Dual CS, DT und die Alten

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    • Dual CS, DT und die Alten

      Hallo zusammen,

      Treibe mich nun seit einer Woche hier rum und probiere mein dilettantisches Halbwissen aufzubessern.
      Werdegang wie so üblich; natürlich standen bei uns zuhause auch Plattenspieler rum, erst so eine Musiktruhe meiner Oma, dann die Musiktruhe des Vaters und irgendwann mal der eigene Steroturm. Irgenwann kam die CD und die Platten wurden versteckt.
      Inwieweit damals gute Technik im Hause war kann ich nicht mehr beurteilen.
      Und nun muss doch wieder ein Plattenspieler her, Tochter hat die LP's entdeckt und Papa hat nichts zu tun.
      Dann also einige Testberichte von Neuware durchstöbern und schließlich in diversen Foren den Hinweis lesen, alte Spieler wären den neuen technisch überlegen und kosten weniger als die Hälfte (oder noch weniger). Wobei die technische Überlegenheit den möglichen Verschleiß evtl. außer acht lässt, welcher wiederum durch talentierte und beseelte Forummitglieder behoben werden kann. So weit so gut.
      Nun ist das hier natürlich ein DUAL-Forum und da gibt es doch auch noch die neuen DUAL's mit CS-Modellen "Made in Germany", die hier nicht so oft erwähnt werden. Und daneben - um es schön verwirrend zu machen - die DT-Modelle. Beide DUAL's haben nichts miteinander zu tun, wenn ich das richtig verstehe, dürfen aber denselben Namen führen. Ich hab nun wenig Verstand von Namensrecht usw. aber das ist höchst verwirrend.

      Gruß,
      Oliver
    • Die Verwirrung hat etwas mit dem Niedergang von Dual in St. Georgen und den daraus folgenden Entwicklungen zu tun.
      Alle CS Spieler stammen aus St. Georgen.
      Ich zitiere mal: "Im Jahre 1993 übernahm die Alfred Fehrenbacher GmbH die Produktion des kompletten Plattenspieler Sortiments von DUAL.
      Heute liegen die Markenrechte von DUAL bei der Firma DGC in Landsberg am Lech. Die Alfred Fehrenbacher GmbH mit Sitz in St. Georgen im Schwarzwald besitzt weiterhin eine Lizenz für die Produktion von Plattenspielern unter dem Markennamen „Dual“, die sich durch die Bezeichnung „CS“ in der Typenbezeichnung und „Made in Germany“ von den anderen Modellen unterscheiden. Verantwortlich für den Vertrieb diese Modelle ist seit dem Jahr 2006 die Firma Sintron Vertriebs GmbH in Iffezheim."
      Quelle: dual-plattenspieler.eu/firma.html

      C steht beim klassischen Dual für Componente
      CS: Schallplattenspieler/wechsler
      CT: Tuner
      CV: Verstärker
      CR: Receiver
      CC (oder auch nur C): Kassettendeck

      Die anderen Dualgeräte (in den 90ern Karstadt) und jetzt Dual Landsberg kommen meist aus Fernost - aktuelle Dreher (DT) aus China.

      Es gibt ja heute viele ehem. große deutsche Firmennamen, die auf asiatischen (no name) Geräten pappen. Da haben sich findige Geschäftsleute die Namensrechte gesichert. ;)
      Gruß Christian

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      Ich suche folgende LPs von Pearl Jam: Live on two legs, Lost Dogs, rearviewmirror
    • Ist die "schwarzwälder Präzision von Weltruf" denn nicht mehr in den neuen Modellen zurückzufinden?
      Ein Spieler wie der CS 505-4 für ca. 600,- muss es doch möglich machen, um Platten gut abspielen zu können.
      Etwas respektlos: es kann doch nicht so schwer sein, einen Plattenteller mit konstanter Geschwindigkeit drehen und eine (noch so gute) Nadel die Rille folgen zu lassen.
      Schaut man durch den Katalog (dual-plattenspieler.eu/fileadm…og/Dual-Katalog-2016.html) steht allerdings nicht bei allen Modellen "Made in Germany".
    • Doch doch, die Präzision ist noch da, wenn auch (kosten- und fertigungstechnisch) optimiert wurde. Dazu gibt es hier einige Threads.

      Einzig der CS410 im Katalog stammt aus China. Diese Kisten gibt es auch unter anderen Namen :D

      Ich würde keinen Spieler mit festem Gegengewicht und Antiskating nehmen, denn da wäre ich auf den verbauten Tonabnehmer festgenagelt.
      Gruß Christian

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      Ich suche folgende LPs von Pearl Jam: Live on two legs, Lost Dogs, rearviewmirror
    • omue schrieb:

      es kann doch nicht so schwer sein, einen Plattenteller mit konstanter Geschwindigkeit drehen und eine (noch so gute) Nadel die Rille folgen zu lassen.
      Wenn das wirklich so einfach wäre, gäbe es eine unübersehbar große Anzahl von Plattenspielern bester Qualität zu kleinen Preisen. Da es die aber nicht gibt, kannst Du Dir denken, dass das Ganze in der Realität sehr viel komplizierter ist, als Dein "respektloser" Einwurf es vermuten lässt.

      Ein CS 504 aus heutiger Produktion ist in der Tat noch immer ein ganz ordentlicher Dreher. Auch die darüber angesiedelten Modelle 526, 550 und 600 sind Plattenspieler, mit denen man Schallplatten auf gehobenem Niveau hören kann.

      Die "alten" Dual-Plattenspieler hingegen, aus der Zeit vor der Dual-Pleite, vor allem die Modelle der 6er und 7er Reihen oder die Wechsler der 12er-Reihe, sind hingegen qualitativ noch einmal deutlich besser. Sie haben allerdings heute reichlich 40 Jahre Betriebsdauer auf dem Buckel und haben damit ihr Mindesthaltbarkeitsdatum weit überschritten. Diese Plattenspieler kann man heute nicht mehr ohne Weiteres gebraucht kaufen und dann erwarten, dass sie klaglos ihren Dienst versehen. Solche Geräte müssen überholt werden, bevor sie wieder Vinyl in bester Qualität abspielen - und das mit Sicherheit noch für viele, viele Jahre. Dafür musst Du Dir entweder hier von einem erfahrenen Board-Mitglied einen solchen Dreher aus dem Biete-Bereich kaufen oder aber einen solchen Plattenspieler irgendwoher besorgen und dann von einem versierten Phono-Techniker restaurieren lassen - oder aber diese Überholung selbst durchführen. Dafür solltest Du aber Erfahrung mit Elektrotechnik bzw. Elektronik haben, löten können und Schaltpläne lesen können.
      freundliche Grüße

      Ralph


      Dreher: CS 741Q, CS 731Q, CS 728Q
      MC-Systeme: Goldring Elite, Ortofon MC20 Super, MCC120 ... MM-Systeme: ELAC 796, AT 150 Sa, TK60E mit DN 160
      Vorverstärker: Aikido 1+ und Aikido Hybrid Supreme
      Verstärker: Pioneer A-717 MK II ... Harman/Kardon HK 6800 ... Receiver: Dual CR 1730
      Boxen: Nubert NuWave35 und Dual CL 720
    • Guten Morgen zusammen,

      hallo Oliver vielleicht dieser Link hier dir eine kleine Hilfe bei deiner Suche ...
      (vereinfacht zusammengefasst sind dort nur die "älteren" nach unseren "Werte- Maßstäben" /und an sich auch nur Made in Germany Geräte aufgeführt bzw. ist die Herkunft leicht erkennbar dort aufgeführt / gelistet).
      Wie es bereits schon Christian / @einsteiger in seinem Beitrag geschrieben hatte ist allgemein uns "alten Hasen" als grobe "Vorgaben" die Blüte- /Hochzeit (~Mitte der 1980- 1990) des Vinyl > die Tonträger allgemein (das schwarze Gold) zum einen und natürlich auch die dazugehörigen Technischen Geräte aus jener Zeit man muss sich nur darüber klar sein das zu jener Zeit die Industrie (aus geschäftlichen Absichten) die CD als Tonträger der Zukunft forcierten. In Folge dessen hatten alle an der namenhaften "alten" analogen Technik beteiligten noch einmal alles technisch machbare zum dgegenhalten realisiert = die Kunden auch langfristig zu halten versucht = das sind die Hintergründe zu den Tatsachen , das die wohl am weitesten in diesem Bereich je gebauten Geräte nebst Tonträger aus genau jener Zeitspanne stammten.
      Bei den Herstellern allgemein wird bekanntlich ja auch immer der "Trend" beeugt ... nach dieser Zeit der Einführung er digitalen. Haben die Nachfolge- "Geschäftsleute" feststellen dürfen, das nicht alle Analog- Fans bereit waren diesen "Digitalisierten GeschäftsIdeen" folgen wollten (zunächst waren es wohl "nur" jene die "Klang-Qualitätsunterschiede" sofort bemerkt haben = wobei es dem Anschein nach gar nicht mal so wenige gewesen sein werden ..., nach und nach sind es dann immer mehr geworden die "zurückgekehrt" sind, und mittlerweile lassen sich auch Neueinsteiger (Hörer mit dem Geburts- Datum nach 1980- 1990) nicht mehr von ihren Wünschen nach qualitativ hochwertigem Hörgenuss abbringen / im Sinne der Geschäfte der Musikindustrie umdiligieren.

      Das für dich momentan wichtigste an sich; lass dir Zeit zu überdenken was du für dich am Ende haben möchtest / dafür bereit bist zu geben...(auf lange Sicht ist es immer besser zu wissen wonach man sucht bzw. wo es hin gehen soll = es erspart eine Menge Frust und evtl. noch dazu unnötig rausgeschmissenes Geld).

      In grober Richtung orientieren sich die meisten von uns ( welche auf Genuss aus sind) mit den "alten Geräten" kombiniert mit Tonabnehmertechnik neu prouziert (teilweise auch aktuell heutigen Standarts entsprechen neu entwickelt / Fertigungstecnisch ermöglicht) Musik aus der Vinyl Hoch- Zeit zu hören.
      Wobei dann allerdings auch darauf hingewiesen sein soll, dass derzeitig auch einige (wieder vermehrt) Musiker dieses "Wiedererwachen" mit aktuell neu erscheinenden Vinyl- Pressungen Ihre Musik- Fans erfreuen.

      Es ist jetzt zwar wieder einmal viel Text von mir zusammengeschrieben worden, aber ich hoffe doch das es zu verstehen helfen konnte.

      (Ich könnte zwar noch weitere unserer "Leitlinien" was die Gerätezusammenstellung in Richtung "Tonlagen und Klangfarben" ausfüren aber das würde dann doch an dieser Stelle zu lange werden ...)

      Einen schönen Feiertag noch, Gruß Thomas :)
      Zitat von; Johann Gottfried Seume;

      „Wo man singt, da laß’ dich ruhig nieder,böse Menschen haben keine Lieder.“

      Heco VICTA 701II/-/ Onkyo A-8470 /-/Dual CST 3510- Dual CS 2225/-/Ortofon super OM 40
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      CAT Berlin 2007-2/-/ Onkyo A-8220 /-/ Dual CS1254 1/2"/ Ortofon OM 10
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      Onkyo TA - RW70/- Onkyo T4711/- Onkyo DX - 7711/-Sennheiser HD 560 Ovation (mod.)
      Ortofon X5MC/OM/OM super/T4P OMP/Dual DM236/MMP450/TechnicsP30S