Mein Sorgenkind ,1229

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    • Mein Sorgenkind ,1229

      Hallo zusammen.

      Bin neu hier und wer etwas über mich wissen möchte erfährt einiges im Vorstellungsbereich.

      Seit kurzem besitze ich einen 1229 Plattenwechsler in der Geheimfachzarge und komplettem Zubehör,sogar der Single Wechselachse
      Daher möchte ich das schöne Gerät zu meinem Hauptdreher machen.
      Leider hat er noch ein sehr nerviges Problem, er leiert.
      Das Problem ist eindeutig vom Antrieb abzugrenzen,da es auch bei ausgekoppeltem Reibrad auftritt und periodisch mit der Umdrehung des Tellers
      zusammenhängt.
      Das ganze lässt sich auch gut mit dem Stroboskop verfolgen,die Teilstrichte wandern im Takt der Geschwindikeitsschwankung minimal mit.
      Es klingt eigentlich wie eine dezentrierte Schallplatten und ist vor allem bei Klaviermusik hörbar.

      Das Tellerlager hab ich natürlich schon zerlegt,gereinigt und gefettet, was aber an dem Symptom erstmal nichts verändert hat.
      Nun befürchte ich,dass eventuell der Lagerbock oder sogar der Teller an sich vielleicht verzogen sein könnte.

      Habt ihr einen Tip wie ich das besser eingrenzen könnte?

      Update: Konnte den Teller eines 1219 von einem Kumpel zum testen bekommen. Der Fehler ist immer noch vorhanden.
      Es ist nur minimal, aber wenn ich das einmal wahrgenommen habe,achte ich noch mehr darauf.Bin ich vielleicht
      etwas zu kritisch was den Gleichlauf angeht?
      Aber es war ja damals das Spitzenmodell und Klassik sollte man mit einem solchen Gerät doch auch ungestört hören können
      denke ich.

      Sonntagsgrüße aus Hessen.

      Flo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Flobo ()

    • Hallo zusammen.

      Nun hab ich Nägel mit Köpfen gemacht und habe nacheinander Tellerlager und Lagerbock getauscht.
      Was soll ich sagen,Schwankungen sind immer noch da.

      Letztendlich alle Teile wieder in Originalposition gebracht und mal den 1219 meines Kumpels genau überprüft.
      Der selbe Mist
      Ihm ist es bisher nur nie aufgefallen,weil er nur Rock hört.

      Kann es denn sein,dass beide Spieler diese Macke haben und das ganze durch Alterung und Bauteiltoleranzen zustande kommt?
      Oder ist die Qualität dieser Plattenspieler doch nicht so gut wie ihr Ruf?

      Der Gleichlauf der kleinen Platinen mit Blechteller ist in meinen Ohren deutlichst besser,auch mein PE33 Studio weist keine
      hörbaren Schwankungen auf.

      Gut ,es ist Jammern auf hohem Niveau, aber ich hätte doch lieber ein Gerät,welches einwandfrei läuft.

      Grüße von einem etwas ratlosen Flo
    • Vorab, hörbar sollten die Schwankungen natürlich nicht sein. Aber einmal nachhaken, kannst du den Antrieb wirklich ausschließen?
      Die Schwankungen werden ja ohne Antrieb schwer zu erkennen sein. Ist der Motor ruhig ( schon mal überholt ), das Reibrad weich , die ganze Halterung incl. Schwenk & Umschalthebel leichtgängig.
      Gruß Ulrich
      Das kannste schon so machen aber dann ist es halt kacke...
    • Hallo Ulrich.

      Es lässt sich durch das Stroboskop eindeutig nachvollziehen, das selbst bei abgekoppeltem Reibrad der Teller schwankend
      langsamer wird.
      Habe dass auch durch eine aufgelegte extrerne Stroboskop Scheibe nachvollzogen,um eine eventuelle Unsymetrie des aufgeklebten Rings auszuschließen.
      Diese Scheibe stehtbei meinen andren Playern absolut still,auch bei entkoppelten Reibrädern.



      Grüße,

      Flo
    • Also der Normalfall ist das selbstverständlich bei keinem Dual! Und auch nicht bei den Reibradlern. Das als Antwort zu deiner Vermutung, dass die Qualität der Dreher evtl. "doch nicht so gut" sei... Wenn Gleichlaufschwankungen hörbar sind, müssen sie über 0,2-0,3 % liegen und das sind so Werte, die ich allenfalls einem "Mister Hit" zutrauen würde, aber keinem Hifi-Dreher!

      Hörbare Gleichlaufschwankungen können ja anderseits nur durch den Antrieb zustande kommen und nicht etwa durch das Tellerlager. Wie sollte das Lager oder eine abgenutzte Lagerbuchse zu periodischen Schwankungen angeregt werden? Damit die Drehzahl schwankt, muss sie ja abwechselnd schneller und langsamer werden und wie das ohne Antrieb gehen soll, bedarf der physikalischen Erklärung. ?(
      Wenn die Lagerung schwergängig ist, wird der Teller (meist unter Reibgeräuschen) schnell langsamer, wenn der Antrieb fehlt. Ein gut gepflegter 1229 oder 1219 hat eine Nachlaufzeit (aus 33 U/min) von 45 bis max. 90 Sekunden, wobei die 45 sec bei Schmierung des Axiallagers mit Wälzlagerfett oder Langzeitfett gelten, die max. 90 sec bei Motorölschmierung.
      Vielleicht solltest du das mal testen und die Ergebnisse hier verlautbaren.

      Ansonsten kommen nur Unregelmäßigkeiten im Antrieb oder dezentrierte Schallplatten infrage.

      LG Holgi
      Früher dachte ich, wenn man alt wird, sieht man die Welt mit anderen Augen. Heute bin ich selbst fünfundsechzig und sehe sie noch genau wie vorher!
      Und immer noch analog...
    • Der Teller des 1229 ist gewuchtet. Wenn Dir ein Gewicht fehlt, kommt es exakt zum beschriebenen Fehler.

      In der linken Aussparung ist kein Gewicht, in der rechten ein kleines.
      Es passiert nicht oft, aber gelegentlich fällt mal eines heraus.

      Gruß
      Michael

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      Die Dreherliste ist weg, da die Datenpflege der Signatur zu arbeitsintensiv ist :D
      Meine aktuelle Hauptanlage findet sich hier
    • Aber eine Unwucht kann doch nicht bei horizontal stehendem Teller auftreten! Das geht doch nur, wenn der Dreher ziemlich schräg oder senkrecht aufgestellt ist.
      Wenn du es nicht glaubst: leg auf deinen horizontal ausgerichteten Teller einseitig einen Gegenstand von 50-100 g oder so, versetze ihn in Drehung und beobachte den Gleichlauf bei Auslaufen mit dem Strobo!
      Früher dachte ich, wenn man alt wird, sieht man die Welt mit anderen Augen. Heute bin ich selbst fünfundsechzig und sehe sie noch genau wie vorher!
      Und immer noch analog...
    • Hannoholgi schrieb:

      Aber eine Unwucht kann doch nicht bei horizontal stehendem Teller auftreten! Das geht doch nur, wenn der Dreher ziemlich schräg oder senkrecht aufgestellt ist.
      Wenn du es nicht glaubst: leg auf deinen horizontal ausgerichteten Teller einseitig einen Gegenstand von 50-100 g oder so, versetze ihn in Drehung und beobachte den Gleichlauf bei Auslaufen mit dem Strobo!

      Ich habe das Problem vor ca. 2 Monaten selber vor Augen gehabt. Der Veysel @bricks war mit einem 1229 mit
      genau diesen Symptomen bei mir. Auf die Idee, den Teller zu tauschen, kamen wir natürlich auch nicht direkt.
      Mit dem Teller meines 1229 war der Fehler sofort verschwunden. Im mitgebrachten Teller fehlte sichtbar ein Gewicht.
      Gruß
      Michael

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    • Hallo zusammen.

      Ich habe mal meinen Teller und den meines Kumpels inspiziert.

      In der Tat ist bei dem Teller meines Kumpels ein Gewicht abhanden gekommen,bei meinem jedoch nicht.
      Dort ist eines vorhanden, und die anderen Einbuchtungen sehen jungfräulich aus.Dort war auch nie etwas angebracht.
      Hm,es bleibt spannend.
      Nun bräuchte ich zum Vergleich einen weiteren Teller,um diesen wirklich ausschließen zu können.
      Der Teller läuft auch ganz leicht vertikal unwuchtig, wenn man vorn vorne draufschaut.Aber das ist nur ganz minimal,
      geschätz etwa ein halber Milimeter.
      Das hab ich bisher aber ignoriert,weil ich nicht davon ausging,dass dies einen so starken Einfluss haben könnte.
      Oder vielleicht doch?

      Grüße,
      Flo
    • Hallo nochmal.

      Ich war jetzt mal neugierig und habe mal mit einer kleinen Zange als Gewicht auf dem Tellerrand
      experimentiert.
      Es verändert sich sehrwohl etwas am Rundlauf,je nachdem, wo ich die Zange positioniere.Zwar nicht eklatant, aber
      bei einer Position der Zange steht das Stroboskop fast still.
      Es scheint also tatsächlich ein Problem mit einer Unwucht zu sein,was ich zuerst auch nicht glauben wollte .
      Allerdings müsste ich mal mit einem kleinen Gewicht in den Einbuchtungen probieren, ob so ein geringes Gewicht so
      etwas ausgleichen kann.
      Oder ein neuer Teller müsste her,echt blöd.
    • Flobo schrieb:

      Oder ein neuer Teller müsste her,echt blöd.

      Ich kann Dir einen Test-Teller schicken. Den bräuchte ich aber irgendwann zurück. Leider habe ich keinen übrig.
      Frag doch mal hier in der "Suche" im Board, ob Dir jemand einen Teller günstig verkauft.
      Gruß
      Michael

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    • Hallo Michael.

      Danke für das Angebot. Ich habe nur die Befürchtung, dass dein Teller beim Versand eventuell schaden nimmt.
      Aber ich werde mal eine Suchanfrage aufgeben.

      Vielen Dank für eure Mühe .
      Wieder einmal was gelernt.Dass es der Teller sein könnte, hätte ich wirklich nicht vermutet.

      Grüße,

      Flo
    • Also das mit der Unwucht kann ich nicht wirklich glauben.
      Bei meinem Test-Geschwindigkeitmesser lege ich ja auch einen schweren Magneten
      auf den Teller des 1229. Der ist bestimmt schwerer wie die eingeschlagenen Massen.

      Trotzdem stand das Strobo still wie eine Eins !

      Ulli
    • Hallo Flo

      teste deinen Teller doch bei deinem Kumpel.
      Und vielleicht fehlt ja Haftöl an dem Tellerdorn zum Tellerlager hin. Dann könnte es sein, das immer an der gleichen Stelle der Teller leicht gebremst wird.
      Ich habe einen 1219 und der läuft mit einem Gewicht auf dem Tellerrand trotzdem gleichmässig (gerade getestet).
      Liebe Grüße
      Martin
    • Hannoholgi schrieb:

      Aber eine Unwucht kann doch nicht bei horizontal stehendem Teller auftreten! Das geht doch nur, wenn der Dreher ziemlich schräg oder senkrecht aufgestellt ist.
      Wenn du es nicht glaubst: leg auf deinen horizontal ausgerichteten Teller einseitig einen Gegenstand von 50-100 g oder so, versetze ihn in Drehung und beobachte den Gleichlauf bei Auslaufen mit dem Strobo!
      Genau so siehts aus. Ein Teller der im Leerlauf abgebremst wird, kann nicht wieder schneller werden.
      Jedenfalls nicht in der Waagerechten. Schwankungen können eigentlich nur von einer nicht richtig
      mittig ausgerichteten Stroboskopscheibe ausgehen. Die an der Unterseite vom Teller mal kontrollieren.
      Eventuell den Teller dazu umgedreht auf einen anderen Teller legen und mit einer Glühlampe beleuchten.
      Für kleine Änderungen der Geschwindigkeit kann sonst noch das Reibrad sorgen, aber da muss das schon
      einen massiven Schaden haben. Der Teller vom 1229 bringt ja einiges an Gewicht und damit Drehmoment
      mit sich.

      Nich durchdrehn, Micha
    • Nur mal so ein Gedankengang...
      Die Ausgleichsgewichte befinden sich unterhalb des Tellers. Aus welchem Material bestehen diese?
      Im Dual sitzt unten im Gehäuse ein Trafo. Der hat ein recht starkes Magnetfeld.
      Dient der Teller nicht auch als Abschirmung zum Tonabnehmer hin?

      Wie gesagt, nur ein Gedankengang...

      Gruß,
      Dirk
      "Wo laufen sie denn, wo laufen sie denn... Mein Gott, wo laufen sie denn? Wo laufen sie denn?........“
      Wilhelm Bendow und Paul Morgan

      Marantz 2270 • Dual 701 (Ortofon M20E) • Dual 1219 (Shure V15-III) • Marantz 5220 • Marantz CD-38 • B&W dm-2/a
    • Ich habe einen 1229-Teller über. Ohne Gummimatte allerdings. Stroboring ist neu (aus Nachfertigung) und ist leicht ungleichmäßig bedruckt. Nach dessen Markierungen kannst du also keine Gleichlaufbeurteilung vornehmen!

      Es fehlen keine Wuchtgewichte. Ich hätte gern mit Versand 15 Euro dafür, denn ich habe den auch mal gekauft (fürs Doppelte), ihn dann aber nicht gebraucht.

      Falls Interesse, bitte PN! Ich wäre froh, wenn ihn jemand sinnvoll einsetzen würde, hier liegt er nur im Regal... :(

      @Bromosel: die Gewichte sind aus Blei!

      Gruß
      Holgi
      Früher dachte ich, wenn man alt wird, sieht man die Welt mit anderen Augen. Heute bin ich selbst fünfundsechzig und sehe sie noch genau wie vorher!
      Und immer noch analog...
    • Flobo schrieb:

      Ich war jetzt mal neugierig und habe mal mit einer kleinen Zange als Gewicht auf dem Tellerrand
      experimentiert.
      Es verändert sich sehrwohl etwas am Rundlauf,je nachdem, wo ich die Zange positioniere.Zwar nicht eklatant, aber
      bei einer Position der Zange steht das Stroboskop fast still.
      Entschuldige bitte, aber das ist physikalisch unmöglich, wenn der Teller absolut horizontal läuft. Das sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand! Es kann doch nur dann eine Gleichlaufschwankung auftreten, wenn die schwerere Seite von der Gravitation angezogen wird und dadurch abwechselnd eine positive und eine negative Beschleunigung eintritt. Und wie soll das bitteschön passieren, wenn der Teller und die unwuchtige Masse auf einer horizontalen Bahn rotiert? Bitte mal verständlich erklären.
      Und kommt mir nicht wieder mit "... klingt komisch, ist aber so!" Ich möchte das nachvollziehbar erklärt haben.

      So. Nun kommen die Verfechter der "Eierteller-bei-fehlendem-Wuchtgewicht"-Theorie! ;) :D

      Gruß
      Holgi
      Früher dachte ich, wenn man alt wird, sieht man die Welt mit anderen Augen. Heute bin ich selbst fünfundsechzig und sehe sie noch genau wie vorher!
      Und immer noch analog...