1019, Knick am Tonarm

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 1019, Knick am Tonarm

      Oh, wie hatte ich mich gefreut. Bei ebö kleinanzeigen einen 1019 in der seltenen weißen Zarge gefunden, überholt, sogar Motor geöffnet und gewartet, Haube
      makellos, und das für 100€. Der Verkäufer schrieb mir auf meinen Hinweis zur Verpackungsanleitung im dual board, er kenne diese Anleitung.
      Beim vorsichtigen Auspacken kam die erste Enttäuschung. Mangelhafte Polsterung, die Haube war draufgeblieben und mit viel Packband festgeklebt. Das hat dazu geführt, dass hinten an der Ecke ein Stück ausgebrochen ist. Ein Jammer, denn die Haube war vorher wirklich makellos. Nun gut, nicht wirklich schlimm. Immerhin waren der Plattenteller usw. abgenommen. Der Dreher lief dann prima, es gab nichts zu beanstanden, bis ich Wochen später bemerke, dass der Tonkopfträger schief am Tonarm sitzt. Meine Vermutung ist, dass bei der Überholung kein Reparaturbock verwendet wurde und irgendwann der Tonkopfträger aufgelegen hat und nach unten gedrückt wurde. Wie auch immer... die Frage an Euch ist: was tun? Vorsichtig zurückbiegen? Oder muß ich den Tonarm tauschen?

      Thomas

    • Ahoj!

      Ist der Knick im Tonarmrohr oder ist die Headshell schief? Könnte sein, daß der Kleber nachgegeben hat.

      Falls der Knick im Tonarmrohr ist, könnte man versuchen diesen nach kplt. Demontage und unter Erwärmung diesen gerade zu biegen. Ohne Garantie und auf eigene Verantwortung...
      Mit bestem Gruß - Stefan

      meine Dreher und sonstiges Hifi-Geraffel: im Profil
    • Moin Stefan,

      für mich sieht es so aus, als stünde die Headshell schief. Aber ich habe schon vorsichtig von unten gedrückt, es tut sich nichts.
      Leider sind meine Augen nicht die besten. Es kann durchaus so sein, dass der Knick unmittelbar hinter dem Headshell sitzt.
      Komplette Demontage? Puuh...

      LG
      T
    • Wallace schrieb:

      bis ich Wochen später bemerke, dass der Tonkopfträger schief am Tonarm sitzt.
      Wenn es bis dahin gut geklungen hat würde ich es so lassen. Bei Bedarf einfach das System unterlegen und (falls es ein Klick System ist ) mit Schrauben befestigen. Natürlich nur wenn der Tonkopf noch parallel zur Platte steht.
      Gruß
      Oliver
      Ersatz-Steuerpimpel, Anti-Skatingscheiben 1209, 1219,1229
      Anfragen bitte hier O.Aichholz@web.de

      www.schallundcrema.de
    • sag mal, kann es sein dass da gar kein Knick ist, sondern sich Headshell oder Tonarmrohr einfach verdreht haben? Ich finde nämlich nicht, dass der sehr verbogen aussieht. Da beides nur verklebt ist kann das durchaus passieren.
      VG
      Kai

      "Cause we find ourselves in the same old mess
      Singin' drunken lullabies"
    • Hallo Thomas, hallo Kollegen,

      Das Thema kenn ich und hatte es hier vor Jahren schon mal gepostet. Bei der Überholung/Modifikation eines 1019 hatte ich diesen Unterschied auch festgestellt, ich hatte 3 von den 1019ern und bei allen stand der Tonarmkopf in einem anderen Winkel. Bei keinem Arm war eine Beschädigung erkennbar. Die Ursache konnte ich damals nicht erkennen, welcher Winkel richtig war ebensowenig, ich hatte dann den Dreher genommen, bei dem das System von der Unterseite her parallel zum Plattenteller stand. Aber das scheint ein generelles Problem zu sein und beeinflusst den VTA.

      Aber Erklärung oder Lösung hab ich auch nicht.

      Gruß, Uli
    • Oli:
      Das kann ich mir nicht vorstellen. Wenn nur eine Platte auf dem Teller liegt, fällt der Tonarm im 1019 ohnehin ziemlich stark ab. Zusammen mit der Schrägstellung des Tonarmkopfes würde das eine große Fehlstellung der Abtastnadel ergeben.

      Gruß
      Benjamin
      Plattenspieler in Verwendung: *Dual 1019, 1219, 1229, 1249, 701 "MK1", 721* *Perpetuum Ebner 2020 L* *Kenwood KD3100* *Hitachi HT-500* *Elac 50H* *Philips 312 Electronic*
    • ...ich hatte im letzten jahr zwei 1219 und einen 714, bei denen das tonarmrohr direkt beim übergang zum tonkopf einen knick hatten bzw eingedrūckt waren. ist wohl eine empfindliche stelle bei ruppigem umgang. einmal hab ich den ganzen tonarm gewechselt, beim 714 hab ich das tonarmrohr ausgebaut und mit mit einem schraubenzieher wieder gerade gebogen.

      beides ist viel aufwand und vermutlich würdest du danach keinen unterschied hören...deshalb würde ich olis rat folgen...

      romme
      Bilder
      • 20180126_130523-774x1032.jpg

        141,12 kB, 774×1.032, 48 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von romme ()

    • Uli schreibt, daß es bei 3 1019ern so war. Ich habe leider keinen. Aber wenn mal 10 Platten auf dem Teller liegen. Das sind doch bestimmt mal mindestens 5cm.
      vielleich meldet sich ja jemand mit geradem Arm :D
      Gruß
      Oliver
      Ersatz-Steuerpimpel, Anti-Skatingscheiben 1209, 1219,1229
      Anfragen bitte hier O.Aichholz@web.de

      www.schallundcrema.de
    • Uli schreibt allerdings auch, dass bei jedem der Winkel anders gewesen ist. Bei einem feinmechanischen Präzisionsgerät aus Serienfertigung und gutem Haus absolut undenkbar.

      Wenn ich dran denke, schau ich zuhause bei meinem einmal nach.

      Gruß
      Benjamin
      Plattenspieler in Verwendung: *Dual 1019, 1219, 1229, 1249, 701 "MK1", 721* *Perpetuum Ebner 2020 L* *Kenwood KD3100* *Hitachi HT-500* *Elac 50H* *Philips 312 Electronic*
    • Hi !

      Bedenkt bitte, daß der Kopf beim 1019 nicht auf das Armrohr geschraubt (also im weitesten Sinne lose) ist, sondern bei der Fertigung mit dem Armrohr verklebt wurde. Das gleiche hinten am Armlager. Ein Schiefstand, also ein Absacken der vorderen Kante kann dabei eigentlich nur durch ein Auflösen der Verklebung vorkommen - entweder vorne oder hinten am Armrohr.

      Wenn ihr euch das Servicemanual anguckt, dann ist Teil Nummer 37 "Tonarm kpl." - also mit Kopf, mit hinterem Lagerblock, mit Innenkontakten und mit Verkabelung.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Guten Morgen,

      also, für mich sieht der Tonarm nicht verbogen aus. Der Kopfträger fällt klar nach vorne ab.
      Damit hätten wir das Schlimmste schon mal nicht zu befürchten. Einen Tonarm wieder gerade zu biegen
      ist in der nötigen Präzision eigentlich kaum möglich. Wer einmal verbogene Teleskopantennen von Kofferradios
      gerade biegen wollte, weiß, was ich meine. Sie läuft nie mehr so exakt und sauber.

      Ich würde mir die Lage des Kopfträger anschauen. Ist er von vorne gesehen horizontal in der Waage, kann man davon ausgehen,
      dass die hintere Armverklebung (tpl1011 und wacholder erwähnten sie oben schon) in Ordung ist.
      Den TK mit dem System herausnehmen und mit Gefühl versuchen, ob der Kopfträger nachoben hin beweglich ist.
      Mit einem Fön an der Schnittstelle Kopfträger/Tonarm erwärmen. Den Fön idealerweise so halten, dass sonst keine
      Teile am 1019 mit erwärmt werden. Lässt sich nach einiger Zeit der Kopfträger nach oben bewegen, diesen genau parallel
      zur Tonarmstütze ausrichten. Möglicherweise reicht das schon. Richtig wäre es natürlich, den Kopf dann abzuziehen (ACHTUNG Tonarmkabel nicht abreißen!)
      und neu zu verkleben.
      Erstspieler: CS 701 mit Yamaha MC-3
      Zweitspieler: CS 731Q mit Ortofon ULM60E (vor dem Recycling gerettet - stand vor vielen Jahren auf einem Altglascontainer - sofort mitgenommen)
      Drittspieler: 1219 mit Shure DM103M-E (DMS200 für 78UpM)
      Lager: 1226 (Industrieversion) mit Shure M75D