TVV 46 vs TVV 47...

    • maicox schrieb:

      Guck Dir die unteren beiden Bildchen mal an (Fig.1&2): Link

      Da kannst Du sehen wo Du den TVV anschließen kannst.
      Also laut Fig. 3 an Pin 2+4, nech?

      Aus dem Betrieb heraus folgende Frage; wenn ich den TVV mit in die Zarge lege, brummt es tieffrequent, sobald der Motor des 1226 anspringt.

      Lege ich den TVV nach außen, ist alles gut. Eignet sich der Motor des 1226 nicht, um einen TVV mit in der Zarge zu haben?
      Grüße... Lutz alias Lu alias ...was machen sie da eigentlich?

      ...suche Badewannenzarge (ruhig abgerockt)
    • Hallo,

      Ja, zwei und vier sollte stimmen.


      Ich würde Dir mal raten den TVV testweise mal entkoppelt in die Zarge zu legen. Eventuell ist es ein rein mechanisches Geräusch.


      Die TVVs wurden damals ja oft über Gummi-Lagerungen an der Zarge befestigt. Meistens sind diese Gummis komplett ausgehärtet. Ein Austausch sollte hier helfen.
      ---------------------------
      MFG: Maico

      ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...
    • Hey Maico,

      danke für den Tipp. Ich hatte bisher gedacht, dass nur Lager oder Treibrad auf das System negative Einflüsse haben kann.
      War bei mir bei einem 1209, wo das Motorlager im Eimer war und das "Rumpeln" zu hören war, wenn die Nadel auflag (bei dem 1226 reicht ja der Start des Motors schon aus).
      Und dass ein Preamp durch Vibrationen Brummen erzeugen kann, wusste ich noch gar nicht.

      Ich check das mal.
      Grüße... Lutz alias Lu alias ...was machen sie da eigentlich?

      ...suche Badewannenzarge (ruhig abgerockt)
    • Phono Pre mit Plattenspieler einschalten

      Sodele,

      ich habe nun den TVV 46 auch direkt an den 1226 angeschlossen.
      Unter dem Schaltkasten kann man sehen, dass Dual so nett war, an fast jedem Pin (bis auf den Mittleren für die Serienbelegung des Motors) eine Stecklasche mit anzubieten.
      Da bin ich an Pin 2+4 gegangen und habe eine Strippe mit Eurokupplung angeschlossen, die mit aus der Zarge rausgeht.
      So kann ich den Phonopre draussen lassen und bin nicht an den TVV gebunden.

      Eigentlich eine feine Sache und funktioniert ganz gut, der Vorverstärker (egal welcher) wird mit dem Plattenspieler ein- und ausgeschaltet.

      Grüße... Lutz alias Lu alias ...was machen sie da eigentlich?

      ...suche Badewannenzarge (ruhig abgerockt)
    • zwölf36 schrieb:

      Und dass ein Preamp durch Vibrationen Brummen erzeugen kann, wusste ich noch gar nicht.
      Kann er auch nicht. Das Brummen wird auf elektromagnetischem Weg in die Eingangsverkabelung und in die Schaltung eingestreut. Das wirkt sich umso stärker aus, je näher die Kabel und der Vorverstärker dem Motor kommen.

      Gruss
      Richard
      _____________________________

      "Ich könnte ausflipsen" (Pawel Popolski)
    • Hallo,

      Ich bin da andere Meinung.....

      Normalerweise sollte so ein kleiner Tafo es eigentlich nicht schaffen das TVV-Gehäuse in Wallungen zu bringen. Da bin ich ganz bei Euch.


      Normalerweise....

      An den TVV- Gehäusen sind ja die beiden "Schraubenlaschen" zur Befestigung. Dort waren ab Werk "Gummi-Lagerungen" eingepresst/ eingesteckt. Hier konnte man über zwei Schrauben den TVV in der Zarge befestigen. Der TVV wurde so "entkoppelt" montiert. Die Ingenieure hatten sich sicherlich dabei etwas gedacht. ;) Wenn dem nicht so seinen sollte, hätte man sich diese "Gummilagerung" auch schenken können und hätte auch noch Geld gespart. Aus Langeweile haben die das sicherlich nicht dort vorgesehen.

      Und: Normalerweise sollte er auch so gut geschirmt sein (durch sein Metall- Gehäuse) dass da nichts "einstreuen" sollte.

      Ich habe hier einen TVV46. Auch ohne "Entkoppelung" ist hier nichts wahrnehmbar. Weder Vibrationen noch mechanische Geräusche noch sonst etwas. Auch habe ich es noch nicht geschafft dass dort etwas "Einstreut". Von daher .......... alles gut.



      Bei einem kleinen Einschub- Phono- Pre. von meinem Elac waren allerdings Geräusche wahrnehmbar. Ein richtiges "Schnarren". Ich dachte erst der Motor hätte es hinter sich. Der dort verbaute Trafo ist auch nicht viel größer. Hier hatte ein um den Trafo montiertes Abschirmblech vibriert. Komisch dass der "Knirps" es da geschafft hatte ein mechanisches Geräusch zu verursachen.

      Ein Kabelbinder und zwei Tropfen Kleber sorgten für Ruhe.


      ---------------------------
      MFG: Maico

      ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...
    • Hallo,

      dass der TVV46 im Bassbereich schwächelt liegt an dem klein bemessenen Ausgangskondensator C4 = 100 nf. Die Eingangsimpedanz des nachfolgenden Verstärkers bildet mit diesem einen Hochpass.
      Hatten die Verstärker früher noch Eingangsimpedanzen von 470 k - 1 M Ohm, so haben moderne Geräte teilweise 47 k - 100 k. Das schneidet aus den o.g. Gründen den Bass ab.
      Abhilfe schafft eine Vergrößerung des Kondensators auf mindestens 1 µf. Es muss ein Folienkondensator, am besten ein MKP verwendet werden.
      Wenn man dann schon am Wechseln ist, sollte man gleich alle Elkos mitwechseln. Den Eingangselko C1 ersetzt man dann am besten auch gleich durch einen Folienkondensator. Hier dürfen es auch 2,2 µ sein.
      Wer hier- aus welchen Gründen auch immer - doch einen Elko verwenden möchte, sollte was qualitativ hochwertiges, z.B. Panasonic "FC" verwenden.
      Alleine der Tausch der Elkos bringt schon eine hörbare Klangverbesserung mit sich.

      Das mit dem zu klein bemessenen Ausgangskondensator gilt übrigens auch für den TVV42 und TVV43.

      EDIT: Die Netzteilkonstruktion des TVV46, als auch des TVV42,43 ist m.E. aus heutiger Sicht brandgefährlich. Ich habe einen TVV43 überholt, da war die Platine von den Widerständen der 110 / 220 V Umschaltung schon angekokelt.
      Hier sollte ein zeitgemäßer Trafo eingebaut werden.

      Viele Grüße
      Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von E280F ()

    • E280F schrieb:

      EDIT: Die Netzteilkonstruktion des TVV46, als auch des TVV42,43 ist m.E. aus heutiger Sicht brandgefährlich. Ich habe einen TVV43 überholt, da war die Platine von den Widerständen der 110 / 220 V Umschaltung schon angekokelt.
      Hier sollte ein zeitgemäßer Trafo eingebaut werden.
      Dann kann es allerdings sein, dass es, wenn der TVV mit dem Plattenspielermotor ein- nd ausgeschaltet wird, mächtig in den Lautsprechenr ploppt!

      Abhilfe: Man modifiziert das Netzteil auch diesseits des Trafos, indem die Siebkette durch einen LM317 ersetzt wird, der so zu beschalten ist, dass die - nun geregelte - Betriebsspannung schön langsam hochläuft. Auch die Gleichrichter-Kleinsignaldioden 1N4148 sollten durch 1N400x ersetzt werden.

      Beste Grüße, Uwe
      Ein Leben ohne Plattenspieler und Schallplatten ist möglich, aber sinnlos!
    • Hallo,

      ich habe bei meinem TVV43 einen kleinen Printtrafo mit 0,5 VA eingebaut. Obwohl ich beim Originaltrafo des TVV43 sekundär ~32 V gemessen habe und der Printrafo nur 24 V hat, waren die Spannungen zu hoch. Deshalb habe einen Widerstand vor den Gleichrichter gepackt. Nun läuft die Spannung schön langsam hoch und es ploppt nichts.

      Viele Grüße
      Frank
    • Servus,

      die KAs und CRs haben als VorVerstärker quasi auch den TVV46 mit integriert.

      dual.pytalhost.eu/cr61s/CR61Schaltplan1.jpg

      Was mich wundert ist das C5 hier nur 47nF hat...C1 wie oben empfohlen vergrößert wurde und wie im TVV47 4,7uF hat...

      Kann es sein das durch den verkleinerten C5 quasi ein Zusatzlicher Subsonic/Rumpelfilter realisiert wurde?
      Evtl auch weil bei den Anlage im Normalzustand Loudness immer an war?

      Denn im direkten Vergleich klingen die KAs/CRs wenn über den integrierten VVS gespielt wird auch etwas Bassärmer...

      Ich habe durch den Thread von Frank versuchsweise bei einer KA C5 mal auf 1uF vergrößert und bilde mir ein das der Klang doch etwas an Bass gewonnen hat...evtl reicht es auch einfach C5 auf 0,1uF zu vergößern wie im TVV46 original.

      Gruß
      Tilo
    • Tilo schrieb:

      Kann es sein das durch den verkleinerten C5 quasi ein Zusatzlicher Subsonic/Rumpelfilter realisiert wurde?
      Evtl auch weil bei den Anlage im Normalzustand Loudness immer an war?
      So ist es, Tilo!

      Der kleinere Auskoppel-C ist beim Gerät, zu dem der verlinkte Schaltplan gehört, auch einer evtl. in Sachen Rumpelabstand minderwertigen Qualität des verbauten Drehers geschuldet.

      Beste Grüße, Uwe
      Ein Leben ohne Plattenspieler und Schallplatten ist möglich, aber sinnlos!
    • Tilo schrieb:

      Servus,

      die KAs und CRs haben als VorVerstärker quasi auch den TVV46 mit integriert.

      dual.pytalhost.eu/cr61s/CR61Schaltplan1.jpg

      Was mich wundert ist das C5 hier nur 47nF hat...C1 wie oben empfohlen vergrößert wurde und wie im TVV47 4,7uF hat...

      Kann es sein das durch den verkleinerten C5 quasi ein Zusatzlicher Subsonic/Rumpelfilter realisiert wurde?
      Evtl auch weil bei den Anlage im Normalzustand Loudness immer an war?

      Denn im direkten Vergleich klingen die KAs/CRs wenn über den integrierten VVS gespielt wird auch etwas Bassärmer...

      Ich habe durch den Thread von Frank versuchsweise bei einer KA C5 mal auf 1uF vergrößert und bilde mir ein das der Klang doch etwas an Bass gewonnen hat...evtl reicht es auch einfach C5 auf 0,1uF zu vergößern wie im TVV46 original.

      Gruß
      Tilo
      Hallo Tilo,

      das ist keine Einbildung, der Bass wird kräftiger sein.
      Die Eingangsimpedanz des nachfolgenden Klangregelverstärkers ist zwar recht hoch, aber trotzdem kmmt es zu einer Bassminderung durch den 47 nf.
      Welch ein Zufall, ein Bekannter von mir restauriert gerade einen CR50 und hat die gleiche Beobachtung wie Du gemacht.

      Viele Grüße
      Frank
    • Guten Morgen,
      und ein gutes Neus Jahr!

      Frank, meinst du das es reicht C5 auf 0,1uF zu erhöhen? Oder sollte man ihn etwas mehr vergrößern...Ich muss die Kondensatoren bei mir nochmal tauschen da ich für einen schnellen Versuch nur Elyt Kondensatoren mit 1uF hatte und wie im Original wieder Folien Kondensatoren verbauen will.

      Ich denke mal man hat C5 auch so verkleinert da viele Geräte und gerade KAs in Regalen mit Lautsprechern und evtl noch auf Dielen Böden zu finden waren und durch das immer aktivierte Loudness wollte man wohl zu starke Rückkopplungen vermeiden....und bei den einfachsten Drehern evtl das Rumpeln etwas unterdrücken.

      Gruß
      Tilo
    • Tilo schrieb:

      Ich denke mal man hat C5 auch so verkleinert da viele Geräte und gerade KAs in Regalen mit Lautsprechern und evtl noch auf Dielen Böden zu finden waren und durch das immer aktivierte Loudness wollte man wohl zu starke Rückkopplungen vermeiden....und bei den einfachsten Drehern evtl das Rumpeln etwas unterdrücken.
      Hallo Tilo,

      Deine Argumente treffen alle mehr oder weniger zu. Betreibst Du an Deiner KA Standlautsprecher, die abgesetzt von ihr stehen, kannst Du die Auskoppel-Cs durchaus auf den Wert wie in den TVVs vergrößern, nämlich 4µ7. Und mache Dir bloß keinen Kopp wegen Elkos im Signalweg und so. Die hört man nämlich nur, wenn man weiß, dass sie vorhanden sind. Wenn die Lamentierer wüssten, wieviele Elkos in den Konsolen verbaut sind, auf denen die audiophilen Hai-Ent-Aufnahmen gemixt und gemastert wurden, dürften sie eigentlich gar keine Tonträger mehr kaufen.

      Beste Grüße, Uwe
      Ein Leben ohne Plattenspieler und Schallplatten ist möglich, aber sinnlos!
    • Tilo schrieb:

      Guten Morgen,
      und ein gutes Neus Jahr!

      Frank, meinst du das es reicht C5 auf 0,1uF zu erhöhen? Oder sollte man ihn etwas mehr vergrößern...Ich muss die Kondensatoren bei mir nochmal tauschen da ich für einen schnellen Versuch nur Elyt Kondensatoren mit 1uF hatte und wie im Original wieder Folien Kondensatoren verbauen will.

      Ich denke mal man hat C5 auch so verkleinert da viele Geräte und gerade KAs in Regalen mit Lautsprechern und evtl noch auf Dielen Böden zu finden waren und durch das immer aktivierte Loudness wollte man wohl zu starke Rückkopplungen vermeiden....und bei den einfachsten Drehern evtl das Rumpeln etwas unterdrücken.

      Gruß
      Tilo
      Hallo Tilo,

      0,1 µ erscheinen mir immer noch etwas wenig. 4,7 µ müssen es aber auch nicht sein.
      Mit 1 µ bist Du auf der sicheren Seite.
      Ob man den Unterschied zwischen Elko oder Folie nun hört oder nicht ist mir persönlich egal.
      Ich denke jedoch praktischer. Eine Folie in 50 oder 63 V kostet ~30 Cent mehr als ein Elko. Dafür muss ich sie aber nie mehr wechseln.

      Viele Grüße
      Frank
    • Hallo,

      habe mir heute die gestern erstandene KA 60 vorgenommen, von deren Verstärker weiter oben bereits die Rede und dessen Schaltplan verlinkt war. Im Phonovorverstärker ersetzte ich alle Elkos durch neue. Der Siebelko hatte statt 100 µF nur noch einige -zig Nanofarad. Den mickrigen Auskoppelkondensatoren zu 47 nF schaltete ich Elkos zu 4µ7 parallel. Doch Obacht: Bei einer solch großen Kapazität ist es zwingend erforderlich, an deren Minuspolen Widerstände nach Masse zu schalten! Sonst ploppt es bei der Signalquellenumschaltung gewaltig aus den Lautsprechern. Ich habe welche zu 39 kOhm genommen, weil sie zufällig herumlagen.

      Hier Ist die Platine nach dem Tausch der drei Elkos:



      Die Auskoppelelkos und die Widerstände liegen aus Platzgründen auf der Lötseite:



      Die Eilkos an den Eingängen mussten bleiben. Axiale Folienkondensatoren, die auf der Platine bei RM 5 der Originalteile Platz hätten finden können, hatte ich lediglich mit dem Kapazitätswert 1 µF. Da ich die Eingangsimpedanz der Schaltung nicht berechnen kann, blieb es beim Wert 4µ7 und damit den beiden Elkos.

      Beste Grüße, Uwe
      Ein Leben ohne Plattenspieler und Schallplatten ist möglich, aber sinnlos!