481-A Mechanikprobleme

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 481-A Mechanikprobleme

      Guten Abend bzw. Mittlerweile Nacht..

      ich bin am verzweifeln. Ich habe hier einen Dual 481-A von meinem Opa. Dachte mit dem Tausch von Steuerpimpel und Antriebsriemen sei es erledigt, mittlerweile sitze ich aber seit gut 4 Stunden dran und komme kein Stück weiter.


      Es fängt schon beim Starthebel an: So wie ich das Service-Manual interpretiere, betätigt der Umschalthebel den Schaltarm. Der Abstand zwischen den Hebeln ist aber viel zu groß, um die Funktion auszuführen.



      Was mir dabei Rätsel bereitet ist die Position/Funktion des Startschiebers.

      Zudem wird der Tonarm trotz neuem Steuerpimpel nicht mitgenommen.

      Eventuell kann mir ja jemand beistehen. Vielen Dank im Voraus!
    • Moin :)

      Die dicke silberne Schiene, die von links oben in die Bildmitte geht, sollte eigentlich schnurgerade sein, sieht aber aus wie eine Banane.

      Da hat jemand trotz eingehakter Mechanik im Start- oder Stop-Ablauf am schräg sitzenden Hebel geprökelt und das gute Stück verbogen...

      Zwei gute Nachrichten:
      1. Da Du nichst davon schreibst, ist wohl der Bedienhebel nicht abgebrochen, und
      2. das lässt sich wieder gerade biegen.

      Geh mal bitte auf die Bildersuche im Netz, dort ein 481 von unten, Aussehen der Schiene vergleichen. Dann Deine ausbauen und die Kaltverformung nach Ansicht rückgängig machen.

      Schließlich wäre es beim Zusammenbau sinnvoll, dem schönen Plattenspieler mithilfe etwas Waschbenzin, Ohrpulern, alten Lappen und frischem Fett in Zukunft die Bewegungen zu erleichtern. Der ist über Vierzig, und wie man weiß, sind zwei Spielerjahre ein Menschenjahr - da knacken gern mal die Gelenke ;)

      Danach gucken wir, was der Pimpel treibt :D

      Gruß Arne
      Gekommen, um zu bleiben ;)

      DUAL: 1010A - 1015A - 1015F - 1214 - 1214 Hifi - 1239A - 481 - HS36 - HS38 (auf dem Postweg ;) )- KA50 - P60 - P90
      Elac: Miracord 50H
      PE: 2001 - 2010 VHS - 2014
      Technics: SL-Bd22 - SL-B210 - SL-Q303
      Telefunken: Partyset 208 Stereo - W 258 Hifi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von clairegrube1 ()

    • Hebel gerade gebogen, Funktion wieder gegeben. Ich hab zwar so ziemlich alles mit Netzfotos von 481, 1239, etc verglichen, der verbogene Hebel wäre mir aber im Leben nicht aufgefallen.

      Hatte bisher nur mit einem 1019 zu tun, bei welchem die Mechanik aus stabilem Material ist, und sich dementsprechend gar nicht verbiegen kann, beim 481 hingegen wurde halt hauptsächlich Alu und Kunststoff verwendet.

      Geschmiert wurde natürlich alles, auch das Motorlager.

      Soweit, so gut, aber ein kleines Problem habe ich noch.

      Wird der Automatikablauf ausgeführt, fährt der Tonarm (fürs erste einmal) auf den Teller, am Ende der Platte wieder zurück, das Kurvenrad wird aber trotzdem immer wieder mitgenommen wodurch der Teller nicht frei läuft.

      EDIT:

      Verfolge ich den Ablauf ohne Teller, und drehe das Kurvenrad manuell, passiert alles wie es soll.

      Drehe ich mit dem Teller an und beobachte alles von unten, dreht sich das Kurvenrad mit, obwohl der Mitnehmer eigentlich freigegeben hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kadavar ()

    • Moin David :)

      Schön, dass der eine Teil wieder geht ^^

      Beim Endlosspiel tippe ich auf die kleinen Bleche die auf Ober- und Unterseite des Kurvenrades absolut freihändig sein müssen.

      Schau wir mal ;)

      Gruß Arne
      Gekommen, um zu bleiben ;)

      DUAL: 1010A - 1015A - 1015F - 1214 - 1214 Hifi - 1239A - 481 - HS36 - HS38 (auf dem Postweg ;) )- KA50 - P60 - P90
      Elac: Miracord 50H
      PE: 2001 - 2010 VHS - 2014
      Technics: SL-Bd22 - SL-B210 - SL-Q303
      Telefunken: Partyset 208 Stereo - W 258 Hifi
    • Habe das Kurvenrad noch einmal abgebaut, alle Blechplättchen abgenommen, entfettet, bewegliche Stellen geschmiert. Nur zwischen den beiden Plättchen (die den Mitnehmer bilden) habe ich die Reibflächen nicht geschmiert, ich denke das müsste so passen oder? Kenn das zumindest vom 1019 so.

      Das Problem besteht aber weiterhin: der Mitnehmer sollte freigeben, das Kurvenrad wird trotzdem mitgenommen, da die Plättchen anscheinend einen Tick zu weit über den Rand ragen.
    • Kadavar schrieb:

      dass sie sich durch die Fliehkraft nach außen bewegen
      Dann mach mal etwas Fett dran.
      Ich tippe aber eher darauf, dass sie bei der Drehung des Kurvenrades
      nicht weit genug zurück gedrängt werden. Da ist meist ein Blech, dass
      dafür sorgen soll, wenn die Plättchen dran vorbei laufen.
      Muss dazu sagen, dass ich den 481 nicht kenne. Bei anderen Typen
      ist das aber so.

      LG, Micha
    • Plättchen gefettet: sie klappern nun nicht mehr so herum, was dem "Fliehkraft-Effekt" entgegenwirken könnte.

      Das Blech drängt die Plättchen weit genug ins Innere des Kurvenrades.

      Ich bin gerade den gesamten Ablauf mehrmals von unten durchgegangen: der Teller dreht das Kurvenrad irgendwie mit, ohne dass die Plättchen auf den Zahnkranz ragen. Man muss auch dazu sagen, dass man auf die Stelle - trotz Lampe - sehr schwer hinsieht.

      Zu dem kommt noch, dass das Ganze nur auftritt, wenn sich der Teller etwas schneller dreht, drehe ich sehr langsam an, so dass ich die Mechanik verfolgen kann, passiert alles wie es soll.
    • Im Wesentlichen wird das Kurvenrad von den beiden Zungen am
      Kurzschließer in Abspielstellung gehalten. Wenn von denen nicht
      genug Druck ausgeübt wird, dreht es sich durch seinen Schwung
      weiter:



      Hier greift der Hebel 190 im oberen Teil des Bildes in die Nocken
      vom Kurvenrad. Leichtes Biegen der Zungen, um den Druck zu
      erhöhen, kann helfen.
    • Mit diesen Plattenspielern hatte ich in der letzten Zeit oft zu tun. Diese Schiene die einrasten soll, braucht man teilweise nur schief ansehen und sie verbiegt ( kleiner Scherz ) Aber sie verbiegt tatsächlich sehr leicht. Das Vergnügen hatte ich neulich noch mit einem 491a der daraufhin sich nicht per Stopphebel unterbrechen ließ.

      Aktuell habe ich noch das Problem mit einem 1237a ( fast baugleich mit dem 481a nur eben mit Wechselfunktion) dass der Tonarm direkt nach dem Absetzen auf die Platte wieder hoch geht.
      Hört mit: 1219 mit Shure M91, mein Liebling weil ich ihm das Leben retten konnte, er wäre sonst in der Schrottpresse gelandet. Er läuft prima!
      1218, mit Shure M91 für kleines Geld geangelt.
      1216 mit Shure M75 als Andenken an meine verstorbene Ma,
      1228, mit Shure M75
      701 Shure V15 ein kleiner Glücksgriff,
      601 mit M20 ebenfalls vor der Schrottpresse gerettet :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
    • Wie oben erwähnt, hatte zuletzt mit einem 1019 zu tun, von dem her war ich doch sehr überrascht, das das Material vom 481 so leicht zu verbiegen ist.

      Das mit dem wieder zurückfahrenden Tonarm war bei mir auch der Fall.

      Eine Frage die sich mir noch stellt, ob die Stelle zwischen dem Hebel und dem Kurvenrad geschmiert gehört, oder ob dann der "Grip" wieder flöten geht und das Kurvenrad weiterrutscht.