alte Sieb Kondensatoren

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    • alte Sieb Kondensatoren

      Hallo Forum,

      ich bin gerade dabei einen alten CV 40 aufzumöbeln. Es ist das zweite Gerät wo ich so etwas versuche, bin also noch ein Anfänger was das betrifft.
      Eigentlich hatte ich vor all Elkos zu ersetzen. Jetzt habe ich den 5000µF Sieb Elko mal gemessen, und mein Messgerät zeigt 7000µF Kapazität an, als0 2000 mehr als der Nennwert. Ich habe hier einen neuen 6800µF Elko den ich zur Vergleichsmessung mal durchgemessen habe, und da zeigt mein Messgerät auch ca. 6800µF an.
      Was würden die "Profis" machen, austauschen oder drin lassen?

      Gruß Dierk
    • Hallo Dierk,
      ich würde ihn drinnen lassen.
      Elkos sind nicht per se schlecht oder haben ein Verfallsdatum.
      Beispiel: Ich habe diverse Röhrenradios aus den 50-ern. Diese Geräte sind inzwischen ca. 60 Jahre alt, ohne dass ich ein Elkosterben festgestellt habe.
      Es altern ganz andere Bauteile: Papierkondensatoren, Selengleichrichter, Skalenlampen, Gehäuselack, Öl, Fett oder die Kondensatorhochtöner.

      Gruß
      Norbert
      www.n-malek.de

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      Und hier gibt es weitere Informationen zu dem Thema.
    • Hi !

      Die Netzteil-Elkos sind meistens noch gut, die laufen ja in der Regel mit wenig Wechselspannungs-Anteil (Neudeutsch "Ripple").
      Mehr Aufmerksamkeit würde ich den Ausgangselkos schenken, auf denen per Definition die ganze Zeit die gesamte Ausgangsleistung als Wechselspannung draufliegt. Es gibt ein paar Elkotypen, wo ich inzwischen auch nicht mehr lange fackele und die tausche. Beispielsweise die weißen Frako "Schiffchen", die man gern in älteren Revox findet. Oder die "ROE-Mülltonnen", glatte PLastikzylinder in orange, weinrot oder hellgrau. Und bestimmte goldene Frakos, überwiegend mit roter Schrift. Da hatte ich auch schon den einen oder anderen Todesfall.

      Aber generell reicht prüfen. Und wenn sie dann nicht niederohmig geworden sind oder nur noch einen Teil der aufgedruckten Kapazität haben, kann man sie auch drinlassen. Diese "Totalräumungsveräufe" (Rundschläge) sind eigentlich nicht notwendig - machen aber viele, damit sie auch auf lange Sicht Ruhe haben. Dann fragt sich nur, ob die neuen Elkos diesem Anspruch gerecht werden. Die "ROE-Mülltonnen" zum Beispiel waren mal die "Top-Line" an Elkos, die man verbauen konnte. Sie waren technischer Stand der Dinge Ende der 70er und waren auch nicht billig. Aber - leider - manchmal nicht langzeitbeständig. Es hat keiner damit gerechnet, daß die Geräte, in denen sie verbaut sind, nach über 40 Jahren noch im Betrieb sind ...

      ^^
      Peter aus dem Lipperland
      Resterampe: mcamafia.de/lagerverkauf.htm

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hallo Dierk,
      dem, was Norbert und Peter schreiben, kann ich mich nur anschließen.
      Bei vielen Austauschorgien war das Gerät hinterher defekter als vorher.
      Ich habe sehr viele Röhrenverstärker aus Musikboxen restauriert, bisher war nur eine sehr kleine Zahl der Netzteil-Elkos, die bis zu 400 Volt aushalten müssen, defekt.

      Zum Kondensatoren messen ein kleiner Hinweis: Wichtig ist zwar die Kapazität, die oft bis zu 50 % über dem Nennwert liegt , aber noch wichtiger ist der ESR und Isolations-Widerstand. Ich hatte schon Elkos, die zwar ihre Kapazität lt. Messgerät hatten, der Widerstandswert jedoch schlecht war.
      Wenn dein Messgerät diese Werte nicht anzeigt, könnte es ein Problem geben.
      In dem Fall lade ich einen Elko mit einer 9Volt-Batterie kurz auf und messe dann den Widerstand des Elkos. Durch die Ladung zeigt das Ohmmeter zuerst einen kleinen Widerstand an, der sich dann in Richtung hochohmig verändern sollte. Je größer die Kapazität, um so langsamer ändert sich der Widerstandswert. Wenn dieser Wert irgendwann bei einem Ohmwert im hohen 100kOhm- oder niedrigem MegOhmbereich stehenbleiben sollte ist der Kondensator kurz vorm Sterben und sollte ausgewechselt werden.
      Hier (Klick) steht einiges darüber.
      Viele Grüße
      HaJo

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    • Tja, werde mich dann auch anschliessen bei der Meinung der "Grossen" hier im Forum. Und ein bisschen
      weniger "Rundumschlag" machen... :D

      Aber:


      und



      Ist ein Kombi-Elko aus einem Marantz Verstärker...Die Werte müssten eigentlich gleich sein... :?:
      LG, Ernst

      Tja, infiziert mit "Dualitis" ;( ... :D

      Im Moment spielt: Luxman L- 10 mit Dual CS5000, Denon DL103R und Elipson 1303...

      1019 - 1214 - 1219 - CS701 - CS650RC - CS731Q - CS741q/mcc120 - CS741Q/shureTKS390 - CS5000
      CV 121-1 - CV 240 - CDV 60 - MV 61
      CR 120 - CR 220
      CV1500RC
      CT8 - CT18 - CT19 - CT1240 - CT1540RC
      RC154 - CP1 Weiss (2x)
      CL 170 auf LF-2
      C 839RC - C-901 - TG-29
      und
      Marantz/Luxman-Freak! :thumbup:
    • Hi !

      Das ist aber auch falsch gezeichnet.
      Wenn 11.000 µF über die beiden Anschlüsse unten zu messen sind, kann da nicht ein Kondi liegen. Dann sind die unteren Anschlüsse die Enden der beiden Kondis und der Anschluß oben ist der gemeinsame ...

      ^^
      Peter aus dem Lipperland
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    • Der obige Kondi ist ein Doppel-Kondi mit zusammen 22.000uF, steckt bei mit in einer Marantz Endstufe 140...
      Habe hier also 1 neuer von 22mF rein geschraubt. Klang hat sich also merkbar verbessert...

      Gerade noch einmal einen alten aus einem Marantz receiver nach gemessen:



      ;)
      LG, Ernst

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    • Hi Ernst !

      Ernst3510 schrieb:

      Gerade noch einmal einen alten aus einem Marantz receiver nach gemessen:
      Wenn der mit 6.800 angegeben ist und nur 4.700 bringt ... ?

      Fast könnte man meinen, der wäre falsch bezeichnet worden.

      ^^
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    • Nee, der ist von 1976...



      Und den habe ich HIER raus genommen...

      :D
      LG, Ernst

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    • Und dann die Endstufen...

      Hab ihn mal kurz eingeschaltet, spielt ohne Probleme.
      Aber nicht zu lange, hab keine lust das der sich selber entzundet... :D
      LG, Ernst

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    • wacholder schrieb:

      Das ist aber auch falsch gezeichnet.
      Nö. Finde ich nicht. 12000 + 12000 in Reihe ergibt 6000.




      Für mich ist der Kondensator in Ordnung.

      Anbei das Netzteilschaltbild:

      Viele Grüße
      HaJo

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HaJoSto ()

    • Hallo Ernst,

      wacholder schrieb:

      Wenn der mit 6.800 angegeben ist und nur 4.700 bringt ... ?
      deinem Messgerät traue ich nicht über den Weg.
      Evtl. zeigt es grundsätzlich zu wenig an.
      Kontrolliere das mal mit einen neuen Kondensator und kleiner Toleranz.
      Viele Grüße
      HaJo

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    • Was macht das für einen Sinn zwei mal 12mF in Reihe zu schalten damit 6mF raus kommen. Da kann ich ja gleich den kleineren billigen nehmen...

      Es gibt nicht viele Messgeräte mit dem man die gescheit messen kann. Das auf dem Bild gehört sicher nicht dazu. Ein gewisser scope im oldfidelity hat so eines. Ich meine nicht das es ein Fehler ist die zu tauschen. Gerade weil man sie schlecht prüfen kann....

      VG Martin
    • schimi schrieb:

      Was macht das für einen Sinn zwei mal 12mF in Reihe zu schalten damit 6mF raus kommen. Da kann ich ja gleich den kleineren billigen nehmen...
      Sorry, aber das hat mit Sinn überhaupt nichts zu tun. Die 6mF zeigen sich nur bei der Prüfung mit einem Schätzeisen. Einer der beiden Kondensatoren glättet mit seinen 12mF die positive Spannung aus dem Gleichrichter, der andere mit seinen 12mF die negative Spannung. In der Mitte zwischen den beiden Kondensatoren liegt der Masseanschluss. Siehe Schaltbild.
      Aus den Messungen bekommt man raus, wie beim ausgebauten Teil die beiden Kondensatoren in dem Gehäuse angeordnet sind und welches der Mittenanschluss ist. Normalerweise ist das auch an den Anschlüssen eingeprägt.
      Im Bild unter #5 hat Ernst den Minuspol und den Pluspol mit dem Messgerät verbunden. Der Masseanschluss ist frei. Dadurch sind die beiden Elkos in Reihe geschaltet und die Kapazität hat sich halbiert.
      Eine Reihenschaltung von 2 gleichen Kondensatoren verhält sich genauso wie eine Parallelschaltung von 2 gleichen Widerständen. Das lernt man im 1. Schuljahr der E-Technik.
      Viele Grüße
      HaJo

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    • Hi Martin !

      schimi schrieb:

      Was macht das für einen Sinn zwei mal 12mF in Reihe zu schalten damit 6mF raus kommen.
      Das ist ein "Zwei-Elkos-In-Einem-Gehäuse" für eine symmetrische Stromversorgung.

      Das war mal bei den Japanesen eine beliebte Bauform, die sich in Europa nicht wirklich durchgesetzt hat. Statt zwei 6.800er Elkos haben sie nur einen mit drei Anschlüssen gebaut, wobei einer "die Mitte" = Masseanschluß ist und die beiden Elkos die positive bzw. negative Spannung glätten. Die gibt es auch als noch dickere Pötte. Das sind dann die Einmachgläser, die man heutzutage nicht mehr neu kriegt und die dann bei einer Restaurierung doch wieder durch zwei separate Elkos ersetzt werden.

      Und - ja - es gibt die Reihenschaltung von zwei dicken Elkos. Gern in fetten Schaltnetzteilen, damit man auf die notwendige Spannungsfestigkeit kommt. Da werden zwei 10.000µF / 200V im primären Gleichrichter in Reihe geschaltet und ergeben 5.000µF / 400V ...

      ^^
      Peter aus dem Lipperland
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    • HaJoSto schrieb:

      Kontrolliere das mal mit einen neuen Kondensator und kleiner Toleranz.


      Hatte auch noch nen 10.000uF nach gemessen: 9.960uF, der ist aber schon ca. 5 Jahre alt...

      ;)
      LG, Ernst

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    • Hi Ernst !

      Ernst3510 schrieb:

      Hatte auch noch nen 10.000uF nach gemessen: 9.960uF, der ist aber schon ca. 5 Jahre alt...
      Bei Elkos liegen die Toleranzen im Bereich +/- 20 Prozent, oft werden sogar -20 bis +50% angegeben.
      Damit liegt der 10.000er von der letzten Messung ziemlich gut im Soll.

      .
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    • wacholder schrieb:

      ,Damit liegt der 10.000er von der letzten Messung ziemlich gut im Soll.
      Kann stimmen, das war einer von Kemek

      Hab noch zwei von der Sorte, jeweils rund 9,6mF, die wandern in den Marantz.





      Und dieses Pärchen ist für den Luxman L-5 vorgesehen...

      ;)
      LG, Ernst

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