CV 1700 Problemfall

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    • CV 1700 Problemfall

      Hallo,
      ich habe mir auf dem Flohmarkt einen CV 1700 gekauft. Er wurde als Defekt verkauft, vermutlich wegen dem Knallfrosch( noch nicht getestet) . Ich habe vor den CV 1700 zu restaurieren und arbeite mich gerade in die Materie ein deshalb die Anmeldung hier im Forum.



      Was mir auffällt ist dass am Netzkabel gebastelt wurde, vermutlich wurde es gewechselt. Warum der P-Leiter an dem 115V Terminal angelötet wurde ?( Hoffe das keinen Schäden entstanden sind. Der rest sieht unberührt aus.


      Nun sind leider 2 Tasten abgebrochen. Einmal die Taste vom Netzschalter (der Netzschalter ist auch defekt da er nicht einrastet da das Plättchen fehlt) und einmal die Loudness Taste hier ist sie Stange des Schalters auch gebrochen.


      Weiß jemand wo ich Ersatz finden könnte ?
    • Hallo Namenloser,
      der Knallfrosch ist kaputt, das ist eindeutig zu sehen. Durch den Anschluss des P-Leiters an dem 115V-Anschluss ist die Sicherung unwirksam. Vermutlich hatte der Knallfrosch die Sicherung gekillt.
      Hier findest du die Serviceunterlagen (Klick)
      für die defekten Teile benutze den Kleinanzeigenmarkt/Suche/ Bereich
      Ganz wichtig: Vor der Inbetriebnahme Angstwiderstände einbauen. die Funktion der Angstwiderstände per Suche im Forum finden.
      Anbei die Leitungsführung auf der Trafoplatine.

      Viele Grüße
      HaJo

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    • Hallo HaJo,
      danke für den Link.
      Hab schon von den Angstwiderständen gelesen. Werde ich auf jeden Fall machen. Mir wurde das Gerät als komplett tot beschrieben, mal schauen ob es nur am Knallfrosch lag...
      Werde des Weiteren die Ruhestromschaltung angehen ehe ich das Teil zum ersten Mal anschalte.

      Beste Grüße,
      Steve
    • Hallo 'Steve,

      Thisthe schrieb:

      Werde des Weiteren die Ruhestromschaltung angehen ehe ich das Teil zum ersten Mal anschalte.
      warum? Wenn du die Angstwiderstände eingebaut hast solltest du zu allerserst ohne angeschlossene Boxen den Spannungsabfall über die Emitterwiderstände messen. Siehe Bild. Er sollte als Spannungsabfall bei ca. 10mV liegen. Wenn der OK ist erstmal die anderen Spannungen des Netzteils überprüfen und die verschiedenen Funktionen durchspielen. Ganz zum Schluss kannst du die Ruhestromschaltung in jedem Kanal mit dem Heißleiter im Kühlkörper angehen und dabei auch den Querstrom-Kondensator einbauen.
      Wenn du das vorher machst und es funktioniert nicht weißt du nicht ob der Fehler vorher schon da war oder ob du ihn produziert hast. Also immer Schritt für Schritt, eins nach dem anderen. Es haben schon sehr viele bittere Erfahrungen gesammelt, weil sie nicht so vorgegangen sind.
      Auch solltest du die Lautsprecher-Relais nicht ausser Acht lassen. bisher waren deren Kontakte zu 90% immer vergammelt. Es gibt Adapterplatinen für Finder-Relais beim Forenmitglied Cinober.
      Anbei ein paar Bilder.
      Bilder
      • CV1700 Ruhestrom.jpg

        191,99 kB, 1.348×1.001, 140 mal angesehen
      • Ruhe.JPG

        146,82 kB, 800×600, 115 mal angesehen
      • Querstromelkos.jpg

        53,92 kB, 633×273, 101 mal angesehen
      • Bild14.JPG

        188,61 kB, 1.024×683, 99 mal angesehen
      • Bild15.JPG

        193,29 kB, 1.024×683, 95 mal angesehen
      Viele Grüße
      HaJo

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    • Steve, die LED-Platine hab ich hier noch liegen. Werde mal nachschauen...Ist die wirklich "in Zwei" gebrochen?
      Ein Bild davon würde mich interessieren... ;)
      LG, Ernst

      Tja, infiziert mit "Dualitis" ;( ... :D

      Im Moment spielt: Dual CV1500 mit Dual 1219/Stanton 881S und Elipson 1303...

      1019 - 1218 - 1219 - 1229 - 701 - CS650RC - CS731Q - CS741q/mcc120 - CS5000
      CV 121-1 - CV 240 - CDV 60 - MV 61
      CR 120 - CR 220
      CV1500RC
      CT18 - CT19 - CT1540RC
      RC154 - CP1 Weiss (2x)
      CL 170 auf LF-2
      C 839RC - C-901 - TG-29
      Uher SG631 Logic!
      und
      Marantz/Luxman/Revox/Uher Freak! ^^
    • Hallo Hajo, Hallo Ernst,


      so hab jetzt mal HaJo´s Rat befolgt. Der Ruhestrom war zu hoch. Leider konnte ich den Ruhestrom nicht mit den originalen Potis eintellen daher habe ich neue 25 Gang 50K Potis eingelötet. Nun ist der Spannungsabfall über die Emitterwiderstände 10 mV.

      Spannungen sind geprüft und Ok, Funktionstest hat ergeben dass 3 Eingänge nicht funktionieren. Entweder geht ein Kanal nicht mehr oder der Sound ist verzerrt. Vermute dass es die Ofamps sind. Des Weiteren ist ein hörbares Grundrauschen zu hören das nicht lauter wird wenn man am Volume Regler dreht. Auch die die Eingangwahl hat keinen Einfluss auf das Rauschen.

      Zur gebrochenen Led Anzeigenplatine hatte ich Ernst angeschrieben, da er auch schon ein Problem mit der LED Anzeige hatte.



      Ich habe versucht die Platine zu reparieren. Beim ersten Test lief die Anzeige wieder. Nach bestätigen des Umschalters war sie wieder tot. Also habe ich den Schalter grünlich gereinigt und wieder eingebaut. Danach ging die LED Anzeige trotzdem nicht. Als ich auf die Platine klopfte ging sie wieder kurz... Jetzt ist sie komplett tot. Schalter habe ich mit dem Multimeter auf Durchgang geprüft und er schaltet sauber.

      Eingangspannung ist soweit ok, auch L und R die zur Platine führen haben Signal. Wenn ich die LED Platine an mein Labornetzgerät hänge und mit dem Finger über die IC Pins fahre reagiert die LED Anzeige. Ich komme nicht auf den Fehler. Ich habe jede Lötstelle kotrolliert. Können es die IC´s selbst sein?

      Gruß Steve
    • Thisthe schrieb:

      da er auch schon ein Problem mit der LED Anzeige hatte.
      Hab dir ne PM geschickt, hier das Bild:

      LG, Ernst

      Tja, infiziert mit "Dualitis" ;( ... :D

      Im Moment spielt: Dual CV1500 mit Dual 1219/Stanton 881S und Elipson 1303...

      1019 - 1218 - 1219 - 1229 - 701 - CS650RC - CS731Q - CS741q/mcc120 - CS5000
      CV 121-1 - CV 240 - CDV 60 - MV 61
      CR 120 - CR 220
      CV1500RC
      CT18 - CT19 - CT1540RC
      RC154 - CP1 Weiss (2x)
      CL 170 auf LF-2
      C 839RC - C-901 - TG-29
      Uher SG631 Logic!
      und
      Marantz/Luxman/Revox/Uher Freak! ^^
    • Hallo Ernst, Dan

      Ernst3510 schrieb:


      Hab dir ne PM geschickt, hier das Bild:
      Hab deine PM erhalten. Gerade geht die Platine wieder... keine Ahnung wo das Problem liegt/lag. Hatte beim Messen 18 V auf allen PINS der IC´s . ?( Danach habe ich noch einmal alles neu verlötet jetzt scheint sie normal zu funktionieren. Leider sieht die Platine nicht gerade vertrauenserweckend aus. Durch den Druck beim Bedienen des Schalters verbiet sich die Platine immer wieder an der Klebestelle. Wenn es dich nicht stört würde ich deine Platine trotzdem nehmen falls du sie wirklich nicht brauchst.


      Mir ist gerade aufgefallen dass bei höhere Lautstärke c.a. 1/2 der Klang sich stark verändert. Am Anfang mehr Bass und weniger höhen danach weniger Bass und mehr höhen. Mit Loudness deutlich ausgeprägter sonst auch zu hören. Kenne das von meinem CV1460 und CV1260 nicht. Ist das normal oder wo kann ich den Fehler suchen.


      Ich hoffe ich stelle nicht zu viele dumme Fragen :S

      Beste Grüße,
      Steve
    • Hallo Steve,

      Thisthe schrieb:

      Sollen die 10mv im warmen oder kalten Zustand anliegen ?
      Lies die Serviceanleitung. Steht da alles drin. Er kann bis auf 0 zurückgehen. Ich würde aber jetzt erst alle anderen Punkte abarbeiten und die Ruhestromsache ganz zum Schluss erledigen.

      Thisthe schrieb:

      Zur gebrochenen Led Anzeigenplatine hatte ich Ernst angeschrieben,
      OK. Kann ich nicht wissen. Immer hier im Thread alles behandeln, sonst entstehen Missverständnisse.

      Als nächstes bitte alle erzeugten Spannungen im Netzteil prüfen. Was bei den Eingängen passiert kommt später. Es geht nichts über eine klare Reihenfolge der Fehlerabarbeitung. Sonst verzettelt man sich.
      Viele Grüße
      HaJo

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    • Hallo HaJo,

      HaJoSto schrieb:

      Lies die Serviceanleitung. Steht da alles drin. Er kann bis auf 0 zurückgehen. Ich würde aber jetzt erst alle anderen Punkte abarbeiten und die Ruhestromsache ganz zum Schluss erledigen.
      In der Serviceanleitung stand kalt. In anderen Posts stand manchmal auch warm 5mV und kalt 20mV. Werde das dann jetzt Ruhen lassen.


      HaJoSto schrieb:

      Als nächstes bitte alle erzeugten Spannungen im Netzteil prüfen.
      Spannungen sehen gut aus.


      Welcher schritt sollte ich als nächstes in Angriff nehmen?

      Beste Grüße,
      Steve
    • Thisthe schrieb:

      In der Serviceanleitung stand kalt.
      Ja und? Warum fragst du ob die 10mV bei warm oder kalt anliegen sollen?
      Wenns richtig warm wird kann der Ruhestrom bis auf 0 runtergehen.

      Jetzt nach Schalt- und Bestückungsplan die Spannungen auf allen Platinen kontrollieren.
      Dann prüfen, ob beim Betätigen der LS-Schalter das jeweilige Relais hinten rechts anzieht.
      Bilder
      • 08_cr.jpg

        21,57 kB, 531×180, 71 mal angesehen
      Viele Grüße
      HaJo

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    • Beim Prüfen der Endstufenplatine bin ich auf ein paar Ungereimtheiten gestoßen. Beim T1311 und T1312 an E kann ich keine 0.05V gegen Maße messen sondern eine deutlich weniger messen und sogar einmal eine negativ Spannung. Desweiteren liegen keine 0.7 V an den T1309 an E. Hier ein Bild mit den gemessenen werten ?


      Beste Grüße,
      Steve

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thisthe ()

    • Du solltest schon kleine Pfeile zeichnen, wo und wie du genau die Spannung gemessen hast. Siehe als Beispiel mein Netzteilbild.
      Die Spannungsangabe 0,05Volt ist erstens einer der vielen Fehler in den Dual-Schaltplänen und muss 0,005V heißen. Zweitens ist damit der Spannungsabfall über dem Emitterwiderstand R1338 bzw. R1339 gemeint. Das sind somit die 10mV, die den Ruhestrom bestimmen und die man im kalten Zustand über beide Emitterwiderstände messen sollte.
      Diese Werte ergeben sich aber auch nur bei einer Messung gegen Masse, wenn die Mittenspannung zwischen den Emitterwiderständen exakt auf 0 Volt eingestellt ist. Dafür ist R1360 zuständig. Das ist aber bisher nicht passiert. Denn das kommt erst zum Schluss bei den Feinheiten.
      Viele Grüße
      HaJo

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    • Moin

      Eine allgemein Info zum Ruhestrom - weil auch mich das damals verwirrt hat, was Dual schrieb (ebenso der Käse mit Class A Mitte der 80er und CD-feste Boxen usw.):

      Die Basis-Emitterstrecke eines Bipolartransistors verhält sich wie eine Diode und man benötigt in etwa 0,6...0,7 Volt Vorspannung, bevor Strom fließt. Diese Vorspannung erzeugt man mit der Ruhestromschaltung. Der resultierende Basisstrom (und damit auch der Kollektorstrom) verhält sich exponentiell zur Spannung. In Abhängigkeit von der Temperatur tut er das leider ebenfalls.

      Würde man auf die Vorspannung verzichten, müßte im Bereich des Nulldurchgangs der Ausgangsspannung (also zwischen +1,8 und -1,8 V, da drei Transistoren am Ausgang auftreten beim CV1700) die steuernde Basisspannung unendlich schnell springen und auch die Transistoren unendlich schnell leitend werden, sobald der Stromfluß aus dem Verstärker die Polarität ändert. Das geht nicht, weshalb man dann Verzerrungen bekommt.

      Also läßt man in jedem Fall beide Ausgangstransistoren leicht leiten, indem man einen Ruhestrom fließen läßt. Je höher der ist, desto weiter weg befindet man sich von dem "Knick" der Flußspannung der BE-Diode. Letztendlich aber genügt ein geringer Ruhestrom, damit kaum noch Übernahmeverzerrungen auftreten. Die verbleibende "Krummheit" der Kennlinie wird durch die Gegenkopplung ausgeregelt. Diese vernünftige Betriebsart nennt man Klasse-AB-Betrieb (ist auch beim CV1460 exakt so, nix Klasse A).

      Und jetzt kommt das komische: Dual schreibt, der Ruhestrom soll bis auf 0 zurückgehen.

      Das ist Irrsinn und vermutlich für manches Endstufensterben verantwortlich: Denn wenn ein Strom bei Wärme nach 0 gehen kann, bedeutet es umgekehrt, dass er bei Kälte ansteigt. Ein kalter CV1700 kann also womöglich in Rauch aufgehen oder zumindest sehr heiß werden.

      Die Kunst ist nicht, den Ruhestrom nach 0 zu regeln bei Wärme, sondern den Ruhestrom für jeden Betriebszustand konstant zu halten. Er trägt nämlich - richtig eingestellt - kaum zur Gesamtverlustleistung bei.

      Gruß
      Zivi
    • Zivi schrieb:

      Die Kunst ist nicht, den Ruhestrom nach 0 zu regeln bei Wärme, sondern den Ruhestrom für jeden Betriebszustand konstant zu halten.
      Und dafür ist dann zum Schluss, wenn alles andere läuft, die Änderung der Ruhestromschaltung mit dem Heißleiter im Kühlkörper die letzte Änderung, die zu machen ist.
      Viele Grüße
      HaJo

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    • Hallo Zivi, Hallo HaJo,

      danke Zivi für deine ausführliche Erklärung. Als Laie ist es machmal schwer zwischen den verschiedenen Aussagen zu differenzieren. Dual macht es mit manchen Aussagen nicht einfacher.

      HaJoSto schrieb:

      Und dafür ist dann zum Schluss, wenn alles andere läuft, die Änderung der Ruhestromschaltung mit dem Heißleiter im Kühlkörper die letzte Änderung, die zu machen ist.
      Die Heißleiter werde ich ganz zum Schluss machen. Ist es möglich auch die NTC´s mit Wärmeleitkleber an den Kühler zu kleben? Ich habe leider nicht die nötige Ausrüstung um ein Gewinde zu drehen.

      Spannungen sind alle gemessen an den Platinen wo ich rankam.Was mir auffiel ist, dass die 18.5 V für LED Anzeige langsam hoch geht und die Spannung erst nach c.a. 5 Sekunden stabil ist. Nur die Mic. Vorverstärkerschaltung habe nicht gemessen da ich diese erste frei machen muss.

      Heute hab ich begonnen die Front zu zerlegen und die Schalter zu reinigen. Hab noch einige vor mir. Mit der Hilfe von DualFred habe ich die fehlenden Schalter und Tasten gefunden. Da ich die Steuerverstärkerplatine rausnehmen muss um den Loudness Schalter zu wechseln, wollte ich fragen ob ich noch weitere Bauteile auf dieser Platine auswechseln soll zB. die IC´s?

      Um was soll ich mich danach kümmern?

      Beste Grüße,
      Steve
    • Thisthe schrieb:

      Ist es möglich auch die NTC´s mit Wärmeleitkleber an den Kühler zu kleben?
      Das habe ich nie in Betracht gezogen. Die Lötanschlüsse sind seitlich an den Scheiben. Das dürfte also schwierig werden, damit einen vernünftigen Wärmekontakt zu bekommen.
      Es wird doch jemanden im Umfeld geben, der ein M3-Gewinde schneiden kann. Jede Autowerkstatt kann dass für einen 5er in die Kaffeekasse.
      Viele Grüße
      HaJo

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