1214 hifi - ich komme nicht dahinter

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    • 1214 hifi - ich komme nicht dahinter

      Nabend Fachleute,

      ich brauchte mal eure Hilfe, bitte.
      Ich bin zwar technisch/handwerklich nicht ganz unbegabt, habe aber jetzt das erste mal einen Plattenspieler vor mir liegen.
      Es ist ein 1214 hifi. Das Teil war vollkommen verharzt, nichts bewegte sich mehr - gab es allerdings für 30 Euro mit einem anderen Spieler quasi als giveaway.

      (Puh .. jetzt habe ich gerade 5 km Text geschrieben, dass will ich aber niemanden antun .. schon gar nicht als Neuling hier :) )

      Also kurz: Ich hab den 1214 beinahe komplett zerlegt, gereinigt und wie neu steht er jetzt zusammengebaut wieder vor mir.
      Zuletzt war jetzt diese Geschwindigkeitsregelmechanik an der Reihe.
      Ich hab sie sauber wieder zusammengebaut (auch dank der Blätter die von diesem Forum aus verlinkt sind - find ich super das hier so viele Infos gebündelt sind)
      Am unteren Ende dieser ganzen Mechanik (der Spieler steht jetzt bei mir gedanklich auf dem Kopf) geht ein Arm weg, der dann das Reibrad gegen die Achse des Motors und den Teller drücken soll.
      Dieser Arm ist geteilt. Von der Mechanik kommt ein Silberblech, vom Reibrad her ein Messingblech.
      Die Verbindung dieser Bleche ist nicht starr, sondern wie ein Gelenk. Und das verstehe ich nicht.
      Denn: stell ich den Arm so ein, dass das Reibrad gut von der Achse angetrieben wird, dann dreht der Teller nicht.
      Spiele ich ein wenig mit dem Finger an diesem Arm, (also an diesem Knick) finde ich einen Punkt bei dem der Teller leicht andreht. Finger weg, Teller steht.
      Muss da noch irgendwo eine Feder sein, die den Arm samt Reibrad zum Tellerrand zieht ?
      Das kann aber eigentlich nicht sein, denn genau als Gegenkraft gibt es eine kleine Feder die dann zurück zieht, wenn die (große) Mechanik den Strom abstellt. Also dieser lange Hebel der bis in den Schalter geht.
      Es kann auch sein, dass mein Reibrad einfach oll ist. Beim Lesen hier im Forum dachte ich mir das schon mal und wirklich Ahnung habe ich ja nicht.
      Aber dann weiß ich noch immer nicht wie dieses Gelenk an diesem Reibrad-Arm eingestellt werden muss (Also wo an Messing das Rad drauf sitzt und am anderen Ende in Blech die Geschwindigkeitsmechanik)
      Also meine Frage: Ist der "Reibrad-Arm" federnd oder starr? Wird er irgendwie eingestellt, justiert ? Also nicht im Hinblick auf die Geschwindigkeit, da bewegt er sich ja,
      sondern Druck auf den Teller ...

      Ich hoffe man versteht mich noch ein wenig, mein Gehirn fühlt sich auch gerade sehr mechanisch an.

      Erstmal Dank und Gruß
      Michael
    • LG, Ernst

      Tja, infiziert mit "Dualitis" ;( ... :D

      Im Moment spielt: Luxman L- 10 mit Dual CS701 und Elipson 1303...

      1019 - 1209 - 1214 - 1218 -1219 - CS 1249 - CS701 - CS650RC - CS731Q - CS741q - CS5000
      CV 121-1 - CV 240 - CDV 60 - MV 61
      CR 120 - CR 220
      CV1500RC
      CT8 - CT18 - CT19 - CT1240 - CT1540RC
      RC154 - CP1 Weiss (2x)
      CL 170 auf LF-2
      C 839RC - C-901 - TG-29
      und
      Marantz/Luxman-Freak! :thumbup:
    • Ernst3510 schrieb:

      Vielleicht helfen diese Bilder:
      ja, tun sie .. besten Dank. @ Ernst

      Bei diesem großen gelben Rad in der Mitte, wie viele Einkerbungen hat das normalerweise ?
      Da läuft ja seitlich so ein Messingblech, das aussieht wie ein Hacken und wenn es in so eine Einkerbung gleitet, schaltet der Strom ab.

      Ich frage nach der Anzahl, weil ich bei mir hier zwei Einkerbungen an dem Rad habe. Eine davon sieht eher wie ein Bruch aus. Mit scharfen Kanten. Original ist das Teil ja sicherlich aus einem Guss.

      Außerdem kann ich das große Zahnrad für diese Pitch-Einstellungen nicht mehr nutzen. Da sind einfach die Zähne hin. Sieht aus wie zerdrückt und verdreht. (sollte ich das "dringend" ersetzen, oder schraubt man eher selten nach der dritten Strophe daran?)

      Irgendwie habe ich gerade die Idee, dass an dem Gerät mal jemand mit ordentlich Gewalt rangegangen ist.
      Würde mich ehrlich gesagt auch nicht überraschen, weil es wirklich derbe fest verharzt war.

      Aber die Bilderserie hat mir jetzt wieder Mut gemacht. Man kann ja sogar diese Scheibenbremse für den Armlift öffnen und sauber machen :)
      Da habe ich die Schraube null bewegt bekommen, so dass ich annahm der Herr Ingenieur hat das für mich nicht vorgesehen.

      Vielen Dank an alle für Eure Antworten, ich klemm mich die Tage noch mal dahinter und lass euch das Ergebnis dann wissen.
      Gruss
      Michael

      P.S. Sollte ich mich gleich nach einem neuen Reibrad umschauen?
      hab gerade gesehen, die sind ja teurer als die ganzen Ersatzteile auf meinem Hobbytisch :/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Michel72 ()

    • Liebes Forum,

      ich will mich jetzt durch meinen 1214 durchbeißen, der Ehrgeiz hat mich gepackt.
      Obwohl ich immer mehr den Eindruck habe, dass ich nicht der erste bin, der es an diesem Gerät versucht.
      Mir fällt auf, dass manche Feder irgendwie seltsam langgezogen ist oder, dank den Bildern von Ernst habe ich entdeckt, dass eine Kugel fehlt bei dem Geschwindigkeitsregler, und das dieser deshalb so instabil ist... muss ich mal schaun.

      Aktuelle Frage: Ich hab jetzt das Kugellager aufgemacht.
      Das war so aufgebaut:
      Die Hülse (ich nenn das Ding außen rum jetzt einfach mal so),
      Blechring,
      Dichtung,
      Kugelring,
      Blechring.

      Auf den Bildern von Ernst kann ich das leider nicht ganz sehen. Kann das sein, dass eine Dichtung gleich auf Kugeln liegt ?

      Gruß Michael


    • ;)
      LG, Ernst

      Tja, infiziert mit "Dualitis" ;( ... :D

      Im Moment spielt: Luxman L- 10 mit Dual CS701 und Elipson 1303...

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      und
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    • Moin.

      Dichtung auf den Kugeln liegend kann ich mir nicht vorstellen. Das Lager ist ein normales Drucklager.
      Die Dichtung würde ich als letztes Bauteil, beim Zusammenbau verwenden.
      Messe bitte mal den Innendurchmesser der beiden Metallscheiben. Sind die Innendurchmesser unterschiedlich sollte auf die Lage der Metallscheiben geachtet werden.

      Gruß
      Chris
    • Das letzte 1214 Lager ist zwar schon eine weile her, aber ich meine die Dichtung kommt nach unten. Es soll ja verhindern das Öl austritt. Es läuft selten nach oben.
      Ich würde sagen: Gehäuse - Dichtung - Scheibe - Kugeln - Scheibe.

      Sehr gut hat sich hier bei mir ein 10W40 Öl bewährt.
      Refresch


      CS 731Q CS 714 Q CS 741Q CS 701 CS 621 CS 627Q CS 604 CS 507 CS 504 CS 505 CS 505-4 CS 525 CS 530 CS 628 2xCS 630 CS 435 4 x 1210 1214 1215 1224 2 x 1225 1226 1228 1237 A 1219 1246 1254 CS 2235 1009 1015 1011F 2x1010 CV1600 CV1260 C844 C830 C820 C819 PE 33 Studio PE 2014L 2 x PE 720
    • Hallo,

      Wälzlager, die offen sind, langsam laufen und dabei relativ hohe axiale Lasten tragen müssen, werden selbstverständlich mit Fett geschmiert. Öl führt zu mehr Laufgeräusch, Mangelschmierung und vorzeitigem Verschleiß.

      Die "Dichtung" dichtet nicht das Lager ab. Ihre Aufgabe dort ist es, weniger Körperschall des laufenden Lagers in die Lagerbrücke gelangen zu lassen und das ganze System zu dämpfen und ruhiger zu bekommen.

      Die Wälzager bei den Wechslern sind eine Geräuschquelle, aber konstruktionsbedingt (hohle Tellerachse für die Wechselachse) leider erforderlich.
      Fett trägt auch zur Geräuschminimierung bei!


      Gruß
      Benjamin
      Plattenspieler in Verwendung: *Dual 1019, 1219, 1229, 1249, 701 "MK1", 721* *Perpetuum Ebner 2020 L* *Kenwood KD3100* *Hitachi HT-500* *Elac 50H* *Philips 312 Electronic*
    • Es ist aber kein Wälzlager - sondern ein Kugellager. Was die Laufgeräusche betrifft ist es mit dem 10W40 genau das Gegenteil. Viel ruhiger als mit Fett. Fett wird von den Kugeln verdrängt und lagert sich an den Seiten ab, eine gutes, haftendes Öl umschließt die Kugeln.
      Natürlich hast Du recht - der Gummi dämpft auch.
      Refresch


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    • Auch das suppt irgendwann unten raus, da das Lager offen ist. Kann man natürlich machen, wenn man Lust hat regelmäßig nachzuölen. Auch in offene Kugellager gehört aber eigentlich Fett, damit wird es langzeitstabil.

      Edit:

      Exocet schrieb:

      Drucklager
      danke, nach dem Ausdruck hatte ich gesucht :D
      VG
      Kai

      "Cause we find ourselves in the same old mess
      Singin' drunken lullabies"
    • Hallo,

      Wälzlager ist ein Begriff für Lager mit Wälzkörpern. Beim Kugellager sind die Wälzkörper - Kugeln.

      Wie lange hast du das Lager schon mit Öl betrieben? Es wird anfangs tatsächlich sehr ruhig laufen, solange das Ölbad vorhanden ist. Aber man kann niemals garantieren, dass das Öl langfristig dort bleibt, und man hört auch die schleichende Lautstärke-Zunahme nicht, weil man sich dran gewöhnt.

      Fettschmierung garantiert, dass das Fett bis zur nächsten Inspektion an Ort und stelle bleibt und das Lager versorgt ist. Nicht umsonst haben die Ingenieure bei Dual das so vorgegeben und sorry, aber ich habe als Konstrukteur im Sondermaschinenbau tagtäglich mit Schmierproblemen an verschiedensten Lagerstellen zu tun und weiß, wovon ich rede. Insofern kann ich den Entschluss der Dual-Ingenieure nur gutheißen. ;)

      Ölschmierung ist an der Stelle sicher möglich, würde aber mindestens monatliches Kontrollieren des Lagers bedingen. Wem das akzeptabel ist, gerne, die vernünftige Lösung ist und bleibt aber Fett.


      Edit:
      Nachtrag.

      Mit der Verdrängung des Fett hast du so gesehen natürlich Recht.
      Aber, was ist Fett? Es ist Öl, gebunden in einem Trägermarterial. Bei geringen Erwärmungen oder beim Durchwalken tritt das Öl aus dem Träger aus und schmiert so die Lagerkugeln. Bei Stillstand erstarrt das ganze dann wieder.

      Wenn man ein Ölbad (Sumpf oder als Ölkreislauf wie z.B. in Viertakt-Benzin- oder Dieselmotoren) garantieren kann, ist Öl immer die bessere Wahl. Schmierfilm ist immer genügend vorhanden, Wärme und Abrieb wird abtransportiert und im Filter festgehalten. Geht aber bei einem offenen Lager natürlich nicht besonders gut.


      Gruß
      Benjamin
      Plattenspieler in Verwendung: *Dual 1019, 1219, 1229, 1249, 701 "MK1", 721* *Perpetuum Ebner 2020 L* *Kenwood KD3100* *Hitachi HT-500* *Elac 50H* *Philips 312 Electronic*

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bepone ()

    • Die Kugellager werden auch Drucklager genannt. Kommt nur auf die Krafteinwirkung an. Bleiben aber Grundsätzlich ein Kugellager. Immer nach der Form des Lastträgers. Kugellager, Wälzlager, Gleitlager, Nadellager.

      Das Öl hält jetzt, in den ersten Plattenspielern, so gut 20 Jahre. Es läuft nicht aus. Es darf auch nicht zu dünn sein und nicht zu viel.
      Refresch


      CS 731Q CS 714 Q CS 741Q CS 701 CS 621 CS 627Q CS 604 CS 507 CS 504 CS 505 CS 505-4 CS 525 CS 530 CS 628 2xCS 630 CS 435 4 x 1210 1214 1215 1224 2 x 1225 1226 1228 1237 A 1219 1246 1254 CS 2235 1009 1015 1011F 2x1010 CV1600 CV1260 C844 C830 C820 C819 PE 33 Studio PE 2014L 2 x PE 720
    • Bepone schrieb:

      Beim Kugellager sind die Wälzkörper - Kugeln.
      Das stimmt so nicht. Bei Wälzlager hast Du Walzen, bei Kugellager Kugeln.
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    • Bitte Definition Wälzlager überdenken.
      Walzenlager gibt es nicht, die Wälzlager mit Wälzkörpern dieser Form nennen sich Rollenlager. Es gibt zylindrische und konische Rollen.

      Kugeln sind ebenfalls Wälzkörper, denn dieser Begriff kommt nicht von einer geometrischen Form, sondern dem Vorgang "abwälzen".

      Genug davon, die Begriffe sind in der einschlägigen Literatur beschrieben und man sollte, wenn man die Begriffe anwendet, schon wissen, wovon man spricht. :rolleyes:


      Gruß
      Benjamin
      Plattenspieler in Verwendung: *Dual 1019, 1219, 1229, 1249, 701 "MK1", 721* *Perpetuum Ebner 2020 L* *Kenwood KD3100* *Hitachi HT-500* *Elac 50H* *Philips 312 Electronic*
    • Du hast recht. Rollenlager nicht Wälzlager. Wälzlager ist der Oberbegriff.
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