1019er läuft nicht mehr richtig an

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    • 1019er läuft nicht mehr richtig an

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      Hallo zusammen,

      durch meinen Umzug stand mein 1019er Dreher nun 3-4 Monate still.
      Nun wollte ich ihn wieder einmal starten und er läuft nicht mehr an.
      Der Motor dreht, die 78er Geschwindigkeit geht noch einigermaßen und bei allen langsameren Drehzahlen läuft er zaghaft an und bleibt dann stehen oder Dret sehr langsam.
      Ich vermute, dass das Reibrad nicht mit genug Druck am Antrieb bzw. Teller ist, da der Antrieb selbst läuft.
      Kann man den Anpressdruck erhöhen oder was kann ich sonst tun?

      Danke für eure Hilfe!

      Vg
      Daniel
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      Hallo
      es wäre zuvor sinnvoll die Teile zu entfetten- z.B. mit Waschbenzin- die Innenseite des Tellers, das Reibrad und den Pulley.
      Hilft das nicht, dann das Reibrad ausbauen, in die fixierte Bohrmaschine einspannen und mit einem Schleifklotz leicht anschleifen- ich nehme für die Plattentellerinnenseíte noch Stahlwolle-
      wenn es gut läuft erreicht der Teller mit einer Umdrehung seine Geschwindigkeit
      Beste Grüße
      Gunter
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      Hi Daniel !

      Dein 1019 hat aller Wahrscheinlichkeit nach einen etwas verklebten Reibrad-Schwenkarm.
      Und vielleicht eine leichte "Schicht" auf dem Reibrad und dem Antriebskranz.

      Abhilfe: Teller runter.

      Reibrad runter. 16er Drehzahl einstellen, damit der Arm ganz nach oben kommt.
      Mit den Fingern der einen Hand unter das Reibrad greifen und den Reibradträger festhalten, damit der nicht bricht. Mit der anderen Hand das Reibrad gegen die kleine Plastikscheibe oben auf der Achse hochziehen. Meistens geht der so ab, ohne daß man daran herumpriekeln muß (wobei der gerne kaputtgeht).

      Wenn das Rad runter ist, unten von der Lagerachse die schweinchenrosa Plastikscheibe runternehmen.

      Links auf dem Reibradarm die Sicherungsscheibe runternehmen, dabei den Reibradarm festhalten, sonst plumpst der in die Zarge und dann mußt Du das Chassis doch noch aus dem Häuschen heben.

      Schwenkarm nach unten aus der Lagerung führen und rausnehmen. Platz müßte genug sein.

      Die Bohrung im Verstellmechanismus mit einem vom ganz dicken Wattepropfen schlanker "gestrippten" Wattestäbchen und etwas Alkohol von Krusten reinigen, ebenso den Lagerbolzen vom Schwenkarm mit einem Stück Tuch und Alkohol. Das Ding sachte wieder von unten einsetzen, aber nur zur Hälfte. Oben einen *kleinen* Tropfen Feinmechaniköl draufgeben und den Lagerbolzen in der Bohrung auf und ab bewegen und etwas drehen. Der sollte dann schön leichtgängig gehen.

      Sicherungsscheibe wieder drauf.
      Reibradachse und Lager im Reibrad reinigen.

      Rosa Plastikscheibe auf die Reibradachse.
      Ein Tröpfchen Öl an der Achse verteilen.
      Reibrad drauf und festdrücken.

      Nun ein kleines, ca. 2 x 2 cm großes Stück Schleifpapier besorgen.
      Tonarmlift auf "Heben", Arm von der Ablage etwas einschwenken und Starthebel auf "Manuell" drücken.
      Der Motor sollte anlaufen ... wenn der Stecker in der Steckdose steckt ...

      Bei Einstellung "33" mit der einen Hand das Reibrad am Schwenkarm gegen die Antriebsrolle am Motor drücken.
      Mit dem Schleifpapier von links her (rechtwinklig zu Reibrad- und Motorachse) ganz zart und in einem leichten Bogen - um die leicht gewölbte Außenkante zu erhalten - die glatte Schicht vom Reibrad runter ziehen. Die muß nachher wieder schön matt sein.

      So: Arm wieder auf der Ablage ablegen.
      Vom Teller den Antriebskranz auf der Innenseite mit Alkohol abreiben, damit da der Plaque auch mal runterkommt.

      Dann Teller drauf und testen.

      Bisher hat jeder meiner Reibradler nach dieser Kur wieder einen Mörder-Anzug gehabt.
      Und ich hatte zwischenzeitlich u.A. mal bis zu fünf 1019 in der Sammlung.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.