701 Motor bekommt keinen Strom, Stroboskop leuchtet, Automatik dreht durch, Sperrklinke (erledigt)

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    • Hallo zusammen,

      nach sechs Stunden Reparaturversuch an der Motorsteuerung des 701 ist meine Belastungsgrenze erreicht. Wir werden keine Freunde mehr.

      Ich habe genug 704er oder 721er ohne Zicken, sodaß ich mich nicht mit einem bockigen 701er rumärgern muss. Legende hin oder her.

      Ab in den Keller damit :cursing: .

      Gruß Thomas
      CS 721 CS 704 CS 701
    • Peter Honig schrieb:

      Hallo zusammen,

      nach sechs Stunden Reparaturversuch an der Motorsteuerung des 701 ist meine Belastungsgrenze erreicht. Wir werden keine Freunde mehr.

      Ich habe genug 704er oder 721er ohne Zicken, sodaß ich mich nicht mit einem bockigen 701er rumärgern muss. Legende hin oder her.

      Ab in den Keller damit :cursing: .

      Gruß Thomas
      Weichei ;)
      Ulli
    • beeblebrox schrieb:


      Den hübschen WIMA hättest du aber nicht zu ersetzen brauchen.
      Also so richtig wohl wäre mir nicht damit gewesen. 1000 V Gleichspannungsfestigkeit sind zwar im grünen Bereich für bis 253 V AC (obere Grenze der Netzspannungstoleranz) aber lieber wäre mir direkt am Netz schon ein X2 - und wenn sie hundertmal bevor die X2 erfunden wurden normale Kondis für den Zweck verwendet haben.

      Irgendwie wirkt mir das gute Stück als hätte da schon mal jemand diverse Kondis getauscht, aber mit eher mäßigen Lötfähigkeiten. Wer weiß was der für Fehler eingebaut oder übersehen hat?
    • Hi Thomas !

      Peter Honig schrieb:

      @wacholder Conrad hat noch bis 20 Uhr auf.
      Sorry, aber ich war auf der Feier zum 60. Geburtstag von meinem Cousin. ^^

      Ragnars Einwand über die Lötfähigkeiten eines vorigen "Restaurateurs" halte ich keineswegs für abwegig. Das sieht alles etwas unsortiert aus, der rote WIMA im Netzteil ist nicht serienmäßig und nicht an der Stelle verbaut. Auch der C3, den Du jetzt nochmal ausgetauscht hast, war auf keinen Fall die Originalbestückung. Abgesehen von dem Chop-Suey-Fabrikat sind an der Stelle auch nie Kondis mit 105°C Typisierung verwendet worden. Da hat sich also schon mal jemand dran versucht.

      Zu den Transis:
      Für T1 BD138 geht auch BD140
      Für T2 und T3 gehen auch BC546 / 547 / 548

      Zum Messen:
      Schwarze Meßleitung am Minuspol von C3 anklemmen.
      Mit der roten Meßleitung an der Kathode (Ring) von D5 messen. Soll 7.5V plus/minus 0.1V betragen. Keine Spannung oder zu hoch = Diode kaputt.
      Dann an der Basis von T2 messen (mittlerer Pin). Sollte 15.6V betragen. Falsche Spannung = T3 vermutlich tot.
      Dann am Boardpin 13 messen. Sollte 15V betragen. Keine Spannung = kann T2 oder T1 oder beide tot sein.
      Wenn die Spannung höher oder niedriger ist, kann man die mit dem Regler R5 einstellen.
      Der steht vorne am Außenrand der Platine neben C4.

      Noch einen Hinweis zum messen von Transistoren ?

      Meßgerät auf Diodenmessung stellen. (Symbol "->|-")

      NPN Transistor: rote Leitung auf Basis, mit schwarz an Emitter und Kollektor messen. Der Emitterwert ist immer etwas größer, als der Kollektorwert. Bei Siliziumtransistoren um 0.6 - 0.9V herum. Bei Germaniumtransistoren (AC-irgendwas - die in den viereckigen Kühlkötzchen) von 0.2 - 0.5.

      PNP Transistor: schwarze Leitung an Basis, mit der roten an Emitter und Kollektor. Auch da ist der Emitterwert höher, als der Kollektorwert.

      Weiß-ich-nicht Transistor messen: mit der roten Leitung irgendwo dran, mit der schwarzen die anderen beiden Anschlüsse abgehen. Kriegt man nur eine Messung hin und beim Rest wird "1---" angezeigt, mal mit der schwarzen irgendwo dran und mit rot messen. Irgendwo kriegt man zwei Messungen hin. Ist der rote der gemeinsame, dann ist das die Basis eines NPN-Transistors und der Anschluß mit dem höheren Meßwert ist der Emitter. Ist der schwarze der gemeinsame mit zwei anderen Dioden, dann ist das die Basis eines PNP-Transistors und der höhere Meßwert ist wieder der Emitter.

      Wenn man bei einem Transi mit bekannter Belegung zwischen Basis und Emitter oder Basis und Kollektor "1---" (= keine Verbindung) oder einen Wert nahe 0 (= Durchschuss) bekommt, dann sind die Dinger hin.

      Der BD136 bei der Schaltung ist - von vorne auf die Beschriftung geguckt und Beine nach unten - E-C-B belegt und ein PNP.
      Die BC172 sind - flache Seite nach unten und von unten auf die Beine geguckt - E-B-C belegt und NPN.

      Was man so nicht messen kann sind Darlingtons (= ein intern aus zwei Transistoren zusammengesetzter hochverstärkender Transistor), MOSFETs, alle Arten von FET-Transistoren und Hochvolttypen mit integrierter Kappdiode zwischen Emitter und Kollektor. Normale bipolare Transistoren wie unsere alten Freund BC546 (NPN) oder BC556 (PNP) gehen damit.

      Wenn Du mal Langeweile hast, kannst Du ja mal etwas an den Transis in Deiner Grabbelkiste rummessen. Das übt.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wacholder ()

    • Hallo Peter!
      Mein Vorschlag, damit du heute was zu tun hast: Baue die Motorplatine komplett aus. Nur so kommst du an alle Lötpunkte ran und du kannst die Platine auf Haarrisse, kalte Lötstellen usw. überprüfen.
      Der Aus- und Einbau ist nicht schwierig, du musst dir nur die Zeit nehmen und sorgfältig arbeiten. An den Drähten der Leistungstransistoren nicht rumbiegen. Vor dem Wiedereinbau alle Lötösen von altem Zinn freimachen, die Kabelanschlüsse ebenfalls. Bei der Gelegenheit würde ich auch den 709 sockeln.

      Du hast jetzt Übung, also kannst du nun auch die funktionierende Platine von deinem "Karnevals"-701 umbauen. Läuft er jetzt, weißt du, dass der Fehler in der Steuerung liegt. Läuft er nicht, stimmt etwas mit dem Motor nicht und deine Arbeit wäre hier erst mal zu Ende (oder du hast was falsch gemacht beim Umbau).

      GrussRichard
      _____________________________

      "Ich könnte ausflipsen" (Pawel Popolski)
    • Nein, aber der Motor ist identisch. Die Steuerplatine kann 1:1 getauscht werden.
      Aber zuerst mal langsam, anfangen würde ich mit dem hier besprochenen 701. Da war ja offensichtlich schon mal jemand mit dem Lötkolben dran. Ich würde mit den Bauteilen der Spannungsregelung beginnen. Die Funktion der Spannungsregelung kannst du auch im ausgebauten Zustand der Platine auf Funktion unter Spannung prüfen. Dann die Elkos und alle kleinen Transistoren vorsorglich ersetzen. Die Dioden mit dem Multimeter prüfen und ggfs die Leistungstransistoren ebenfalls.

      Gruss
      Richard
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      "Ich könnte ausflipsen" (Pawel Popolski)