 701 - 1219 - 521 [///] < die unpassierbare Barriere...jetzt langts nämlich mal!!!
    wunschlos glücklich :)

  • Manch einer schwört ja auf Silberlot.

    Hallo,

    ich denke mal, Du schreibst von silberhaltigen Lötzinn.

    Silberlot wird mit offener Flamme verarbeitet, Arbeitstemperatur so um 650 Grad C.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

    >>> Bitte keine technischen Fragen per PN, nutzt das Board, dann hat Jeder was davon <<<

  • hmm ... Silberlot aber nur am 1. April, oder ;)

    Heute ist der 2., da nehme ich wieder Lötzinn Sn60/Pb40 mit 2,5% Flussmittel.

    Viele Grüße
    Alois



    Dual 721 mit Ortofon OM30 und getrennten Massen, Hitachi HCA 7500, Hitachi HMA 7500, Saba MT201, RFT CD9000, Canton GLE 409

  • Hi Gernot,

    genau das! Umgangssprachlich aber auch gerne mal fälschlich als Silberlot bezeichnet.
    Hat aber je nach Ag-Anteil auch einen recht hohen Schmelzpunkt und ungünstige Flusseigenschaften.
    Da bin ich leider zu ungeschickt für. Da schmilzt bei meiner Löttechnik immer erst alles andere drumherum, bevor das Zinn zu fließen beginnt :rolleyes:

    LG Chris

    601 - 701 - 1219 - 521 [///] < die unpassierbare Barriere...jetzt langts nämlich mal!!!
    wunschlos glücklich :)

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