CS-628Q ab und an kein Ton, oder einkanalig

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    • CS-628Q ab und an kein Ton, oder einkanalig

      Hallo Dual-Fan-Gemeinde..

      Ich habe auch einige Duals zu Hause und auch fast alle sind mittlerweile zu 100% ok. Bei meiner letzten Anschaffung allerdings, dem CS-628Q macht der Ton ab und an Mucken.

      Zerlegt habe ich ihn noch nicht, wollte aber den Fehler vorab schon mal etwas „einkreisen“ und hinterfragen, weil das Verhalten meinem „normaldenkenden“ Techniker Hirn noch nicht ganz entspricht.

      Ich habe den Kurzschließer in Verdacht. Ab und an geht mal ein Kanal nicht, mal links, mal rechts, mal, beide nicht, mal gehen beide mal ist einer viel leiser, als der Andere…

      Klar, das könnten „müde“ oder verdreckte Kontakte am Kurzschließer sein.

      Was mich allerding völlig verwirrt ist, dass wenn ich den Stromstecker kurz während der „gestörten“ der Wiedergabeziehe und wieder rein mache, dass der Ton dann SOFORT beidkanalig sauber da ist.

      So, als wäre das „Muting“ über Transistoren geregelt, die gegen Masse schalten. Laut Plan ist aber so eine Schaltung gar nicht vorhanden. Das erledigt anscheinen nur der Kurzschließer.

      Oder kann es sein, dass dieser Mute-Schalter „elektromechanisch“ betätigt wird, und zum Schließen Strom braucht ( wie beieinem Relais? ).

      Das würde dann erklären, warum der Ton da ist, wenn kein Strom auf der Mühle ist.

      Ich muss mal schauen, wie ich am geschicktesten an den Motor-Block-Komme, da ich den Kurzschließer hier vermute ( laut Explosions-Zeichnung).

      Hat von Euch schon mal jemand den 628Q zerlegt ? Schrauben von Gehäuseunterseite unten lösen und Schrauben „durch“ den Plattenteller auch ?

      Bin für jeden guten Hinweis dankbar, kann mich aber auch mal selbst durchwühlen.

      Danke sagt Schnuffi0
    • Moin,

      du brauchst nur den Boden abschrauben, dann siehst du alles.

      Zum eigentliche Problem kann ich keinen konkreten Lösungsvorschlag anbieten.
      Wenn es manchmal nur einkanalig läuft, hab ich als erstes das TKS und die Cinchstecker im Verdacht. Gebrochene Haltenase und/oder Kabelbruch .
      Prophylaktisch würde ich den Siebelko auf der Motorplatine und den Knallfrosch in der KS Box tauschen und zwei neue Cinchstecker anlöten.
      Danach sieht man weiter.

      Gruß Evil
      Dreher: 601, 607, 627Q, Technics SL D2, Sony PS20FB, Denon DP45F
      LS: Audio Physic Sitara, Crazy, CT280
    • Danke, das werd eich mal angehen.

      Ich befürchtete schon, dass alle Schrauben auch durch den Plattelteller hindurch raus müssen und man am Ende nicht weiß, wo was abfällt..;-)

      meinst du mit Siebelko den 1000uF vom Netzteil-Block oder den 47uF beim Schalplan dicht beim Motor und mit Knallfrosch den 10nF der Primärseite zur Funkenlöschung ?

      Schnuffi0
    • Danke ! Genau das machte mich ja stutzig. Da ich den Kurschließer, ohne ihn vorher gesehen zu haben, als rein mechanisch betätigen Schalter betrachtete, stellte ich mir zu Recht die Frage, warum kommt der Ton sofort, wenn

      die Kiste (also nur der CS-628Q) kurz stromlos gemacht wird. Er dreht sich ja mal erst brav weiter und wird nur unbedeutend langsamer..Aber beide Kanäle dann "voll da". Am Verstärker / Entzerrer-Verstärker liegt es definitiv nicht !

      Ich kenne das mit dem elektronischen Mute von meinem alten Sharp RP 114 her, wo beim autom. Titel-Suchlauf für LP's oder beim Absetzen der Nadel dann über Transistoren das "Gegen-Masse-Schalten" aufgehoben wird.

      Verzögert mit einem Elko, da der Ton nicht schlagartig laut wird, sondern nach und nach, innerhalb von ca. 1-2 Sekunden.

      Ich schaue vielleicht heute mal rein.. Dann weiß ich mehr.

      Schnuffi0
    • schnuffi0 schrieb:

      meinst du mit Siebelko den 1000uF vom Netzteil-Block oder den 47uF beim Schalplan dicht beim Motor und mit Knallfrosch den 10nF der Primärseite zur Funkenlöschung ?
      ja die meine ich. Den 47er habe ich nicht bedacht, aber der sollte auch raus. Das hat jedoch vordergründig nichts mit deinem Problem zu tun, sondern ist eine Maßnahme die man eh durchführen sollte.

      Gruß Evil
      Dreher: 601, 607, 627Q, Technics SL D2, Sony PS20FB, Denon DP45F
      LS: Audio Physic Sitara, Crazy, CT280
    • Also das mit dem Aufschrauben war schon ein super Hinweis. Wolte den Plattenteller vorher abnehmen, aber der war irgendwie sehr fest und ich wollte nichts beschädigen. Ließ ihn also drauf..

      Kaum lag er auf dem Buckel, fiel er dann von alleine ab.. Gott sei dank ohne den Plexideckel durchzuschlagen..

      Ich war erschrocken, was das für ne hohle Plastik-Nuss war.

      Die beiden Scharnier-Gehäuse der Haube klaffen beide in der Mitte einige Millimeter auseinander.

      Der Rest sah' erst mal gut aus..

      der "Knallfrosch" hatte schon ganz schöne "Blähungen" gehabt und tauschte diesen auch wieder gegen einen 10nF mit 1600V aus.

      War zwar etwas größer, passte aber sauber rein und das Decklchen ging auch noch zu.

      Dann machte ich mich an den Kurzschließer. Der war so was von schwarz.Ich hatte Finger wie ein Schornsteinfeger, als ich die Kontakte mit dem Finger erst einmal "abfühlte" und die Beweglichkeit

      prüfte. Der musse also erst mal unter die "Kontakspray-Dusche" und wurde dann vorsichtig trocken gelegt. Nun ist er wieder silber, statt schwarz.

      Bis jetzt war noch kein Tonaussetzer festzustellen, aber icb habe auch nur 3 mal ein/aus geschaltet und ein paar mal den Tonarmlift hoch und runtergefahren.

      Eine Erklärung, was das mit dem Stromabschalten zu tun gehabt haben könnte, habe ich noch nicht. Bestenfalls, dass die Mechanik ohne Strom etwas "zurückfällt", welche den Kurzschließer-Hebel betätigt. Eine andere Erklärung habe ich dafür derzeit nicht. Da es mal einseitig, mal beidseitig oder anders herum nicht ging, spricht das für mich für ein "Kontaktproblem" mit vielleicht höherem Übergangswiderstand.. Die Elkos werde ich noch tauschen, wenn ich die Teile habe. Ich meine den 1000uF 40V und den 47uF 35V.

      Danke für die Anregungen.. ich hoffe, das war's dann vorerst.. Bei der Gelegenheit glich ich noch die Piich-Einstellungen für 33 und 45 RPM's auf der Hauptplatine nach, damit man nicht immer außen am Regler nachsteuern muss, wenn man umschaltet. Da war noch ne kleine Abweichung. Jetzt funzt es erst mal.

      Gruß von Schnuffi0
    • Bei Tonproblemen steck ich immer zuerst zwischen die Kontakte vom Kurzschließer

      einen dünnen Plastikstreifen. Der verhindert, dass die einzelnen Känale kurzschließen.

      Den ruhig einige Tage drin lassen, wenn das Problem dadurch gelöst ist. Sollte das keine

      Besserung bringen, liegt es woanders dran.


      LG, Micha
    • kleines Update.. Es ist wieder aufgetreten... dieses Mal war's der linke Kanal und nac Steckerziehen ein gleich wieder reinstecken, gings wieder beidseitig..

      Jetzt kommt ein Plastikplättchen zwischen die kurschließer-Kontakte..Dann sollte erst mal Ruhe sein..

      Ich vemute, dass irgendeine Mechanik bei Strom / Stromlos mehr oder wneiger stark drückt und deswegen die paar Zehntel Millimeter reichen, um wieder zu öffnen.

      Evetuell richte ich mal die Kontakte etwas nach.
    • ist halt einfach das Problem bei sporadischen Fehlern.
      Als erstes: wenn Cinch-Kabel verbaut sind die Stecker erneuern. Am besten gleich welche, die die Signalmasse als letztes trennen.
      Verdreckte Kontakte des Kurzschließers scheiden aus: der schließt den Ton Kurz und unterbricht ihn nicht. Also selbst bei Kontaktproblemen kann es nicht zu Aussetzern kommen. Daher eben auch der Tipp, den Kurzschließer mit einem Streifen zu unterbrechen.
      Ich verlöte auch immer die Stecker am Kurzschließer seit ich mal ewig nach Kontaktproblemen suchte. Dass das ganze steckbar ist, hat zwar bei der Serienfertigung Vorteile aber nicht im Betrieb.
      Natürlich auch mal die Cinchstecker links/rechts tauschen und sehen, ob der Fehler mitwandert. Oft liegt es nämlich am Eingangswahlschalter des Verstärkers.
      Gruß Alois
      Dual 721 mit Ortofon OM30, Hitachi HCA 7500, Hitachi HMA 7500, Saba MT201, RFT CD9000, Canton GLE 409
    • Finales Update: Es war doch am Kurzschließer! Nach GENAUEM hinsehen sah man, dass der breite Hebel, welcher die beiden Kontakte bedient, etwas locker und schräg auf die Kontakte drückte.

      Somit war ein Kontakt immer früher offen, als der Andere. Das habe ich dann korrigiert, wieder gerade gebogen und nun öffnen sie wieder synchron und sauber.

      Seitdem auch keine Ausfälle mehr.

      Danke an alle, die "mitgesucht" haben.

      Schnuffi