750 mag nicht mehr anlaufen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 750 mag nicht mehr anlaufen

      ich habe hier einen 750 als quasi tot auf dem Tisch. Ich hatte ihn eigentlich kpl. revidiert, d.h. die beiden dicken Elkos getauscht eine neue Lichtschranke hat er auch bekommen, der Drehzahlschalter wurde kpl. zerlegt und gereinigt etc.
      Die Tage habe ich ihn dann an ein Boardmitglied verkauft und wie üblich bestens verpackt verschickt. Nach dem Auspacken machte er dann keinen Mucks mehr. Mittlerweile habe ich ihn zurück genommen und versuche jetzt den Fehler zu finden. Mein Hauptverdächtiger war gleich die Stromversorgung und da geht es auch tatsächlich schon los. Der Trafo spukt im Leerlauf so um die 23V aus. Sobald ich den Verbindungsstecker auf Platine einstecke bricht die Spannung sofort auf 1,5 V ein. Dabei ist es unerheblich ob der Arm eingeschwenkt ist oder nicht (Dreher an oder aus).
      Da ich
      1. nicht der Top-Elektroniker bin und es
      2. in meinem Schrauberkabuff momentan auch nachts um die 30°c hat, wäre ich sowas von dankbar wenn jemand das Problem kennen und mir einen zielgerichteten Tip geben könnte damit ich mir während der Fehlersuche nicht die Birne weichkoche.

      Schwitzende Grüße,
      Kai
      VG
      Kai


    • Hi Kai !

      Wenn Du die dicken Kondis schon gemacht hast (und die auch richtig herum eingebaut sind) und die Spannung sofort nach dem Anschließen auf 1.5V zusammenbricht, würde ich mir mal die vier 1N4001-Dioden vornehmen.

      Der Trafo ist einer mit einem Mittelabgriff.
      Die beiden Spulen in Reihe werden dazu benutzt, um die +20V für den Motor bereit zu stellen, der Mittenabgriff hängt an dem Sicherungswiderstand / Spannungsregler der die +5V für den Mikrocontroller regelt. Dort läuft die Spannung von den äußeren Enden der Spulen nur über 2 der vier Dioden gegen Masse.

      Wenn Du den Motorstecker BR01 abziehst, kannst Du prüfen, ob eventuell ein Kurzschluß im Motorkreis vorliegt.

      Wenn die Spannung dann *immer noch* zusammenbricht, mußt Du davon ausgehen, daß a) einer der neuen Kondis einen an der Waffel hat oder b) das Problem im +5V-Reglerkreis liegt.

      :S
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Nachdem die Temperaturen wieder etwas ziviler waren und der neue Bauteiletester gestern kam ( der erste ist nach dreimaliger Nutzung über die Wupper :cursing: ), konnte ich endlich drangehen

      wacholder schrieb:

      daß a) einer der neuen Kondis einen an der Waffel hat oder
      Als erstes habe ich den dicken 3300µ kontrolliert. Eingelötet hatte mir der am Sonntag schon einen Kurzschluss signalisiert. Ausgelötet nur am Multimeter (siehe Thema Bauteiletester) verhielt er sich dann wieder einigermaßen normal. Eingelötet= Kiste läuft wieder. Könnte es sein, dass er intern einen weg hat. Also quasi einen Wackler im Gehäuse? Hatte ich jetzt noch nie aber man weiß ja nicht. Verlötet war er ursprünglich sauber und richtig rum, außerdem lief die Kiste ja ein halbes Jahr ohne Mucken zu machen. Bevor ich das Gerät dem Käufer zurück schicke würde ich im Zweifel nämlich dann den Elko lieber nochmal ersetzten, nicht das er bei Ankunft schon wieder rumspackt.
      VG
      Kai


    • wacholder schrieb:

      Mit dem Fehlerbild würde ich den Elko ersetzen. Wenn der - wie Du vermutest - einen internen Defekt hat - wird der in Zukunft wieder Ärger machen. Also raus damit.
      elko ist getauscht. Dreher lief.... genau drei Minuten dann hatte er wieder abgeschaltet. natürlich hatte ich schon alles wieder zusammengebaut, schließlich lief er ja :cursing: . ein Paar Messungen die ich trotz montiertem Gehäuse machen konnte ergaben folgendes:

      Betriebsspannung im Leerlauf 23V. Sollte passen. Mittelabgriff 4,7 V. Ausgang Spannungsregler 0V.
      Wenn ich nun das Problem im 5V Kreis habe, kann es eigentlich nur am Sicherungswiderstand RP07 oder der Spannungsregler MC7805 liegen richtig? Vorne dran hängt nur noch der 2200uF aber der sollte ok sein.
      Apropos Sicherungswiderstand, was genau ist das denn für einer? Ich kenne solche Dinger nur aus dem 630/2235 und die sind ja kaum noch zu bekommen.
      VG
      Kai


    • Hi Kai !

      tpl1011 schrieb:

      Betriebsspannung im Leerlauf 23V. Sollte passen. Mittelabgriff 4,7 V. Ausgang Spannungsregler 0V.
      Wenn ich nun das Problem im 5V Kreis habe, kann es eigentlich nur am Sicherungswiderstand RP07 oder der Spannungsregler MC7805 liegen richtig? Vorne dran hängt nur noch der 2200uF aber der sollte ok sein.
      Die Spannung in der Mitte sollte ungefähr 12V (halbe Gesamtspannung) sein.
      Wenn die knapp unter 5V liegt - was dem Wert des Reglers entspricht - ist der in die Strombegrenzung gegangen und zieht alles runter, was über seinem Regelwert liegt. Für mich sieht das so aus, als ob hinter dem Regler irgendwas ins Kraut schießt.

      Das könnte der 100µF CP08 sein, der 100nF Keramik-C CP09 ... oder irgendwas anderes im +5V-Kreis (Prozessor, OpAmp LM358, Teller-Lichtschranke ICSS2100 ) - die alle an +5V hängen und eine direkte Verbindung zur Masse haben.

      Wenn es drei Minuten gelaufen hat, müßte es ein schleichender Defekt sein, wo sich ein Bauteil erstmal etwas anwärmen muß, um den Fehler aufzubauen. Hast Du noch "Dosenwinter" im Bestand ?
      Dann würde ich mal gezielt die drei oben genannten Komponenten einfrieren und gucken, ob er dann wieder anläuft. Ansonsten wäre der 100µF mein heißester Kandidat auf der Position des Showstoppers.

      X/
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • wacholder schrieb:

      Die Spannung in der Mitte sollte ungefähr 12V (halbe Gesamtspannung) sein.
      Ich weiss nicht was ich da gestern gemessen hab, aber ich hab die knapp 12V anliegen :S
      Ich habe den Sicherungswiderstand ausgelötet und mal an den neuen Bauteiltester gehangen und siehe da er war durch. Mangels genauem Ersatz habe ich zum Übergang mal einen nornmalen Kohleschichtwiderstand 1 ohm eingelötet und jetzt lübbt er wieder. Beim Testen dann der Schreck, Mist warum hält der den die Geschwindigkeit nicht? Nach einem kleinen Tobsuchtsanfall habe ich dann erst mal die Stroboscheibe von der 60Hz auf die 50Hz Seite gedreht :thumbsup: . Nungut auf 78U ist jetzt alles Tacko, bei 45 und 33 erreicht der Geschwindigkeit auch, nur geht jetzt der Arm wie er soll runter und dann direkt wieder rauf. Riemen und Lichtschranke sind neu. Wobei ich von letzterer noch neun auf Lager hätte zum tauschen...... Ich mach jetzt erst mal Pause bis morgen und frage dann in meinem Elektronikkruschtelladen in Holten ob er Sicherungswiderstände hat. Ich habe grade erst bei Reichelt bestellt und kein Bock jetzt wegen so einem Centartikel nochmal 5 Ocken Versand zu bezahlen.
      Apropos: Wieviel Watt brauche ich für den 1 Ohm Widerstand denn? Das SM schweigt sich hier leider aus.
      VG
      Kai


    • Erst mal Danke an alle, er läuft wieder. Im Moment zwar immer noch mit einem Standardwiderstand aber der Ersatzsicherungswiderstand sollte die Tage kommen. der wird dann noch verbaut um das Gerät guten Gewissens abgeben zu können. Er hat gestern und heute zusammen ca. 6h ohne Murren runter. so langsam würde ich es sogar wagen ihn wieder zuzuschrauben :D .

      Das Problem lag bei verschiedenen Bauteilen. Erst mal der dicke Elko der lt. Bauteiletester völlig ok ist aber ziemlich rumgespackt hatte. Er hat wohl den Sicherungswiderstand gehimmelt. Als das dann tatsächlich wieder soweit lief hatte ich ein Geschwindigkeitsproblem. Auf Wolfgangs Tipp hin hab ich einen Riemen von einem anderen Anbieter bestellt. Der ist zwar noch nicht da, wird aber auch wohl nicht gebraucht, denn es war tatsächlich die neue Lichtschranke. Irgendwie scheint die wohl auch bei dem Gesamtdefekt die Waffen gestreckt zu haben.... ich hab ja noch genug von den Dingern also getauscht und siehe da er lübbt. Ich hoffe das bleibt so, ich kenne da jemand der schon sehnlichst drauf wartet ihn wieder zu bekommen. ;)
      VG
      Kai


    • ok, jetzt ist es soweit amtlich: diese Kiste treibt mich in den Wahnsinn!!!! Gestern lief er bis spät abends ohne Zicken. Heute kamen die Sicherungswiderstände an. Eingebaut und auch noch einen anderen Riemen spaßeshalber ausprobiert- der war allerdings für mein Gefühl viel zu stramm, also wieder auf den Thakker gewechselt. Und nun wieder Arm hoch-arm runter-arm hoch. Es kann doch nicht sein, dass hier ständig die Lichtschranke verreckt. :cursing:

      Jetzt ist es ja nicht so, dass ich grade erst vom Baum gestiegen bin, also mal überlegen was habe ich verändert nachdem ich den 1 Ohm R gewechselt hatte. Riemen, ok der war es nicht. Dann viel es mir schlagartig wieder ein, ich meinte es gut und dachte mir, nach dem dauernden Aus- und Einbau "gib dem Lager doch nochmal ein bissl Öl". Was soll ich sagen das war das Problem, ich hatte das HLP 22 verwendet, dass ich normalerweise für Sinterlager benutze. Das scheint hier zu zäh zu sein, Lager und Achse gereinigt, Feinmechanikeröl drauf und alles passt wieder.
      Manchmal kann es so einfach sein :D


      Wolfgang2 schrieb:

      Mein Golden One macht das auch mit dem Arm wenn der länger außer Betrieb war. Der braucht dann ne' halbe Stunde bis der Riemen wieder eingelaufen ist.
      Könnte das bei Deinem auch das Problem sein, dass er sich erst mal warmlaufen muss? Nur so als Vermutung ;)
      VG
      Kai


    • Jetzt breche ich echt gleich in Tränen aus ;( ..... nee nicht wirklich, aber ich bin echt angepisst von der Kiste :cursing: . Zwei Tage Dauertest, dann wieder an der Käufer verschickt. Angekommen und läuft, also so grundsätzlich würde er laufen wenn er nicht wieder dieses Rauf/ Runterproblem hätte. Dazu kommt lt. Käufer noch folgendes: "Bei 78 senkt sich die Tonarm, schaltet aber die Kiste ab. Erst wenn der Stecker gezogen wurde, läuft sie wieder. " Könnte da evtl der Steuerchip einen weg haben? Eine andere Idee habe ich echt nicht mehr. Ich nehm ihn jetzt endgültig zurück und überlege ernsthaft ihn in Einzelteilen zu verkloppen.... nur so aus Rachsucht :D
      VG
      Kai


    • wacholder schrieb:

      Wenn es drei Minuten gelaufen hat, müßte es ein schleichender Defekt sein, wo sich ein Bauteil erstmal etwas anwärmen muß, um den Fehler aufzubauen.
      Nah dran. Es war ein Platinenbruch. Das erklärt auch die zeitweisen Aussetzer. Beim ersten Reparaturversuch hatte ich das schlicht nicht gesehen, war wohl eher ein Haarriss. der neuerliche Transport muss ihm wohl den Rest gegeben haben, denn als die Kiste das zweite Mal hier ankam ging dann gar nichts mehr. Ich hab zwei Brücken gelötet und alles lübbt jetzt wieder tadellos.
      Ich sehe schon der will einfach nicht hier weg. Er darf jetzt bleiben nachdem ich den Verkauf rückabgewickelt habe. ^^
      VG
      Kai


    • Hallo,

      so ein Plattenspieler ist ja auch nur ein Mensch....

      Peter
      Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
      Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
      (Tucholsky)
    • Hi Kai !

      tpl1011 schrieb:

      Ich hab zwei Brücken gelötet und alles lübbt jetzt wieder tadellos.
      Na. Ist das auch geklärt.

      Schwere Geburt, aber am Ende wird alles gut. Mehr oder weniger, weil dadurch der Verkauf in die Binsen gegangen ist.
      Aber _das_ sind die Geräte, die einem irgendwann am meisten am Herz liegen.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.