Dual 481 A - Upgrade für DMS 220

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    • Dual 481 A - Upgrade für DMS 220

      Guten Tag,

      an meinem Dual 481 A ist das System DMS 220 installiert.
      Jetzt hab ich schon öfter gelesen, dass man auf meinem Plattenspieler das deutlich bessere System DMS 242 verwenden könnte.
      Wieder andere sagen, ich soll mir doch was von Ortofon holen.
      Das DMS 242 finde ich aktuell nicht zum Kaufen und bei Ortofon weiß ich nicht, welches System kompatibel ist.

      Was meint ihr, welches System passt am besten zu meinem Dual 481 A?
      Ich bin für andere Vorschläge offen.


      Danke für die Hilfe.
    • Hi Cantare,

      prinzipiell kannst Du am 481 viele 1/2-Zoll Systeme benutzen, die Du in das TK bekommst (die Bauhöhe sollte dann allerdings nahe am DMS liegen, da man den Tonarm nicht in der Höhe verstellen kann, aber das nur als Randnotiz).

      Aber bevor Du loslegst: welche Nadel hast Du in Deinem DMS220? Original? Nachbau? Welche ist das? Da kannst Du einfach und schnell eine Veränderung herbeiführen. Für Ausprobiererei kannst Du Dir ein neues/gebrauchtes TK holen und dort ein System montieren - dann kannst Du das DMS parallel einfach weiternutzen.

      Was fehlt Dir am aktuellen System? Was wünscht Du Dir? Wieviel Geld willst Du in die Spielerei investieren? Soll es ein "altes" System sein, oder ein aktuell produziertes?

      Für die einzelnen Tonabnehmer gibt es folgende Klischees (natürlich auch stark vom einzlnen System abhängig; aber über den Daumen gepeilt):
      - AT (wozu auch Dein DMS zählt): eher nüchtern und höhenbetont
      - Ortofon: ausgewogen und gerne breit in der Bühne
      - Shure: bassbetonter als die vorherigen

      Nicht vergessen darf man noch Nagaoka, Goldring und Grado.

      Grüße
      Albert
    • Hallo,

      die einfachste Lösung wäre wohl die Nadel zu tauschen, denn das DMS halte ich für ein gutes System.

      Leider noch nicht lieferbar: mrstylus.com/produkt/dual-dn-242_black-diamond/

      Wäre dann meine erste Wahl, eine der Nadeln passend für Ortofon OM hab ich mir geholt und ich kann sagen: Preis/Leistungsmäßig sehr gut

      Peter
      Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
      Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
      (Tucholsky)
    • Moin,

      wenn Du über das DMS 242 nachdenkst, könntest Du auch Dein DMS 220 mit einer besseren Nadel upgraden.

      Die Nadeln DN 242 passen auch in das DMS 220 und haben einen elliptischen statt sphärischen Schliff. Und wenn Du dann noch etwas Geduld hast, kannst Du Dir die Analogis Black Diamond DN 242 holen, sobald sie lieferbar ist. Für rund € 40 hast Du dann ein richtig gutes Upgrade für Dein vorhandenes System und das für weniger Geld als Du für ein vergleichbares oder besseres neues System in die Hand nehmen müsstest.

      Und Vergleichshören ist auch problemlos möglich, einfache Nadel raus, gute rein, Auflagekraft und Antiskating anpassen und los gehts.

      Edit: Peter war schneller und hat verlinkt...
      Beste Grüße

      Günther


      "Listen to the music"
      Derzeit am Start: Dual 704, 491a in Eigenbauzarge, Onkyo Multiac 70P modifiziert; vor der "Werkstatt": 604, 630, 704, Panasonic DD aus Kompaktanlage; Umbaukandidat: 502 (Arm fehlt)
      Abzugeben: 606 mit 1/2" Headshell, 627, 610, 2x 1209 Chassis
    • Hallo Zusammen,

      vielen Dank für die ersten Tipps.
      Um die Fragen von Albert zu beantworten:
      Ich bin mit meinem aktuellen Setup zufrieden, versuche gerne dieses Setup weiter zu verbessern.
      Mehr als maximal 200 Euro will ich in meinen Dual 481 A nicht investieren.
      Bisher war ich mir nicht sicher, ob das DMS 220 etwas taugt, weil ich darüber wenig gelesen habe.

      Meine aktuelle Nadel ist die DN242 von Cleorec.
      Die Analogis Black Diamond DN 242 hört sich sehr interessant an.
      Das wär doch ein schönes Upgrade für mein System.

      Grüße
    • Hallo,

      OK, 2 Dinge die man beachten sollte: die Duals waren für ein 15 Grad VTA konzipiert, die neueren ATs sind für 20 Grad gebaut.

      Dann die Sache mit dem elektrischen Abschluss (Kapazität)

      Peter
      Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
      Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
      (Tucholsky)
    • Hallo,

      ein klares Jein.
      Plug ans Play ist mit neuen Systemen nicht ohne weiteres machbar, man sollte sich anschauen das die Nadel im 90 Grad Winkel zur Plattenoberfläche in die Rille eintaucht, sonst ist ein scharfer Nadelschliff eher kontraproduktiv.
      Das geht also nur so das man ein System im TK befestigt und guggt ob es passt.

      MM-Abtastsysteme bilden mit der Abschlusskapazität einen Schwingkreis: nicht immer passen die Werte zueinander (häufiges Problem: Abschlusskapazität ist für das System zu hoch. Dann werden höhere Töne schrill wiedergegeben und schon bei 9 - 10 kHz geht dann der Frequenzgang in die Knie)

      Vor allen Dingen Grado und neue AT-Systeme sollten daher an einen Phonopre mit sehr geringem Kapazitätsabschluss (ca. 50 - 100 pF) mit einer kurzen Strippe angeschlossen werden.
      Leider haben viele Hifi-Läden wenig Ahnung und verscherbeln dann lieber sehr teure Phonopres oder auch falsche Kabel.

      Das Know-how was früher jeder Radio-Fernsehonkel hatte ist leider oft ausgestorben und viele Halbwahrheiten bis einfach nur Quatsch sind unterwegs.

      Peter
      Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
      Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
      (Tucholsky)
    • 8erberg schrieb:

      Hallo,

      OK, 2 Dinge die man beachten sollte: die Duals waren für ein 15 Grad VTA konzipiert, die neueren ATs sind für 20 Grad gebaut.

      Dann die Sache mit dem elektrischen Abschluss (Kapazität)
      Also mein VM95-ML sitzt im 1229 einwandfrei und das mit der Abschlusskapazität ist bei denen wirklich nicht schlimm.
      Ehrlich da hatte ich je nach Entzerrer (bevor ich einen Schaltbaren hatte) mit dem DMS220/240/242 mehr Probleme
      obwohl ich ein Fan von den Teilen war.

      Ulli
    • Hi,

      wenn ich das richtig sehe, dann hatte das BD von Analogis (fast?) niemand bisher zum Testen. Von den Rahmendaten hat das AT mit ML-Schliff die Nase vorn. Ich bin ja Fan vom ML und würde das jedem, der etwas Neues, Gutes für einen moderaten Preis haben möchte, bedenkenlos empfehlen.

      Tja und jetzt gibts bald eine nackte Ellipse für 40 Euro - ich würde erst das mal testen, auch wenn ich die BD-Reihe aus eigener Erfahrung nicht kenne. Die von Dir genutzte Cleorecnadel wird allgemein als sehr positiv für ihr Geld bewertet.

      Ich denke, Dein Beratungsfall ist schon schwer. ;) Allein schon, weil Du im Hause AT bleibst, was das Grundsystem angeht. Das ML wird allgemein als nicht so empfindlich (was die Kapazität angeht) beschrieben und auch weniger höhenbetont. Mir gefällt das sehr. Ich war usprünglich nie Fan des DMS 220, aber das hauptsächlich wohl wegen meines Bias gegenüber AT (Psychologie und Hörempfinden...). Wenn Du zwischen unterschiedlichen Herstellern schwanken würdest, wäre das einfacher.

      Ich würde an Deiner Stelle auf die BD warten und dann mit der Cleorec vergleichen. Die beiden Nadeln spielst Du so oder so mal runter und man hat ja gerne eine auf Halde, falls man mal unvorsichtig ist. Verloren hast Du dadurch IMO nichts.
      Die 160 Euro würde ich in die Hand nehmen, wenn Du viel detailreiche Musik hörst und eine Kette hast (v.a. die Lautsprecher), die die Details auch Abbilden kann (z.B. das Anschlagen von Tasten an Instrumenten bei Jazz).
      Direkte Vergleiche von der nackten Nadel am AT VM mit der ML-Nadel habe ich jetzt keine im Kopf, insofern kann ich Dir nicht sagen, wie stark da ein Unterschied auffällt. Bei mir war es aber schon so, dass ich den Unterschied von Nachbau-Ellipse an einem anderen System (!) zu AT VM 95 ML deutlich gehört habe (ich habe im VM-Thread dazu auch eine Jubelarie gepostet).

      Auf Details achten ist auch eine Übungssache; an den richtigen Stellen passend hinhören ist nicht so einfach, wie man denkt. Aber: so oder so wird die Musik auf Deinen Platten nicht neu erfunden. Es sind an sich Nuancen und wie sehr Du sie bewertest, kann von aussen keiner sagen... Der eine fällt vom Hocker, wenn es etwas unsauber klingt, der andere bemerkts nicht mal.

      Ich höre viel Pop/Rock/Indiezeugs und da wippe ich auch mit einer Rundnadel nach wenigen Takten mit und kann mich über die Musik freuen. ^^

      Grüße
      Albert
    • Hi Albert,

      klasse Beitrag, der hat mir super weitergeholfen.
      Ich würde euch gerne meine „Kette“ zeigen, um zu entscheiden, an welcher Stelle eine Investition am meisten Sinn macht. Insbesondere beim Preamp bin ich mir sehr unsicher und für Vorschläge offen.

      Dual 481 A mit DMS 220 und DN242 von Cleorec
      ART DJ Pre II Phono Preamp
      Pioneer A40-AE
      Canton C 309


      Ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr :)
    • Den Art DJ Preamp solltest du wegtun, der klingt in diversen Tests muffig gegen andere, die auch nicht mehr kosten. Sein einziger Vorteil scheint das schaltbare Subsonicfilter zu sein.
      Also da würde ich ansetzen, der Rest ist ja ganz okay so.

      Diethelm :)
      "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.
    • 8erberg schrieb:

      Vor allen Dingen Grado (...)

      Bist Du Dir sicher, dass Du da nichts verwechselt hast? Die Grado-Systeme sind aufgrund ihrer sehr niedrigen Induktivität eigentlich eher recht kapazitätsunempfindliche MIs. Bekanntermaßen problematisch sind die Dinger hingegen, was ihre Störempfindlichkeit betrifft - sprich, mit einigen Plattenspielermodellen vertragen sie sich nicht und brummen dann (auf Audiokarma gab's hierzu auch mal einen ziemlich langen Thread namens "Grado Hum Database").

      Grüße aus München!

      Manfred / lini
    • Zu den anderen Komponenten gibt es sicher viele, die sich gut auskennen. Ich möchte zu den Phono-Pres nur anmerken, dass das IMO(!) eines der unwichtigsten Glieder der Kette ist.

      Hier im Forum hat ein Forist Tracks an 7 verschiedenen Phono-Pres aufgenommen und dann die Lautstärke angeglichen und als Blindtest zur Verfügung gestellt. Er hat zudem die Kapazität entsprechend angepasst, dass sie im empfohlenen Bereich des Tonabnehmers lag.
      Was soll ich sagen: ich war nicht in der Lage, die Geräte in irgendeiner Weise sicher zuzuordnen, geschweige denn Unterschiede herauszuhören. Der ART DJ war zwar nicht dabei, aber dafür der "Billigheimer" Hama P506 und der hatte wohl v.a. das Problem, dass seine Kapazität nicht anpassbar war.

      Vor dem Test war ich der Auffassung, dass allein bei den unterschiedlichen Schaltungsdesigns Unterschiede zum Tragen kommen müssen. Ich habe die Files vielfach gehört und jeden bei einem Durchgang "glasklaren" Unterschied konnte ich am nächsten Tag nicht mehr identifizieren.

      Ich denke also, dass Du den ART ruhig weiterbetreiben kannst. Sofern Du seine Optik erträgst (ich habe auch einen, finde ihn nicht "muffig" und optisch habe ich ihn hinter einem Lautsprecher versteckt). Er hat auch eine anpassbare Kapazität und ist dadurch schon einigen anderen Geräten überlegen. Du kannst ja mal die Kapazität erhöhen - das DMS wird Dich dafür umgehend mit schlechterem Klang bestrafen. Kapazitätsprobleme hört man im Gegensatz zu Schaltungen wirklich. Die teureren Verstärker haben vor allem mehr Optionen, die Kapazität anzupassen und das z.T. auch sehr komfortabel. Wenn man ein paar unterschiedliche TAs hört und da einfach umschalten will, dann lohnt sich das Geld. Auch lohnt es sich, wenn man z.B. einzelne Hersteller (wie z.B. Hr. Otto) für seine gute Arbeit unterstützen will.

      Die größten Veränderungen machen immer die Lautsprecher aus und er später kommt der Verstärker (v.a. dass seine Leistung für die LS ausreichend ist).

      Grüße
      Albert
    • Cantare schrieb:

      Mehr als maximal 200 Euro will ich in meinen Dual 481 A nicht investieren.
      AT VM 95 ML 145 Euro + Dual DN 242 39,99 Euro bei Mr. Stylus + kostenfreier Versand.
      Wäre in deinem Preisrahmen.
      Das AT VM 95 ML ist schon ein feines System. Und als Plattenspielerbesitzer ist es nicht ungewöhnlich
      zwei Systeme zu haben.
      Liebe Grüße
      Martin

      ...bedenken muss man als aktiver Musiker immer eins: Sobald der Drummer einsetzt, ist das alles wurscht!
      "SloeGin"
      (Resümee bei der Suche der optimalen Einstellung von Musikinstrumenten)
    • Der ART DJ PRE II ist prima - als muffig habe ich eher mein längst verkaufter NAD PP2 in Erinnerung. Zudem kann man beim ART DJ PRE II wie bereits geschrieben die Kapazitäten vernünftig einstellen.

      Ich habe selber noch einen DMS220-Generator hier und habe den mit einer elliptischen DN242-"StylusCompany"-Nachbaunadel bestückt. Klingt ok, wenn es zum damaligen Zeitpunkt die Black Diamond-Nachbaunadel schon gegeben hätte, hätte ich die genommen - ein nackter Diamant ist schon was schönes und für 40.- hat man das bislang nirgends bekommen.

      Das AT VM95ML mit seiner Microline-Nadel (das ist kein Fineline-Schliff wie einer meiner Vorschreiber notiert hatte sondern ein Microridge-Schliff, wie ihn auch Jico für seine famose SAS-Nadel verwendet, mutmasslich sogar vom gleichen Zulieferer namens Namiki) löst nochmals besser auf als die elliptische Black Diamond. Mit rund 150.- ebenfalls ein Preisbrecher - für diesen Betrag bekommt man sowas sonst nirgends.

      Für was Du Dich letztendlich entscheidest, ist Deine Sache. Das VM-95ML ist eine Toplösung, aber auch das DMS240 Black Diamond auf dem alten DMS220-Generator erreicht imo immerhin bereits das sehr ordentliche Niveau eines Audio Technica AT-VM95EN für 100.-.

      LG
      Manuel
      Dreher: Dual 704, Dual 1219, Revox B795, Lenco L65