Dual 721 Einbindung in Anlage

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    • Dual 721 Einbindung in Anlage

      Hallo Zusammen

      Ich möchte gerne meinen 721 in meine Anlage einbinden. Ich habe dazu einige Fragen.


      VERSTÄRKER:

      Der Verstärker ist ein Sony Ta F 690 es. Wie ist hier der Phono Teil zu bewerten? Insbesondere die Eingangskapazität scheint wichtig zu sein bei der MM Tonabnehmerauswahl.


      TONABNEHMER:

      Als Tonabnehmer stehen zur Verfügung:

      Dual DMS 242 mit Originalnadel
      Shure M 91 mit ED Nachbaunadel

      Welchem System soll ich den Vorzug geben? Lohnt es sich für das M91 eine jico sas Nadel zu kaufen? Habt ihr Alternativvorschläge?


      PLATTENSPIELER:

      Der 721 ist auf cinch umgebaut. Ich möchte mein kabel an Abtastet und Verstärker anpassen. Als Kabel habe ich Rg59 mit 100pF/m. Momentane Länge ist ca 1m, ist hier eine Anpassung notwendig?

      Der 721 läuft gut und Problemlos, ist ein vorsorgliche Kondensatortausch anzuraten? Knallfrosch ist bereits ersetzt.

      Danke für eure Hilfe und viele Grüße

      Kai
    • Hallo Kai,

      das Service Manual zeigt im Phonoteil ein paar zusätzliche Bauelemente für die deutsche Ausführung gegenüber der UK bzw. AEP Ausführung.
      Ich würde es erstmal mit dem Ist-Zustand ausprobieren und wenn es nicht gefällt den Phono-Eingang auf die UK-Version umrüsten (lassen).

      Gruß,
      Uli
      Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt. - Albert Einstein
    • Hallo Uli

      Danke erstmal.

      Das wären sie Widerstände und Spulen im Eingang sowie die Kondensatoren gegen Masse am Ausgang der Phono Stufe, oder? Welchen Vorteil hätte eine Umrüstung?

      Ist C 401 hier der Kondensator welcher die Eingangskapazität bestimmt? Hier wären wir dann bei 100pF.

      Grüße Kai
    • Moin Kai,

      beim Sony kann entgegen dem Plan alles Mögliche eingebaut sein. Bei Luxman habe ich schon völligen Unsinn bis hin zu groben Fehlbestückungen erlebt. Da hilft nur nachsehen.

      Das DMS 242 ist gut, wenn die Nadel in Ordnung ist. Ich habe meines mit einer nackten Nadel mit gleichem Schliff bestückt. Im Vergleich zu einer originalen DN 242 besser aber kein Vergleich zu einem V15III, weder mit Supertrack Plus Originalnadel noch mit SAS (erste Version - Bor).

      721 und Kabel.
      Jein...
      je nach System und MM Eingang, den wir nicht kennen.
      Bei Shure passt es praktisch immer, beim DMS 242 eher nicht, sagt meine Glaskugel.

      Du kannst ja mal mit den vorhandenen Sachen vorbeikommen.

      VG Andreas
      Ich biete:
      AT 13 EaV NOS - vor dem Einlagern auf Funktion getestet, ansonsten NOS
    • Guten Morgen

      Ich bin schon länger Mitglied, stimmt. Habe dann eine Zeit lang das Thema Stereo und Vinyl nicht mehr verfolgt. Surround und Heimkino ohne Platten ausprobiert.

      Der Stereo Klang gefällt mir allerdings besser. Zudem habe ich jetzt auch räumlich andere/bessere Möglichkeiten.

      Toll, dass es auch andere Castroper gibt im Forum. So besteht auch mal die Möglichkeit eines offline Kontakts :) .


      @Andreas
      Danke für dein Angebot wo soll ich denn vorbeikommen?

      Ich lese aus euren Antworten heraus, dass die vorhandenen Tonabnehmer in Ordnung sind aber es wohl noch besser geht.
      Ist hier eine deutliche Steigerung im Bereich bis 300€ zu erwarten? Ansonsten würde ich dann lieber die anderen Nadeln testen.

      Danke Vg Kai
    • Hi Kai


      Nun habe mir gerade das Service Manual vom ta-f670 angeschaut.
      Ui da sind im German Model einige Bremsen im Phono Teil drinnen.
      Auch bei meinem SUVX920er war so was drinnen. Raus damit.

      Sind alle mit G oder Except G gekennzeichnet.
      Auch auf den Board Prints sieht man was man tun muss.
      Spulen Widerstände u. Kondensatoren gleich nach dem Eingang.
      L40,L402,C415,R420,R421,C401,R405,R415,C420,C421
      Alles linker Kanal.
      Rechts wird es nicht anders sein. :)

      C102 würde ich drinnen lassen aber gegen Folie wechseln (Adaptor OUT).

      Auch im EQ Board CLASS-A Amp sind solche Kennzeichen drinnen.
      Ja die 1990er lassen grüssen.

      Peter alias Wacholder schrieb mal:
      Die Bauteile sind damals reingekommen, als die EU eine neue Richtlinie zur EMV rausgebracht hat.
      In der wird geregelt, in welchem Maß Geräte elektische Signale abstrahlen dürfen und in welchem Maß sie für Störungen von außen empfindlich sein dürfen. In Deutschland galt vorher schon eine sehr viel härtere Regelung über die Vergabe von FTZ-Nummern für jegliche Art von Funkempfängern und -sendern, die an der Stelle aufgegeben wurde und die EU-konforme EMV-Prüfung eingeführt wurde.

      Diese Prüfung bedingte aber, daß die Eingänge des Geräts für bestimmte Frequenzbereiche oberhalb der Hörfrequenz "dicht" gemacht wurden. Wirklich nachteilig war das nur für den Phono-Eingang, der mit sehr kleinen Spannungen operiert (< 5mV) und dessen Frequenzverlauf damit regelrecht erdrückt wurde. Dort macht es Sinn, den EU-Mist rauszuwerfen. Bei den Hochpegeleingängen ist das Latte. Die Spannungen liegen durchweg über 100mV und die Quellen sind auch nicht so treiberschwach, um das nicht abzufangen.


      Jetzt wieder ich:
      Der OPAmp im PHonoteil ist ein 4560er das war so üblich......
      Ich habe meine OPAmps im Phono teil gegen 627er getauscht.

      Wie schaut es den mit den Elkos aus ?
      Die werden ja auch nicht mehr ganz so frisch sein.
      Ich habe bei meinem SUVX920er alle auch die ganz dicken gewechselt und bin nun begeistert.
      Was ich so sehe sind es nicht so viele.... ;(

      Achtung nach dem Wechseln von ELKOS unbedingt den BIAS neu einstellen.

      Sonst ein sehr schöner 90er Verstärker mit gutem Phono Teil.

      lg....
      Dual 4x704 u. 1x 1236

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von lauter5 ()

    • Hallo

      Wenn ich alle G-Teile rausschmeiße, nicht nur in der Phono Sektion. Wie wird sich das klanglich auswirken?

      Liegt bei dem Uk Modell nicht c401 in Reihe zu R 405 und muss somit bestehen bleiben?

      Wenn ich beim Sony Elkos wechseln sollte dann doch bei dem 721 allemal?

      Danke
      Gruß Kai
    • Hi Kai

      Nun mal der Schaltplan vom Phonoteil sodass auch andere mitreden können.

      Beim 721 bitte im Forum suchen was da zu tun ist...
      Bilder
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      Dual 4x704 u. 1x 1236

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    • Kai2712 schrieb:

      Hallo

      Wenn ich alle G-Teile rausschmeiße, nicht nur in der Phono Sektion. Wie wird sich das klanglich auswirken?

      Liegt bei dem Uk Modell nicht c401 in Reihe zu R 405 und muss somit bestehen bleiben?

      Wenn ich beim Sony Elkos wechseln sollte dann doch bei dem 721 allemal?

      Danke
      Gruß Kai
      Ich würde erstmal garnichts ausbauen, sondern erstmal mit dem DMS 242 probehören.
      Das Problem ist nicht, wie im Beitrag 8 beschrieben, die niedrige Signalspannung im Phonozweig sondern die Quellimpedanz des MM-Tonabnehmers. Früher wurde wegen der strengen FTZ Anforderungen das Verstärkermodel für Deutschland oft einfach mit einer großen Kapazität im Phonozweig zugenagelt (mit EU Normen hat das nichts zu tun). Das führte aber zu einer Pegelspitze im Präsenzbereich mit folgendem Höhenabfall (im Ergebnis alles andere als Hifi).
      Bei besseren Geräten, wie z.B. wie hier bei der Sony ES Serie, hat man dafür aufwendigere und teurere Filter mit Induktivitäten verbaut, um bei guter HF-Filterung die Frequenzgangbeeinflussung gering zu halten.
      Probiere es aus, wenn es sich gut anhört, ist kein Änderungsbedarf vorhanden.
      Zu den anderen Elkos: Es ist u.a. abhängig von der thermischen Belastung, ob sie gewechselt werden müssen. Es ist nicht so, das die Elkos einfach so ihre Kapazität verlieren. Ich habe hier mehrere ältere Verstärker, dabei einen Yamaha Verstärker von 1977, da ist alles noch im grünen Bereich (nachgemessen).

      Gruß,
      Uli
      Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt. - Albert Einstein
    • Hallo

      Vielen Dank für die tollen Ratschläge und Denkanstöße.

      Ich habe ein paar Platten gehört, mein Eindruck ist Folgender:

      Das Shure hat irgendwie mehr dröge oder Dynamik schwierig zu beschreiben. Denke das hier eine neue Nadel der sinnvollste Weg sein wird. Nur welche?


      Den Verstärker würde ich dann lieber in erfahrene Hände geben da der Umbau in meinen Augen recht umfangreich ist und man da besser mit der nötigen Erfahrung rangehen sollte. Vielleicht gibt es die Möglichkeit hier noch etwas zu lernen. Hat jemand Tips an wen man sich wenden könnte?

      Mir geht es eher noch um die Kondensatoren im Dual 721 die Menge ist überschaubar. Lohnt hier ein vorzeitiger Wechsel?

      EDIT: Welche Teile betroffen sind habe ich mir hier im Forum bereits angesehen. Auch eine Lagerwartung soll durchgeführt werden.

      Gruß Kai
    • Es gibt auf Sony spezialisierte Vintage Revisionswerkstätten. Weiß nur nicht mehr wie die heißen. Hab vor einem Jahr mal danach gesucht.
      Der Alleskönner wäre Good Old HIFI, aber die haben eine Wartezeit von mindestens einem halben Jahr.

      Gruß Evil
      Dreher: 601, 627Q, 731Q, Sony PS20FB, Denon DP45F
      LS: Audio Physic Sitara, Needle Deluxe Bamboo, Crazy, CT280
    • Erfahrungsgemäß kacken die Elkos im 721 fast immer irgendwann ab und das Resultat ist meistens, dass die Geschwindigkeit irgendwas macht, aber nicht mehr das was sie soll. Kapazität ist ja auch nur eine Größe, ESR (äquivalenter Serienwiderstand) kann sich auch verändern und stören. Und mit etwas Pech entwickeln Elkos sogar Kurzschluss.

      Es gibt aktuell gerade einen Thread über einen 721, in dem schön die wichtigsten Elkos aufgelistet sind, die würde ich tauschen (lassen). Und eigentlich bei der Gelegenheit gleich eine Motorwartung.
    • Ich möchte euch noch über den Ausgang der ganzen Sache informieren. Ich habe mich auch nach neuen Verstärkern umgesehen und im Nachbarforum einen Vergleich eingeholt. Der Sony ist von der Qualität gut aber eine Revision sollte dennoch gemacht werden, so das Fazit.

      Ich habe mich dazu entschlossen dies selber durchzuführen. Meine Entscheidung fiel auf Panasonic Fc Elkos mit 105 Grad Temperaturbeständigkeit.

      Den Verstärker habe ich zerlegt und gereinigt. Neue Elkos sind verbaut und der Eingangswahlschalter würde zerlegt und gereinigt. Alle Kontakte wurden nachher Reinigung mit Kontakt 61 versiegelt. Am Ende würde der Ruhestrom angepasst.

      Der Verstärker klingt super. Ob es am Austausch lag oder ob es Einbildung ist, kann ich natürlich nicht sagen. Ich bilde mir ein, dass es nun mehr Bässe und Mitten gibt. Der Klang ist voluminöser.

      Elkos für den 721 habe ich übrigens auch mitbestellt, bleibt zu hoffen, dass die Wartung hier genauso reibungslos verläuft.

      Was ist mit Motorwartung gemeint? Diese habe ich bei meinem 1229 durchgeführt, jedoch ist der 721 ganz anders aufgebaut.

      Danke für eure Hilfe.
      Grüße Kai
    • Hi Kai

      Danke für die Rückmeldung!

      Was habe ich geschrieben ?
      Wie schaut es den mit den Elkos aus ?
      Die werden ja auch nicht mehr ganz so frisch sein.

      Das wirkt wirklich Wunder bei Geräten so ab 1990....
      Viel Spaß mit Deinem "Neuen Verstärker" !! :thumbsup:
      Übrigens das mit den Bässen und Höhen ist sicher nicht nur subjektiv.

      Was ist mit dem Phonoteil?
      Hast auch da was gemacht? Nur so aus Neugierde.

      Na dann mal frisch ans Werk mit dem 721er...

      lg...
      Dual 4x704 u. 1x 1236
    • Hi

      Den Phono Teil habe ich auf richtige Bestückung kontrolliert. Und auch die Kondensatoren gewechselt. Ausgebaut habe ich nichts. Mir gefällt der Klang auch so.

      Was gehört zur Motorwartung des 721? Und kann ich die Siebkapazität bei dem 721 auch auf 2200uF anheben?

      Grüße
      Kai
    • Eventuell geht die Sicherung hopps weil der beim Einschalten kurzfristig halt ein wenig zieht.
      Aber eine Vorteil für den Antrieb wirst du nicht habe.
      Da ist der original Elko schon so ausgelegt das das reicht (eventuell ein wenig knapp daher der Tipp mit
      den 1000).
      "Brummen" beim Antrieb brauchst du nicht unterdrücken ;)

      Ulli