606 Probleme mit der Motorsteuerung

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    • Moin Peter.
      Das ganze wird ohne Spannung am Spieler gemessen oder muss Saft drauf sein.
      Also muss ich beim ic an der Masse bleiben dann die Eingänge 2,3 und 6 am 555 messen.

      Mit dem 4069 wird dann genauso gemessen wobei die Voltzahlen im Wechsel sein sollen.
      Also Bsp. Pin 1 7,5v pin 2 0,7v..... Und immer weiter so...

      Hab ich das soweit richtig verstanden @wacholder?

      Beste Grüße Carsten
    • Hi Carsten !

      Fummelheini schrieb:

      Mit dem 4069 wird dann genauso gemessen wobei die Voltzahlen im Wechsel sein sollen.
      Also Bsp. Pin 1 7,5v pin 2 0,7v..... Und immer weiter so...
      So sieht das aus. Ganz genau.
      Bezugspunkt ist die Masse, die Meßwerte an den Pins verraten bei dem Invertern, ob die einzelnen Stufen funktionieren.

      Das Problem dabei: das ist eine statische Messung bei stehendem Teller und *nur* dabei. Sobald die Schaltung anfängt zu arbeiten und der Motor dreht, ist es damit vorbei. Um dann noch Signale und mögliche Fehler aufzuspüren, brauchst Du ein Oszilloskop.
      Die statische Spannungsmessung liefert aber Aufschluß darüber, ob Spannungen von einem Punkt der Schaltung zum anderen durchgehen, oder ob die einzelnen Inverter im 4069 funktionieren. Wenn ein Eingang auf 0 Volt liegt, dann *muß* der Ausgang auf 7.5 Volt sein. Ist er das nicht, ist entweder ein Kurzschluß im Ausgangskreis oder der betreffende Inverter ist kaputt.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Moin Peter.
      Jetzt klingelt es so langsam :D
      Stift am Massepin und dann alle pin durchmessen. Pin 1 7,5v, pin 2 0v , pin 3 7,5, pin 4 0v. Und so weiter bis zu pin 14 am 4069. Und den Spieler unter Saft lassen.
      Stimm ein Wert nicht ist was in der schaltung ksputt die zu den pin führt.

      Jetzt hat er es... 8o es werde Licht.

      Mit dem 555 Verfahre ich genauso. Richtig?

      Beste Grüße Carsten
    • Hi Carsten !

      Fummelheini schrieb:

      Mit dem 555 Verfahre ich genauso. Richtig?
      Ja.
      Zumindest für die Signale, für die ein Bezug zu den Invertern aus dem 4069 und dem von diesem gesteuerten Tranistor T2 besteht. Also die Pins 2 und 6. 4 und 8 liegen an +7.5V, Pin 1 liegt an Masse. Pin 7 bekommt sein Signal über einen kleinen Kondi, der an dem nur eine Schaltflanke erzeugt, die sich so nicht messen läßt. An Pin 5 liegt bei stehendem Teller eine Gleichspannung an, die durch den Pitchregler bestimmt wird und die dann irgendwas zwischen Null und 7.5V betragen kann.

      Grundsätzlich muß ja das Signal, was irgendwo losgeht, auch irgendwo wieder ankommen.
      Bzw. das Signal was an Pin 3 aus dem 555 rauskommt, muß an den beiden parallelen Invertern ankommen und von denen zur Motor-Endstufe durchgeleitet werden.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Ist ja auch ein ganz toller Chip Peter :)

      lg

      Hier hat ihn einer mal diskret aufgebaut

      Dual CS 505-1, DUAL 1225, Dual C919, Verstärker Dual CV120, Dual CT18 und CT17 Tuner.
      Dual CV1200 Verstärker und Tuner Dual CV1240
      LS: ASW (Teufelnachbau)
      Teleton Sc-150 Tapedeck zu verkaufen :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Fepo ()

    • Hallo Freunde,
      Schon Jahre hier nichts gepostet, wird mal wieder Zeit. Also: Nach der mir vorliegenden EDS500 Steuer - Schaltung kriegt der Inverter, der im 4069 zwischen den Pins 9 und 8 sitzt, dauernd Prügel. Grund: Sein Ausgang, also Pin8, geht direkt an die Basis von T2, dessen Emitter direkt auf Masse liegt. Damit kann aber sein Ausgang (8) nie über ca. 0,7 V ansteigen, wenn der Eingang auf 0 geht - was freilich immer nur kurzzeitig, etwa 0,1 ms lang der Fall ist. Trotzdem ist das Murks, Pin 8 ist (fast) nach Masse kurzgeschlossen. In Millionen Geräten scheint das gut zu gehen, nun ja... Unterhaltungselektronik halt. Habe eben mal das TI Datenblatt vom 4069 runtergeladen, aber nichts bzgl. Kurzschlussfestigkeit gefunden. Es scliesst ja auch keiner CMOS Gatter kurz... ausser Dual.
      Gruß Boris
      Boris Witke, Plattenspieler aus Kelsterbach bei Frankfurt/M.
    • Hi Carsten !

      Fummelheini schrieb:

      Rechts scheint alles in Ordnung zu sein.
      Aber wo ist der Bock auf der anderen Seite..?
      Das dürfte so richtig sein.

      Der erste Inverter ist mit einem 1M Widerstand überbrückt. Das ist bei Applikationen, wo der Inverter als Sinus-Rechteck-Wandler eingesetzt wird, eine häufige Praxis. Durch den Elko davor sorgt der dann dafür, daß sich die Logikpegel irgendwo in einer Zwischenzone einpegeln und der Sinus vom T1 zwischen "L" und "H" umschaltet.
      Nichts, was uns im Moment mit Besorgnis erfüllen sollte.

      Die 4.8V am Pin 3 kommen dadurch zustande, daß Pin 2 auf 3.8V liegt und die beiden Widerstände R3 und R4 einen Spannungsteiler zur Betriebsspannung bilden. 4.8V sind aber noch ein "H"-Pegel, also müßte Pin 4 und der damit verbundene Pin 5 auf "L" liegen, Pin 6 dann wieder auf "H", was gegeben ist.
      Die linke Seite ist okay. 11 + 13 liegen auf "H", die Ausgänge an 10 und 12 damit auf "L" und an der Motorendstufe T3 + T4 kommt kein Signal an. Motor steht.

      Die Werte von Pin 9 und 8 gehen auch klar. Pin 9 ist über einen 150K Widerstand mit Betriebsspannung verbunden, das ist noch ein "H"-Pegel. Der Wert wird über den Kondi C7 verändert, wenn die Logikpegel am Pin 6 wechseln. Damit wird dann T2 angesteuert, was zu dem von Boris genannten Problem führen könnten. Der Anschluß der Basis von T2 ohne Vorwiderstand ist eher ungewöhnlich und das 4069 wird an der Stelle eher grenzwertig betrieben.

      Ich würde mal den 555 gegen einen anderen tauschen. Auf der Seite des 4069 ist meiner Meinung nach alles Okay.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hi Carsten !

      Fummelheini schrieb:

      Zwei mal ersetzt. Nix, aber auch nix tut Sich.
      Mistverdammt.

      Der Ausgang vom 555 ist "H" - also ist der 555 inaktiv. Im aktiven Zustand zieht er den Ausgang gegen Masse.
      Prüfe bitte mal die Pin 2, 5 und 6.

      An 2 muß sich das "H"-Signal vom Inverterausgang Pin 6 wiederfinden.
      An Pin 5 muß eine Spannung anliegen, die durch das Pitchpoti verändert werden kann.
      An Pin 6 müßte, da der Transistor T2 nicht durchgeschaltet ist, nahezu Betriebsspannung anliegen, weil die 7.8V über den Drehzahlschalter, Trimmer R8 (33) oder R9 (45) und die Widerstände R7 bzw. R10 runterkommen und den Kondensator C8 aufladen. Der ist mit 0.22µF (220nF) sehr klein und da dauert das nicht lange. Also müßte an Pin 6 eine Spannung zu messen sein.

      4 und 8 sind auf Betriebsspannung, 1 auf Masse, Pin 7 ist egal. Wenn der Ausgangspin 3 "L" ist, müßte der Pin 7 auch auf "L" liegen. Der ist aber "H", also ist der Entlade-Ausgang 7 inaktiv.

      :S

      Es muß entweder ein Platinenfehler oder ein Bauteilefehler sein.
      Infrage kämen die beiden Kondis C8 und C14. Wenn C8 "weg" ist, kann der 555 kein Signal auslösen. C10 würde bei einem Defekt allerdings nur das Timing durcheinander bringen, da der 555 dann entweder nicht nachtriggern kann (= Drehzahlschwankungen auffangen) oder als Kippstufe läuft, aber dann müßte Pin 3 dauernd die Polarität wechseln und der Motor Amok laufen.
      Wenn C9 zu Pin 5 defekt wäre, könnte man die Drehzahl nicht regulieren, da würde das Pitching versagen.

      Möglich wäre auch ein defekter Drehzahlschalter. Wenn die 7.8V nicht über den Schalter reinkommen, wird der Kondensator C8 nicht gelagen und das 555 würde auch nicht laufen. Hmm.

      X(
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Ich verfolge diesen thread schon ne Weile mit. Meiner Meinung nach kann es sich jetzt nur noch
      um eine Unterbrechung einer Leiterbahn oder eine kalte Lötstelle handeln.
      Bei einem 721 habe ich mir fast die Haare vom Kopf gesucht, bis ich auf eine feine Leiterbahnunterbrechung gestoßen war.

      lg
      Rolf
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    • Hi Rolf !

      Fepo schrieb:

      Meiner Meinung nach kann es sich jetzt nur noch
      um eine Unterbrechung einer Leiterbahn oder eine kalte Lötstelle handeln.
      Das hatte ich schon vermutet.

      Deswegen guckt sich der Carsten ja auch die Signale an dem Pins im Detail an.
      Wenn da was nicht stimmt, müßte es dabei zutage treten.
      Mein heißester Kandidat ist immer noch der Drehzahlschalter.
      Wenn der nichts durchschaltet, müßte der Motor eigentlich auch stehenbleiben.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

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    • Moin. Jungs....
      So eben ist ein kompletter Motor mit Platine angekommen von Rafterstar. Im diesen Sinne noch mal besten Dank.
      Er wurde extra nochmal eingebaut und getestet von ihn.
      Natürlich hat er gleich seinen Weg in den 606 gefunden. Was soll ich sagen?
      Nix, nix und wieder nix.
      Also muss das Problem woanders liegen als uf der Platine. Habe jetzt schon 3 Motoren und Platinen getauscht.
      Wie Peter schon den microschalter von der Geschwindigkeitumstellung in Verdacht hat...
      Was anderes ist es ja bald garnix mehr. Der Trafo macht seine Arbeit, ics getauscht und Dioden.
      Da motor und Platine auch nochmal getestet wurde...
      Leute ich bekomme Kinder...
      Aber mit eurer Unterstützung wird dat schon wa?

      Beste Grüße Carsten
    • Hi Carsten !

      Fummelheini schrieb:

      Aber mit eurer Unterstützung wird dat schon wa?
      Zumindest unserer moralischen Unterstützung kannst Du sicher sein ... ^^

      Du schaffst das.
      Und wenn der Thread erstmal beendet ist, kann er vielleicht als Lehrstück für spätere Generationen 606-Reparateure dienen.
      Auch für andere Modelle, die grundlegend die gleiche Technik nutzen.

      Nimm' Dir mal den Drehzahlschalter vor.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hi Carsten !

      Laut SM ist das noch der "Dicke Drehschalter", der unter dem Teller sitzt.
      Der ist ja bekannt dafür, ab und zu mal Kontakte abzuwerfen, wenn die totaloxydiert sind und wegbrechen.

      Ist der 606 anders aufgebaut ? So wie der 491 ?

      :huh:
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hi Carsten !

      Fummelheini schrieb:

      Ob er der Übeltäter ist für die ganze Aufregung?
      "Mirko - der Mikroschalter"

      Die Schweinedinger neigen zu Kontakt-Plaque und dann schalten sie nicht mehr sauber.
      Am Pitchpoti müßte zwischen Rot und Schwarz auch so 7.8V zu messen sein und in der Stellung zwischen Schwarz und Grün auch.
      Beim Umschalten muß zwischen Schwarz und Weiß am Schalter 7.8V liegen.

      Man kann mit einem gefalteten Schmirgelpapier mal zwischen die Kontakte gehen und die Oxydgrütze runterschleifen. An sich sind die Schalter recht robust und wieder herstellbar.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.