Dual 704: Neuer Trafo

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    • Dual 704: Neuer Trafo

      Hallo zusammen,


      vor einigen Tagen hat mein Plattenspieler leider
      den Geist aufgegeben. Er roch irgendwie verbrannt und seitdem geht er
      auch nicht mehr an.
      Habe ihn jetzt zur Reparatur gegeben und die Info bekommen, dass der Trafo defekt sei und ein neuer hermüsse.
      Der ganze Spaß soll mich 170€ kosten. Ich finde das sehr happig, allerdings habe ich von der Technik leider nicht viel Ahnung.
      Daher meine Frage: Ist der Preis gerechtfertigt bzw. was wäre in euren Augen ein angemessener Preis?

      Anbei noch ein Bild, das ich zugeschickt bekommen habe.


      Vielen Dank für eure Hilfe!
      Beste Grüße
      Bilder
      • IMG_7816.jpg

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    • Sieht aus, als wäre die Primärspule durchgebrannt = dann isser wohl platt.

      170€ = das sehe jetzt mal aus Sicht der Rep.-Werkstatt:
      1 Arbeitsstunde = 50€ netto = 60€ brutto
      Davon ausgehend, dass zuerst der Fehler ermittelt wurde = da ist ja schon ne halbe Stunde weg. Dann musser nen Trafo besorgen, wird schwer, weil es genau die Dinger so nicht mehr gibt, also alternativer Trafo. Trafo ausbauen, neuen Trafo einbauen, alles zusammen, testen. Da sind ja 2 bis 2,5 Stunden nix.

      Somit dürfte das meiner Meinung nach preislich passen.

      Natürlich ist das ein großer Invest für so eine alte Karre und es mag sich die Frage stellen, ob es das wert ist.

      Alternativ, um die Kosten in Grenzen zu halten könntest du im "Suchebereich" eine Anfrage stellen, ob dir jemand die Karre repariert. Ausgebildete Elektrofachkräfte als auch RF-Techniker sind hier ausreichend unterwegs. Da die Trafogeschichte sich nicht im Niederspannungsbereich abspielt, würde ich schon Wert darauf legen, dass da nur jemand drangeht, der auch über die notwendige Qualifikation verfügt, wenngleich das kein großer Akt ist.
      Locker bleiben - Gruß Jo

      Zitat von Ian T. "...Yeah Jo, the old rockers never die...".
    • Ich halte den Preis ebenfalls für gerechtfertigt. Eine Werkstatt für Unterhaltungselektronik muss wie eine Werkstatt kalkulieren. Wenn dir der 704 das wert ist, dann lass ihn reparieren.
      Die Reparatur ist keine Raketentechnik. Falls du den Reparaturauftrag nicht erteilen willst, kann dir vielleicht jemand aus der Nähe helfen, der hier im Board aktiv ist.

      Gruss
      Richard
      _____________________________

      "First make it work, then make it pretty"
    • Zunächst mal herzlichen Glückwunsch,
      es ist nicht einfach, eine Elektronikwerkstatt zu finden, die sich die Mühe macht für ein Uraltgerät einen passenden Trafo auszusuchen, zu bestellen, die Befestigung zu modifizieren damit das Ding reinpasst.
      Schließlich gibt es kein neues Ersatzteil mehr.
      Der Preis ist wirklich gerechtfertigt.
      Viele Grüße
      Alois


      Dual 721 mit Ortofon OM30, Hitachi HCA 7500, Hitachi HMA 7500, Saba MT201, RFT CD9000, Canton GLE 409
    • Also was mich vor allen Reparaturversuchen interessieren würden ist : WARUM hat es
      die Primärwicklung gehimmelt ! Das sollte man zuerst rauskriegen.

      Ulli
    • Hi !

      zwölf36 schrieb:

      Viele Netzüberspannungen sind des Hasen Tod?
      Das denke ich nicht.

      Trafos sind sehr tolerant, was die Eingangsspannung betrifft und sie reichen die einfach gemäß ihres Übersetzungsverhältnisses nach hinten durch. Der kleine Trafo im 704 hat vielleicht 8 - 10 VA Nennleistung und gibt bei 20V~ rund 400 - 500 mA Strom ab.

      Vermutlich ist jedoch auf der Sekundärseite der Hauptelko "gargekocht" und hat eine Überlastung bewirkt. Die Eingangssicherung ist mit 125mA träge für diese Aufnahmeleistung recht großzügig bemessen und soll den Einschaltstrom überleben. Und eigentlich sollte der Hauptschalter das Gerät nach dem Abschalten stromlos machen, so daß sich der Trafo nicht totheizen kann, wenn auf der Abgabeseite ein zu hoher Dauerstrom abgefordert wird.

      Für mich ist nicht logisch und nachvollziehbar, warum der Trafo eingangsseitig durchgebrannt sein sollte, offengestanden.
      Wäre der Knalli über dem Hauptschalter kurzgeschlossen, hätte das Strobo immer weiter geleuchtet und der Motor ständig gedreht, auch mit dem Arm auf der Ablage. Möglich wäre ein Defekt des Strombegrenzungs-Kondis des Stroboskops und es hat die 110V-Wicklung gerissen, über der das Strobo hängt.
      Ist ausgangsseitig was in die Grütze gegangen, hätte die Sicherung durchbrennen müssen - gegeben, daß es wirklich eine 125mA ist. Den Tod der Primärwicklung kann eigentlich nur die Kombination aus mehreren Defekten in Verbindung mit einer zu großen Sicherung -oder- ein Fertigungsfehler im Trafo bewirken.

      Als Ersatzteil kommt nur ein Trafo aus einem Schlachtgerät in Frage, da es kaum einen 110/220V fähigen Trafo mit 20V~ / 0.5A in dem Baumaß geben wird. Es gibt ähnlich große Platinentrafos mit 18 oder 24V, wobei die 24V-Version einen Tausch fast aller Elkos im Gerät zur Folge hat, denn der 704 hat keine geregelte Hauptspannung. Und viele Kleintrafos gibt es hierzulande in dem Format auch nur mit 230V~ Eingangsspannung, wozu dann die Strobobeschaltung angepaßt werden müßte, weil die an einem der beiden 110V-Zweige des Trafos hängt.

      Als Schlußfolgerung bei einem Trafodefekt ist es dringend notwendig, das gesamte Umfeld genauer zu untersuchen, sonst hat man auch an einem neuen Trafo nicht lange Freude.

      X/
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Unter diesen Rahmenbedingungen würde ich das Gerät wohl eher nicht reparieren sondern durch ein anderes ersetzen - und das defekte Gerät ausschlachten: TK, Plattenteller, Haube - da gibt es schon noch einige Teile, die sich verwerten lassen.

      LG
      Manuel
      Dreher: Dual 704, Dual 1219, Revox B795, Lenco L65