1214 hifi - ich komme nicht dahinter

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    • ...

      Maschinenbau in Deutschland ist ein hochpräzises Thema.
      Da gibt es für jedes Detail einen eigenen Begriff und eine Definition davon.

      Vielleicht ein Grund, warum Maschinenbauabsolventen aus Deutschland auch im Ausland gern gesehen sind.
      Wer damit zurechtkommt, den können kleinere Probleme auch nicht aufhalten ...

      :D
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Zum Reibrad :

      Das wird eigentlich durch die Drehung der Antriebswelle fest zwischen Plattenteller und Antriebswelle "eingespannt".

      Ich hatte das auch einmal, dass dies bei einem Reibrad-Dual nicht funktionierte. Ich habe das "russisch" gelöst. Ich habe die Reibrad-Welle mit einem Gummiringchen nach links verbunden. So wurde das Reibrad ausreichend an Antriebswelle und Plattenteller herangeführt, um den "Einspann-Effekt" herbeizuführen.
      Grüße,
      Albert

      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

      If I'm writing nonsense - simply forget it :whistling:
    • Hi !

      Albert W. schrieb:

      Das wird eigentlich durch die Drehung der Antriebswelle fest zwischen Plattenteller und Antriebswelle "eingespannt".
      Wenn das nicht der Fall ist, bitte folgende Punkte abarbeiten:

      - Rillenachse am langen Schaltarm ausbauen, die Lagerung und die Achse reinigen und mit frischem Öl schmieren.
      - Vorhandensein und Spannkraft der Zugfeder prüfen, die vom langen Schaltarm aus den Schwenkarm am Reibrad nach innen zieht.
      - Lagerung des Schwenkarms unter dem Reibrad zerlegen, reinigen und neu ölen. Dazu muß das Reibrad ab.
      - Reibradachse reinigen und ölen. Gucken, daß die kleine Gummischeibe zwischen Reibrad und Arm vorhanden ist.
      - Reibrad bei laufendem Motor von der *linken Seite* aus mit einem feinen 200er oder 400er Schleifpapier *ganz zart* abziehen, damit es wieder schön matt und griffig wird. Dabei die etwas abgerundete Form beibehalten.
      - Antriebsrolle vom Motor mit Alkohol entfetten.
      - Antriebskranz am Teller von der Innenseite mit Alkohol entfetten.

      Wenn's danach immer noch nicht geht: Dreher an die Straße stellen.
      Dann will er nicht und ihr seid nicht füreinander bestimmt.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Moin Fachleute,

      heute habe ich mal wieder Zeit für die Maschine. Besten Dank für Eure Antworten.
      Die Bilder von Ernst, kann ich ja jetzt auch lesen, Danke dafür, die Dichtung habe ich nach ganz unten gelegt und das ganze mit Fett versorgt.

      Zum Reibrad:

      Auf den mittleren Stift gehört ja das Reibrad.
      Dieses Gelenk links davon: müsste das in Original sehr sehr leichtgängig sein ?
      Ich denke mir, dass evtl. hier das Problem liegt. Denn die Feder zieht das ganze schon nach vorne. Allerdings dachte ich bisher, weil dieses Gelenk so mega schwer gängig ist, dass man hier etwas "einstellen" kann.
      Jetzt bin ich ja kein Ingenieur - aber irgendwie sagt mir meine gefühlte Logik, es könnte auch sein, dass dies sehr leichtläufig sein sollte, damit durch die Federkraft das ganze seinen richtigen Platz findet ?!

      Gruß Michael

      P.S. Vermutlich hat Peter die Frage schon beantwortet: Ich kann nur leider mit Schaltarm, Schwenkarm, Rillenachse ... so wenig anfangen ?(

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Michel72 ()

    • Hi Michael !

      Michel72 schrieb:

      P.S. Vermutlich hat Peter die Frage schon beantwortet: Ich kann nur leider mit Schaltarm, Schwenkarm, Rillenachse ... so wenig anfangen
      Sorry für das technoslowakisch ...

      Folgendes bezieht sich auf das "Wimmelbild" auf dieser Seite im Servicemanual vom 1214:

      dual.pytalhost.eu/1214s/1214s-17.jpg

      Rillenachse: Bauteil Nr. 227
      Langer Schaltarm: Nr. 221
      Umschalthebel (der Drehzahlschaltung): Nr. 107
      Schwenkarm bzw. Schwenkhebel für das Reibrad: Nr. 136

      In Deinem Bild weiter oben ist 107 das silberne Gußteil links vom Sprengring, 136 ist das Teil mit der Reibradachse drauf rechts davon, was unter 107 geht. Diese Lagerung muß unbedingt leichtgängig sein.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Michel72 schrieb:

      P.S. Vermutlich hat Peter die Frage schon beantwortet: Ich kann nur leider mit Schaltarm, Schwenkarm, Rillenachse ... so wenig anfangen ?(
      DAS gefällt mir :thumbup: . Da denkt so ziemlich niemand dran. dass der Eine oder Andere mit den Begriffen nix anfangen kann.
      Grüße... Lutz alias Lu alias ...was machen sie da eigentlich?

      Klick mich Beiträge, die vielleicht helfen (inkl. Montagebock)


    • zwölf36 schrieb:

      DAS gefällt mir . Da denkt so ziemlich niemand dran. dass der Eine oder Andere mit den Begriffen nix anfangen kann.
      Wobei ich schon davon ausgehe, dass jemand der fragt auch die das SM mal liest um zumindest das Wording zu verstehen. Wie sollen wir denn sonst helfen? "Schau mal ob das lange Ding auch frei baumelt" hilft da vieleicht nicht wirklich weiter.
      VG
      Kai


    • Leute, vielen Dank!
      Das Gelenk war entscheidend - die Platte dreht sich 8o ich freu mich gerade wie Bolle!
      Sogar der Tonarm macht sich schon auf den Weg zur Arbeit, zwar noch nicht an die richtige Stelle, aber das liegt wohl an den Teilen die noch lose aufm Tisch liegen.
      Jetzt muss ich erstmal wieder nüchtern werden, nach diesen ganzen Putzdämpfen 8)

      Ich wurschtel weiter und melde mich wenn ich stecken bleiben sollte.
      Oder aber, wenn die Karre musiziert - mal schaun.

      Gruß
      Michael
    • Hi Michael !

      Michel72 schrieb:

      Das Gelenk war entscheidend - die Platte dreht sich ich freu mich gerade wie Bolle!
      :thumbsup: :thumbup:

      Das wird schon.
      Wenn die entscheidenden Hürden genommen sind und die Kiste aus eigener Kraft läuft, kommt der Rest auch noch.

      Vor allem ist mit korrektem Kraftschluß zwischen Reibrad und Teller auch gewährleistet, daß die Automatik genug Schub für ihre Funktionen erhält. Der ganze Krempel wird ja durch den Zahnkranz unten am Tellerlager und das große Kurvenrad mittendrin in Gang gesetzt. Wenn der Teller beim ersten Anlauf schon versandet, geht da natürlich auch nix.

      So hast Du gute Chancen, dem "Geheimnis der schwarzwälder Kuckucksuhr" auf die Spur zu kommen ... :D

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • wacholder schrieb:

      Hi Michael !

      Michel72 schrieb:

      Das Gelenk war entscheidend - die Platte dreht sich ich freu mich gerade wie Bolle!
      :thumbsup: :thumbup:
      Das wird schon.
      Wenn die entscheidenden Hürden genommen sind und die Kiste aus eigener Kraft läuft, kommt der Rest auch noch.

      Vor allem ist mit korrektem Kraftschluß zwischen Reibrad und Teller auch gewährleistet, daß die Automatik genug Schub für ihre Funktionen erhält. Der ganze Krempel wird ja durch den Zahnkranz unten am Tellerlager und das große Kurvenrad mittendrin in Gang gesetzt. Wenn der Teller beim ersten Anlauf schon versandet, geht da natürlich auch nix.

      So hast Du gute Chancen, dem "Geheimnis der schwarzwälder Kuckucksuhr" auf die Spur zu kommen ... :D

      .
      jepp danke !
      ich bin ja gerade deshalb so aus dem Häuschen weil sich auch der Tonarm bewegt,
      was ja bedeutet, dass vom Motor aus, über das Reibrad, Teller, Zahnrad und dieser Wippe, genug Kraft ankommt.
      und ich also auf dem richtigen Weg bin.
    • Tag zusammen,

      ich bin wieder beim 1214-Lernen.
      Der Start/Stopp-Hebel funktioniert- obwohl ich da eher Sorge hatte, die Angelegenheit scheint mir an dieser Stelle doch eher klapprig, aber gut.

      Folgende Frage habe ich:
      Wem sagt der Tonarm, dass die Platte zu Ende ist?
      Je weiter der Arm zur Mitte wandert, desto mehr schiebt er dieses silberne Blechteil (dann auf der Unterseite) ebenfalls zur Mitte und drückt schließlich auf diesem gelben Zahnrad einen Stift vor. Was ich so verstehe, dass dadurch dieses Blech auf dem Zahnrad verschoben wird, damit der Bolzen in der Scheibe einen anderen Weg läuft.
      Ich kann aber nicht finden, was "die Unterseite" des Tonarms weiteres auslöst. Also gleich unter dem Fuß, müsste doch etwas angestubst werden, damit sich das gelbe Zahnrad dann in Bewegung setzt ?!
      Meine Güte ist das schwer zu erklären!? Versteht mich jemand ?

      Ablauf ohne meine seltsamen Gedanken:
      Ich drücke START - Platte läuft an, Arm hebt sich, wandert zum "Plattenanfang", senkt sich.
      Ich drücke STOPP - Arm hebt sich, wandert auf die Ablage, senkt sich, Motor schaltet ab.

      Arm per Hand heben und Richtung Platte schieben - keine Reaktion
      Arm kommt bei laufender Platte in der Mitte an - keine Reaktion

      Gruß
      Michael
    • Hallo Michael,

      du hast das schon fast richtig beobachtet.
      Der Abstellvorgang , wie Dual den nennt, wird so ausgelöst:

      Die silberne Schiene (Abstellschiene) bewegt sich mit dem Tonarm zur Plattenmitte.
      In der Auslaufrille berührt diese dann einen Mechanismus auf dem gelben Zahnrad (Kurvenrad) der aus 2 kleinen Hebeln besteht .
      Dadurch kann eine am Plattenteller befindliche Metallzunge das Kurvenrad aus seiner Ruheposition stoßen und das Kurvenrad wird vom Zahnkranz des Tellers angetrieben.
      Gleichzeitig wird der Umlenkhebel (mit dem Stift) umgelegt damit der Tonarm über die Rückführungskulisse des Kurvenrads auf die Stütze zurückfährt.
      Die Tonarmbewegung wird also durch das Kurvenrad gesteuert.

      Sollte die Endabschaltung nicht funktionieren, drehe an der Excenterschraube (s. Bild) an der Stellschiene. Eine viertel Umdrehung egal wie rum und dann wieder testen.
      Oft ist nach der Zerlegung die Nachjustage erforderlich.

      VG Wolfgang
      Bilder
      • IMG_2559.JPG

        34,78 kB, 448×336, 22 mal angesehen
    • Da gehe ich mit, Wolfgang, allerdings möchte ich beim letzten Punkt nachhaken.

      Wenn die Endabschaltung leicht dejustiert ist, kann man das mittels der gezeigten Excenterschraube nachstellen.

      Kollege Michael schrieb allerdings, dass die Endabschaltung nicht einmal greift, wenn er den Tonarm händisch rüberschwenkt.
      Michael, schenkst du so weit, bis der Tonarm innen anschlägt und dennoch greift die Endabschaltung nicht? In dem Fall ist wahrscheinlich etwas ziemlich dejustiert oder verbogen.


      Gruß
      Benjamin
      Plattenspieler in Verwendung: *Dual 1019, 1219, 1229, 1249, 701 "MK1", 721* *Perpetuum Ebner 2020 L* *Kenwood KD3100* *Hitachi HT-500* *Elac 50H* *Philips 312 Electronic*
    • Bepone schrieb:

      schenkst du so weit, bis der Tonarm innen anschlägt und dennoch greift die Endabschaltung nicht?
      ja, das tue ich.
      Ich hab weiter oben bereits erwähnt, dass die ganze Karre mir vorkommt, als sei da mal jemand mit Gewalt ran gegangen. Manche Feder ist lang gezogen. (zB auch die auf dem Bild von Wolfgang, sieht bei mir eher kränklich aus), auch die Kugel bei der Geschwindigkeitseinstellung ist weg, die Feder darunter, die die Kugel zum einrasten des Hebel hoch drücken soll, ist zerquetscht.
      Andererseits kann ich den Vorbesitzer sogar "verstehen". Das komplette Maschinchen war so verharzt, dass ihm vermutlich mangels Geduld nichts übrig blieb. Ob das Klug war ist was anderes :D
    • Dann schau mal nach, was sich alles bewegt, wenn du den Tonarm nach innen führst.

      Sind auf dem Kurvenrad zwei Bleche, die von der Alustange angestupst werden und sich dann in Richtung Tellerlager bewegen?

      Müsste man bei abgenommenem Plattenteller mit Sicht aufs Kurvenrad sehen.


      Gruß
      Benjamin
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    • Die Feder (Antiskating) ist auf jeden Fall hin und muss ausgetauscht werden.
      Auf dem Bild kann ich nicht erkennen was Benjamin meint.
      Ich schau mir das morgen mal auf meinem 1214 an.
      Wenn dein 1214 schon so mißhandelt wurde dann stellt sich die Frage welch ein Aufwand nötig ist um den wieder herzustellen ;(