Öl für Dual sm 840

  • Liebe Forenmitglieder,


    ich habe eine kurze Frage:

    eignet sich 5W30 Motoröl für die Wartung meines Dual sm 840 Motors?


    Gruß

    Tilo

  • Hallo Tilo,

    hier im Forum gibt es den "Öl-Thread"des leider verstorbenen Mitglieds "riofox", der sollte alle Fragen beantworten. Abschnitt 3 behandelt die Sinterlager der schnelllaufenden Motore. 5W30 kommt darin nicht vor (habs nicht gefunden beim kurzen Suchen). Besser als gar keine Schmierung dürfte das 5W40 bei einem trockenen Motor jedoch allemal sein nach meiner Meinung.


    Gruss

    Richard

    _____________________________


    "First make it work, then make it pretty"

  • Ok, danke für die schnelle Antwort, dann werde ich mir zur sicherheit mal ein anderes öl bestellen.

    Gruß

    Tilo

  • Sinterlageröl gibt es bei Conrad oder Voelkner. Habe jetzt gerade die genaue Bezeichnung nicht parat.

    Beste Grüße,

    Luke

  • eignet sich 5W30 Motoröl für die Wartung meines Dual sm 840 Motors?


    Dein 5 W 30 Motoröl schmiert bei tiefen Minusgraden, erträgt an den Kolbenringen Temperaturen bis ca. 300 °C, kann in der Ölwanne bis ca. 140°C warm werden, nimmt Verbrennungsrückstände und Verschmutzungen auf, schützt vor Korrosion, schmiert über zehntausende Kilometer die Lager der mit bis zu 7000 U/min drehenden Kurbelwelle, widersteht dem Einwirken von großen Scherkräften usw.


    Um es kurz zu machen:

    Ich denke es wird mit einem kleinen Sinterlager irgendwie fertig werden... ;)

  • Das sind zwar alles gute Eigenschaften von Motoröl, sind aber für ein Sinterlager im SM840 nicht unbedingt wichtig. Dort möchte man eine gute Füllung der kleinen Poren im Sintermaterial erreichen und somit ein Schmierstoff-Reservoir erzeugen. Dafür muss das Öl eher dünnflüssig sein.


    Natürlich geht ein SM840 nicht gleich kaputt, wenn man ihn mit Motoröl schmiert. Hab ich auch schon gemacht :huh: . Wenn man es richtig und langfristig korrekt machen will, nimmt man für Sinterlagerbuchsen das passende Sinterlageröl. Sonst hätte Dual in den Schmieranweisungen, überall wo Öl benötigt wird, den Schmierstoff 3 eintragen können. ;) .


    Gruß Alfred

  • 5 W 30 ist wie Wasser. Das kommt auch ohne Erwärmung in kleine Poren.

    Auch wenn 50 ml statt 16,95 € nur 0,15 € kosten...

    VG
    Norbert

  • Stimmt, die Eigenschaften eines Öles sollen immer für den jeweiligen Anwendungsfall passen - ein Automotor ist kein Plattenspielermotor. Theoretisch gesprochen!


    In der Praxis ist es allerdings so, dass Motorenöle für PKW ganz hervorragend für diesen Zweck geeignet sind, die Viskosität ist dabei nicht ganz so wichtig. Also ob es nun beispielsweise ein 10W40 oder 5W30 ist.

    Einfach draufschmieren reicht aber nicht. Ich mache einen kleinen Topf mit dem Öl heiß und lege die Lagerkugeln des Motors rein. Das Öl wird bei Temperatur dünnflüssig und man kann dann gut beobachten, wie die Luft aus den Lagerkugeln herausperlt und demzufolge vom Öl verdrängt wird. ;)

    So behandelte Motore laufen wieder jahrelang ruhig, sofern die Lager nicht bereits verschlissen sind.


    Gruß

    Benjamin

    Plattenspieler in Verwendung: *Dual 1019, 1219, 1229, 1249, 701 "MK1", 721* *Perpetuum Ebner 2020 L* *Kenwood KD3100* *Hitachi HT-500* *Elac 50H* *Philips 312 Electronic*

  • Einfach draufschmieren reicht aber nicht.


    Richtig. Das Thema (Motor)Öl ist analog zum Thema Audio-Hifi sehr voodoobehaftet...

    Wenn nach vielen Jahren Betrieb kein Schmierstoff mehr im Lager ist, werden dort einfach vier bis fünf Tropfen HighTec-Öl eingefüllt...


    Ein Sinterlager besteht, vereinfacht gesagt, aus gepressten Metallkügelchen, die unter Hitze leicht miteinander verschmolzen wurden.

    Nach vielen Jahren verstopft der Schmutz und Abrieb die kleinen Hohlräume des Lagers. Harze und andere Stoffe können die Oberfläche verklebt haben. Jetzt schadet das neue Öl sicher nicht, aber das Eindringen der Öle in die Poren des Sintermaterials hat in erster Linie nicht viel mit der Ölsorte zu tun.


    Das Lager reinige ich gründlich mit Aceton (Bremsenreiniger) und einem kleinen Pinsel. Einen in Aceton getränkten Faden mehrmals innen durch die Gleichfläche zu ziehen ist kein Fehler. Danach kommt das Lager auf den Heizkörper.

    Nach einiger Zeit fülle ich Öl ein und lasse es über Nacht auf dem Heizkörper stehen oder es geht für einige Minuten

    bei 100 Grad in den Backofen, um das Öl in die Poren "reinzukochen".

    Bei der langsamen Wellengeschwindigkeit der Dual-Motoren sollte das dann wieder für mind. 5 Jahre reichen.


    VG
    Norbert

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!
Nach der Registrierung können Sie aktiv am Forenleben teilnehmen und erhalten Zugriff auf weitere Bereiche des Forums.