Dual 1229 - automatische Endabschaltung defekt - Dauerschleife

  • Hallo liebes Board,


    die analoge Technik hat mal wieder ihre Macken und ich brauche eure Hilfe, um sie in den griff zu kriegen. Bei meinem 1229 habe ich ein Problem mit der Endabschaltung.
    Am Ende einer Platte hebt sich der Tornarm und fährt zurück. Wenn der Tonarm zurückgefahren ist senkt er sich ab und der Motor schaltet ab - so weit so gut. Aus mir nicht bekannter Ursacher schaltet sich der Motor nach wenigern 1/10-Sekunden wieder an, der Arm hebt sich erneut. In dieser Position verweilt er eine geraume Zeit. Anschließend senkt sich der Arm wieder ab. Der Motor schaltet aus, ... und sofort wieder an, usw. Dieses Spiel geht immer so weiter, bis man den Strom abdreht...


    Jetzt die Preisfrage: Was ist zu tun, um Problem zu beheben? Schmieren, justieren, erneueren von Bauteilen, ...?


    Bitte hilf mir, lieber Schwarm.


    Danke und Gruß
    Peter

  • Moin.
    Häufige Fehler für dauerläufer sind die bronzenden Bleche am kurvenrad. Diese sollten leichtgängig sein.
    Genauso dir sogenannte Rillenachse ist diese verharzt schaft der Schaltarm es nicht den Motor abzuschalten.
    Die Zungen vom Kurzschließer sind nicht "stramm" genug eingestellt, so daß das kurvenrad quasi durchrutscht und die Automatik neu starten tut.
    Hier geht's zum Service Manual.


    http://www.hifi-archiv.info/Dual/1229s/


    Gruß Carsten

  • und wenn es zu leichtgängig ist startet er wieder und wieder und wieder ....
    lg gunter

    ...zum Beispiel... :D - Deshalb heisst das Teil 163 auch "Reibplatte"... weil es zwar nicht klemmen darf (das ist richtig!), andererseits aber auch nicht zu leicht "flutschen" sollte. Häufiger Fehler hier: es wird geschmiert... (sollte trocken sein) Eines (oder beide) dieser Elemente können auch verbogen sein und dadurch den Startvorgang immer wieder neu einleiten und, ganz wichtig, wie Carsten bereits erwähnte: Die Rillenachse ( 192) muss unbedingt leichtgängig sein! Solange das nicht der Fall ist, wird kein Dual, und schon gar kein 1229, störungsfrei laufen!


    http://www.hifi-archiv.info/Dual/1229s/1229s-19.jpg


    Aber nicht den Mut verlieren: da musst du durch! Gerade für komplexere Mechaniken wie den 1229 gilt: "den" Fehler schlechthin gibt es nicht! Und sehr hilfreich ist es, zunächst einmal zu versuchen, die mechanischen Abläufe zu verstehen. D.h. das Chassis hochbocken (z.B. mittels der geradezu sprichwörtlichen Klorollen) und den Dreher mechanisch langsam durchdrehen (Stromkabel dabei raus!) und dabei beobachten, was sich da unten in dem Klapperatismus tut. Das ist anfangs verwirrend, aber irgendwann begreift man´s und dann wird alles sehr viel einfacher; vor allem bei den zweifellos folgenden Projekten... :D
    Viel Erfolg!


    Gruß Gerhard
    (den sein erster 1219er damals an den Rand des Wahnsinns gebracht hat... :D )

  • Moin.
    Ich sagte ja auch leicht nicht lose. Einig machen noch einen Klecks silikonfett dran damit sie nicht hin und her wackeln... Und der Spieler auch beim Erdbeben abschalten tut.


    Gruß Carsten

  • Ab Werk wurde das Problem folgendermaßen gelöst :
    Auf Reibplatte (163), ist ein kleiner Kleckser 100k Silikonöl anzubringen

    Das Silikonöl darf beim Einbau, am K.rad Steg eindringen.
    Die Reibplatte muss sich danach langsam absenken.

    Auf den drei Punkte vom Abstellhebel (162) sind drei winzige Kleckser Alvania drauf anzubringen.


    Aufgelegt und C Clip wieder drauf.

    Das Silikonöl hat mehr Haftung als das Alvania dadurch ist die Reibplatte härter als den Abstellhebel zu bewegen. Beide sind aber durch den abrupten "Abstellschock" des K.rades nicht mehr zu beeinflussen.
    Danach sind keine überflüssige und unerwünschte Tonarm Bewegungen (Repetitionen) mehr möglich.
    MfG,
    Klaus

  • Danke Klaus für deine ausführliche Dokumentation. Ich wußte doch das ich diese Methode irgendwo gelesen habe. Leider ist das Netz so weitläufig geworden, daß man die wichtigsten Sachen aus den Augen verlieren tut.
    Da ich dich schon mal an der Angel habe, wollte ich dir nochmal sagen, daß die Teile von snapways bestens passen. Mein 1249 läuft mit den Hubstück bestens. Über Jahre schon. Viele Leute schreckt der Preis ab. Aber das die Teile auch entwickelt und probiert werden müssen vergessen die Meisten.
    Ebenso werden Steuern und Lohn für Angestellte fällig. Ich habe schon 2x bestellt und bin mit Service und Ware immer zufrieden gewesen. Klar dauert es... Aber schließlich wird die Ware im die halbe Welt geschickt.



    Gruß Carsten

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