1019 zu langsam

  • Hallo

    Ich hab ein kleines Problem mit der Geschwindigkeit beim 1019. Der oder besser gesagt die(4 Stück) sind tatsächlich zu langsam. Ich hab nie drauf geachtet weil die ohne Probleme laufen und keinerlei Mucken haben. Einschalten und gut. Nun hat jemand einen von den vieren bekommen und meinte der wäre zu langsam. Meine anderen nachgeschaut und Tatsache, alle haben das gleiche Problem. Ich hab den Motorpulley hochgesetzt so das die Geschwindigkeit stimmt, aber das Reibrad steht nun genau auf der Mitte zwischen 33 und 45. Das kann so ja nicht wirklich richtig sein. Jemand eine Gute Idee?


    Wolfgang

  • Hi Wolfgang,


    Was wurde denn an den Drehern gewartet? Ich hatte nämlich das selbe Problem und habe dann eigentlich nur standardmäßig gewartet. Jetzt läuft er mit der korrekten Geschwindigkeit bei Reibradstellung in der Kegelmitte. Also voll in beide Richtungen pitchbar wie es sein soll. Der Gleichlauf liegt mit Handy gemessen bei 0,09% mit Ausreißern in Richtung 0,13 und 0,07 (mehrere Messungen).


    Viele Grüße.


    Roman

  • Hallo Roman


    Die sind alle komplett durchgesehen und laufen wie ich schon schrieb völlig Problem und Geräuschlos. Mir ist das mit der Geschwindigkeit nie aufgefallen bzw. ich hab nicht drauf geachtet. Eingeschaltet und alles ging und damit war's für mich erst mal OK. Als mein Bekannter dann meinte Ey der ist zu langsam hab ich genauer geschaut und mußte zu meiner Schande feststellen das alle das gleiche Problem hatten. Die müssen aber doch mal richtig gelaufen sein mit der Geschwindigkeit und da sie hier für Europa gebaut wurden sollte da auch alles richtig sein. Warum alle zu langsam sind versteh ich jetzt nicht so richtig


    Wolfgang

  • Naja, wirklich komplett durchgesehen? Das würde für mich bedeuten: Motor überholt (Lager geschmiert und evtl Lagerspiegel gedreht), Rillenachse komplett freigängig, Schwenkachse Reibrad freigängig, Reibradachse flutschig, Reibrad griffig. pulley griffig, alles entfettet.

    Alles erledigt?


    Viele Grüße


    Roman

  • Klar sind die komplett gemach, ich sag ja das die super laufen. Wenn bei allen von mir und so wie du schreibst bei deinem auch der gleiche Fehler ist kann es ja nicht an mangelnder Wartung liegen. Das Reibrad sollte ja im Normalfall bei der jeweiligen Geschwindigkeit in der Mitte stehen und nicht in der Mitte zwischen 33 und 45. Ok, ich kann da bei beiden Geschwindigkeiten alles genau einstellen aber richtig ist das so nicht. Deswegen frag ich mich ja warum die Dinger zu langsam sind wenn sie in der Mitte des jeweiligen Kegels der Geschwindigkeit stehen


    Wlfgang

  • Sorry, aber da bin ich echt überfragt. Meiner bringt nach Wartung 0,09% Gleichlauf. Hab nix anderes gemacht als ich oben schrub.


    Viele Grüße


    Roman

  • Klar sind die komplett gemach, ich sag ja das die super laufen.

    Erste Frage, welches Öl hast Du für das Motorlager verwendet,

    Zweitens wieviel davon?

    Drittens sind die Geräte in letzter Zeit länger gestanden?


    Lass mal einen von den Kandidaten 24h am Stück laufen, wenn dann alles passt hast Du das Problem identifiziert. Zu dickes Öl und davon zuviel. Hatte ich so lange ich normales Motoröl 15W -irgendwas verwendet hatte häufiger.


    Das alles unterstellt aber, dass wirklich alles gewartet, entharzt und abgeschmiert, sowie das Reibrad in gutem bis sehr gutem Zustand ist.

  • Ist mein Hauptdreher

    eben, deshalb die Frage ob die Kisten länger gestanden haben. Wenn Du regelmäßig wenn nicht sogar täglich damit hörst verteilt sich das Öl irgendwann auch und wird auch nicht so zäh. Bei trat das Problem auch immer den Geräten auf die eingelagert waren.

    Deshalb auchh einfach mal 24h laufen lassen umd es zu testen.

    VG

    Kai







  • Hallo Kai


    An der Drehzahl ändert sich nichts, egal wie lange der läuft. Die sind schlicht zu langsam. Wenn der Motor nicht richtig zieht ist der auch zu langsam beim Aufsetzen des Arms auf die Platte. Das ist ja alles nicht der Fall. Die laufen sofort und in dem Moment wo die Automatik abgeschaltet hat und man die Drehzahl kontrolieren kann sind sie zu langsam. Ich hab jetzt mit einem der Kandidaten rund 200 Singles die ich bekommen habe durchgehört. Die Drehzahl bleibt Konstant und hat sich nicht verändert, halt mit dem Reibrad in der Mitte des Pulleys

  • Wenn der Motor nicht richtig zieht ist der auch zu langsam beim Aufsetzen des Arms auf die Platte.

    Das ist ja auch ein anderes Thema. Aber ehrlich gesagt, habe ich dann auch keine Idee mehr. Die Reibräder sind original und auch noch in 1a Zustand oder hast Du die neu belegen lassen, dann wäre das auch eine Erklärung für das Phänomen

    VG

    Kai







  • Hallo, ich habe mich auch heute mit meinem 1019 beschäftigt, ich habe auch alles neu geschmiert und ein Reibrad von einem 12xx verbaut, weil das Original komplett hart war, auch ich erreiche die Solldrehzahl erst, wenn ich den Pitch komplett hochgedreht habe. Aber solange ich die Drehzahl erreiche ist mir das eigentlich egal.



    Hat den Kondensator schon mal jemand gesehen? Sind die kritisch, oder kann der bleiben?


    Gruß Thomas

  • Hallo,


    der Kondensator ist absolut unkritisch und öfter in solchen Geräten zu finden.


    Wenn man den Konus auf der Motorwelle verstellt, kann man den Pitch wieder auf Mitte bringen.

    Konus rauf=schneller, runter=langsamer.


    Gruß Martin

    Martins Lieblingsdreher: Dual 1229, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta, Luxor GW1. Alles Weitere im Profil.

  • Okay danke Martin, dann darf der Kondi bleiben. Mit der Antriebswelle, das ist mir schon klar, nur viel kann ich da nicht mehr rausholen, ich kann vielleicht noch einen halben Millimeter nach oben, dann kratze ich an der nächsten Stufe.


    Gruß Thomas

  • Hochstellen des Pulleys nur damit der Pitch in der Mitte liegt ändert doch nichts am Problem. Ich würde ganz penibel mit den richtigen Schmierstoffen von vorn anfangen. So wie Roman uns Kai es schon sagten. Alles andere wäre für mich unbefriedigend. Schließlich wurden die mechanisch korrekt gebaut.

    Liebe Grüße, Michael


    Ich biete verschiedene Nachbau-Reibräder für die meisten DUAL-Dreher, für einige PEs, Garrard Zero, Braun PS-500 und TK12-Nachbauten, Hubstücke, Stellachsen, VTA-Keile und -Spacersets, Tonarmauflagen...

  • Zunächst bin ich erstmal froh, das der Panzer wieder läuft, das alte Reibrad war hart wie Bakelit und hatte null grip. Der Motor hat beim Einschalten lautstark nach Öl geschrien, auch das Tellerlager ist wieder mit frischem Fett versorgt. Ich gönne ihm jetzt erstmal ein paar Stunden Betrieb, schließlich hat er bestimmt seit Jahrzehnten nicht mehr gelaufen.


    Gruß Thomas

  • Zitat
    Zitat von schrauber71 Aber bei den 1009,1019 uvm.
    Modellen hilft meist nur , wenn man wirklich auf Nummer sicher gehen will , eine Komplettzerlegung .



    Dazu habe ich in einem ,noch laufenden,1019 Thread geschrieben:
    Hallo,

    das ist die einzige Möglichkeit ein Gerät auf Dauer betriebsfähig zu halten.


    Die ganzen "MinI-Reparaturen" bringen bei einem 50 Jahre alten Gerät nichts.

    Alles nur Stückwerk, welches auf Dauer nur Frust bringt

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von papaschlumpf ()

  • Damit kein falscher Eindruck entsteht, den Dosenmotor habe ich gestern komplett zerlegt und geschmiert. Der läuft butterweich. Was den Antrieb betrifft, habe ich also keine halben Sachen gemacht, die Automatik funktioniert einwandfrei, da halte ich es eher nach dem Prinzip, never Touch a running system!


    Gruß Thomas

  • Hallo,


    bei mir ist es beim 1019 genau das Gleiche, alles wurde komplett zerlegt, gereinigt, Lagerspiegel gedreht und neu geschmiert.

    Das Treibrad läuft fast an der dicksten Stelle vom Pulley ansonsten läuft er zu langsam.

    Und ich habe den Motor, das Treibrad- und Tellerlager nicht nur einmal zerlegt ;)


    Grüße

    Jan

    Is´s someone in my head but it´s not me (Pink Floyd)

  • ...und dann gibt´s noch die Möglichkeit, dass das Reibrad schlicht zu viel "Luft" hat und im Betrieb nach oben abwandern kann. (z.B. wg. fehlender Abschlussscheibe) Aber insgesamt kann man schon sagen, dass normalerweise ein gründlicher Abschmierdienst (und auch das nun bereits öfter empfohlene "Einlaufen") Geschwindigkeitsprobleme beseitigt. (für den Fall, dass das Reibrad tatsächlich in korrekter Höhe steht)

    Mit der 10xxer Serie habe ich diese Probleme, bis auf einen nicht-pitchbaren 1015er, bislang allerdings auch nicht gehabt.


    Gruß Gerhard

    P.S. : es ist nicht zufällig ein 60Hz-US-Pulley drauf?

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